Mikro- und Makroökonomie

Mikro- und Makroökonomie

Mikro- und Makroökonomie


Matthias Kielar
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Mikro- und Makroökonomie auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Themen wie Preisbildung, Nachfrage und Angebot, Produktionskosten, Marktmechanismen und die Rolle von Unternehmen. Die Karteikarten analysieren auch die Auswirkungen von technischem Fortschritt, Arbeitslosigkeit und Konjunkturschwankungen. Sie eignen sich für Studierende und Wirtschaftsinteressierte, die ein tiefes Verständnis der ökonomischen Zusammenhänge erlangen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
28.06.2014 / 31.12.2014

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Monopolistische Konkurrenz - Freier Marktzutritt?

  • Unternehmen können ohne Beschränkungen in den Markt eintreten und frei aus dem Markt ausscheiden
  • die Zahl der Anbieter wird sich so lange anpassen, bis die Gewinne aus ökonomischer Sicht null sind

Das langfristige Gleichgewicht - monopolistische Konkurrenz?

  • Gewinne führen zu Markteintritten
    • dies erhöht die Zahl der angebotenen Produkte
    • die Nachfrage nach den bereits am Markt angebotenen Produkten sinkt
    • die Nachfragekurve der etablierten Unternehmen verschiebt sich nach links
    • die fallende Nachfrage verringert die Gewinne dieser Unternehmungen
  • Verluste führen zu Marktaustritten
    • damit verringert sich die Zahl der angebotenen Produkte
    • die Nachfrage nach den verbleibenden Produkten erhöht sich
    • bei den verbliebenen Unternehmungen verschiebt sich die Nachfragekurve nach rechts
    • die Gewinne dieser Unternehmungen steigen
  • Unternehmen werden in den Markt eintreten bzw. austreten, bis die Gewinne aus ökonomischer Sich null sind

EIgenschaften langfristiges Gleichgewicht - monopolistische Konkurrenz?

  • Zwei Eigenschaften Gleichgewicht
    • Wie auf Monopolmarkt übersteigt der Preis die Grenzkosten
      • Gewinnmaximieriung erfordert ⇒ Grenzerlös = Grenzkosten
      • bei fallender Nachfragekurve liegt Grenzerlös unter dem Preis
    • Wie einem Konkurrenzmarkt stimmt der Preis mit den Durchschnittskosten überein
      • Durch freien Markt ein- und Marktaustritt sind die Gewinne auf null reduziert

Arbeitsmarktökonomik: Nachfrage nach Arbeit?

  • Arbeitsmärkte werden, wie andere Märkte auch, durch Angebot und Nachfrage gelenkt
  • Größte Teil der Arbeitsleistung wird nicht als Endprodukt konsumiert, sondern als Input in der Produktion anderer Güter verwendet
  • Dadurch entsteht eine abgeleitete Nachfrage

Produktionsfunktion und Grenzprodukt der Arbeit?

  • Produktionsfunktion zeigt Zusammenhang zwischen der Inputmenge, den eingesetzten Produktionsfaktoren und der Outputmenge

Grenzprodukt der Arbeit?

  • Grenzprodukt der Arbeit beschreibt den Anstieg des Outputs, der durch den Einsatz einer zusätzlichen Arbeitseinheit entsteht
  • Grenzprodukt der Arbeit = ►Q / ►L = (Q2 - Q1) / (L2 - L1)

Abnehmendes Grenzprodukt der Arbeit?

  • Grenzprodukt betrachtet den Output je Arbeitseinheit - also physische Einheiten
  • Grenzprodukt der Arbeit sinkt mit zunehmender Zahl der Arbeitnehmer
  • jeder zusätzliche Arbeitnehmer trägt weniger als der vor ihm eingestellte zur Gesamtproduktion bei
  • die Produktionsfunktion wird umso "flacher", je mehr Arbeitskräfte eingesetzt werden
  • diese Eigenschaft der Produktionsfunktion wird als abnehmendes Grenzprodukt der Arbeit bezeichnet

Wertgrenzprodukt und Nachfrage nach Arbeit?

