Mikro- und Makroökonomie

Mikro- und Makroökonomie

Mikro- und Makroökonomie


Matthias Kielar
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Mikro- und Makroökonomie auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Themen wie Preisbildung, Nachfrage und Angebot, Produktionskosten, Marktmechanismen und die Rolle von Unternehmen. Die Karteikarten analysieren auch die Auswirkungen von technischem Fortschritt, Arbeitslosigkeit und Konjunkturschwankungen. Sie eignen sich für Studierende und Wirtschaftsinteressierte, die ein tiefes Verständnis der ökonomischen Zusammenhänge erlangen möchten.
Karten
172
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.06.2014 / 31.12.2014

Cartes-fiches

Nachfrage nimmt zu - Angebot nimmt ab?

  • Preis steigt
  • Menge ?

Nachfrage nimmt ab - Angebot konstant?

  • Preis fällt
  • Menge fällt

Nachfrage nimmt ab - Angebot nimmt zu?

  • Preis fällt
  • Menge ?

Nachfrage nimmt ab - Angebot nimmt ab?

  • Preis ?
  • Menge fällt

Nachfragekurve?

  • Zusammenhang zwischen Preis und nachgefragter Menge
    • Gesetz Nachfrage ⇒ steigender Preis bringt fallende Nachfragemenge
    • Nachfrage daher negative Steigung

Angebotskurve?

  • Zusammenhang zwischen Preis und angebotener Menge
  • Nach Gesetz Angebot ⇒ steigender Preis bringt zunehmende Angebotsmenge
    • Angebotskurve daher positive Steigung

Elastizität der Nachfrage?

  • Veränderung der Nachfragemenge, wenn sich Preis eines Guts erhöht
  • Definition Preiselastizität der Nachfrage
    • prozentuale Mengenänderung der Nachfrage bei einer Änderung des Preises um einen Prozent

Wovon ist Nachfrageelastizität abhängig?

  • Existenz von engen Subsituten
  • Einschätzung als Luxusgut oder lebensnotwendiges Gut
  • Separierung der Märkte durch Transaktionskosten
  • Zeithorizont (keine Zeit nach Angeboten zu suchen)

Berechnung Preiselastizität der Nachfrage? +  Beispiel

prozentuale Änderung der nachgefragten Menge / prozentuale Preisänderung

  • absoluter Wert
  • Bsp: Mengenrückgang um 20% bei Preisanstieg um 10%  bedeutet Preiselastizität der Nachfrage von 2

Vollkommen unelastische Nachfrage?

  • Preiselastizität = 0
  • Eine Erhöhung des Preises verändert die nachgefragte Menge nicht

Einheitselastizität der Nachfrage?

  • Preiselastizität = 1
  • Anstieg des Preises prozentual gleich wie  Abnahme der Nachfrage

Elastische Nachfrage?

  • Preiselastizität > 1
  • Anstieg Preis prozentual geringer als Abnahme der Nachfrage welche prozentual höher ist

Vollkommen elastische Nachfrage?

  • Preiselastizität ⇒ ºº
  1. Preis größer 4€ ⇒ Menge = 0
  2. Preis genau 4€ ⇒ Verbrauen kaufen beliebig große Menge
  3. Press kleiner 4€ ⇒ nachgefragte Menge unendlich groß

Einkommenselastizität der Nachfrage?

  • Veränderung Nachfrage aufgrund von Einkommensveränderungen
  • Bei Gütern, welche die Konsumenten als notwendig betrachten, wird die Nachfrage eher einkommensunelastisch sein
    • z.B. Nahrungsmittel, Heizung, Kleider, medizinische Versorgung
  • Bei Gütern, welche die Konsumenten als Luxusgüter ansehen, wird die Nachfrage eher einkommenselastisch sein
    • z.B. Sportwagen, Pelze, teure Nahrungsmittel

Berechnung Einkommenselastizität der Nachfrage?

Prozentuale Nachfrageänderung / prozentuale Einkommensänderung

Elastizität des Angebots?

  • Reaktion Angebotsmenge auf Preisveränderungen
  • Prozentuale Mengenänderung des Angebots bei einer Änderung des Preises um einen Prozent
  • Auskunft, um welchen Faktor sich die Angebotsmenge bei einer einprozentigen Erhöhung des Preises ändert

Bestimmungsgrößen der Angebotselastizität?

  • Fähigkeit der Verkäufer, den Bestand an Gütern zu erhöhen (z.B. durch Neuproduktion)
    • Angebot an Land unelastisch
    • Angebot an Büchern, Autos (industriell hergestellten Güter allgemein) ist elastisch
  • Zeitperiode
    • Angebot wird elastischer, je länger die Zeitperiode ist

Berechnung der Preiselastizität des Angebots?

prozentuale Angebotsänderung / prozentuale Preisänderung

Vollkommen unelastisches Angebot?

  • Preiselastizität = 0
  • Preiserhöhung verändert die Angebotsmenge nicht

Unelastisches Angebot?

  • Preiselastizität < 1
  • Preiserhöhung prozentual höher als Anstieg des Angebots welche prozentual niedriger ist

Einheitselastisches Angebot?

  • Preiselastizität = 1
  • Preisanstieg prozentual gleichhoch wie Zunahme des Angebots

Elastisches Angebot?

  • Preiselastizität > 1
  • Preisanstieg prozentual geringer als Erhöhung des Angebots welche prozentual höher ist

Vollkommen elastisches Angebot?

  • Preiselastizität ⇒ ºº
  • Preis größer 4€ ⇒ Angebot unendlich groß
  • Preis genau 4€ ⇒ Angebot beliebig groß
  • Preis kleiner 4€ ⇒ Angebot gleich 0

Konsumentenrente?

