MR 1 BSK

5 Mörtel und Beton

5 Mörtel und Beton


Hans Kocher
Diese Karteikarten behandeln die Eigenschaften und Verarbeitung von Beton und Mörtel im beruflichen Kontext. Sie decken Themen wie die Herstellung, Zusammensetzung und Anwendung von verschiedenen Betonarten wie Fliessbeton, Sichtbeton und Recyclingbeton ab. Auch die Eigenschaften von Gesteinskörnung, Zement und Zusatzmitteln werden behandelt. Diese Karteikarten sind ideal für Auszubildende im Baugewerbe, die sich mit den Grundlagen und spezifischen Techniken der Betonverarbeitung vertraut machen möchten.
Karten
110
Lernende
38
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
18.09.2015 / 03.05.2025

Lernkarten

Welche Dichte haben Leichtbetone

800 bis 2000 kg/m3

In welche Arten werden Leichtbetone unterteilt

Gefügedichter Leichtbeton, Porenbeton, Einkornbeton.

Welche Gesteinskörnungsarten werden bei Leichtbeton verwendet

Gefügedichter Leichbeton = Blähton, Schaumglas, Bimsstein oder Ziegelschrot und Zementstein. Porenbeton = feinkörniger Mörtelbrei dem geeignete Schaum- oder Treibmittel beigegeben werden. Einkornbeton = grobe Körner welche sich nur punktförmig berühren und durch wenig Zementleim miteinander verbunden sind.

Welche Dichte haben Schwerbetone

Über 2600 kg/m3.

Wozu wird Schwerbeton verwendet

Als Baustoff für standfeste Fundamente und Tresorbauten uns Strahlenschutz bei Reaktor- und Röntgenanlagen.

Was versteht man unter Recyclingbeton

Beton welcher aus wiederverwerteten Baumaterialien besteht.

Welches Material eignet sich zur Herstellung von Recyclingbeton

Inerter, chemisch nicht mehr aktiver Bauschutt aus mineralischen Bauabfällen wie Betonabbruch, Mischabbruch und Strassenaufbruch.

Wozu können Sie Recyclingbeton verwenden

Bei Bauwerken wo weder grosse Festigkeiten noch besondere Eigenschaften verlangt werden.

Welche zwei Verfahren werden angewendet für Spritzbeton

Trockenspritzverfahren = erst an der Spritzdüse wird das Zugabewasser zugegeben, Nassspritzverfahren = das Zugabewasser ist im Ausgangsgemisch des Spritzgutes enthalten.

Wo wird Spritzbeton eingesetzt

Der häufigste Einsatz erfolgt im Untertagebau, bei Kraftwerkstollen, Tunnelröhren, etc. und für Böschungssicherungen bei Hängen und Baugruben, etc.

Wie wird Mörtel auch genannt (Umgangssprache)?

Pflaster.

Was ist Mörtel?

Das Gemisch mit der feinen Gesteinskörnung, die als Sand bezeichnet wird und einen Grösstkorndurchmesser von 4 mm aufweist.

Welchen Grösstkorndurchmesser weist Mörtel auf?

4mm.

Welche 3 Eigenarten unterscheiden Beton und Mörtel von anderen Baustoffen?

1. Sie werden erst unmittelbar vor Ihrer Anwendung hergestellt. 2. Sie nehmen im frischen Zustand eine vorgegebene Form ein und diese nach dem Erhärten. 3. Sie ändern ihre physikalischen Eigenschaften während dem Abbinde- und Erhärtungsprozess.

Wie unterscheiden sich Beton und Mörtel?

Bzgl. Korngrösse, Anwendung und Verarbeitung.

Welche Bindemittel werden für Mörtel verwendet?

Alle Zementarten, hydraulischer Kalk, Weisskalk, Gips und Kunststoffbindemitteln.

Was sind die wichtigsten Anwendungen von Mörtel?

Mauerwerksfugen, Wand- und Deckenputze, Überzüge, Versetzarbeiten.

Wie erfolgt die Verarbeitung von Mörtel?

Durch Auftrag oder Anwurf von Hand, durch maschinelles Pumpen und Aufspritzen, durch ausnahmsweises Giessen oder Stopfen.

Welche Aufgaben hat Mauermörtel?

Verbindet natürliche und künstliche Bausteine miteinander, überträgt Belastungen (Kräfte) von Stein zu Stein, gleicht Unebenheiten und Massdifferenzen aus.

Welche Aufgaben hat Überzugsmörtel?

Abriebfester oder wasserdichter Belag, Unterlage für andere Bodenbeläge.

Wie werden Mörtelarten sinnvoll eingeteilt?

Nach Bindemitteln, Aufbereitung und Verwendung.

Was sind die Eigenschaften von hydraulischem Mörtel?

Hydraulische Mörtel sind witterungs- und wasserbeständig und erhärten auch unter Wasser.

Was sind die Eigenschaften von nichthydraulischem Mörtel?

Nichthydraulischer Mörtel ist kaum witterungsbeständig und erhärtet nur an der Luft.

Was ist am Schamottmörtel speziell?

Schamottmörtel erhärtet erst durch das stark Erwärmen wenn man mit dem ersten Anfeuern beginnt.

In welchen Formen wird Mauer- und Verputzmörtel aufbereitet?

Als Baustellenmörtel, Werk- oder Fertigmörtel (Frischmörtel, Langzeitmörtel, Trockenmörtel), kunststoffvergütete Mörtel, Kunststoffmörtel

Wie erfolgt die Herstellung von Mörtelmischungen?

Von Hand oder maschinell mit einem Freifall- oder Zwangsmischer.

Was für ein Zement wird bei Mörtelmischungen im Normalfall verwendet?

Im Normalfall ein Portlandzement (CEM I) oder ein Kompositzement (CEM II).

Was bewirken Mörtelzusätze?

Sie können bestimmte Eigenschaften des Frisch- oder Festmörtels beeinflussen und nachhaltig verbessern.

Nenne die wichtigsten Mörtelzusatzmittel und beschreibe deren Wirkung.

Verarbeitungshilfen verringern die Entmischungsgefahr, Haftvermittler erhöhen die Haftung, Dichtungsmittel ermöglichen einen wasserdichten Mörtel, Frostschutzmittel ermöglichen Winterarbeit, Schnellbinder beschleunigen das Abbinden und Erhärten, Sofort- und Stopfbinder binden innert Sekunden ab.

Nenne 5 handwerklichen Regeln welche bei der Mörtelverarbeitung befolgt werden müssen?

Anmachen: dem Mörtel nach dem Mischen kein Wasser mehr zugeben, Verarbeiten: Mörtel muss 1 Stunde nach Wasserzugabe fertig verarbeitet sein, Mauerwerk: bei Arbeitsunterbrüchen das Mauerwerk vor Witterungseinflüssen schützen, Verputz: Der Putzaufbau muss bzgl. der Bindemittel von innen nach aussen weicher werden, Überzug: Zementüberzüge für Bauteiloberflächen im Freien müssen immer „nass in nass“ erstellt werden.

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