Naturgeografische Bausteine B: Klima/Wetter
Naturgeografische Bausteine B: Klima / Wetter
Naturgeografische Bausteine B: Klima / Wetter
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Flashcards
Abkürzung für innertropische Konvergenzzone. Im Äquatorbereich fliessen die Luftströmungen (Passate) in Bodennähe zusammen (konvergieren) und werden zum Aufsteigen gezwungen, was zu Wolkenbildung und Niederschlag führt. Auch die Erwärmung durch die Sonne spielt eine Rolle. Siehe auch äquatoriale Tiefdruckrinne.
Luftschicht, in der die Temperatur mit der Höhe zunimmt statt abnimmt. Mit der Temperaturumkehr ist auch eine Feuchteabnahme verbunden. Im Winter meist Ursache für die Bildung von Nebel oder Hochnebel und Smog.
Quasistationäres, für das Wetter in Mitteleuropa besonders wirksames Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik. Es kann das ganze Jahr über auftreten und bewirkt in Europa Wind, Niederschlag und nur kurzzeitige Aufhellungen, also sehr veränderliches Wetter.
Linien gleichen Luftdrucks.
Linien gleicher Niederschlagshöhe.
Linien gleicher Lufttemperatur.
In der oberen Troposphäre der Subtropen und der gemässigten Breiten auftretendes Band sehr hoher Windgeschwindigkeiten aus westlicher Richtung. (Wird auch als Strahlstrom bezeichnet.)
Die Kalmengürtel sind Schwachwindzonen auf den Weltmeeren im Bereich der subtropischen Hochdruckzellen. Siehe auch Rossbreiten.
Grenzfläche zwischen warmen und kalten Luftmassen, wenn kältere Luft die wärmere Luft am Boden verdrängt und zum Aufsteigen bringt. Beim Durchzug einer Kaltfront dreht der Wind unter Auffrischen meist von SW auf NW, die Lufttemperatur sinkt plötzlich (Temperatursturz) und der Luftdruck beginnt zu steigen.
Mittlerer Zustand der Atmosphäre über einem grösseren Gebiet mit ähnlichen Wetterabläufen während einer längeren Zeitepoche (30 Jahre).
Grafische Darstellung der durchschnittlichen Monatswerte von Temperatur und Niederschlag eines Orts.
Sechs grundlegende, durch meteorologische Messinstrumente erfassbare Grössen: Sonnenstrahlung, Lufttemperatur, Luftdruck, Wind, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag.
Naturräumliche Gegebenheiten, von denen die Klimaelemente beeinflusst werden. Es sind dies: Breitenlage, Exposition, Bodenbeschaffenheit, Höhenlage, Kontinentalität, Meeresströmungen.
Lehre vom Klima der Erde. Beschäftigt sich mit der Witterung im Jahresverlauf, um daraus eine Aussage über den mittleren Zustand der Atmosphäre abzuleiten.
Zusammenfassung, Systematisierung und übersichtliche Darstellung der sich während der Jahreszeiten in einem geografischen Raum ähnelnden Wetterabläufe. Siehe auch Witterung.
Versuch, das Klima der Zukunft aufgrund der Klimaentwicklung der Vergangenheit vorherzusagen.
Geografischer Grossraum, in dem möglichst viele Klimaelemente über Jahre hinweg weitgehend ähnlichen Verlauf aufweisen.
Durch die Fotosynthese binden die Pflanzen Kohlenstoff und setzen Sauerstoff frei. Auch wird durch Sedimentation und die Bildung fossiler Brennstoffe Kohlenstoff gebunden. Dagegen binden Verbrennungsprozesse, Atmung und Verwesung Sauerstoff und setzen Kohlenstoff frei. Die beiden Stoffe befinden sich also in einem Kreislauf. Siehe auch Treibhauseffekt.
Umwandlung des (unsichtbaren) Wasserdampfs zu Wassertröpfchen, die bei Vorhandensein von Kondensationskernen eine Wolke oder Nebel bilden. Ursache: Abkühlung der Luft bis zum Taupunkt, d. h. bis zur vollständigen Sättigung der Luft mit Wasserdampf (100% Luftfeuchtigkeit).
Klimafaktor. Klimatischer Gegensatz zwischen Meer und Festland. Wirkt sich auf die Durchschnittstemperaturen und die Niederschlagsmenge aus. Siehe auch Temperaturamplitude.
Beruht auf der Systematisierung klimatologischer Beobachtungsergebnisse. Die Grundlage bildet der mittlere Zustand der bodennahen Troposphäre, hauptsächlich geprägt von Temperatur und Niederschlag, denn diese wirken sich direkt auf die Vegetation aus.
Es werden die folgenden 12 Typen unterschieden: Tropisches Regenwaldklima (Af), Tropisches Monsunklima mit Regenwald (Am), Savannenklima (Aw), Steppenklima (BS), Wüstenklima (BW), warmes, wintertrockenes Klima (Cw), warmes, sommertrockenes Klima (Cs), feuchtgemässigtes Klima (Cf), wintertrockenkaltes Klima (Dw), winterfeuchtkaltes Klima (Df), Tundrenklima (ET), Klima ewigen Frosts (EF).
Lang anhaltender Regen, durch Aufgleiten von warmer auf kühler Luft verursacht, i. d. R. an der Warmfront auftretend. Gegensatz: kurzzeitige Regenschauer (in oder nach einer Kaltfront).
