MMT

Lehrabschlussprüfung MultiMediaTechnik

Lehrabschlussprüfung MultiMediaTechnik


F. L.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die Bildbearbeitung und Drucktechnik für Berufslehrlinge. Sie decken Themen wie Pixelbilder, Vektorgrafiken, Farbmanagement, Kontrast, Tonwertkorrektur und verschiedene Bildbearbeitungstechniken ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Grafikdesigner, Drucktechniker und Mediengestalter, die ihre Fähigkeiten in der digitalen Bildbearbeitung und Druckvorbereitung verbessern möchten.
Flashcards
135
Students
3
Language
German
Category
Technology
Created / Updated
06.05.2013 / 12.05.2014

Flashcards

1.9

Was assoziiert man mit folgenden Farben:

- Blau

- Weiss

- Schwarz

- Grau

Blau: kalt, klar, seriös, treu, zuverlässig, männlich, selbstständig, wissenschaftlich, modern, Tiefe, Vertrauen

Weiss: sauber, hell, kalt, sachlich, neu, frisch, unschuldig, fromm, festlich, einsam, leer, klug, ehrlich, Hochzeit, Glaube, Anfang, Vollkommenheit, Ewigkeit, Sterilität, Neutralität, Leichtigkeit, Einfachheit, Bescheidenheit, Wahrheit

Schwarz: edel, mächtig, sachlich, Ende, Leere, Traurigkeit, Tod, Trauer

Grau: abweisend, unsicher, kalt, gefühllos, gleichgültig, neutral, sachlich, stiller Schmerz, Vergessen

1.92

Was bezeichnet man in der Typografie als Unterscheidung?

Der Zeichenabstand wird aus ästhetischen Gründen verringert, z.B. bei optisch weit wirkenden Zeichenkombinationen wie Ve oder At, oder um unschöne Trennungen/Textlöcher zu vermeiden.

Der nachfolgende Buchstabe rückt in das Fleisch des vorangehenden Buchstabens.

2.1

In der folgenden Abbildung werden zwei Farbflächen übereinandergelegt. Berechnen Sie die prozentuale Flächendeckung in jedem Farbauszug für die überlappende Fläche.

 

Fläche A hat eine Transparenz von 75 % d.h. eine Deckkraft von 25 % und Fläche B hat eine Transparenz von 25% d.h. eine Deckkraft von 75%.

Das Ergebnis ergibt sich aus der Addition der Berechnung von Fläche A und Fläche B.

2.10

Welches der angegebenen Dateiformate zeichnet sich durch eine verlustfreie Kompression aus?

- TIF(F)

- JPEG

- MP3

- MPEG

- GIF

TIF(F)

2.100

Was bedeuten die Buchstaben RGB?

RGB steht für den additiven Farbraum, bestehend aus Rot, Grün und Blau.

Sie funktionieren ähnlich wie die Zäpfchen im menschlichen Auge und bilden die Primärfarben des vom Menschen wahrgenommenen Lichts.

Mit diesen Farbraum arbeiten die meisten gängigen eletronischen Geräte wie Monitore, Scanner, digitale Fotoapparate und Videokameras. Allerdings gibt es nicht nur einen RGB-Farbraum. Das Spektrum ist vom jeweiligen Gerät abhängig und variiert in seinem Umfang.

2.101

Zeichnen Sie den sechsteiligen Farbkreis und benennen Sie die Farben.

additive Farben
Rot
Grün
Blau

subtraktive Farben
Cyan
Magenta
Gelb

2.103

Was versteht man unter der Farbtemperatur?

Die Farbtemperatur ist das Mass für den Farbeindruck einer Lichtquelle. Sie wird definiert als die Temperatur, auf die man einen schwarzen (unbeleuchteten) Körper aufheizen müsste, damit er Licht in einer bestimmten Farbe abgibt. Je nach Temperatur glüht der Körper von Rot über Orange und Weiss bis zu Blau.

Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) gemessen.

