MR 3 BV
3 Ortbetonarbeiten
3 Ortbetonarbeiten
-
- 1 / 54
-
Cartes-fiches
Beim Vibrieren werden Schwingungen erzeugt, welche die Reibung zwischen den Gesteinskörnern überwinden. Die Körner lagern sich dadurch dichter aneinander, die eingeschlossene Luft entweicht in Form von Luftblasen, die Hohlräume füllen sich mit Feinstmörtel und der Beton verdichtet sich unter der Schwerkrafteinwirkung.
Die wichtigsten Ziele einer guten Nachbehandlung sind der Schutz vor vorzeitigem Austrocknen des Betons durch Sonne und Wind, der Schutz vor extremen Temperaturen und raschen Temperaturwechseln sowie der Schutz vor Niederschlägen und vorzeitigen Schadstoffeinwirkungen.
Eine frühzeitige und fortgesetzte Nachbehandlung des Betons bei warmer Witterung verhindert das rasche Austrocknen, vermindert die Rissgefahr, steigert die Dichtigkeit und damit die Druckfestigkeit sowie die Dauerhaftigkeit des Betons.
Die Festigkeitsentwicklung bei tiefen Temperaturen zeigt, dass vor allem die Frühfestigkeit deutlich abfällt, die Endfestigkeit des Betons etwas weniger. Kühle Witterung erfordert deshalb zusätzliche Massnahmen bei der Aufbereitung, dem Einbau und der Nachbehandlung des Betons.
Man unterscheidet folgende Entmischungsarten. Die Entmischung zwischen den verschiedenen Korngrössen der Gesteinskörnung, die Entmischung der Gesteinskörnung und dem Zementleim und die Entmischung zwischen dem Mehlkornanteil und dem Wassergehalt.
Ursachen von Betonentmischungen sind z.B. undichte Schalungen, zu dichte und engmaschige Bewehrung, ungenügende Betonüberdeckung, ein für die Bauteildicke zu grosses Grösstkorn, eine zu kurze Mischzeit und ein fehlerhaftes Verarbeiten des Betons.
Reiner Beton ist soll nur auf Druck beansprucht werden, da die Zugfetigkeit sehr gerimg ist. Die Zugfestigkeit des Stahlbetons wird mit der Einlage von Stahl gewährleistet.
Die Karbonatisierung ist eine chemische Reaktion an der Oberfläche des Betons, mit dem Kohlendioxid aus der Luft. Die Karbonatisierung beeinflusst die Festigkeit des Beton positiv, weil sie seine Festigkeit und Dauerhaftigkeit erhöht. Die Bewehrung im Stahlbeton wird aber angegriffen und beginnt zu rosten. Die Karbonatisierung ist also insgesamt eine schlechte Erscheinung für den Stahlbeton!
An Betonoberflächen treten Kalkausblühungen auf, die vom Kalkhydrat herrühren, welches bei der Zementhydratation im Zementleim freigesetzt wird.
Die Eisbildung im oberflächennahen Beton erzeugt grosse Spannungen weil sich das Wasservolumen durch das Gefrieren um 10 % vergrössert. Dies kann Betonabplatzungen zur Folge haben
Sulfate sind Salze der Schwefelsäure und können als wässrige Lösungen den erhärteten Beton schädigen.
Die zwei wesentlichen Arten von chemischen Schädigungen am Beton sind die chemische Zersetzung und das chemisch bewirkte Quellen.
Als Schutz des Betons vor Säuren ab mittlerer Stärke ist eine säurebeständige Beschichtung erforderlich.
Beton brennt nicht und entwickelt, auch wenn er sehr hohen Temperaturen ausgesetzt ist, weder Rauch noch giftige Gase. Er verhindert vielmehr eine weitere Ausbreitung des Feuers. Ab ca. 500 Grad beginnen sich die guten Eigenschaften des Betons zu verändern, Beton schmilzt bei einer Temperatur von 1200 Grad Celsius.