Nachts bei Schönwetter auftretender Wind, der vom sich abkühlenden Land nach der relativ warmen Wassermasse (See, Meer) weht.
Ein der Seemannssprache entnommener Begriff für die dem Wind abgewandte (windgeschützte) Seite eines Gebirges oder Hindernisses, im Gegensatz zum «Luv», der dem Wind zugewandten (windoffenen) Seite.
Klimaelement. Der Druck, den die Luft infolge der Schwerkraft auf eine Fläche ausübt. Der Druck ist in der Physik als Kraft pro Fläche definiert. Eine gedachte vertikale Luftsäule also, die vom Erdboden bis an den Rand der Atmosphäre reicht, übt auf eine Einheitsfläche im Durchschnitt das Gewicht von 1 013.2 Hektopascal (hPa) aus. 1 hPa = 100 Pascal (Pa); 1 Pa = 1 Newton/Quadratmeter. 1 Newton (N) ist die Kraft, die der Masse von 1 Kilogramm (kg) die Beschleunigung von 1 Meter pro Sekundenquadrat (1 m/s2) erteilt.
Klimaelement. Wasserdampfgehalt der Luft. Angegeben als relative Feuchtigkeit (in Prozent) und absolute Feuchtigkeit (in Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter Luft [g/m3]).
Klimaelement. Wärmezustand der Luft, abhängig von Sonnenstand, Höhe über Meer, Wind und Luftfeuchtigkeit sowie der Beschaffenheit der Erdoberfläche. Die mittlere Lufttemperatur über die gesamte Erdoberfläche beträgt etwa 15 °C.
Gesamtbegriff für die Verunreinigung der Atmosphäre mit einer Vielzahl verschiedener chemischer Substanzen, die umwelt- und gesundheitsgefährdend sein können.
Bezeichnung für die dem Wind zugewandte Seite eines Gebirges, die allgemein reichliche Wolkenbildung und Niederschläge aufweist. Gegensatz: Wolkenarmut auf der im «Lee» liegenden Gebirgsseite.
Klimafaktor. Horizontale Verfrachtung von Wassermassen, in den oberen Lagen v. a. durch die Winde hervorgerufen. Warme Meeresströmungen fliessen vom Äquator polwärts und wirken sich in höheren Breiten erwärmend auf das Klima aus. Umgekehrt kühlen die von den Polen kommenden kalten Meeresströmungen die Küstengebiete ab.
Meteorologie ist die Lehre von den physikalischen Erscheinungen und Vorgängen in der Lufthülle der Erde.
Grossräumige Luftströmung, die jahreszeitlich in ihrer Richtung wechselt. Auf der Nordhalbkugel strömt der Sommermonsun als ursprünglicher SE-Passat lange Strecken über offene Meeresflächen, nimmt Feuchtigkeit auf und fliesst nach der Äquatorüberquerung als SW-Monsun in die weit nördlich, meist landeinwärts liegende ITC. Der Sommermonsun bringt oft starke Niederschläge bis weit ins Landesinnere. Der Wintermonsun, ein NE-Passat aus dem Landesinnern, strömt als trockener, oft kalter Wind aufs Meer hinaus in Richtung der jetzt auf der Südhalbkugel liegenden ITC.
Eine am Boden aufliegende Wolke aus kleinen Wassertröpfchen mit Sichtweite unter 1 km. Nebel entsteht, wenn sich feuchte Luft, die auch ausreichend Kondensationskerne enthält, unter den Taupunkt abkühlt, also mit Wasserdampf gesättigt ist.
Klimaelement. Entsteht durch verschiedene Prozesse, bei denen kleine schwebende Wolkentröpfchen zu grossen Tropfen anwachsen, aus der Wolke ausfallen und den Erdboden erreichen. Der Niederschlag kann in verschiedener Form aus der Wolke fallen: Regen, Nieselregen, Schnee, Graupel oder Hagel.
Vereinigung einer Kaltfront mit einer Warmfront, wobei die schneller ziehende Kaltfront die vorangehende Warmfront einholt. Der zwischen den Fronten liegende «Warmsektor» wird dabei immer mehr eingeschnürt und die Warmluft schliesslich vom Boden abgehoben.
Die Ozeanografie hat die Aufgabe, die in den Ozeanen ablaufenden Vorgänge zu untersuchen, deren Ursachen zu finden und die grundlegenden Gesetzmässigkeiten aufzudecken.
Während das bodennahe Ozon (Sommersmog) durch menschliche Aktivitäten zunimmt, nimmt das stratosphärische Ozon ab. Diese Abnahme wird insbesondere durch den Ozonkiller FCKW hervorgerufen.
Teil der Stratosphäre in 20–30 km Höhe mit hohem Ozonanteil; Ozon wird gebildet aus Sauerstoff unter Einwirkung ultravioletter Strahlung, aber zerstört durch Treibgase. Siehe Ozonloch.
Beständiger, auf beiden Erdhalbkugeln das ganze Jahr hindurch auftretender Wind, der vom subtropischen Hochdruckgürtel zum Äquator weht. Durch die Corioliskraft wird der Wind jedoch abgelenkt, sodass er auf der Nordhalbkugel als Nordostpassat, auf der Südhalbkugel als Südostpassat auftritt.