BK2


M. E.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Mikrobiologie, insbesondere zu Infektionen, Viren, Bakterien und Parasiten. Sie decken Themen wie Übertragungswege, Diagnostik, Therapie und die Auswirkungen von Erregern auf Wirtszellen ab. Besonders nützlich sind sie für Medizinstudenten und Gesundheitsfachleute, die sich mit der Epidemiologie und Behandlung von Infektionskrankheiten vertraut machen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
30.07.2016 / 30.01.2026

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Mikroorganisemen

Mikrobiologie beschäftigt sich mit Erregern

  • Bakterien
  • Pilze
  • Viren
  • Parasiten
  • Prionen

Bakterien

  • kleinste Mikroorganismen, eigener Stoffwechsel
  • 0,5-20um gross, ca. 0,45pg schwer
  • hundert Millionen passen auf Stecknadelkopf

obligat pathogene Keime

Keime, die auch bei Gesunden eine Infektion auslösen können

Fakultativ pathogene Keime

Keime, die abhängig von Ort ihres Auftretens für uns unschädlich sind, aber auch eine Infektion auslösen können

Einteilung Bakterienform

  • Kokken (kugelförmig) z.B. Staphylokokken
  • Stäbchen (gebogene, einfach gekrümmte Stäbchen) z.B. E Coli
  • Spirochäten (Schraubenförmig) z.B. Borrelien

Verhalten gegenüber Sauerstoff (Bakterien)

  • Aerobe Bakterien
    • können nur bei Anwesenheit von Sauerstoff wachsen
  • Fakultativ anaerobe BAkterien
    • können mit und ohne Sauerstoff leben
  • Obligat anaerobe BAkterien
    • Vermehrung ohne Sauerstoff, Sauerstoff ist Gift für sie

Verhalten in der Färbung (Bakterien)

  • Grampositive Bakterien
    • enthalten viel Murein und erscheinen unter Einfärbung blauviolett
  • Gramnegative Bakterien
    • nur eine dünne Mureinschicht und erscheinen rot

Aufabu der Bakterien

  • Können die Erbsubstanz DNA und RNA haben
  • Keinen Zellkern
  • Zellwand gibt Bakterien Struktur
  • Haben Kapsel welche vom Abwehrsystem nicht gut bekämpft werden kann
  • Eigener Stoffwechsel, kann sich selbst vermehren
  • Dauer der Zellvermehrung ist variabel
  • Generationszeit = die für eine Teilung benötigte Zeit

Einflüsse auf Bakterienwachstum

  • Wasser
  • Umgebungstemperatur
  • Luftsauerstoff
  • Wasserstoffkonzentration
  • Atmosphärischer und osmotischer Druck
  • Licht

Behandlung von bakteriellen Infektionen

  • Antibiotika
  • Antitoxins, bei Infektionen mit toxinproduzierenden Bakterien

Diagnostik der Bakterien

Kultivierung auf Nährboden und in Nährlösungen im Labor, geeignete Probematerialien sind z.B. Abstriche, Blutkulturen und Punktate

Viren

  • keinen eigenen Stoffwechsel, können sich nicht selbst vermehren
  • bestehen nur aus DNA oder RNA die in Kapsid und eventuell noch in Envelope verpackt ist
  • Virus heftet sich an Rezeptoren der Wirtszelle, schleust Erbsubstanz in sie ein und programmiert Zelle um

Produktive Infektion (Viren)

Produziert die infizierte Wirtszelle ständig neue Viren und stirbt dabei oft selbst ab

Latente Infektion (Viren)

ruht die in die Wirtszelle eingebaute Erbsubstanz des Virus über viele Zellgenerationen und wird an alle Tochterzellen der befallenen Zelle vererbt

Zytopathischer Effekt (Viren)

Auswirkungen der Virusvermehrung auf die Wirtszelle. Z.B. Störung von zellulären Funktionen, Zelllyse, Transformation

Beispiele von Viren:

Influenza, FSME, Dengue, Norovirus, Hepatitis A-E

Behandlung Viraler Infektionen

  • Meist nur eine symptomatische Behandlung möglich
  • Einige Virusinfektionen erfordern jedoch die Gabe von Virostatika

Diagnostik (Viren)

Über das klinische Bild, im Labor kann der Virus im Rachenabstrich oder in den Bläschen nachgewiesen werden

Pilze (Mykosen)

  • wenig differenzierte Lebewesen mit einem Zellkern und charakteristischen, Chitin haltigen Zellwänden
  • Mykosen = Pilze

Dermatophyten (Fadenpilze)

befallen die haut des menschen und ihre Anhangsgebilde

Hefen (Sprossenpilze)

verursachen in erster Linie Infektionen der Haut und Schleimhäute, können jedoch bei Abwehrschwäche die inneren Organe befallen und zu einer Pilzsepsis führen (z.B. Candida)

Schimmelpilze

Die meisten Schimmelpilze befallen vor allem die inneren Organe

Lokale Mykosen

  • durch umschriebenen Befall der Haut oder Schleimhaut
  • beginnen schleichend, in der Regel harmlos, durch Lokalpräparate gut behandelbar

