MPT Fragenkatalog

Alle wichtigen Fragen aus dem MPT Skript zur Prüfungsvorbereitung.

Alle wichtigen Fragen aus dem MPT Skript zur Prüfungsvorbereitung.


Philipp Koller
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen der Technik auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf digitale Videosignale, Codierungsverfahren wie DV und MPEG, sowie deren Vor- und Nachteile. Die Karteikarten behandeln auch spezifische Systeme wie HDV, DVHS und DVB, und erläutern technische Details wie Halbbild-Codierung, Bewegungskompensation und Puffersteuerung. Ideal für Studierende und Fachleute, die ihr Wissen in digitaler Signalverarbeitung und Videotechnologie vertiefen möchten.
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211
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11
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
04.05.2014 / 12.07.2020

Flashcards

4. Welche Eigenschaften haben VHS-Hifi-Recorder?

Audiospur befindet sich unterhalb des Videosignals. Audi/Video getrennte Löschung nicht
möglich -> keine nachträgliche Bearbeitung

4. Was bedeutet die Einstellung EE bei der VCR-Konfiguration?

EE: Electrical to Electrical steht für direkte Ausgabe des Eingangssignals

4. Welche Möglichkeiten der Fernsteuerung gibt es? Welche Eigenschaften haben sie?

Kabelfernbedienung: Direkte Verbindung zum Gerät mit analogen Werten, drahtgebundene
Signal- bzw. Befehlsübertragung


Ultraschall Fernbedienung: Befehlsübertragung mit verschiedenen US-Frequenzen


IR-Fernbedienung: Befehlsübertragung mit gepulsten Codewörtern, verschiedene
Übertragungsformate und Protokolle


Eingebetete Befehlsübertragung: Zusatzsignal im Datenstrom, digitale Video-Schnittstellen

4. Woran liegt es, wenn zeitliche Lücken und Camcorder-Aufnahmen auftreten?

Timecode nicht kontinuierlich auf dem Band

4. Erläutern sie: Assemble-Schnitt, Insert-Schnitt,1st-Edit

Assemble-Schnitt: Aufnahme für Aufnahme wird nacheinander auf Band gespielt


Insert-Schnitt: Aufnahme wird in eine bestehende Aufnahme eingefügt, unter Beibehaltung der
Steuersignale


1st-Edit: 10s-Grundaufnahme mit Timecode, wobei 5s vor und 5s nach eingestelltem Timecode
aufgenommen wird

5. Erläutern sie Kanalcodierung und Quellencodierung 

Kanalcodierung

Aufgabe der Quellencodierung ist die Datenreduktion. Wegen der speziellen Anpassung die Eigenschaften des Eingangssignals der Quelle wird diese Form Quellencodierung genannt.

Quellencodierung

Aufgabe der Kanalcodierung ist ein Fehlerschutz, dessen Eigenschaften an die Fehlermechanismen und Fehlerstatistiken des jeweiligen Kanals angepasst ist.

5. Welches Bitratenverhältnis haben digitales Video und digitales Audio in aktueller Studioqualität? 

Videodatenraten sind mehr als 100 mal größer als Audiodatenraten

Video: (8bit CCIR 601) = 216 Mbit/s
Audio: (16bit, Stereo) = 1,5 Mbit/s 

5. Welche 2 Erfordernisse muss ein Datenträger für digitales Video erfüllen? 

hohe Speicherkapazität

geringe Zugriffszeit 

5. Welche Besonderheiten haben Quellencodierungsverfahren gegenüber Verfahren, wie sie bei compress, gzip, etc. angewendet werden? 

Quellencodierungsverfahren sind an das jeweilige Datenmaterial angepasst und können somit wesentlich höhere Komprimierungsfaktoren erreichen 

5. Erläutern Sie Redundanzreduktion und Irrelevanzreduktion! 

Bei der Redundanz-Reduktion wird versucht, allein spezifische, statistische Eigenschaften der Quelle auszunutzen, indem bereits bekannte Informationen aus
dem Datenstrom entfernt werden. Dazu müssen die Informationen zunächst so aufbereitet werden, daß bekannt und unbekannte Informationen getrennt vorliegen. Lediglich die unbekannte Information wird übertragen bzw. gespeichert und ermöglicht zusammen mit der bereits bekannten Information eine identische Rekonstruktion der Informationen im Decoder. Man spricht daher von verlustloser Codierung („lossless coding“).