Lichtquelle  =  Kelvin  =  Farbe
Kerze  =  2'000 K  =  Dunkelrot
Glühbirne  =  2'800 K  =  Kirschrot
Halogen  =  3'400 K  =  Hellrot
Sonnenlicht  =  6'000 - 8'000 K  =  Hellorange
Himmelslicht  =  8'000 - 12'000 K  =  Weiss
nördl. Himmelslicht  =  15'000 - 27'000 K  =  Blau

2.11

Für die Verwendung von Grafiken auf einer Internetseite müssen Sie diese in GIF-Dateien konvertieren. 

Erklären Sie die Bedeutung der genannten Parameter. 

a) Perzeptiv

b) Kein Dither = 0%

a) Perzeptiv: Bei der Ermittlung der Farbtabelle werden diejenigen 256 Farben ausgewählt, die am besten wahrgenommen werden (perzeptiv = die Wahrnehmung betreffend).

b) Kein Dither = 0%: Das Dithering-Verfahren simuliert Halbtöne, indem Farbübergänge durch eine Art Sprenkelmuster umgesetzt werden. Das Auge nimmt dabei eine Mischfarbe wahr. 

Beispiel: Eine Fläche aus roten und gelben Pixeln wird orange wahrgenommen. Die Einstellung "kein Dither" vermeidet also die Simulation von Halbtönen.

Die Einstellung "kein Dither" vermeidet alo die Simulation von Halbtönen.

2.110

Welche Bildeigenschaft wird durch die Farbtiefe charakterisiert?

Die Farbtiefe gitb den Speicherbedarf an, der für die codierung der Werte eines Farbkanals in einem Farbraum verwendet wird. Die Farbtiefe wird in bit pro Farbkanal definiert.

Sie gibt demnach die Feinheit der Abstufungen an, mit denen in einem Farbkanal eine einzelne Farbe angegeben wird.

Beispiel:

Farbtiefe / Kanal           =>  Tonwerte / Farbe
1 bit = 21                             =>  Schwarz-weiss
8 bit = 28                             =>  256 pro Graustufen- oder Farbkanal
16 bit = 216                        =>  65'536 Tonwerte
24 bit = 28 * 28 * 28          =>  16,7 Mio. Farben

2.111

Welche Farbmodelle gibt es in der grafischen Produktion?

Bitmap
schwarzweisse Grafiken

Indizierte Farben
Farbpaletten mit max. 256 Farben verschiedener Zusammenstellung, oder 216 websichere Farben

Duplex
zwei Farben (aus CMYK, HKS oder/und Pantone)

Triplex, Quadruplex
Bild aus drei bzw. vier Druckfarben

RGB
additives Farbmodell

CMYK
subtraktives Farbmodell

HSB
Farbton, Sättigung und Helligkeit

Lab
geräteunabhängiges Farbmodell

RAL
Industriefarben (Lacke, Wandfarben)

2.119

Wie lässt sich ein Moiré (Überlagerung von feinen Rastern) verhindern? 

Verhindern lässt sich das Moiré im Druck, wenn die Rasterwinkel weit genug voneinander entfernt sind (mind. 15 Grad).

Beim Scannen von Rasterbildern muss mittels eines sogenannten Descreening-Filters (Scansoftware oder anschliessend in der Bildbearbeitung) entrastert werden, was allerdings zu einer leichten Unschärfe führt.

2.12

Für die Verwendung von Grafiken auf einer Internetseite müssen Sie diese in GIF-Dateien konvertieren.

Erklären Sie die Bedeutung der genannten Parameter.

a) Interlaced

b) Transparenz

a) Interlaced bedeutet, dass ein Bild beim Laden im Browser in einzelne Zeilen zerlegt wird, die nacheinander zusammengesetzt werden, wobei das Bild immer schärfer wird. Das wird erreicht, indem zunächst z.B. nur die 1., 5., 10., ... Zeile dargestellt wird und die fehlenden Zeilen nach und nach ergänt werden.

b) Transparenz: Bei GIF kann eine Farbe als transparent (durchsichtig) definiert werden. Diese Farbe wird bei der Darstellung der Datei im Browser nicht angezeigt. 

