MR 3 BV
5 Umgebungsarbeiten
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Flashcards
Zur Erschliessung von Grundstücken gehören folgende Anschlüsse: Wasser, Elektrizität, Gas, Telefon, Television, Fernwärme und Abwasserableitungen.
Es werden folgende Grabenarten unterschieden: V-Graben, U-Graben und Stufengraben.
Die Vorteile eines V-Grabens sind der rasche maschinelle Aushub und das Verlegen der Leitungen ohne Behinderung.
Die Nachteile eines V-Grabens sind der grossen Platzbedarf infolge dem grösseren Aushubvolumen und die grösseren Flur- und Belagsschäden.
Die Vorteile eines U-Grabens sind, dass er platzsparend ist und sich auch für tiefe Gräben eignet.
Die Nachteile eines U-Grabens sind, dass sie ab einer Tiefe von > 1.50m gespriesst werden müssen und sich für den tieferen Aushub und den Leitungsbau grosse Arbeitsbehinderungen ergeben.
Bei einem Stufengraben werden die verschiedenen Leitungen aus Sicherheits- und Lagegründen (Leitungskreuzungen usw.) unterschiedlich tief verlegt.
Beim Grabenaushub sind die Kenntnisse über Materialauflockerungen wichtig.
Gräben und Schächte sind nach der Bauarbeiterverordnung so auszuführen, dass niemand durch herabfallendes oder abrutschendes Material gefährdet ist.
Ein U-Graben muss ab einer Tiefe von > 1.50m gespriesst, abgeböscht oder durch eine andere geeignete Massnahme gesichert werden.
Eine gängige Grundregel für die Grabenbreite ist da + 40cm (da = äusserer Leitungsdurchmesser).
Bei einem gespriessten Graben ist der minimale Arbeitsraum von 60cm einzuhalten.
Bei gut verfestigtem und standfestem Material kann ein Böschungsverhältnis von 3:1 angewendet werden.
Bei rolligen, nicht verfestigtem Material wird ein Böschungsverhältnis von 1:1 angewendet.
Alle Liegenschafts- und Ortsentwässerungsleitungen müssen nach der SIA Norm 190 verlegt werden.
Bei der Grabenform und der Rohrumhüllung werden 4 Normalprofile unterschieden.
Die Grabensohle darf beim Grabenaushub nicht aufgelockert werden.
Beim Verlegen der Rohre und beim Wiedereinfüllen der Gräben muss mit grosser Sorgfalt gearbeitet werden damit später keine Setzungen oder andere Schäden an der Leitung erfolgen.
Einlauf- und Kontrollschächte werden meistens für die Überwachung, den Unterhalt und die Lüftung des Kanalnetzes erstellt.
Für die Anordnung von Kontrollschächten gilt: geraden Strecken max. Abstand bis 80m bei Richtungsänderungen, Gefällswechsel, Kaliberwechsel, Leitungsvereinigungen
Einlaufschächte sammeln das Niederschlagswasser von Strassen und Plätzen. Mit Stauraum und Tauchbogen ausgeführt werden die ES auch als Schlammsammler SS bezeichnet.
Kanalisation (-1.8m und tiefer) / Wasser -1.5m / Gas -1.2m / Elektro -0.8m / TV,TT -0.6m
Vor dem Beginn von Aushub- und Grabarbeiten ist immer genau abzuklären, ob dabei keine bestehenden Werkleitungen gefährdet werden.
Neu verlegte Leitungen sind vor dem Überdecken genau einzumessen und in einem Leitungsplan (Leitungskataster) einzutragen damit für spätere Grabarbeiten die Leitungslagen bekannt sind
Warnschutzbänder für Leitungen aller Art sollen Unfälle und Schäden bei späteren Grabarbeiten verhindern.
Der Aufbau einer Strasse erfolgt in Schichten.
Der Aufbau richtet sich nach dem vorhandenen Baugrund und der zu erwartenden Verkehrsbelastung
Die Aufbauschichten einer stark befahrenen Strasse sind: Baugrund, Unterbau, Planie (ev. verbesserter Unterbau), Fundationsschicht, Planie, Tragschicht, Deckschicht
Beim Unterbau einer Strasse geht es darum, durch Materialabtrag den vorhandenen und ungeeigneten Baugrund genügend tief zu entfernen, um danach durch Schütten und Verdichten einen besseren Unterbau zu erhalten.
Die Aufgabe der Fundationsschicht ist es die lastverteilende Wirkung des Oberbaus zu übernehmen und Schäden durch mögliche Frosteinwirkungen im Unterbau zu verhindern.
Als Fundationsmaterial wird hauptsächlich Kies-Sand-Gemische (Wandkies), kalk- resp. zementstabilisiertes Kies-Sand-Gemisch oder Recyclingkies verwendet.
Befahrbare Beläge sind Betonbelag, Bitumen- oder Asphaltbelag, Pflastersteinbeläge und Gitterbetonsteinbeläge.
Die Eigenheit von Beton verlangt wegen des anfänglichen Schwindens und der späteren Wärmeeinwirkung Trennfugen im Belag. Die Bewehrung im Belag soll vor allem ungleiche Spannungen zwischen Plattenrand und Plattenmitte verhindern.
Analog wie Beton aus einem Kiessandgemisch als Gesteinskörnung sowie Bitumen verschiedener Härte als Bindemittel.
Aus ökologischen Gründen, welche den Naturhaushalt betreffen, ist stets darauf zu achten, dass so wenig Boden als möglich „versiegelt“ wird.
Wenn technisch möglich, sollte man möglichst wasserdurchlässige Beläge erstellen.
Ein Natursteinbelag ist wie folgt aufgebaut: Fundationsschicht Kofferkies 30 – 50cm stark, Splittbett 3 – 5cm, Pflasterstein 6 – 12cm mit Sand verfugt. Zum Beispiel in der Berner Altstadt grossflächig zu sehen
Asphaltbeläge müssen mit Randabschlüssen versehen werden.
Die Randabschlüsse werden vor dem Belagseinbau erstellt.
Aus bearbeiteten Natursteinen wie Granit und Gneis (teuer aber dauerhaft) oder Betonwaren welche industriel hergestellt werden.