MR 2 BK
4 Decken und Treppen
4 Decken und Treppen
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Cartes-fiches
Für das über der Decke liegende Geschoss bildet die Decke den Boden.
Decken werden nach Konstruktion und Lage unterteilt.
Ortbetondecken / Verbunddecken / Fertigelementdecken / Kellerdecken / Zwischendecken / Dachdecken.
Spannweite und Auflage / Nutzlast und Eigengewicht / Lage der Decke / Schall- und Wärmedämmfähigkeit / Aussparungen in der Decke / Gliederung der Deckenuntersicht.
Platten- oder rippenförmige Decken können grosse Spannweiten raumsparend überbrücken.
Mit schwimmendem Estrich ist ein Unterlagsboden gemeint.
Rohdecke / Unterlagsboden / Oberdecke / Unterdecke.
Einwirkungen sind die Belastung aus Nutzlast und Eigengewicht, das Klima mit Wärme und Feuchtigkeit sowie der Lärm (störender Schall).
Aufgaben wie Tragkonstruktion, Aussteifung, Gebäudehülle resp. Dach, Wärmespeicher, Schallschutz und Brandschutz.
Plattendecken sind massive und ebene Flächentragwerke aus Stahlbeton.
Plattendecken weisen einen durchgehenden vollen Querschnitt sowie eine gleichmässige Plattendicke auf.
Plattendecken auf der Baustelle bedingen immer eine Schalung in welche die Bewehrung verlegt und danach der Beton eingebracht werden kann.
Bei einachsigen Plattendecken liegt die Hauptbewehrung in der ersten Lage.
Plattenbalkendecken bestehen aus relativ hohen schmalen Balken, die schubfest mit der Decke verbunden sind.
Plattenbalkendecken mit einer heruntergehängten Deckenuntersicht eignen sich besonders gut bei Industriebauten, Schulhäusern, Turnhallen und Konzertsälen.
Weil man den Hohlraum zwischen Plattenbalkendecke und heruntergehängter Deckenuntersicht für die haustechnischen Installationen nutzen kann.
Rippendecken unterscheiden sich von Plattenbalkendecken durch einen kleineren Balkenabstand.
Rippen- und Kassettendecken eigneten sich früher vor allem bei Wohn- und Geschäftshäusern mit grosser Deckenspannweite.
Kreuzweise bewehrte Deckenplatten, welche die Hauptlasten auf Stützen mit Stützenkopfverstärkungen abgeben. Je nach Stützenkopf werden diese Decken als Pilz- oder Flachdecke bezeichnet.
Bei Pilzdecken werden die Kräfte der Decke mit pilzartigen Erweiterungen am Stützenkopf auf die Stützen übertragen.
Bei Flachdecken werden die Kräfte der Decke mit in der Decke eingelegten Stahlpilzen auf die Stützen übertragen.
Mit Elementdecken werden Räume nach oben und unten abgegrenzt respektive getrennt. Decken steifen zudem die Tragkonstruktion aus und leiten die Lasten auf Wände und / oder Stützen.
Elementdecken haben den Vorteil, dass sie keine Schalung benötigen und nicht oder nur teilweise bewehrt werden müssen.
Dadurch können Schalmaterial und Arbeitskosten eingespart und der Bauablauf beschleunigt werden.
Man unterscheidet bei Elementdecken zwischen Verbunddecken und Fertigelementdecken.
Bei Elementdecken ist die Planung äusserst anspruchsvoll, weil man keine Aussparungen und Einlagen vergessen darf. Nachträgliche Änderungen sind nur unter grossem Aufwand möglich. Zudem erfordert die Herstellung der Deckenelemente eine aufwändige Logistik.
Verbunddecken sind schalungsfreie Deckenkonstruktionen aus vorfabrizierten Elementen, welche auf der Deckenunterseite Zugspannungen übernehmen.
Nach dem Versetzen wird ein Überbeton, evtl. mit Zulagebewehrung, eingebracht um die Druckspannungen zu übernehmen.
Mit grossflächigen Plattendeckenelementen kann man terminliche und finanzielle Vorteile erwirken. Dies bedingt allerdings eine sorgfältige Planung und Ausführung.
Aus verzinkten und trapezförmig profilierten Blechbahnen die als Bewehrung und Schalung dienen, sowie dem vor Ort eingebrachten, meist auch bewehrten Überbeton
Häufig bei Tragkonstruktionen im Hallenbau (Ausstellungen, Gymnastik usw.) zusammen mit Stahlskelettbauten aus Walzprofilträgern.
Schubbolzen auf den Stahlträgern ermöglichen die nötige Verbundwirkung.
Betonbalkendecken gelangen dort zur Anwendung wo das Ausschalen der Decke nur erschwert möglich ist, bei nicht unterkellerten Räumen mit einem Hohlraum oder auf einer Baustelle mit einer bescheidenen Bauplatzinstallation ohne Kran. Auch für landwirtschaftliche Bauten zB. als Decken über Ställen (Wärmedämmung)
Bei einer Balkendecke werden schlaff oder gespannt bewehrte Betontragbalken in Spannrichtung der Decke verlegt. Danach werden die Deckensteine (Hourdissteine) eingehängt, die Zulagebewehrung aus Stäben und/oder Matten verlegt und der Überbeton eingebracht.
Wird eine Betonbalkendecke an der Untersicht verputzt wird der Betonbalken in einen Tonschuh eingebaut, damit die Untersicht gleichmässig verputzt werden kann.
Die Betonbalkendecke hat eine schlechte Luftschalldämmung. Zudem sind notwendige Aussparungen für Treppen, Kamine, etc. sehr aufwändig zu erstellen.
Betonbalkendecken können je nach Hohlkörperfabrikat eine gewisse Wärmedämmung übernehmen.
Fertigelementdecken benötigen, im Gegensatz zu den Verbunddecken, keinen Verbundbeton. Der ganze Deckenaufbau wir im Baustoffwerk fertig hergestellt.
Bei Fertigdeckenelementen ist eine gute Vorausplanung für die haustechnischen Installationen unerlässlich, weil nachträgliche Änderungen kaum mehr möglich sind.
Rippenelementdecken werden wie die Plattendecken dann unwirtschaftlich, wenn die Decke wegen der grossen Spannweite zu dick und dadurch zu schwer wird.