2.126

Wie gross ist die Datenmenge folgender Bilddateien?

a) RGB-Bild: 920 Pixel x 1'253 Pixel

b) Graustufenbild: 564 Pixel x 625 Pixel

c) Strichbild: 1'245 Pixel x 2'458 Pixel

d) CMYK-Bild: 2'450 Pixel x 3'453 Pixel

Datenmengenberechnung

a) 920 Pixel x 1'253 Pixel x 8 bit / Kanal x 3 Kanäle 

= 27'666'240 bit 

= 3'458'280 Byte = 3'377,22 KB = 3.30 MB


b) 564 Pixel x 625 Pixel x 8 bit 

= 2'820'000 bit

= 352'500 Byte = 344,24 KB


c) 1'245 Pixel x 2'458 Pixel x 1 bit

= 3'060'210 bit

= 382'526,25 Byte = 373,56 KB


d) 2'450 Pixel x 3'453 Pixel x 8 bit / Kanal x 4 Kanäle

= 270'715'200 bit

= 33'839'400 Byte = 3'3046,29 KB = 32,27 MB

2.13

Erklären Sie die Bedeutung folgender Optionen beim Abspeichern von JPG-Dateien:

a) Qualität

b) Progressiv

c) Weichzeichnen

a) Qualität: Je höher die Qualitätseinstellung gewählt wird, desto geringen ist der Komprimierungsgrad. Eine Datei mit hoher Qualität hat demnach eine grössere Datenmenge.

b) Progressiv: Die Datei wird in mehreren Durchgängen geladen, vergleichbar mit dem Interlaced-Modus bei GIF.

c) Weichzeichnen (Kontrastschwächung): hilft, trotz hohem Kompressionsgrad ein gutes Ergebnis zu erreichen und reduziert die duch den Algorithmus bedingten Bilddefekte (Ränder, Artefakte in Flächen)

2.130

Was ist mit dem Skalierungsfaktor gemeint?

Der Skalierungsfaktor ist das Verhältnis zwischen Endgrösse und Ausgangsgrösse, oder einfacher ausgedrückt: der Massstab.

SF = Endgrösse / Ausgangsgrösse

SF = Massstab 2:1 => SF = 2

2.14

Zur Aufbereitung der Abbildungen aus einem Modekatalogfür den Internetauftritt eines Kunden müssen diese in GIF-, JPG- oder PNG-Dateien umgewandelt werden. 

PNG vereinigt die Vorteile von GIF (Transparenz) und JPG (Echtfarben).

Weshalb haben sich PNG-Bilder trotz dieser Vorteile im Internet bisher nicht durchgesetzt?

PNG kann erst durch neuere Browser (ab der vierten Generation) interpretiert werden.

Viele Internetbenutzer machen die ständigen Browser-Updates nicht mit und arbeiten mit älteren Versionen. PNG-Bilder werden in diesen Fällen nicht angezeigt. 

2.16

Welchen Einfluss hat die Erhöhung der Auflösung im Fenster "Bildgrösse" von Adobe Photoshop, wenn die Option "Bild neu berechnen mit" aktiviert wurde?

das Format bleibt gleich, aber die Auflösung wird durch Interpolation erhöht, es werden also Pixel hizugefügt

dadurch erhöht sich der Speicherbedarf der Datei

die Bildschärfe nimmt ab

2.17

Erklären Sie, was man unter HDR-Bildern versteht, wie sie entstehen und wofür man sie einsetzt. 

HDR-Bilder (high dynamic range = hoher dynamischer Bereich) bilden den gesamten dynamischen Bereich der sichtbaren Welt ab.

Mehrere Bilder des exakt gleichen Motivs (Aufnahme mit Stativ), aber mit unterschiedlicher Belichtung, werden zu einem HDR-Bild zusammengefügt.

HDR-Bilder enthalten Helligkeitswerte, die weit über die Möglichkeiten eines standardmässigen 24-bit-Monitors oder den Tonwertbereich eines gedruckten Bildes hinausgehen.

