Monitoring ITS

Monitoring auf einer Intensivtherapiestation

Monitoring auf einer Intensivtherapiestation


D. O.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über das Monitoring im Intensivbereich auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Messung von Blutdruck, Sauerstoff- und Kohlendioxidwerten sowie die Pulskonturanalyse zur Bestimmung des Herzzeitvolumens. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich mit der Überwachung und Diagnose von hämodynamischen Parametern befassen.
Karten
23
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
01.11.2016 / 07.11.2016

Lernkarten

Allgemeine Überwachungsmethoden

  • Inspektion
  • Palpation
  • Perkussion
  • Auskultation
  • ggf. Funktionsprüfungen

Basismonitoring

  • HF und Rhythmus
  • Blutdruck
  • SpO2
  • AF
  • Urinausscheidung
  • Temperatur
  • evtl. Bauchumfangsmessung

Wellenlängen bei SpO2-Messung

2 Wellenlängen Rotlicht 660 nm und infrarotlicht 940nm

Gemessen wird Differenz ziwschen Diastole und Spitzenwert des Systole

Messprinzip desoxygeniertes Blut wird im Infrarotbereich (940nm) weniger absorbiert als oxygeniertes Blut

im Rotbereich (640nm( wird oxygeniertes Blut weniger absorpiert als desoxygeniertes Blut

partielle/funktionelle Sättigung

partielle und funktionelle Sättigung = prozentualer Anteil des Oxygenierten Blutes

SpO2= HbO2/(Hb+HbO2)

Berechnung des mittleren arteriellen Drucks (MAP)

\(MAP = RRdia + {RRdia + RRsys \over 3}\)

Indikationenen einer invasiven Blutdruckmessung

  • hämodynamische Instabilität
  • mehrfach arterielle Blutentnahmen notwendig
  • NIBD technisch nicht durchführbar

Kontraindikationen für die invasive arterielle Blutdruckmessung

  • Gerinnungsstörungen (relativ)
  • Z.n. Gefäßoperationen an der Punktionsstelle
  • pathologischer Allentest
  • geplante ipsilaterale Shuntanlage
  • bei vitaler Indikation nur relative Kontraindikationen

Komplikationenen der invasiven arteriellen Blutdruckmessung

  • Blutung, Hämatome
  • Thrombose
  • Gefäßläsionen, Dissektion, Aneurysma, arteriovenöse Fistel
  • Verletzung umliegender Strukturen (Nervenschäden)
  • Infektion
  • passagerer Vasospasmus
  • sekundäre Katheterfehllage, -dislokation,-diskonnektion mit Blutung
  • versehentliche Intraarterielle Injektion mit Gefahr der Nekrose

Indikationenen für eine BGA

  • Störungen der Ventilation und der Oxygenierung
  • Störungen des SBH und der E'lyte
  • Laktatbestimmung bei anaerobem Stoffwechsel
  • Dyshämoglobuline bei Rauchvergiftung
  • hohe Volumenumsätze, akute Blutung
  • Hb und BZ-Bestimmung
  • zum HZV-Monitoring (zentralvenöse Sättigung)

Haldane Effekt

beschreibt Abhängigkeit von CO2-Bindung vom Oxygenierungsgrad des Hämoglobins

-- desoxgeniertes Hämoglobin vermag mehr CO2 zu binden als oxygeniertes

Zentralvenöse Sättigung

  • wird aus ZVK entnommen
  • diskontinuierliche Messung bzw. kontinuierliche Messung möglich
  • repräsentiert die O2-Sättigung des Blutes der V.cava superior und damit der oberen Körperhälfte
  • dient der Abschäzung des globalen O2-Verbrauchs

Normwert: 70-75%

Messprinzip der Kapnographie

  • Messung als Partialdruckeinheit petCO2 oder in Konzentrationseinheiten etCO2
  • kontinierliche Messung der endexpiratorischen CO2-Konzentration
  • Messung auf Basis der CO2-abhängigen Absorption von Infrarotlicht
  • Massenspektrometrie
  • Ramanspektrometrie
  • Normalwerte: 35-45mmHg

Indikationen zur Kapnographie/-metrie

  • Hirndruck
  • pulmonaler Hypertonus
  • Tubuslatgekontrolle
  • maligne Hyperthermie
  • Interhospitaltransport

Kontraindikationen für eine ZVK-Anlage

nur relative KIs

  • erhöhte Blutungsneigung
  • ausgepragte Hyperkoagulabilität

Kompliaktionen einer ZVK-Anlage

  • Blutung, Hämatom
  • arterielle Punktion
  • Luftembolie, Führungsdrahtembolie
  • Perforation der Vene
  • Pneumo-, Hämato-, Infusionsthorax
  • Chylothorax
  • Infektionen
  • Venenthrombose
  • Katheterfehllage
  • Herzrhythmusstörungen

ZVD-Kurve

Kurve mit 3 Druckmaxima

  • a-Welle: rechtsatriale Kontraktion
    • hohe a-Welle pulmonaler Hypertonus
    • Trikuspidalstenose
    • Pulmonalklappenstenose
    • niedrige rechtsventrikuläre Compliance
    • AV-Block III -> Fusion von a und c-Welle bei verkürzter PQ-Zeit
  • c-Welle: Kontraktion der rechten Kammer
  • x-Abfall/-Welle: Vorhofdiastole und abwärtsbewegung der Klappenebene
  • v-Welle rechtsatriale Füllung
    • hohe v-Welle:
      • Trikuspidalinsuffizienz
      • Rechtsherzinsuffizienz
      • Pericarditis constrictiva
      • Herzbeuteltamponade
  • y-Welle: Öffnung der Tricuspidalklappe, Relaxation des rechten Ventrikels und Ansaugen des Blutes

Einflussfaktoren des ZVD

  • Blutvolumen
  • kardiale Compliancestörungen
  • Trikuspidalklappenvitien
  • Arrhythmie
  • intrathorakaler Druck (PEEP)
  • extrathorakaler Druck (Aszites)

Erhöhter ZVD bei...

  • Hypervolämie
  • Rechtsherzversagen
  • Globalherzversagen mit niedrigem HZV
  • Perikarderguss
  • Spannungspneumothorax
  • PEEP

erniedrigter ZVD bei...

  • Hypovolämie
  • Schock
  • hohes HZV

erweitertes Hämodynamisches Monitoring zur Bestimmung des Herzzeitvolumens

  • Wichtiger Parameter zur Bestimmung der zellulären O2-Versorgung
  • Detektion von O2-Schuld
  • Verfahren
    • mittels PAK
    • nichtkalibrierter Pulskonturanalyse
    • kalibrierte Pulskonturanalyse

Messprinzip der nichtkalibrierte Pulskonturanalyse

Flotrac-Sensor und Vigileo Monitor

Berechnung des Schlagvolumens aus dem Pulsdruck und einer mathematischen Analyse der arteriellen Druckkurve

\(HZV = HF \times \delta AP \times \chi\)

X: Konstante zur Quantifizierung von arteriellem Widerstand und Compliance

deltaAP: Standardabweichung des arteriellen Blutdrucks

Vorteile der nichtkalibrierten Pulskonturanalyse

  • geringe Invasivität
  • keine Kalibrierung notwendig
  • kein ZVK notwendig
  • Sensor kann an jede x-beliebige AK konnektiert werden

Nachteile der nichtkalibrierten Pulskonuranalyse

  • Artefakte in Pulskurve beeinflussen Messung
  • eingeschränkte Interpretation bei Arrhythmie

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