Dagegen wird bei Irrelevanz-Reduktion, die insbesondere bei audiovisuellen Anwendungen zweckmäßig ist, eine sogenannte wahrnehmungsbasierte Codierung („perceptual coding“) durchgeführt. Dazu werden vom Coder Informationen aus dem Datenstrom entfernt, die der Empfänger z.B. aufgrund beschränkter Wahrnehmungseigenschaften nicht nutzen kann. Bei einem derartigen Vorgehen ist eine absolut identische Rekonstruktion der Daten im Decoder nicht möglich (aber auch nicht nötig), daher spricht man von verlustbehafteter Codierung („lossy coding“). 

5. Wovon hängt der Informationsgehalt eines Symbols ab? 

Haufigkeit 

5. Welche Eigenschaften hat im allgemeinen eine Huffman-Codierung? 

Huffman = Automatische Methode zur Bestimmung des Codebaums

Die Huffman-Codierungsmethode dient dazu, den Codebaum zu optimieren. Allgemein bezeichnet man VLC-Codes mit einer derartigen Optimierung als Huffman-Cods. 

5. Welche Einschränkungen hat das GIF-Bildformat, welches das übliche JPG? 

GIF: Format für max. 8bit-Palettenbilder, keine Komponenten

JPEG:keine Farbpalette möglich, verlustbehaftet 

5. Warum kann es passieren, dass eine Anwendung, die AVI-Files oder MOV-Files lesen kann, eine derartige Datei nicht wiedergeben kann? 

Bei AVI/MOV handelt es sich nicht um Codecs, sondern um den Versuch die eigentlichen Dateiebene die eigentlichen Daten zu kapseln und allen Dateien einen gemeinsamen Header und einen optionalen Bildindex zu geben und die Dateien über gem. Schnittstellen im Betriebssystem zuzugreifen.

Innerhalb der Dateien befinden sich dann aber Daten, die nur mit Hilfe des jeweiligen eingesetzten Codecs gelesen werden können. Ist der Codec auf dem Zielsystem nicht vorhanden, bleibt der Bildschirm schwarz. 

5. Worin unterscheiden sich MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4? 

Ton Codierung

Einsatzgebieten

Kanalnutzung

Codierung und Decodierung 

5. Warum definieren MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4 weder die Durchführung der Audio- noch die der Video-Codierung? 

Codierverfahren sind patentrechtlich geschützt 

5. Was bewirkt eine Verringerung der örtlichen Bildauflösung? 

Entfernt man die hochfrequenten Anteile eines Bildes, so ist eine Reduktion der Bildauflösung möglich: Das Bild kann mit weniger Abtastwerten übertragen werden. Interpoliert man anschließend die Originalgröße wieder, so enthält das Bild zwangsläufig weniger Details und nur noch ein Viertel der ursprünglichen Datenmenge.

Das Bild wirkt in der Vergrößerung weniger scharf, enthält aber keine Artefakte. 

5. Was bewirkt eine Reduzierung der Quantisierungsauflösung bei Bildern? 

Reduzierung der Anzahl der Bits/Abtastwerte (erwünscht)

Reduzierung des Signal-zu-Rausch-Verhältnis (unerwünscht) 

5. Wie wirkt sich eine örtliche Prädiktion auf die statistische Verteilung im Differenzbild aus? 

--- noch keine Antwort ---

5. Was heißt DPCM? Wie funktioniert eine DPCM? 

Differential Pulse Code Modulation

3 Schritte:

1. Prädiktion(Voraussage von Abtastwerten)

2. Berechnung eines Prädiktionsfehlers(Differenzbildung) 

3. „Codierung“ = Kompression des Prädiktionsfehlers 

5. Warum ist ein DPCM-Coder immer aufwendiger als ein DPCM-Decoder? 

DPCM-Coder enthält zusätzlich noch einen Decoder, der zur Prädiktionsrechnung dient, und ist deswegen zusätzlich aufwendiger konzipiert. 

5. Welche Grundformen von Prädiktoren können für eine DPCM genutzt werden? 

zeitliche und örtliche Prädiktion 

5. Erläutern Sie die Begriffe Bewegungskompensation und Bewegungsschätzung! 

Bewegungskompensation ist eine Lösung auf das Problem das bei der Nutzung der temporalen Prädiktion auftritt, die Bewegung von Objekten oder eine Kamerabewegung.

Durch Bewegungsschätzalgorithmen wird geschätz was Bewegung ist und was sich bewegt. 

