Mikro- und Makroökonomie
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Lernkarten
Durchschnittskosten?
- DFK ⇒ Durchschnittliche fixe Kosten = Fixe Kosten / Menge = FK / Q
- DVK ⇒ Durchschnittliche variable Kosten = Variable Kosten / Menge = VK / Q
- DK ⇒ Durchschnittliche Gesamtkosten = Gesamtkosten / Menge = K / Q
- DK = DFK + DVK
- fallen zunächst und steigen im weiteren Verlauf der Produktionsausdehnung
Grenzkosten (marginale Kosten)?
- Grenzkosten (GK) messen die Zunahme der Gesamtkosten bei der Herstellung einer zusätzlich produzierten Einheit
- Wie viel kostet es, eine zusätzliche Einheit zu produzieren?
Berechnung Grenzkosten?
GK = Änderung der Gesamtkosten / Änderung der Menge = ►K / ►Q
Warum steigt Grenzkostenkurve?
- Wenn eine Produktionsfunktion sich mit zunehmender Produktionsmenge abflacht, sinkt das Grenzprodukt
- Steigende Grenzkosten reflektieren diese Eigenschaft der Produktionsfunktion
Kostenkurve und ihre Verläufe?
- Durchschnittskurve ist u-förmig
- bei sehr geringem Outputniveau sind die Durchschnittskosten relativ hoch, weil die fixen Kosten sich auf nur wenige Outputeinheiten verteilen
- Durchschnittskosten fallen mit steigendem Output (weil die durchschnittlichen fixen Kosten stark fallen
- bei einer bestimmten Ausbringungsmenge beginnen die Durchschnittskosten zu steigen
- Einfluss der fixen Kosten sinkt und die steigenden variablen Kosten treiben die Durchschnittskosten nach oben
- Durchschnittskosten sind am geringsten bei der "'Talsohle" der u-förmigen Durchschnittskostenkurve
- Diese Ausbringungsmenge entspricht der effizienten Produktionsmenge
- Betriebe produzieren den Output, bei dem die durchschnittlichen Produktionskosten am geringsten sind
- Diesen Punkt nennt man auch das "Betriebsoptimum" oder die effiziente Betriebsgröße (efficient scale)
Drei wichtige Eigenschaften der Kostenkurven?
- Wenn sich Outputniveau laufend erhöht, beginnen dei Grenzkosten schließlich zu steigen
- Durchschnittliche Gesamtkostenkurve ist u-förmig
- Grenzkostenkurve schneidet die Kurve der Durchschnittskosten in ihrem Minimum
Produktionskosten kurzfristig und langfristig?
- Langfristig sind alle Kosten variabel
- Damit fallen die Gründe für ein Ansteigender kurzfristigen Kostenkurve weg (abnehmende Grenzproduktivität des variablen Faktors)
- es lassen sich wiederum u-förmige langfrisitge gesamte Durchschnittskostenkurven konstruieren
- kurzfristig sind viele Kosten fix
Skalenerträge?
- beschreiben, wie sich der Output bei einer gleichmäßigen Erhöhung der Inputs verändert
- Zunehmende Skalenerträge (economies of scale)
- bei steigendem Output sinken die gesamten Durchschnittskosten
- Abnehmende Skalenerträge (diseconomics of scale)
- mit steigendem Output erhöhen sich die gesamten Durchschnittskosten
- Konstante Skalenerträge (constant returns to scale)
- bei steigendem Output bleiben die Durchschnittskosten konstant
Überblick Martkstrukturen? + Beispiele
- Eine Unternehmung ⇒ Monopol
- Wasser
- Kabel-TV
- Mehrere Unternehmungen ⇒ Oligopol
- Tennisbälle
- Rohöl
- Unterschiedliche Produkte ⇒ Monopolistische Konkurrenz
- Romane
- Spielfilme
- Gleiche Produkte ⇒ Vollständige Konkurrenz
- Weizen
- Milch
Unternehmen im Markt mit vollständiger Konkurrenz?