  • Wertgrenzprodukt entspricht dem Wert des Outputs, den eine zusätzliche Arbeitseinheit produziert
    • Wertgrenzprodukt = Grenzprodukt x Preis
  • Wertgrenzprodukt sinkt mit zunehmenden Arbeitseinsatz, wei das Grenzprodukt fällt
    • (der Preis bleibt bei vollständiger Konkurrenz konstant)
  • Maximale Gewinne fallen an, wenn das Wertgrenzprodukt gleich dem Lohn ist
    • Wertgrenzprodukt = Lohn
  • Solange das Wertgrenzprodukt den Lohn übersteigt, lohnt es sich, zusätzliche Arbeitskräfte zu beschäftigen
  • bei vollständiger Konkurrenz entspricht die Wertgrenzproduktkurve eines Unternehmens seiner Nachfrage nach Arbeit

Was verursacht eine Verschiebung der Nachfragekurve? (Arbeit)

  • Preis des Endproduktes
  • technologische Änderungen
  • Angebot an anderen Produktionsfaktoren

Arbeitsangebot?

  • Die Angebotskurve zeigt die Veränderung von Arbeits- und Freizeitverhalten, wenn sich die Opportunitätskosten ändern
  • eine steigende Angebotskurve bedeutet, dass eine Erhöhung der Löhne Menschen dazu veranlasst, mehr Arbeit anzubieten

Was verursacht eine Verschiebung der Angebotskurve? (Arbeit)

  • Änderung der Präferenzen
  • Änderung bei alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Einwanderung

Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt?

  • Lohnsatz verändert sich so, dass Angebot und Nachfrage nach Arbeit sich die Waage halten
  • Dabei entspricht der Lohnsatz dem Wertgrenzprodukt der Arbeit
  • Nachfrage und Angebot an Arbeit bestimmen den Gleichgewichtslohn
  • Verschiebungen von Angebot und Nachfrage verursachen Veränderungen im Gleichgewichtslohn

Verschiebung Arbeitsangebotskurve?

  • Zunahme des Arbeitsangebots verringert den Lohnsatz und erhöht die Beschäftigung

Was verursacht größeres Arbeitsangebot?

  • Arbeitskräfteüberschuss
  • Druch auf die Löhne
  • fallende Löhne, und damit wird es profitabel mehr Arbeitnehmer einzustellen
  • fallende Grenzproduktivität der Arbeit
  • niedriges Wertgrenzprodukt
  • Entstehung eines neuen Gleichgewichts

Verschiebung Arbeitsnachfragekurve?

  • Zunahme Arbeitsnachfrage erhöht Lohnsatz und die Beschäftigung nimmt zu

Was verursacht steigende Nachfrage nach Arbeit? (bsp. durch Produktivitätsnachfrage)

  • steigendes Wertgrenzprodukt
  • macht es profitabel, mehr Arbeitnehmer einzustellen
  • bewirkt ein Steigen der Löhne
  • führt zu einem neuen Gleichgewicht

Wodurch entsteht Arbeitslosigkeit?

  • Wenn Mindestlöhne über dem Gleichgewichtslohn liegen

Mikroökonomie allgemein?

  • interessiert sich dafür, wie Haushalte und Unternehmen Entscheidungen treffen und wie sie miteinander auf Märkten interagieren 

Makroökonomie allgemein?

  • analysiert die Volkswirtschaft als Ganzes
  • Ziel ist die Erklärung von wirtschaftlichen Veränderungen, die Haushalte und Unternehmen gleichzeitig betreffen
  • 3 Variablen im Fokus der Makroökonomie
    • Produktion, gemessen in der Wirtschaftleistung des Landes und der Wachstumsrate
    • Arbeitslosenquote, arbeitsuchende Erwerbspersonen
    • Inflationsrate, Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus aller Güter im Zeitverlauf 

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR)?

  • erfasst aggregierte Wirtschaftsaktivität 

BIP?

  • Maß für die gesamtwirtschaftliche Produktion in einem bestimmten Zeitraum
  • drei Wege zur Bestimmung des BIP
    1. Entstehungsseite
      • Die Summe aller Mehrwerte bzw. die gesamte Wertschöpfung aller Waren und Dienstleistungen für den Endverbrauch
    2. Verwendungsseite
      • Wert aller Ausgaben (gesamtwirtschaftliche Nachfrage)
    3. Verteilungsseite
      • Summe aller in einem bestimmten Zeitraum erzielten Einkommen 

BIP - Entstehung, Verwendung, Verteilung? Grafik

siehe Grafik

BIP - Unterteilung?

  1. Entstehung
    • Industrie und Gewerbe
    • Dienstleistungen
    • Gütersteuern – Gütersubventionen
  2. Verwendung
    • Privater Konsum
    • Staatskonsum
    • Investitionen
    • Ausfuhr
    • Einfuhr
  3. Verteilung
    • Arbeitnehmer
    • Unternehmer und Vermögen
    • (Abgrenzungen, z.B. indirekte Steuern) 

BIP - Bestandteile?

