MuSkSy1

Wirbelsäule

Wirbelsäule


N. L.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über muskuloskelettale Syndrome (MuSkSy) und deren Behandlung. Sie konzentrieren sich auf die Diagnose und Therapie von Beschwerden wie Skoliose, Whiplash, Rippenbuckel und verschiedenen Syndromen der Brustwirbelsäule (BWS) und Lendenwirbelsäule (LWS). Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Physiotherapeuten, die sich mit der Anatomie und Pathologie des Bewegungsapparates vertraut machen möchten. Sie bieten detaillierte Informationen zu Symptomen, Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten, die für die Praxis relevant sind.
Flashcards
64
Students
2
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
05.06.2014 / 30.01.2020

Flashcards

LVS

LVS = Lumbovertebralsyndrom

Rückenschmerzen ohne Ausstrahlungen

LSS

LSS = Lumbosponylogenes Syndrom

Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen, aber nicht dermatomal

LRS

LRS = Lumboradikuläres Syndrom

Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen, dermatomal

Spondylarthrose

Facettengelenksarthrose

Chondrose

Degenerative Bandscheibe

Facettengelenk

Zwischenwirbelgelenk

Anteil spezifische / unspezifische Rückenschmerzen

spezifische Rückenschmerzen 10%:
klare medizinische Diagnosen wie Frakturen, Tumore, Anomalien, Nervenwurzelaffektionen

unspezifische Rückenschmerzen 90%:
mit bildgebenden Verfahren nicht nachweisbar, weiter unterteilt in:

  • nicht mechanisch 30% (zentral schlecht adaptierter Schmerz)
  • mechanisch 70%
    • bewegungsabhängig 35%
    • haltungsabhängig 35%

LBP

LBP = Low-Back-Pain

schmerzen im unteren Rückenbereich tritt als eines der häufigsten Krankheitsbilder in der Bevölkerung auf

nichtspezifischer bewegungsabhängiger LBP

  • Einschränkung beim Bücken
  • sz-hafte Einschränkung kann oft einer Struktur zugeordnet werden
  • oft richtungsspezifische Hypomobilität (F / E / LF)
  • von kurzer Dauer oft und junge Pat.
  • gute Behandlungsmöglichkeiten

nichtspezifischer haltungsabhängiger LBP

  • Pat. hat SZ in gehaltenen Positionen
  • Pat. hat kein Bewusstsein für Bewegungen

MCD

MCD = Movement control dysfunction (Dysfunktion der Bewegungskontrolle)

z.B. wenn eine Einschränkung im Hüftgelenk vorliegt, wird fehlende Bewegung in der LWS kompensiert, was mit der Zeit zu Beschwerden in der LWS führen kann, da die Schmerzen immer dort auftreten wo es mehr bewegt!

extensionsspezifisches Problem

Patienten haben Mühe lange Zeit in gestreckten Positionen zu bleiben: langes Stehen

flexionsspezifisches Problem

Patienten haben Mühe, lange in flektierter Position zu bleiben: langes Sitzen, Autofahren, Gartenarbeiten

flexionsspezifisches Problem

Patienten haben Mühe, lange in flektierter Position zu bleiben: langes Sitzen, Autofahren, Gartenarbeiten

rotationsspezifisches Problem 

Beschwerden treten in asymmetrischen Positionen auf: verdrehtes Sitzen, stehende Positionen "Coctail-Party"

verschiedene Muskelsysteme

 

Stabilisatoren
eingelenkige Muskeln primäre Funktion der Stabilisation, besonders bei geringer oder funktioneller Belastung

Mobilisatoren
zweigelenkige Muskeln, mobilisierende Eigenschaften, vorallem bei hohem Kraftaufwand und grosser Last, unvorteilhafter Hebelkraft stabilisierend