- Markt mit vollständiger Konkurrenz (Polypol) hat drei Eigenschaften
- viele Käufer und Verkäufer
- die angebotenen Güter sind identisch
- der Marktzugang ist frei, und es entstehen keine Kosten beim Verlassen des Markts
Als Folge der Eigenschaften des Polypols ergeben sich welche Marktstrukturen?
- Nachfrage eines einzelnen Käufers hat keinen signifikanten Einfluss auf den Preis
- Angebot eine Verkäufers hat einen vernachlässigbaren Einfluss auf den Marktpreis
- Käufer und Verkäufer sind Preisnehmer ⇒ nehmen den Marktpreis als gegeben an
Erlöse eines Unternehmens im Polypol?
- Gesamterlös = Verkaufspreis x verkaufte Menge ⇒ E = P x Q
- Durchschnittserlös entspricht den durchschnittlichen Einnahmen pro verkaufter Einheit
- entspricht dem Gesamterlös dividiert durch die verkaufte Menge
- im Polypol entspricht Durchschnittserlös dem Preis der verkauften Güter
- Durchschnittserlös = Gesamterlös / Output = Preis x Output / Output = Preis
- Grenzerlöse ist gleich der Veränderung des Gesamterlöses durch eine zusätzliche verkaufte Einheit
- GE = ►E / ►Q
- im Polypol entspricht der Grenzerlös dem Preis eines Guts
Gewinnmaximierung bei vollständiger Konkurrenz?
- Ziel des Unternehmens ⇒ Gewinn maximieren
- Unternehmen produziert Output, der die Differenz zwischen Gesamterlös und Gesamtkosten maximiert
Gewinnmaximierung bei vollständiger Konkurrenz?
- Gewinn wird maximiert, wenn die Menge produziert wird, bei der der Grenzerlös den Grenzkosten entspricht
Gewinnmaximierung und Angebot im Polypol?
- Gewinne sind bei dem Output am größten, bei dem der Grenzerlös gleich den Grenzkosten ist
- GE > GK: Output ausweiten
- GE < GK: Output reduzieren
- GE = GK: Gewinn ist maximal
Produktionseinstellung und Marktaustritt?
- Produktionseinstellung ist eine kurzfristige Maßnahme
- Marktaustritt ⇒ endgültige Schließung und Auflösung des Unternehmens
- langfristige Entscheidung
- Sunk Costs sind in der Vergangenheit angefallene, irreversible Kosten
- Sunk Costs spielen keine Rolle bei der Entscheidung, die Produktion einzustellen
- Produziert wird wenn laufende Kosten gedeckt werden
- Unternehmen stellt Produktion ein, wenn Erträge aus dem Verkauf der produzierten Einheiten unter den variablen Kosten liegen
- Produktionseinstellung erfolgt, wenn
- E < VK
- E/Q < VK/Q
- P < DVK
Wann wird Unternehmung weitergeführt wann nicht?
- P < DVK ⇒ Betriebe wird eingestellt
- P > DVK ⇒ Unternehmung wird kurzfristig weitergeführt
- P > DK ⇒ die Unternehmung macht Gewinne
Markteintritt und -austritt (langfristig)
- langfristig wird Unternehmen Markt verlassen, wenn Gesamterlös unter Gesamtkosten liegt
- Marktaustritt erfolgt, wenn
- Gesamterlös (E) < Gesamtkosten (K)
- Durchschnittserlös (E/Q) < Durchschnittskosten (K/Q)
- Preis (P) < gesamte Durchschnittskosten (DK)
- Markteintritt erfolgt, wenn
- Gesamterlöse (E) > Gesamtkosten (K)
- Durchschnittserlös (E/Q) > Durchschnittskosten (K/Q)
- Preis (P) > gesamte Durchschnittskosten (DK)
Was ist ein Monopol?
- Während Unternehmen im vollständigen Wettbewerbsmarkt Preisnehmer sind, haben Monopole Einfluss auf die Preise ihrer Güter
- Unternehmen ist Monopol, wenn
- einziger Verkäufer eines Guts
- Produkt keine nahen Substitute hat
Warum gibt es Monopole?