Für die Bearbeitung oder Verwendung in anderen Programmen und für den Einsatz in verschiedenen Medien muss man das HDR-Bild in ein 8- oder 16-Bit/Kanal-Bild konvertieren bzw. in ein gängiges Format umspeichern.

2.18

Erläutern Sie stichwortartig zwei verschiedene Methoden zur Erzeugung eines Duplex.

 

Für ein echtes Duplex
- Erstellung durch Konvertierung eines Graustufenbildes in den Modus Duplex (z.B. in Photoshop).

- Schwarzkurve meistens unverändert, sofern Kontrast stimmt.

- Buntfarbe aus CMY, HKS oder Pantone. Gradiationskurve der Zusatzfarbe wird bearbeitet. In der Regel Lichterhöhung auf 10% (zarter Tonwert an druckfreien Bildstellen). In der Tiefe Absenken auf 60%, damit Tiefen nicht zulaufen: gleichzeitig findet eine Verflachung des Mitteltonbereichs statt.

 

Für ein unechtes Duplex das Graustufenbild in RGB konvertieren, dann färben, z.B. über das Menü "Farbton & Sättigung" in Photoshop. Bild kann für Webseite eingesetzt werden, oder in CMYK umgewandelt als Duplex in einem vierfarbeigen Druckwerk. 

2.19

Wann verwendet man ein Duplex?

Ein Duplex verwendet man, wenn im Druck mit nur zwei Farben gedruckt wird, in der Regel Schwarz für den Text sowie eine Zusatzfarbe für Schwarzweiss-Fotos, um diesen mehr Ausdruck zu verleihen.

Als Vorlage dient entweder ein Bild, das nur als Graustufenbild vorliegt oder zuerst von Farbe in Graustufen umgewandelt wird. 

Ein sinnvoller Einsatz ist u.a. das Abbilden von Mitarbeiterporträts, die nicht unter gleichen Bedingungen aufgenommen wurden. Diskrepanzen in Farbgebung und Kontrast fallen bei Zweifarbigkeit weniger auf.

2.2

Was versteht man unter den unten genannten Interpolationsmethoden?

a) Pixelwiederholung

b) Bilineare Interpolation

a) Bei der Pixelwiederholung erhalten die neu hinzugefügten Pixel dieselbe Farbe wie das vorhandene Nachbarpixel. Diese Methode rechnet sehr rasch, ist jedoch auch sehr unpräzise. Sie eignet sich für Illustrationen mit nicht geglätteten Kanten, um harte Kanten zu behalten und eine kleinere Datei zu erzeugen. Es können jedoch Zackeneffekte auftreten, die beim Verzerren oder Skalieren des Bildes oder Ausführen mehrerer Bearbeitungsschritte sichtbar werden. 

b) Bei der Bilineare Interpolation werden Pixel durch Mischen der Farbwerte der benachbarten Pixel hinzugefügt. Dies führt zu mittlerer Qualität (leichte Unschärfe).

2.20

Beschreiben Sie, wie Sie Duplexbilder im Bildbearbeitungsprogramm mediengerecht für eine Webseite aufbereiten. 

- das Bild zuerst in den RGB-Modus umwandeln

- dann Grösse und Auflösung anpassen (72 dpi)

- wenn nötig, unscharf maskieren

- zuletzt für Web optimieren und speichern (PNG oder JPG)

2.21

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Auflösung?

Die Auflösung definiert, wie viele Pixel in einem bestimmten Massstab vorliegen. Da Pixel Bildinformationen speichern, definiert die Auflösung gleichzeitig, wie viele Bildinformationen darstellbar sind.

Je höher die Auflösung ist, um so höher ist auch die Qualität des Bildes. 

Für die Darstellung am Bildschirm reichen 72 dpi, hingegen benötigt man für ein gutes Druckergebnis (abhängig vom Druckraster) rund 250 bis 300 dpi. Bei Strichvorlagen sind mangels Halbtönen sogar 800 bis 1'200 dpi von Nöten, damit ein einwandfreies Druckbild entsteht.

2.26

Zwei Abbildungen sollen proportional auf eine Grösse von 12 x 15 cm skaliert werden.