 

Opportunistische systemische Mykosen (Pilzsepsis)

  • beginnt oft schleichend, verläuft dann häufig lebensbedrohlich und nur schwer behandelbar

Primär systemische Mykosen

in inneren Organen (Lunge, ZNS)

begünstigte Faktoren (Mykose)

  • Allgemeine Abwehrschwäche
  • Tumore, Diabetes, HIV
  • Glukokortikoid-, Immunsuppressica oder Zystostatikatherapie
  • Gestörte physiologische Bakterienbesiedelung durch Antibiotikabehandlung

Therapie Mykosen

  • Antimykotika
     

Diagnostik (Mykosen)

  • Mikrobiologischer Nachweis aus Material der entzündeten Herde, Gewinnung von Haut, Haaren oder Nagelspänen, vom frischen Rand da in den zentralen, schon fast abgeheilten Arealen oft keine lebenden Pilze mehr zu finden sind.
  • Mikroskopische Untersuchung reicht nicht aus, die Kultivierung ist mühselig und langwierig (bis zu 8 Wochen)

Parasiten

  • Leben in/auf einem anderen Organismus (Wirt), ernähren sich von ihm und schaden ihm
  • Parasiten bringen dem Menschen nichts, ernähren sich aber von ihm
  • Einzeller (Protozoen) und
  • Vielzeller darunter
  • Würmer (Helminthen) und Gliederfüsser (Arthropoden = Insekten, Spinnentiere)

Stationäre Parasiten

bleiben länger

Permanente Parasiten

haben keine freie Entwicklungsstadien

Periodische Parasiten

sind nur in bestimmten Entwicklungsstadien abhängig vom Wirt

Temporäre Parasiten

Nur kurzfristig für Nahrungsaufnahme (Mücken)

Infektionsquellen

Jede Infektion hat ihren Ursprung in einer Infektionsquelle, von der aus der Erreger verbreitet wird

Infektionskette

Weg der Weitergabe eines Infektionserregers von einem Wirt auf den nächsten, bestehnd aus der Infektionsquelle, Übertragungsweg und Empfänger

Exogene Infektion

Der Erreger dringt von aussen in den Körper ein z.B. Grippe

Endogene Infektion

Wurden von körpereigenen Keimen hervorgerufen (HWI, Darminfektion)

Übertragungsweg

  • Kontaktinfektion
    • Direkte Kontaktinfektion: wenn Erreger durch unmittelbaren Kontakt verursacht werden
    • Indirekte Kontaktinfektion: kontaminierte Gegenständer oder Hände (verschmutzt, nicht desinfiziert)
    • Fäkal oral: Schmierinfektion, verschleppter infektiöser Stuhl mit Erregeraufnahme über Mund
  • Tröpfcheninfektion
    • Setzt der Infizierte beim Husten, Niesen oder sprechen frei, wird von Nächsten über Schleimhaut (Nase, Aug, Mund-RAchen) aufgenommen, grosse Tröpfchen nicht lange in der Luft und können max 1,5-2m erreichen
  • Aerogene Infektion
    • ähnlich wie Tröpfcheninfektion, jedoch kleiner und verdunsten, schweben länger und können mit Luftstrom verschleppt werden
  • Parenterale Übertragung
    • erfolgt durch Infusion, Transfusion oder Stich mit verunreinigten Kanüle
  • Sexuelle Übertragung
    • durch intensiven Schleimhautkontakt und kleinsten Schleimhautverletzungen, wie sie beim GV vorkommen
  • Vehikel
    • passive Überträger (Wasser, Lebensmittel, Gegenstände)
  • Vektoren
    • aktive Überträger (Mücken, Ratten durch Biss oder Stich
  • Diaplazentare Übertragung
    • bezeichnet die Erregerübertragung von der infizierten Schwangeren auf das Ungeborene über Plazenta

Verlauf einer Infektion

  • Invasion
    • Erreger gelangt in Körper, wird über Blutbahn oder über Lymphsystem in Organismus transportiert
  • Inkubation
    • Zeit die der Erreger braucht um sich so oft zu vermehren das erstes Symptom auslöst. Kann H bis J dauern
  • Krankheitsphase
    • Symptome werden durchgemacht
  • Rekonvaleszenz
    • Keim besiegt, Elimination von restlichen Erregern, dauert noch eine Zeit bis man ganz gesund ist

Epidemiologie

befasst sich mit der Entstehung, Verbreitung, Bekämpfung und den Folgen von Erkrankungen

Faktoren welche die Entstehung einer Infektionskrankheit begünstigen

  • Inokulationsmenge
    • wie viel von den Erregern wir abbekommen haben
  • Virulenz
    • Ausmass der Stärke es Erregers, ob er krank macht oder nicht
  • Integrität der Haut und der Schleimhaut
  • Alter
  • Ernährungsstatus
  • Immunstatus
  • Komorbiditäten
    • Die Krankheiten die der Patient mit sich bringt (Diabetes, Hüftprothese)

Étudier