- Grundlegende Ursache sind Eintrittsbarrieren
- Eintrittsbarrieren entstehen durch drei Faktoren
- Unternehmen gehört für die Produktion wichige Ressource (Schlüsselressource)
- Regierung erlaubt nur einem Unternehmen in einem Bereich tätig zu sein (staatliches Monopol)
- ein einziges Unternehmen am Markt produziert am kostengünstigsten (natürliches Monopol)
- zunehmende Skalenerträge fallen über den gesamten Bereich der Marktproduktion an
Monopol vs. Polypol?
- Monopolist = einziger Produzent
- ist mit einer negativ geneigten Nachfragekurve konfrontiert
- kann Preise verringern, um den Absatz zu erhöhen
- Unternehmen im Polypol
- ist eines von vielen Produzenten
- ist mit einer horizontalen Nachfragekurve konfrontiert
- ist Preisnehmer
- erhält für seinen Output - ob viel oder wenig - immer den gleichen Preis
Grenzerlös Monopolist?
- immer geringer als Verkaufspreis eines Guts
- Nachfragekurve ist negativ geneigt
- wenn Monopolist Preis senkt, um eine Einheit mehr zu verkaufen, dann sinkt der Durchschnittserlös für die gesamte Ausbringungsmenge
- Damit ergeben sich zwei gegenläufige Effekte auf den Gesamterlös (P x Q)
- Preisefffekt: um mehr zu verkaufen, wird P gesenkt
- Mengeneffekt: da mehr verkauft wird, ist Q größer
Gewinnmaximierung eines Monopolisten?
- Monopolist maximiert Gewinn mit der Produktionsmenge, bei der Grenzerlös und Grenzkosten gleich groß sind
- sodann benutzt er die Nachfragekurve, um den Preis zu ermitteln
Wirtschaftspolitische Maßnahmen gegen Monopole?
- Problem von Monopolen kann eine Regierung auf vier Arten begegnen
- monopolisierte Märkte dem Wettbewerb öffnen
- Monopole regulieren
- Monopolie verstaatlichen
- nicht einschreiten
Fusionskontrollen?
- Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
- Bundeskartellamt kann Fusionen untersagen
- Bundeswirtschaftsminister kann Entscheide des Bundeskartellamts umstoßen (Bsp. Ministererlaubnis für Eon und Ruhrgas im Jahr 2003)
Regulierung von Monopolen?
- Regierung kann den Preis im Monopolmarkt festlegen
- Allokation der Ressourcen ist dann optimal, wenn der Preis gleich den Grenzkosten ist
- im Falle des natürlichen Monopols würde dies jedoch zu Verlusten führen
Verstaatlichung Monopole?
- Regierung kann entscheiden Monopol zu verstaatlichen
- Problem ⇒ Staatsunternehmen haben wenig Anreize Kosten zu senken
Nicht einschreiten bei Monopolen?
- Regierung kann sich entscheiden, das Marktversagen zu tolerieren
- Dies ist dann optimal, wenn die Kosten der Regulierung über den Kosten des Marktversagens liegen
Unvolständige Konkurrenz?
- haben eine Marktstruktur zwischen Monopol und vollständiger Konkurrenz
- haben zwar Wettbewerber, sind aber keine reinen Preisnehmer
Typen von Märkten im unvollständigen Wettbewerb?
- Oligopol
- Wenige Unternehmen bieten ähnliche oder identische Produkte an
- Monopolistischer Wettbewerb
- Viele Unternehmen verkaufen ähnliche, aber eben nicht identische Produkte
Eigenschafte eines Oligopolmarktes?
- Wenige Anbieter verkaufen ähnliche oder identische Produkte
- Interpedenz der Unternehmen
- Beset Lösung Oligopolisten ist Kooperation mit anderen Unternehmen und zusammen wie Monopolist zu verhalten ⇒ Output der Industrie zu begrenzen und die Preise über den Grenzkosten zu halten
Duopol?