Berechnen Sie den Skalierungsfaktor, wenn die Vorlagen eine Grösse von 90 x 112,5 mm bzw. 210 x 262,5 mm haben.

Zu verwendende Formel:

Sollgrösse : Istgrösse = Skalierungsfaktor

Vorlage 1, Skalierungsfaktor der
kurzen Seite: 120mm : 90mm = 1,3 oder 130 %
langen Seite: 150 : 112,5 = 1,3 oder 130 %

Vorlage 2, Skalierungsfaktor der
kurzen Seite: 120 : 210 = 0,57 oder 57 %
langen Seite: 150 : 262,5 = 0,57 oder 57 %

2.27

Was bedeutet Massstab und was bedeutet Skalierungsfaktor?

Das Abbildungsverhältnis wird bei Vergrösserungen in der Form x : 1, bei Verkleinerungen in der Form 1 : x angegeben.

Ersetzt man z.B. x durch 2, so würden im ersten Fall (2 : 1) 2 Masseinheiten der Reproduktion einer Masseinheit der Vorlage entsprechen.

Im zweiten Fall (1 : 2) entspricht eine Masseinheit der Reproduktion 2 Masseinheiten der Vorlage.  

Daraus ergibt sich: Der Massstab ist das Verhältnis zwischen der abgebildeten Grösse und der entsprechenden Grösse in der Wirklichkeit. 

Der Abbildungsfaktor ist eine andere nummerische Schreibweise des Massstabes. Teilt man die beiden Zahlen, so erhält man den nummerischen Abbildungsfaktor oder Skalierungsfaktor.

Anders ausgedrückt: Skalierungsfaktor = Sollgrösse : Istgrösse

2.28

Ein Bild wird entlang der Diagonale vergrössert bzw. verkleinert. 

Wie heisst der Fachbegriff für diese Art von Skalierung?

Wenn ein Bild entlang der Diagonale skaliert wird, verändert sich sowohl die Breite als auch die Höhe im gleichen Verhältnis. Wir sprechen von einer proportionalen Skalierung. 

2.29

Welches sind die Unterschiede zwischen proportionaler oder nichtproportionaler Transformierung und Verzerrung?

Bei der proportionalen Formatänderung werden die kurzen und langen Seiten über die Diagonale im gleichen Verhältnis skaliert. Hingegen werden bei der nichtproportionalen Formatänderung die kurzen und langen Seiten nicht im gleichen Verhältnis skaliert. 

Bei einer Verzerrung wird eine Bildkante geneigt oder eine Bildecke auf eine neue Position gezogen. Das Trapez ist ein Beispiel für eine solche Verzerrung. Dies führt jedoch häufig zu einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis. Bei der Verzerrung wird das Seitenverhältnis Höhe zu Breite verändert, je nach Art der Verzerrung werden auch die Inhalte des Bildes unterschiedlich verschoben. 

2.3

Was versteht man unter den unten genannten Interpolationsmethoden?

a) Bikubisch

b) Bikubisch glatter

c) Bikubisch schärfer

a) Bikubisch: Bei der bikubischen Interpolation bekommt ein neuer Bildpunkt die durchschnittliche Farbe aller ihn umgebenden Bildpunkte (genauer gesagt: die Berechnung erfolgt aus 16 benachbarten Pixeln). So soll die Schärfe erhalten bleiben.

b) Bikubisch glatter: Eine geeignete Methode zum Vergrössern von Bildern, die auf der Interpolationsmethode "bikubisch" basiert, aber einen besseren Kontrast und dadurch mehr Schärfe erzeugt.

c) Bikubisch schärfer: Eine geeignete Methode zum Verkleinern von Bildern. Die Detailgenauigkeit im neu berechneten Bild bleibt hierbei erhalten.

2.30

In Bildbearbeitungsprogrammen spricht man häufig vom Schwellenwert. 

Was bedeutet das?

Der Schwellenwert legt fest, welche Graustufen in Schwarz und welche in weiss umgewandelt werden. Mit hilfe des Schwellenwertes kann man z.B. ein Graustufenbild in eine Strichzeichnung umwandeln.

