Mikro- und Makroökonomie
Mikro- und Makroökonomie
Mikro- und Makroökonomie
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Matthias Kielar
Matthias Kielar
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Mikro- und Makroökonomie auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Themen wie Preisbildung, Nachfrage und Angebot, Produktionskosten, Marktmechanismen und die Rolle von Unternehmen. Die Karteikarten analysieren auch die Auswirkungen von technischem Fortschritt, Arbeitslosigkeit und Konjunkturschwankungen. Sie eignen sich für Studierende und Wirtschaftsinteressierte, die ein tiefes Verständnis der ökonomischen Zusammenhänge erlangen möchten.
Karten
172
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.06.2014 / 31.12.2014
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Lernkarten
Neoklassischer Kreditmarkt?
- Sparer legen auf diesem Markt ihre Ersparnisse an (Angebot an Krediten)
- Schuldner erhalten auf diesem Markt ihre Kredite (Nachfrage der Investoren nach Krediten)
- Zinssatz i ist der Preis für Kredite
Bedeutung von Sparen in der “Robinson Wirtschaft”?
- Robinson kann durch einen Bau von Werkzeugen nur dann einen Produktionsumweg zur besseren zukünftigen Deckung seines Nahrungsmittelbedarfes einschlagen, wenn er zuvor ausreichend Nahrung für die Überbrückung der Investitionsphase gespart hat. Ohne einen akkumulierten Gütervorrat (Subsistenzfond) wird er das reichlichere Ergebnis seines Produktionsumweges nicht erleben
- Durch einen existierenden Vorrat von Konsumgütern, dem Subsistenzfonds, werden erst Produktionsumwege möglich; je größer der Fonds ist, desto längere Produktionswege können eingeschlagen werden
- In unserer entwickelten und arbeitsteiligen Geldökonomie hat Subsistenz eine andere Dimension
- Knappheit an Nahrungsmitteln ist nicht charakteristisch; es existieren dauerhafte Konsumgüter, deren Kauf aufgeschoben werden kann; es gibt Spezialisierung
- Analyserahmen der Klassik ist realitätsfern; Für Robinson-Beispiel bedeutet das: Investieren und Sparen können in einer entwickelten Geldökonomie auch voneinander unabhängig sein; es passiert alles gleichzeitig! Robinson geht einfach zur Bank und nimmt einen Kredit auf und geht während der Investitionsphase „mittags essen“!!
Sparen und Investieren in einer entwickelten Geldökonomie?
- In einer entwickelten Geldökonomie werden Investitionen in Form von Kapitalgüter und Bauten produziert und nicht aus dem Subsistenzfonds gespart - unsere heutigen Industriegesellschaften können sich nur reich investieren, nicht reich sparen
- Wichtig sind die Investitionen, nicht die Ersparnis, die sich als ex post Rechengrösse darstellt
- Investitionsentscheidungen sind abhängig von den unsicheren Erwartungen der Unternehmen, nicht von der physischen Existenz eines Loanable Fund
- Nicht der akkumulierte Gütervorrat (Robinsons Fische), sondern die Fähigkeit der Wirtschaft, eine gestiegene Investitionsnachfrage aus der laufenden Produktion befriedigen zu können ist entscheidend
- Keynessche Sichtweise der Ersparnis als Residualgröße im Multiplikatorprozeß
- In einer entwickelten Geldökonomie passen sich bei einer Erhöhung der Investitionsausgaben Output und Beschäftigung bis zum Erreichen der Vollbeschäftigung/ Vollauslastung des Produktionspotentials so lange an (Multiplikatorprozeß), bis die Ersparnis dem neuen Niveau der Investitionen entspricht
Ursachen für die Unterauslastung des Produktionsfaktors Arbeit ?
- Konjunkturelle Arbeitslosigkeit als Folge mangelnder Nachfrage in Rezession
- Strukturelle Arbeitslosigkeit als Folge von Rigiditäten am Arbeitsmarkt
Formen der Arbeitslosigkeit?
- die natürliche Arbeitslosigkeit, wird auch als strukturelle Arbeitslosigkeit oder Sockelarbeitslosigkeit bezeichnet
- Natürliche Arbeitslosenquote, ist unabhängig von Konjunktur und langfristigen Wachstumstrends, Qualifikationen nicht marktfähig in dem jeweiligen Land, in der Regel Opfer Mindestlohn oder Folge technischen Fortschritts
- die zyklische Arbeitslosigkeit als Folge konjunktureller Schwankungen
Technischer Fortschritt und Arbeitslosigkeit?
- Technischer Fortschritt verschiebt die Produktionsfunktion nach oben und führt so zu einem Anstieg der Produktion je Beschäftigten für eine gegebene Kapitalintensität
- Technischer Fortschritt verringert die Zahl der Beschäftigten, die notwendig sind, um eine bestimmte Menge zu produzieren
Wirkungen Technischer Fortschritt?
- Technischer Fortschritt führt zur Produktion neuer Güter und zum Verschwinden alter Gütern
- Untersuchung in den USA
- Technischer Fortschritt ist die Ursache des starken Anstiegs der Lohnspreizung während der letzten 20 Jahre
- Löhne geringqualifizierte Arbeiter sind relativ und absolut gesunken
- Hochschulabsolventen erzielten dagegen Lohnsteigerungen um 20%
Anstieg der Lohnspreizung und Arbeitslosigkeit?
- Argumente für den stetigen Anstieg des relativen Lohns der höherqualifizierten Arbeiter sind unter anderem:
- Internationaler Handel: Unternehmen die niedrig-qualifizierte Arbeiter beschäftigen verlagern ihre Produktion häufig ins Ausland
- Führt im Inland zu struktureller Arbeitslosigkeit
- Technischer Fortschritt: Neue Maschinen und neue Produktionsmethoden erfordern besser qualifizierte Beschäftigte
- Strukturell Arbeitslose können nicht ausreichend qualifiziert werden
- Internationaler Handel: Unternehmen die niedrig-qualifizierte Arbeiter beschäftigen verlagern ihre Produktion häufig ins Ausland
Analyse von Konjunkturschwankungen?
- Wirtschaftliche Schwankungen sind unregelmäßig und nicht prognostizierbar
- Auf einen Rückgang der Produktion erfolgt regelmäßig ein Anstieg der Arbeitslosigkeit
- Die wichtigen ökonomischen Variablen schwanken gemeinsam (BIP, Konsumausgaben, Investitionsausgaben, Industrieproduktion)
- Investitionen sind volatiler als der Konsum
- Verändert sich das Einkommen, werden Konsumenten ihren Konsum nie um mehr verändern als sich ihr Einkommen verändert hat
- Investitionen hingegen können sich stärker als der aktuelle Jahresgewinn veränder
Ursachen von Konjunkturschwankungen?
- Wirtschaftliche Schwankungen sind unregelmäßig und nicht prognostizierbar
- Exogene Konjunkturtheorien
- früher: Wetterschwankungen
- Kriege, Funde von Öl, Gold, Rohstoffen
- technologische Neuerungen; Wanderungen
- Endogene Konjunkturtheorien:
- Schwankungen von Geldmenge, Krediten (Monetaristen)
- staatliche Politik, die Zyklen verstärkt statt zu dämpfen
- externe Schocks führen zu Schwankungen der Produktion
- politische Konjunkturtheorien