- Oligopol mit 2 Anbietern
- ohne bindende Absprache ist das Monopolergebnis unwahrscheinlich, weil Preise über den Grenzkosten liegen und jeder Teilnehnmer ein Interesse daran hat, die Ausbringungsmenge zu erhöhen
- Duopolisten können sich verständigen und dadurch das gleich Resultat wie ein Monopolist erreichen
- Kollusion ⇒ Absprache von Unternehmen über Produktionsmengen und Preise
- Kartell ⇒ Gruppe von Unternehmen, die sich absprechen
Spieltheorie als Ökonomik der Kooperation?
- Spieltherie ⇒ beschäftigt sich damit wie Menschen strategische Entscheidungen fällen
- Strategische Entscheidung ⇒ wenn Person bei ihrer Entscheidung die Reaktion anderer Personen auf die getroffene Entscheidung berücksichtigen muss
- da Anzahl der oligistischen Unternehmen klein ist, muss Unternehmen sich strategisch verhalten
- Jedes Unternehmen weiß, dass seine Gewinne nicht nur von der eigenen Produktionsmenge abhängt, sondern auch von der von anderen Unternehmen
- Entscheidung über Produktionsmenge beeinflusst andere Produzenten
Gefangenendilemma? + Beispiel
- Einblick in die Schwierigkeiten kontinuierlicher Kooperation
- Kooperation von Personen (Unternehmen) findet oft nicht statt, obwohl alle Beteiligten davon profitieren würden
- Als dominante Strategie bezeichnet man die beste Strategie eines Spielers, unabhängig davon, welche Strategien andere Spieler wählen
- Beispiel:
- Bonnie und Clyde gestehen beide ⇒ 8 Jahre Knast für beide
- Beide schweigen ⇒ 1 Jahr für beide
- einer schweigt einer gesteht ⇒ für den der gesteht 20 Jahre und für den Schweigenden Freiheit
Gefangenendilemma Oligopol? Beispiel
- Iran und Irak erwirtschaften beide bei hoher Produktion 40 Mrd $
- Wenn beide kooperieren würden und eine niedrigere Produktion damit hätten würden beide 50 Mrd $ erwirtschaften
- Wenn jedoch einer ohne Absprache trotzdem auf hohe Produkton setzt, wo der andere noch niedrig produziert würde dieser 60 Mrd. $ erwirtschaften und der andere nur noch 30 Mrd. $
- Das Selbstinteresse könnte eine Kooperation und somit niedrige Ausbringungsmenge, hohe Preise und Monopolprofite behindern
Wirtschaftliche Maßnahmen gegen Oligopole?
- Kooperation von Oligopolisten ist unerwünscht
- Produktionsmenge liegt unter dem volkswirtschaftlichen Optimum, und der Preis liegt darüber
- In Deutschland beschränkt das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) die Formierung von Kartellen
- Einhaltung des Gesetzes wird vom Kartellamt überwacht
- Manche Maßnahmen gegen Praktiken sind kontrovers
- Maßnahmen gegen Preisbindung (Buchandel)
- Preiskämpfe mit dem Ziel, einen Wettbewerber vom Markt zu treiben oder Markteintritt zu verhindern ("perdatory pricing")
- Bündelung (Microsoft)
Monopolistische Konkurrenz?
- Märkte zwischen Polypol und Monopol
- wie beim Polypol sind viel Anbieter vorhanden und der Marktzutritt ist frei
- Unterscheidung zum Polypol durch Produktdifferenzierung
- dadurch entsteht gewisse Monopolmacht
- Charakteristika monopolistischer Wettbewerb
- viele Anbieter
- Produktdifferenzierung
- freier Marktzutritt und Marktaustritt
Monopolistische Konkurrenz - Viele Anbieter? + Beispiele
- Viele Unternehmen stehen im Wettbewerb um denselben Kundenkreis
- Beispiele für Produkte:
- Bücher
- CD's
- Spielfilme
- Computerspiele
- Restaurants
- Klavierunterricht
- Gebäck
- Möbel
Monopolistische Konkurrenz - Produktdifferenzierung?
- Jedes Unternehmen produziert ein Produtk, das leicht von den Produkten anderer Unternehmen abweicht
- die Unternehmen sind nicht Preisnehmer, sondern können die Preise selbst beeinflussen und sind mit einer leicht fallenden Nachfragekurve konfrontiert