  • Y = C + I + G + NX
  • Das BIP (Y) enthält, von der Verwendung her betrachtet, folgende Komponenten
    • Konsum/Privater Verbrauch (Consumption, C)
    • Staatsausgaben (Government Purchases, G)
    • Investitionen (I)
    • Nettoexporte (NX)
  • Nettoexporte = Exporte minus Importe. Exporte werden im Inland hergestellt. Importe werden im Ausland hergestellt, sind aber in C + I + G enthalten 

Produktion pro Kopf?

  • BIP / Bevölkerungszahl
  • Messung der Entwicklung des Landes durch Produktion pro Kopf
  • nicht durch das absolute Produktionsniveau des Landes, da ein Vergleich zwischen Ländern mit unterschiedlicher Bevölkerungzahl den Bevölkerungsunterschieden Rechnung tragen muss 

Produktivität und Wachstum?

  • Der Lebensstandard, gemessen am realen BIP pro Kopf der Bevölkerung, ist bestimmt durch die Produktivität
  • Die Produktivität ist die Menge der pro Arbeitsstunde hergestellten Waren und Dienstleistungen
  • Internationale Unterschiede im Lebensstandard sind Spiegelbild unterschiedlicher Produktivität 

Wachstumsraten und Wirtschaftsentwicklung?

  • Relativ geringe Wachstumsraten haben langfristig große Auswirkungen auf den Lebensstandard
  • Wachstumsrate des Pro-Kopf-BIP von 2 % verdoppelt Lebensstandard in ca. 36 Jahren
  • Eine Wachstumsrate von 3 % verdreifacht den Lebensstandard in ca. 36 Jahren 

Wovon hängt Produktivität ab?

  • Die Produktivität hängt ab von der Art und Menge der Produktionsfaktoren, die dem Arbeitnehmer zur Verfügung stehen
  • Produktionsfaktoren sind
    • Realkapital
    • Humankapital
    • natürliche Ressourcen
    • technologisches Wissen 

Aggregierte Produktionsfunktion?

  • Die aggregierte Produktionsfunktion stellt eine Beziehung zwischen der aggregierten Produktion und den Inputfaktoren dar
  • Die Funktion F hängt vom technischen Wissen ab
  • Je größer das technische Wissen, desto größer Y=F(K,N) für ein gegebenes K und ein gegebenes N
    • Y = F(K,N)
    • Y = aggregierte Produktion
    • K = Kapital – der Wert sämtlicher Maschinen und Bürogebäude einer Ökonomie
    • N = Arbeit – die Anzahl der Beschäftigen in einer Volkswirtschaft
  • Die aggregierte Produktionsfunktion F gibt an, wie viel bei gegebener Menge an Kapital und Arbeit produziert wird 

Skalen- und Faktorerträge?

  • Konstante Skalenerträge: Werden alle Inputfaktoren – also die Menge an Kapital und Arbeit – verdoppelt, dann wird sich auch die Produktion verdoppeln
    • 2Y = F(2K,2N)
  • Allgemeiner gilt für jede Zahl x:
    • xY  F(xK,xN)
  • Bei konstanten Skalenerträgen weist jeder Faktor abnehmende Grenzerträge auf, wenn man den anderen Faktor konstant lässt
    • Je größer der Kapitalstock, desto geringer ist der Produktionszuwachs durch eine zusätzliche Einheit Kapital
    • Je höher das Beschäftigungsniveau, desto geringer ist der Produktionszuwachs durch einen zusätzlichen Beschäftigten 

Kapitalintensität und Produktion je Beschäftigten?

  • Wegen der konstanten Skalenerträge lässt sich die aggregierte Produktionsfunktion als einfache Beziehung zwischen Produktion je Beschäftigten und Kapital je Beschäftigten umformulieren
    • Y/N steht dabei für die Produktion je Beschäftigten
    • K/N bezeichnet man als Kapitalintensität (die Menge des eingesetzten Kapitals je Beschäftigten)
    • Steigt die Kapitalintensität, so steigt auch die Produktion je Beschäftigten
    • Y / N = F (K / N, N / N) = F (K / N, 1) 

Kapitalintensität und Produktion je Beschäftigten?

  • Produktion und Kapital je Beschäftigten
  • Vergrößerungen der Kapitalintensität führen zu immer kleineren Produktionszuwächsen
  • Ein Anstieg der Kapitalintensität, K/N, führt zu einer Bewegung entlang der Produktionsfunktion. 

Dimensionen technischer Fortschritt?