Beispiel: Wird ein SChwellenwert von 60 gewählt, so werden alle Werte > 60 schwarz und alle Werte >60 weiss.

2.31

In der digitalen Bildbearbeitung spricht man von der Unscharfmaskierung.

Was versteht man darunter?

Einen Scharfzeichnungsfilter, der über drei Regler eingestellt wird. Wobei eine Scharfzeichnung nichts anderes ist als eine Verstärkung des vorhandenen Kontrastes benachbarter Pixel.

Stärke: Um wie viel soll der vorhandene Kontrast der Pixel angehoben werden?

Radius: Wie viele Pixel sollen in die Berechnung einbezogen werden? Ist der Wert hoch, ergibt sich eine sichtbare Kontur. 

Schwellenwert: Bei einem Schwellenwert von 0 wird für alle Tonwerte eine Kontrastverstärkung berechnet. Bei einem Wert von z.B. 20 wird erst geschärft, wenn der vorhandene Tonwertunterschied der Pixel >20 ist. 

2.32

Was versteht man unter dem Begriff Weichzeichnen?

Unter dem Begriff Weichzeichnen versteht man das Ersetzten von harten Kanten und Konturen durch Mittelwerte. 

Es wird also der vorhandene Kontrast der Tonwerte gemindert. Dadurch entstehen unschärfere Ränder und das bild wird insgesamt weicher. 

2.33

Welche unterschiedliche Methoden der Weichzeichnung gibt es?

Bewegungsunschärfe
Die Tonwerte werden in einer bestimmten Richtung verschoben, z.B: um den Eindruck eines fahrenden oder fliegenden Objektes zu simulieren.

Radialer Weichzeichner
Im Mittelpunkt ist das Motiv scharf und wird auch nach aussen immer verschwommener. 

Selektiver Weichzeichner
Zeichnet Details weich, indem er den Kontrast zwischen zwei Tonwerten mindert. Die Stärke des Kontrastminderung und der Radius des Bereichs, indem die Berechnung stattfinden soll, können eingestellt werden. Über den Stellenwert bestimmt man, wie stark der vorhandene Tonwertunterschied sein muss, damit weichgezeichnet wird z.B. wird bei Schwellenwert 20 erst weichgezeichnet, wenn der vorhandene Tonwertunterschied >20 ist. 

2.34

Was versteht man unter dem Begriff Retusche?

Mit Retusche wird in der Bildbearbeitung der Vorgang bezeichnet, bei dem aus einem digitalen Bild Mängel entfernt werden. Dies geschieht mit Hilfe verschiedener Filter oder manuell mittels Werkzeugen (z.B. dem Stempel) 

Mängel im Bild sind:

- unerwünschte Bilddetails

- Schmutz, Fussel

- Schadstellen der originalen Bildvorlage

- Moiréeffekte und Farbverfremdungen

2.35

Welcher Unterschied besteht zwischen einem Vektor- und einem Pixelbild?

Vektorbilder bestehen aus Linien und Bézier-Kurven, die mathematisch mit Hilfen von Koordinaten definiert sind und Objekte bilden. Da keine Beschränkung durch eine feste Auflösung vorliegt, können die Koordinaten jederzeit verändert und die Vektorgrafiken stufenlos skaliert werden. Die Objekte lassen sich leicht verändern und benötigen sehr wenig Speicher. 

In Pixelbildern sind die Farbinformationen in jedem einzelnen Pixel gespeichert. Wie viele verschiedene Farben möglich sind hängt von der Farbtiefe ab. 

Der Nachteil von Pixelbildern ist jedoch, dass diese Bilder nicht ohne Qualitätsverlust skaliert werden können und bei hoher, für den Druck benötigter Auflösung einen erheblichen Speicherplatzbedarf aufweisen.

2.36

Was versteht man unter Strichvorlage?

Nennen Sie Beispiele.

Eine Strichvorlage besteht aus hellen und dunklen Bereichen ohne Zwischentöne, in der Regel Schwarz und Weiss. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen Grob-, Fein- und Feinstvorlagen.