MCD - Testbatterie

  1. Waiters bow (F-Dysfunktion)
    leichte KG F, OK nach vorne, LWS Lordose beibehalten
  2. Dorsal tilt of pelvis (E-Dysfunktion)
    Becken nach hinten kippen oder Rücken lang machen
  3. One leg stance (Rotations-Dysfunktion)
    Verschiebung Körpermitte, Messung in cm vom Bauchnabel aus
  4. sitting knee extension (F/Rot-Dysfunktion)
    im Sitzen Bein ausstrecken, Rücken gerade
  5. Rocking backward and forward (F/E-Dysfunktion)
    im 4-Füssler nach vorne/hinten verschieben
  6. prone active knee flexion (E/Rot-Dysfunktion)
    Bauchlage, Knie flektieren bis LWS bewegt

Pat. soll selbst spüren wo jeweils die grenze ist, nicht taktil korrigieren! Wenn nicht erreicht = 1 Punkt / Je mehr Punkte desto schlechter!!!

Allodynie

Schmerz welcher durch einen nicht schmerzhaften Stimulus ausgelöst wird. z.B. Brührung der Haut als unterschwelliger Reiz - SZ-Schwelle ist sehr tief.

Hyperalgesie (3 Formen)

  1. primäre Hyperalgesie = übersteigerte Reaktion auf schmerzhaften Reiz im geschädigten Gebiet
  2. sekundäre Hyperalgesie = übersteigerte Reaktion auf schmerzhaften Reiz im nicht geschädigten Gebiet
  3. Analgesie = Fehlen von Schmerz bei einem Stimulus mit schmerzhaftem Reiz - Sz-Schwelle sehr hoch.

Hyperpathie

zunehmende Sz bei gleichbleibendem Stimulus

Latenz

Schmerzen und Symptome klinen nur langsam ab, auch wenn Stimulus schon nicht mehr vorhanden ist

Dysästhesie

verändertes Empfinden für einen Sensibilität

Hypoästhesie

verminderte  Sensibilität

Parästhesien

Missempfinden wie brennen, ameisenlaufen, kribbeln etc.

Parese

inkomplette Lähmung

Plegie oder Paralyse

komplette Lähmung

Muskulatur der Wirbelsäule (systeme)

  • intertransversale Muskeln verlaufen von Querfortsatz zu Querfortsatz (unilateral)
  • interspinale Muskeln verlaufen von Dornfortsatz zu Dornfortsatz
  • Transversospinale Muskeln verlafuen von den Querfortsätzen zu den Dornfortsätzen
  • spinotransversale Muskeln verlaufen von den Dornfortsätzen zu den Querfortsätzen

Pathologische Veränderungen der Disci

  • Protusion
    das Hervortreten eines Gewebes bzw. Körperteilsvor ein anderes oder dessen Verlagerung nach außen
  • Prolaps
    Verlagerung eines Organs aus seiner physiologischen Lage
    • zentral (am häufigsten);
    • posterolateral;
    • foraminal;
    • extraforaminal (am seltensten);
    • subligamentär;
    • transligamentär

hubfrei

Die Muskulatur arbeitet konzentrisch, ohne Gewichte Gegen die Schwerkraft zu heben.
(Bewegungsachse = vertikal)

hubarm

Die Muskulatur arbeitet sowol konzentrisch wie auch exzentrisch
(Bewegungsachse horizontal)

Idealhaltung Wirbelsäule

physiologische Krümmungen sollen so angeordnet sein, dass alles im Lot ist: 

  • Ohr
  • Schultergelenk mitte
  • Trochanter major
  • KG Mittellinie
  • Lat. Malleolus

3 typische Fehlhaltungen

  1. Kypho-Lordose
    + HWS Lordose (ventraltranslation) / + BWS Kyphose / + LWS Lordose
    eher Verkürzung dorsal und Abschwächung ventral, Beckenkippung nach ventral
     
  2. Flachrücken
    alle Krümmungen weniger ausgeprägt
    Hüft- und Kniegelenke extendiert, Becken nach dorsal gekippt
     
  3. Sway-back Haltung
    Kopf ventraltranslatiert, Becken nach hinten gekippt, KG und HG extendiert

höchste segmentale Mobilität der HWS für LF, F, E und Rot

  • F/E: C5/C6 oder C6/C7
    bei Einschränkung der Extension ist C5/C6 oder C6/C7 meist durch discogene Problematik betroffen
  • LF: C0/C1
  • Rot.: zu 50% C1/C2

dort wo höchste Mobilität - meise Abnutzung!

