MR 3 BV
2 Grundbau
2 Grundbau
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Lernkarten
Als Erdbau werden Arbeiten im Boden bezeichnet, die sich mit Abtrag, Aushub, Transport, Schüttung, Verdichtung und Bodenverbesserung (Bodenstabilisierung) befassen.
Durch den immer währenden Zyklus von Aufbau und Abtragung der Gebirge und des Festlandes.
Bei den Gesteinen unterscheidet man die zwei Hauptgruppen Fest- und Lockergestein.
Der Boden hat je nach Bodenart eine Rohdichte von 1750 - 2100 kg/m3.
In nicht bindige (rollige) Böden und bindige (kohäsive) Böden
Ton = C / Sand = S / Kies = G, Abkürzung für tonigen Kies demnach = GC
Geologische Bodenarten sind Schotter, Moräne, Bachschutt, Gehängeschutt, Gehängelehm, Seebodenlehm, Seekreide, Mergel, Löss und Torf.
Verwitterung bedeutet Abbau von Gesteinen / Fels usw. direkt am Ort, durch äussere Einwirkung wie Hitze Frost usw. Mit Erosion ist die mit dem Gesteinstransport verbundene ausfurchende und abtragende Wirkung des Wassers (Niederschläge, Bäche, Flüsse und Gletscher) oder des Windes gemeint.
Mit gezielten Baugrundsondierungen versucht man die Beschaffenheit des Baugrundes und den Verlauf der einzelnen Bodenschichten abzuklären, die zulässige Belastbarkeit des Bodens zu ermitteln und die hydrologischen Verhältnisse im Boden abzuklären.
Die Beschaffenheit des Baugrundes hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bauverfahren, den Bauablauf, die spätere Standsicherheit des Bauwerkes und die Baukosten.
Die 3 Arten von Feldversuchen für Sondierungsmethoden sind Sondiergrabungen, Rammsondierungen und Sondierbohrungen.
Der grosse Vorteil von Sondierbohrungen ist, dass eine Klassifikation des Materials bis auf eine Tiefe von 40m vorgenommen werden kann und die Lage von Wasservorkommen bestimmt werden können.
Organische Böden dürfen nicht belastet werden, sind als Baugrund ungeeignet
Der wesentliche Unterschied zwischen nichtbindigen und bindigen Boden ist sein ungleiches Tragverhalten bei Wasseraufnahme. Nichtbindiger Boden hält kein Wasser und ist dadurch auch bei Wasser ein tragfähiger Baugrund. Bindiger Boden kann Wasser aufnehmen und halten. Dadurch wird die Tragfähigkeit des Bodens verschlechtert.
Sobald der Baugrund eine Belastung aufnehmen muss, kann er dabei zusammengedrückt werden und sich verformen. Die Bewegungen bei diesem Vorgang bezeichnet man als Setzungen.
Bei erwarteten Setzungen ist besonders darauf zu achten, dass die Setzungen gleichmässig erfolgen.
Als Frosttiefe wird jene Tiefe bezeichnet, in welcher das Bauwerk schadenfrei gegründet werden kann, ab der Frosttiefe, gefriert der Boden nicht mehr.
Möglichkeiten um den Baugrund zu verbessern sind Baugrundersatz, Verdichten, Injektionen, Entwässerung und Bodenstabilisierungen.
Jedes Bauwerk muss auf tragfähigem und frostsicherem Boden gegründet werden.
Die Sicherung der Baugrube kann erfolgen durch seitliche Abböschungen oder vertikale Baugrubenabschlüsse
Die offene Wasserhaltung bei wenig Wasservorkommen oder die Grundwasserabsenkung bei viel Wasservorkommen.
Kulturerde ist die oberste und biologisch aktive Wachstumsschicht für alle Pflanzen. Sie ist deshalb sehr wertvoll und muss sorgfältig abgetragen und für die Wiederverwendung auf dem Bauplatz deponiert werden.
Bevor man mit Erdarbeiten beginnt, muss man abklären ob Werkleitungen oder unterirdische Bauten im Boden anzutreffen sind.
Vliesmatten verhindern das Eindringen und Hochsteigen von Feinanteilen aus dem Untergrund in das Koffermaterial. Die Kies-Fundationsschichten bleiben damit frostsicher.
Die Grösse einer Baugrube richtet sich nach der Grundfläche des Bauvorhabens, dem notwendigen Arbeitsraum und den örtlichen Gegebenheiten für den Baugrubenabschluss.
Drei allgemein gültige Regeln für Abtrag und Deponie sind: mit einer geneigten Abtragsfläche ausheben (Wasserabfluss), > Abtragsfläche bei Arbeitsunterbrüchen oder herannahenden Unwettern abwalzen (Wassereindringung) und > letzter Abtrag ohne das Befahren des Planums erstellen.
Befährt man siltiges Material mit schweren Baugeräten, dann beginnt es zu brechen und wird zerschert. Die Tragfähigkeit geht dabei verloren und der Boden federt unter Belastung zurück.
Baugrubenböschungen mit mehr als 3m Höhe müssen als Stufenböschung ausgeführt werden. D.h. mit Bermen für die Arbeitssicherheit.
Beim Einsturz von Baugrubenböschungen können auf Grund der Gleitlinie hauptsächlich folgende zwei Brucharten festgestellt werden, der Böschungsbruch und der Gelände- oder Grundbruch.
Schutzschichten auf Böschungsflächen wirken stabilisierend, indem sie Niederschlagswasser oder Hangwasseraustritte fassen und dadurch Erosionen und / oder Rutschungen an der Böschung verhindern.
Drei einfache Regeln die beim Hinterfüllen zu beachten sind, sind das Reinigen der Baugrube von jeglichem Bauschutt, das Verwenden von gut geeignetem Auffüllmaterial und das Einbringen und Verdichten in Schichten von max. 30 bis 50cm.
In dicht überbauten Gebieten werden die Baugrubenabschlüsse senkrecht erstellt, weil geböschte Baugruben zu viel Platz beanspruchen.
Spundwände bestehen in der Regel aus Walzprofilen aus Stahl, welche auf der Baustelle gerammt, einvibriert oder in Sonderfällen in vorbereitete Schlitze gestellt werden.
Der Baugrubenaushub bei einer Rühlwand erfolgt in Schichten von 50 bis 100 cm dicke, je nach der Standfestigkeit des Bodens. Die Rühlwandträger werden vorgängig gebohrt und versetzt.
Die Bedingungen für das Erstellen einer Ankerwand sind eine trockene Baugrube und dass der Boden beim ausgehobenen Wandteil standfest bleibt.
Pfahlwände werden als offene oder geschlossene Wände erstellt
Bei einer Sekantenwand überschneiden sich die Pfähle und bei einer Tangentenwand werden die Pfähle aneinander gereiht.
Die Hauptvorteile von Schlitzwänden sind der geringe Platzbedarf, lärmarme Bauarbeiten, die Bewältigung von grossen Tiefen und die Verwendung der Schlitzwand als Kelleraussenwand. Die Schlitzwand eignet sich speziell auch für Abschlüsse im Grundwasser.
Als Spriessmaterial kommt Bauholz und Baustahl zum Einsatz
Die Vorteile von Rückverankerungen sind, dass sie die Baugrube nach aussen zurück halten, dadurch wird der knappe Arbeitsraum nicht beeinträchtigt.