5. Erläutern Sie die blockbasierte Bewegungskompensation! 

Das heute am häufigsten eingesetzte Bewegungsmodell ist das des Block-Matching, bei dem ein stark abstraktes und vereinfachtes Objektmodell verwendet wird. Hierzu wird das aktuelle Gesamtbild, welches codiert werden soll, vollständig in üblicherweise quadratische Teilblöcke unterteilt. Jeder dieser Teilblöcke wird im folgenden Bewegungsschätzschritt als einzelnes Objekt behandelt. Für jeden Block wird dann im vorangehenden Bild nach einem gleichgroßen Gebiet gesucht, welches möglichst gleiche Eigenschaften hat. 

5. Was heißt DCT? Wie funktioniert eine DCT? 

Discrete Cosine Transform

Die DCT gehört zu den Blocktransformationsverfahren. Transformationsverfahren basieren auf dem Prinzip, durch eine lineare Transformation eine geänderte Statistik und/oder Fehlersichtbarkeit zu erhalten. Anschließend lassen sich Quantisierungsfehler gezielt auf den hochfrequenten Bereich verdrängen zugunsten von niedrigeren niederfrequenten Quantisierungsfehlern. 

5. Erläutern Sie: Transformationscodierung, Quantisierungsmatrix, Zigzag-Scan, Run-Level-Codierung! 

siehe Bild:

5. Nennen Sie drei Vorteile der DCT gegenüber der DPCM! 

einfache Skalierung von Bitrate und Bildqualität

Bewegunkompensation und -abschätzung

Kakadierung mehrerer DCTʻs

Coder und Decoder gleich aufwendig gebaut 

5. Nennen Sie Verfahren, die mit Hybridcodierung arbeiten, und solche, die es nicht tun! 

mit: MPEG
ohne: DCT (z.B. DV, DVCAM) 

5. Wie funktioniert die Hybridcodierung, die für H.261 verwendet wird? 

Die allgemeine Grundstruktur von Coder und Decoder entspricht der DPCM mit zeitlicher Prädiktion. Dazu enthalten Coder und Decoder einen relativ aufwendigen Prädiktor, der für jeden Bildpunkt einen Vorhersagewert berechnet. Die Differenz zwischen Eingangswerten ist der Prädiktionsfehlere. 

5. Welche Aufgabe hat der Loop-Filter bei H.261? 

Loop Filter bei H.261 dient bei Bedarf zur Glättung der Vorhersage, damit stark detaillierte Bilder bei langsamen Bewegungen keine Störungen hervorrufen. 

5. Lassen sich Videobildgrößen von 2048x2048 mit MPEG-1 codieren? Wenn ja, mit welchen Schwierigkeiten ist dabei zu rechnen? 

Die Ergebnisse einer MPEG-Codierung können sehr vielseitig eingesetzt werden. Dennoch gibt es Einschränkungen. Grundsätzlich kann schon MPEG-1 die voll PAL, NTSC oder sogar HDTV und Super-HDTV oder noch größere Bildformate unterstützen, und dieses sogar bis zur vollen PAL bzw. NTSC-Vollbild-Frequenz von bis zu 60Hz.

Das MPEG-1-Format erfordert lediglich ein spezielles Farb-Subsampling und die Beschränkung auf progressiv abgetastete Bildsequenzen. Allerdings ist es extrem unwirtschaftlich, in jedem Fall die vollen Möglichkeiten des MPEG-1-Standards auszuschöpfen. Man hat daher bereits im Standard einen Datenstrom mit eingeschränktem Parametersatz (englisch: „constraint parameter bitstream“) für eine Art Low-Cost-Decoder-Implementierung definiert. Diese Einschränkung nimmt mit einer eingeschränkten Bildgröße Rücksicht auf die Größe des Bildspeichers und indirekt auf die Größe des Pufferspeichers für den Datenstrom. Außerdem wird so die Durchsatzrate reduziert, die die Verarbeitungs- und Recheneinheiten mindestens erreichen müssen, sowie die Datenrate insgesamt so reduziert, daß eine CD in einem Single-Speed-CD-Laufwerk als Datenträger genutzt werden kann. 

5. Was versteht man unter einer 4:2:0-Abtastung (beim MPEG-1 und H.261)? Welche Varianten sind dabei möglich und wo treten sie auf? 

Beim ITU.R BT.601 wurde die 4:2:2-Abtastung gewählt, weil so eine einfache Konvertierung von und zu analogen Signalen möglich ist und auch keine Probleme mit dem Zeilensprungverfahren auftreten. Allerdings führt das Verfahren zu einer unterschiedlichen Horizontal- und Vertikal-Farbauflösung, d.h. die visuellen Eigenschaften des Menschen können nicht optimal ausgenutzt werden.