Discogenes Muster HWS (Schmerzqualität und Schmerzverhalten)

  • dumpf und stark
  • quälend, bedrückend
  • tief und diffus

 

  • Fehlhaltung in Flexion und Rotation (Telefon)
  • Morgens mehr Symptome (über Nacht saugen sich disken voll)
  • Verlassen von langandauernden Stellungen schmerzt

 

  • ein zentraler Prolaps verursacht auf der Höhe des Segments ein ca. 5-Frankenstück grosser Schmerzpunkt
  • ein dorsolateraler Prolaps zeigt sich im Ausstrahlungsgebiet

Klinisches Muster Facettengelenk HWS

Sz bei:

  • langes Stehen / sitzen
  • langes liegen in Bauchlage (E/rot/lf)
  • Überkopfarbeit
  • besser bei voller Flexion

 

  • Sz rund um Nase, Käppli auf dem Kopf C0 (Red flag)
  • Zentraler Hinterkopf: C1
  • Lateraler Hinterkopf: C2
  • Eher hinter Ohren, Hinterkopf: C3
  • Richtung Nacken: C3/C4
  • Nacken und Schulter (bis Acromion): C5
  • Über Deltoideus: C6
  • Feststellbar scapular und weiter Ausstrahlung in Arm: C7

 

Irradiation HWS

  • durch Nervenwurzelkompression
  • oder Nervenwurzelirritation

 

  • referred pain
  • durale Irradiation
  • periphere Nervenkompression
  • periphere Nervenirritation

Nervenwurzelkompression

  • Schmerzen oder Parästhesien im Dermatom
  • segmentaler Sensibilitätsausfall
  • Parese der Kennmuskulatur
  • Hyporeflexie und Areflexie

 

  • Extension und heterolaterale Rotation und axiale Kompresssion
  • kurze schmerzarme Perioden
  • v.a. Nachts starke SZ (diskogen)

Schmerzcharakter

  • tief, brennend, unangenehm
  • stark, konstant
  • brennend, scharf, stichartig
  • akuter Schmerz mit präziser Ausstrahlung

Dermatome Kopf, Nacken und Arm

siehe Bild

Instabilität strukturell / funktionell

strukturell: sichtbar auf Röntgenbild (Spondylolisthesis = Wirbelgleiten)
klinisch: auf Bildgebung nicht sichtbar

Schmerzcharakter:

  • stechender, einschiessender SZ
  • oft bilateral
  • instabiler Verlauf
  • Sz bei langanhaltenden Tätigkeiten
  • LWS: sitzen: sofort Sz, aufstehen: sofort linderung
  • lange Hx, rezidivierend
  • Sportler - Hypermobilität mit wenig muskulärer Kontrolle

Ursache:

  • Trauma
  • Degeneration
  • Manipulationen
  • berufsmässige Belastungen
  • Sportler
  • Schwangerschaft (Laxität der Bänder)
  • steife Nachbarsegmente
  • generelle Laxität
  • Infektionen, Neoplasmen, Knochenerkrankungen

 

Pathologien Arteria Vertebralis (5D)

5D

  1. Dysarthria (Unvermögen zu sprechen, Zungenparästhesie, komischer Geschmack im Mund etc.)
  2. Dysphagia (Übelkeit)
  3. Drop attack (Schwindel, Schwarz vor Augen)
  4. Dysplopia (Augenflimmern (feiner Nystagmus)
  5. Dizziness

? wo zuordnen?

  • Ohrensausen/-pfeifen (C2/C3)
  • Druck- und Kopfschmerzen
  • vegetative Zeichen

 

Study