Beispiele:

- Bau- und Messepläne

- einfarbiges Logo

- gedruckter Text

- Tuschezeichnungen

2.37

Erläutern Sie, was man unter einem Freisteller versteht.

Unter einem Freisteller versteht man einen Bildausschnitt in einer Objektform, beispielsweise eine Person oder einen Gegenstand ohne Hintergrund.

Freisteller kann man mittels Ebenentransparenz, Beschneidungspfad oder Alphakanal erzeugen.

Die Wahl hängt vom späteren Einsatzbereich bzw. Zielprogramm aus. 

2.38

Beschreiben Sie, welche Methoden zur Erzeugung eines Freistellers Sie kennen. 

Beschneidungspfad
In Photoshop wird mittels der Zeichenfeder ein Pfad um das Objekt gezeichnet, in der Pfadpalette benannt und im Pop-Up der Pfadpalette als Beschneidungspfad definiert. Die Datei muss anschliessend als EPS oder DCS gesichert werden, damit der Beschneidungspfad automatisch vom Zielprogramm (Layout oder Vektorgrafik) erkannt wird.

Alphakanal
Mitels der Auswahlwerkzeuge wird eine Auswahl erstellt und gesichert. Dabei entsteht ein Alphakanal. Das Bild wird im Format TIFF, PSD oder PDF gesichert.

Ebenentransparenz
Neuere Versionen der Layoutprogramme erkennen transparente Ebenenbereiche. Dazu wird der unerwünschte Hintergrund im Bild entweder gelöscht oder mittels einer Ebenenmaske abgedeckt.

2.40

Was versteht man unter einem Volltonfarbkanal, wie erzeugt man ihn und wofür wird er eingesetzt?

Mit Hilfe eines Volltonfarbkanals lassen sich Bildbereiche in Sonderfarben (HKS, Pantone) drucken oder lackieren.

Man erstellt von dem gewünschten Bereich eine Auswahl, wählt im Pop-Up der Kanäle-Palette von Photoshop "neuer Volltonkanal" und ewist die gewünschte Volltonfarbe zu oder benennt die Farbe mit "Lack".

Soll die Sonderfarbe nicht flächig, sondern mit den Tonwertabstufungen des Bildmotivs drucken, so muss der Inhalt des kontrstreichsten Kanals in den Volltonfarbenkanal kopiert und dass der ausgewählte Bereich aus allen anderen Farbkanälen gelöscht werden. Gesichert wird als EPS, DCS 2.0 oder TIFF.

2.41

Was versteht man unter dem Begriff Alphakanal?

Ein Alphakanal speichert den Inhalt einer Auswahl oder Maske in Form eines zusätzlichen Graustufenkanals im Bild.

Benötigt man die Auswahl erneut, lädt man sich aus dem Alphakanal. In Layoutprogrammen wie Adobe InDesign und QuarkXPress, aber auch in manchen Videoschnitt- und 3D-Programmen kann der Alphakanal als Freisteller aktiviert werden. Gesichert wird er im Format PSD, TIFF oder PDF.

2.44

Erläutern Sie, was man unter einem ICC-Profil versteht, seinen Einsatzbereich und seine Bedeutung für die Druckindustrie.

ICC-Profile werden zur Durchführung des Farbmanagements benötigt. Sie definieren den Farbraum des Dokuments genauer. So wird nicht nur festgelegt, ob das Dokument im RGB- oder CMYK-Modus angelegt ist, sondern auch, ob es sich um Adobe RGB, sRGB, ECI-RGB bzw. CMYK Euroscale coated, uncoated oder Newsprint oder etwas anderes handelt.

Wird das Dokument von einem Farbraum in einen anderen konvertiert, z.B. ein mit einer Digitalkamera aufgenommenes sRGB-Bild für den Druck in CMYK coated umgerechnet, werden die Farbwerte mittels des im Profil enthaltenen Lab-Wertes "übersetzt". Das heisst, jedem RGB- und jedem CMYK-Farbwert ist ein Lab-Wert gegenübergestellt.

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