4.2.0 ist eine Form, bei der sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung mit zweifacher Chrominanzunterabtastung gearbeitet wird. 

5. Was versteht man unter SIF? Wie wird meist eine Videobildsequenz nach ITU-R BT.601 in SIF gewandelt? 

Source-Image-Format
Die typische Konvertierung von 4:2:2 zum SIF-Format lässt zunächst jedes zweite Halbbild weg und reduziert so gleichzeitig die vertikale und zeitliche Auflösung um den Faktor 2.
Anschließend muss das Bild noch durch eine Anti-Aliasing-Filterung und eine Unterabtastung in horizontaler Richtung in seiner Bildgröße halbiert werden.
Leider ergibt sich bei 720Bildpunkte pro Zeile nach der Teilung der Wert 360, welcher nicht ganzzahlig durch die Makroblockgröße 16 zu teilen ist. Daher wird links und rechts des Bildes ein kleiner Streifen von je 4 Bildpunkten zusätzlich abgeschnitten.
Nachdem das Bild im SIF-Format vorliegt, muss noch eine weitere Dezimation der Chrominanz-Anteile in vertikaler Richtung um den Faktor 2:1
durchgeführt werden, um auf das Abtastschema 4:2:0 zu kommen. 

5. Welchen Vorteil hat die hierachische Codestruktur von MPEG-Datenströmen? 

Decodierung in verschiedenen Teileinheiten

Unterstützung der Spezial-Modi(fast forward.. usw)

Wiederaufnahme des Decodiervorgangs nach Fehlern 

5. Erläutern Sie: I-Frames, P-Frames, B-Frames? 

Siehe Bild:

5. Welchen systembedingten Nachteil hat die Verwendung von B-Frames? Welche Vorteil haben B-Frames gegenüber I- und P-Frames? 

B-Frames lassen sich mit relativ kleiner Datenrate codieren.
Da der Decoder auf verzögerte B-Bilder waren muss, weil diese erst aus I/P-Bilder generiert werden müssen, ergibt es eine Latenzzeit von mind. 3 Bildern, was bei der Bildkommunikation zu fehlenden Synchronität zwischen Bildund Ton oder akustischen Echos bei der Tonübertragung führen kann. 

5. Wie funktioniert eine Half-Pel-Bewegungskompensation? 

Um die Auflösung der Bewegungsvektoren auf einen halben Bildpunkt genau erhöhen zu können, werden Interpolationstechniken angewendet. Das Suchbild wird dazu im Verhältnis 1:2 vergrößert.
Anschließend wird im vergrößerten Bild nach dem Makroblock gesucht, wobei im vergrößerten Bild eine Genauigkeit von einem Bildpunkt erreicht wird.

Anschließend werden insbesondere die Vektoren wieder auf die ursprüngliche Bildgröße im Verhältnis 2:1 zurückskaliert, so dass sich die Auflösung auf die Größe eines halben Bildpunkts erhöht. 

5. Was ist ein Video-Buffer-Verifier? Welche Schwierigkeiten treten bei der Puffersteuerung auf? 

Pufferfüllstandsregelung, die den VBV als idealisiertes Model eines Decoders zugrunde legt, hat nun das Ziel, sowohl Unter- als auch Überlaufe des Pufferspeichers im Decoder zu verhindern. 

5. Was sind Profiles und Levels? Welche Profiles und Levels gibt es bei MPEG-2? 

Siehe Bild:

5. Welches Problem tritt auf, wenn Halbbilder als Vollbilder codiert werden? Wie wird dieses Problem bei MPEG-2 reduziert? 

Würde man beispielsweise zwei Halbbilder kombinieren, bei denen ein horizontal bewegtes Objekt auftritt, so kommt es zum Jalousie-Effekt. Darunter versteht man ein (falsch) zusammengesetztes Vollbild, bei dem aufgrund der Bewegung die Kanten des Objekts in den den beiden Halbbildern zugeordneten Zeilen nicht zusammenpassen.

Bei der MPEG-2-Codierung wird deshalb bei der Prädiktion und der Codierung zwischen dem schon bei MPEG-1 verwendeten Vollbild- und einem nur bei MPEG-2 vorhandenen, speziellen Halbbild-Modus umgeschaltet. 

Étudier