  • Mehr Produktion bei gegebenem Kapital und Arbeit
  • Bessere Produkte
  • Neue Produkte
  • Eine größere Produktvielfalt 

Gründe für international unterschiedliches Wirtschaftwachstum?

  • Regierungen haben einen wesentlichen Einfluss
    • auf gesamtwirtschaftliche Produktivität
    • auf das Wirtschaftswachstum
  • Regierungen können Produktivität und Wirtschaftswachstum fördern durch
    • Förderung von Investitionen aus dem Ausland
    • Förderung von Bildung und Ausbildung
    • Schaffung sicherer Eigentumsrechte und politischer Stabilität
    • Förderung von Freihandel
    • Förderung von Forschung und Entwicklung 

Abnehmende Grenzerträge?

  1. Wenn die Volkswirtschaft einen geringen Realkapitalbestand aufweist, dann führt ein zusätzlicher Kapitaleinsatz zu einem starken Produktionsanstieg
  2. Wenn die Volkswirtschaft einen hohen Realkapitalbestand aufweist, dann führt ein zusätzlicher Kapitaleinsatz nur zu einem geringen Produktionsanstieg

Catch-Up-Effekt?

  • Aus den abnehmenden Grenzerträgen ergibt sich der Catch-up-Effekt. Bei niedrigem Kapitalbestand pro Arbeitskraft ist die Produktivität des zusätzlich investierten Kapitals relativ hoch
  • Dies erklärt beispielsweise, warum die Wachstumsrate in Industrieländern regelmäßig geringer sind als in Emerging Markets

Wirtschaftliches Aufholen ist einfacher als überholen. Wieso und wir funktioniert dieses Wachstum?

  • Entwicklungsländer kopieren gerne erfolgreiche Industrieländer
    • Kaufen die neueste Technologie und imitieren erfolgreiche Produkte
    • Haben die Option to wait and learn; nur das beste wird übernommen, Fehlentwicklungen vermieden
    • neueste Infrastruktur
  • Wie funktioniert das Wachstum?
    • Arbeitskräfte verlassen die Landwirtschaft und werden in der ständig wachsenden Industrieproduktion eingesetzt
      • Hohe Produktivitätssteigerung
      • Zunehmende Spezialisierung
      • Zunächst steigende Economies of Scale 

Hürden des Wirtschaftswachstums / Wachstum eines Emergin Markets?

  • Das Wachstum eines Emerging Markets verlangsamt sich fortlaufend weil
    • Pool an „billigen Arbeitskräfte“ aus dem Landwirtschaftsektor ausgebeutet
  • Wachstum durch kopieren nicht mehr möglich; Land muss sich selbst neu erfinden
    • Produktivitätszuwächse immer schwieriger, auch weil Produktivitätszuwachs im steigenden Servicesektor schwierig ist... Haarschnitt bleibt Haarschnitt
  • Empirisch ist Durchschnittseinkommen von gut 16.500 USD Schwellenwert für niedrigeres Wachstum in der Zukunft
    • Rate fällt von vorher 5,6% auf dann ca. 2,1% 

Ausweg Wachstum in hochproduktiven Servicebereichen?

  • Entwicklungsländer haben in der Vergangenheit auch versucht, direkt ohne große Umwege über eine starke Industriegesellschaft direkt in eine hoch produktive Servicegesellschaft hineinzuwachsen
    • Indien ist stark engagiert in
      • Software
      • Prozess Management
      • Call Center
    • Vorteile dieses Wachstums
      • Tendenzielle hohe Produktivität
      • Wenig Umweltbelastung
      • Förderung der Arbeitsaufnahme von Frauen 

Sparen, investieren und technischer Fortschritt?

  • Durch vermehrte Spar- und Investitionstätigkeit kann die Produktivität in der Zukunft gesteigert werden
  • Wird heute mehr gespart, werden mehr Kapitalgüter hergestellt
  • Der zukünftige Kapitalstock wächst und kann zur Produktion einer größeren Menge von Waren und Dienstleistungen genutzt werden
  • Der abnehmende Grenzertrag des Kapitals bedeutet, dass höhere Spar- und Investitionstätigkeit die Wachstumsrate nur vorübergehend steigen lässt
  • Langfristig steigen durch eine höhere Ersparnis Produktivität und Einkommen, jedoch nicht die Wachstumsrate
  • Dauerhaftes Wachstum ist nicht möglich ohne ständigen technischen Fortschritt. Langfristig wird die Volkswirtschaft, welche die höchste Rate des technischen Fortschritts aufweist, alle anderen überholen 

Étudier