  • Zahlungsbereitschaft ist der Höchstbetrag, den ein Käufer für ein Gut zu zahlen bereit ist
  • Messung, welchen Wert ein Käufer einem Gut beimisst
  • Konsumentenrente ist gleich der Zahlungsbereitschaft des Käufers (dem persönlichen Höchstpreis) subtrahiert dem tatsächlich bezahlten Preis

Messung der Konsumentenrente mit der Nachfragekurve?

  • Fläche unter der Nachfragekurve und über dem Preis ist gleich der Konsumentenrente, die in einem Markt entsteht
  • Konsumenten entspricht dem Betrag, den die Käufer zu zahlen gewillt gewesen wären, abzüglich dem Betrag, den sie bezahlt haben
  • Misst den Nutzen, den die Käufer nach ihrer eigenen Einschätzung erhalten

Produzentenrente?

  • Verkaufspreis minus Produktionskosten
  • Misst den Nutzen eines Verkäufers aus einer Teilnahme am Marktgeschehen
  • Fläche unter dem Preis und über der Angebotskurve entspricht der Produzentenrente

Konsumentenrente und Produzentenrente im Marktgleichgewicht?

  • Konsumentenrente oberhalb Gleichgewichtspreis
  • Produzentenrente unterhalb Gleichgewichtspreis

Markteffizienz?

  • Drei Erkenntnisse über Marktergebnisse
    • Freie Märkte teilen das Güterangebot jenen Käufern zu, die es gemessen an der Zahlungsbereitschaft am höchsten bewerten
    • Freie Märkte teilen die Güternachfrage jene Verkäufer zu, welche die Güter zu den geringsten Kosten produzieren können
    • Freie Märkte führen zur Produktion jener Gütermenge, die mit einem Maximum an Produzenten- und Konsumentenrente verbunden ist
  • Marktgleichgewichte entsprechen einer effizienten Allokation von Ressourcen

Produktionskosten nach dem Gesetz des Angebots?

  • Unternehmen produzieren und verkaufen bei steigenden Preisen mehr
  • bedeutet dies, dass die Angebotskurve positiv geneigt ist
  • Ziel des Unternehmens ⇒ Profite maximieren

Gesamterlös?

  • Geldbetrag, den eine Unternehmung für den Verkauf ihrer Produkte erhält (Umsatz)

Gesamtkosten?

  • Marktwert der Inputs, die ein Unternehmen für die Produktion verwendet hat

Gewinn?

  • Gesamterlös minus Gesamtkosten

Kosten als Opportunitätskosten?

  • Produktionskosten eines Unternehmens entsprechen allen Opportunitätskosten, die bei der Produktion seines Outputs anfallen
  • Explizite und implizite Kosten
  • Kosten eines Unternehmens können explizit in Erscheinung treten oder implizit vorhanden sein
    • Explizite Kosten verursachen Ausgaben für Inputs, auch Zinskosten, sind zahlungswirksam
    • Implizite Kosten verursachen keine direkten Zahlungen (Kosten für Eigenkapital; Opportunitätskosten)

WIrtschaftlicher Gewinn und buchhalterischer Gewinn?

  • Ökonomen messen den wirtschaftlichen Gewinn eines Unternehmens
    • Gesamterlös minus gesamte Opportunitätskosten der Produktion
  • Opportunitätskosten beeinhalten sowohl explizite wie implizite Kosten
  • Buchhalterische Gewinne bestehen dagegen aus dem Gesamterlös minus den expliziten Kosten, Konzentration auf Zahlungsströme
  • Entsprechend ist der wirtschaftliche Gewinn kleiner als der buchhalterische

Wie ein Ökonom eine Unternehmung betrachtet?

  • Erlös = Wirtschaftlicher Gewinn - Implizite Kosten - Explizite Kosten
  • Gesamte Opportunitätskosten = Implizite Kosten + Explizite Kosten

Wie ein Buchhalter eine Unternehmung betrachtet?

  • Erlöse = Buchhalterischer Gewinn - Explizite Kosten

Produktionsfunktion - Grenzprodukt? + Beispiel

  • zusätzlicher Output, den man durch eien zusätzlichen Einsatz einer Einheit eines Inputfaktors erzielt
  • Produktionsfunktion hat Eigenschaft, dass das Grenzprodukt abnimmt
  • abnehmendes Grenzprodukt = zusätzliche Einheiten eines Inputsfaktors produzieren immer weniger zusätzlichen Output
  • Beispiel: Wenn zusätzliche Arbeitnehmer eingestellt werden, dann sinkt iher Produktivität, weil der Bestand an Machinen und Ausrüstungsgegenständen beschränkt ist

Produktionsfunktion - fallendes Grenzprodukt?

  • Neigung der Produktionsfunktion misst das Grenzprodukt eines Inputfaktors, wie beispielsweise Arbeit
  • Grenzprodukt fällt, dann wird die Produktionsfunktion flacher

Von der Produktionsfunktion zur Gesamtkostenkurve?

  • Produktionsfunktion und Gesamtkostenkurve sind eng verknüpft
  • fallendes Grenzprodukt bedeutet, dass die Produktionskosten mit steigendem Output zunehmen (wenn mehr und ineffizientere Inputfaktoren eingesetzt werden)
  • Gesamtkostenkurve zeigt diesen Zusammenhang zwischen der Produktionsmenge und den Gesamtkosten, steigt an wegen dem abenehmenden Grenzprodukt

Verschiedene Arten von Kosten?

  • Fixe Kosten ⇒ ändern sich nicht mit Produktionsmenge
  • Variable Kosten ⇒ ändern sich mit Produktionsmenge

Lernen