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Liz Lisselsons
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen der Biologie ab und konzentrieren sich auf biomagnetische Signale, Supraleitung und bildgebende Verfahren wie Kernspintomographie. Sie behandeln die Messung magnetischer Effekte, die Eigenschaften verschiedener magnetischer Materialien und die Anwendung von Magnetfeldern in der Medizin. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Forscher, die sich mit biomagnetischen Phänomenen und medizinischer Bildgebung befassen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
18.06.2013 / 26.12.2016

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Was versteht man unter Diamagnetismus?

 

Bringt man eine Substanz in ein magnetisches Feld, so induziert dieses in den Elektronenhüllen der Atome einen Strom, dessen Magnetfeld nach der Lenzschen Regel dem äußeren entgegengerichtet ist. Diamagnetismus führt so zu einer Abschwächung des Magnetfeldes in der Substanz. In Materialien deren Atome, Ionen oder Moleküle keine ungepaarten Elektronen besitzen, ist Diamagnetismus die einzige Form von Magnetismus

Was versteht man unter Paramagnetismus? Wie verhält sich ein paramagnetisches Material mit steigender Temperatur?

 

 

Besitzen die Atome, Ionen oder Moleküle eines Materials ein magnetisches Moment, so richten sich diese parallel zum äußeren Magnetfeld aus. Dies bewirkt eine Verstärkung des Magnetfeldes im Material. Bei einem idealen Paramagneten sind die einzelnen magnetischen Momente voneinander isoliert. Darum bricht das innere Magnetfeld nach Entfernen des äußeren Magnetfelds wegen der Wärmebewegung der Teilchen zusammen. Dementsprechend nimmt der Paramagnetismus mit steigender Temperatur ab.

Was versteht man unter Ferromagnetismus? Wie verhält sich ein ferromagnetisches Material mit steigender Temperatur?

Beim Ferromagnetismus sind die magnetischen Momente einzelner Teilchen nicht unabhängig voneinander, sondern richten sich spontan parallel aus. Die Kopplung der magnetischen Momente erstreckt sich aber nicht über das ganze Material sondern ist auf kleine Bereiche, die Weissschen Bezirke, beschränkt. Typische Längenskalen sind 10 nm bis wenige Mikrometer. Die Ausrichtung der Weissschen Bezirke ist statistisch verteilt, so dass der Gesamtkörper unmagnetisch erscheint. Durch ein äußeres Magnetfeld kann man die Bezirke gleichrichten. Diese Gleich-richtung bleibt auch nach Entfernen des äußeren Feldes erhalten, so dass man

eine permanente Magnetisierung erhält. Die Magnetisierung kann durch Erhitzen über die ferromagnetische Curie-Temperatur zerstört werden.

Was versteht man unter Ferrimagnetismus?

Auch beim Ferrimagnetismus sind die magnetischen Momente einzelner Teilchen nicht unabhängig voneinander.

Es liegen aber zwei Arten von magnetischen Zentren vor. Die Spinmomente gleichartiger Zentren richten sich dabei parallel und die verschiedener antiparallel aus. Dieses führt zu einer partiellen Auslöschung der magnetischen Momente. Im übrigen Verhalten ähneln sie den Ferromagneten.

Was versteht man unter Antiferromagnetismus? Wie verhält sich ein antiferromagnetisches Material mit steigender Temperatur?

 

Auch beim Antiferromagnetismus sind die magnetischen Momente einzelner Teilchen nicht unabhängig voneinander sondern richten sich spontan anti-parallel aus. Daher zeigt der ideale Antiferromagnet nach außen kein magnetisches Verhalten. Mit steigender Temperatur stört die Wärmebewegung die Anordnung, so dass sich der Antiferromagnet zunehmend wie ein Ferrimagnet verhält.

Welche magnetischen Effekte bzw. Systeme kennt man in der Biologie?

 

Magnetische Wechselfelder können über Induktion elektrische Ströme im Gewebe auslösen und können so einen (schwachen) Einfluss auf das Nervensystem haben. Die Nerven in Muskeln können mit Hilfe der Transkraniellen Magnetstimulation (TMS) stimuliert werden. In entsprechend starken Feldern (zum Beispiel in einem Kernspintomograf) treten sogenannte Magnetophosphene (optische Sinneswahrnehmungen) auf. Des weiteren ist seit langem bekannt, dass magnetische Wechselfelder die Sekretion von Hormonen (Beispiel Melatonin) beeinflussen können. Viele Vögel, Meeresschildkröten und weit ziehende Fische verfügen über einen Magnetsinn und können sich mittels des Erdmagnetfelds orientieren.

Was ist der magnetische Fluss und dessen Einheit?

 

physikalische Größe zur Beschreibung des magnetischen Feldes. Er ist – vergleichbar mit dem elektrischen Strom – die Folge einer magnetischen Spannung und fließt durch einen magnetischen Widerstand. Da selbst das Vakuum einen solchen magnetischen Widerstand darstellt, ist der magnetische Fluss nicht an ein bestimmtes „Medium“ gebunden und wird über Feldgrößen beschrieben.Die Maßeinheit des magnetischen Flusses im SI-Einheitensystem ist Weber Wb

Was ist die Messgrösse beim MEG bzw. MCG und was ist der wesentliche Unterschied zur Kernspintomographie?

 Magnetische Flussdichte, Messung magnetischer Signale aus dem Körper

nicht: magnetische Stoffe im Körper

nicht: Wirkung von Magnetfeldern auf den Körper

Wozu kann man einen Hall-Sensor verwenden?

Drehratenbestimmung

Wofür steht die Abkürzung SQUID?

 

SQUID steht für superconducting quantum interference device

Welche beiden Haupteigenschaften zeichnen supraleitende Materialien aus?

  • Elektrischer Widerstand fällt auf Null wenn die „kritischen Temperatur“ (=Sprungtemperatur) unterschritten wird
  • Verdängt die externen Magnetfelder aus Ihrem Inneren (Meißner-Ochsenfeld-Effekt)

In welche beiden Klassen werden Supraleiter eingeteilt und wodurch wird diese Einteilung festgelegt?

  • Typ I Supraleiter:  Supraleitende Materialien, die nicht durch magnetische Flusslinien penetriert werden können (Meißner-Ochsenfeld Effekt). Elementare Supraleiter. Aluminium und Blei.
  • Typ II Supraleiter: Charakterisiert durch einen graduellen Übergang vom supraleitenden in den normalen Zustand. Metallische Legierungen oder komplexe, oxidische Keramiken

Was beschreibt der Meissner-Ochsenfeld Effekt?     

Verdrängung jeglichen magnetischen Feldes aus einem supraleitenden Material unterhalb der Sprungtemperatur Tc.

Was beschreibt der Josephson-Effekt?

 

Phänomen eines Stromflusses zwischen zwei schwach gekoppelten Supraleitern, die durch eine dünne, isolierende Barriere getrennt sind. Diese Struktur – zwei Supraleiter verbunden mit einer nicht-leitenden Barriere – ist bekannt als Josephson Brücke. Der Strom, der die Bariere übertritt nennt sich Josephson Strom.

Welche Ziele verfolgt man bei der Auswertung biomagnetischer Signale (4 aus 6)?

  • Ortung erzeugender Generatoren
  • Test von Hypothesen
  • Auswertung Signalstärke
  • Synchronisationseffekte / Korrelation
  • Vergleich mit Normsignalen
  • Identifikation pathologischer Signalmuster

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