Mikro- und Makroökonomie
Mikro- und Makroökonomie
Mikro- und Makroökonomie
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Lernkarten
Monopolistische Konkurrenz - Freier Marktzutritt?
- Unternehmen können ohne Beschränkungen in den Markt eintreten und frei aus dem Markt ausscheiden
- die Zahl der Anbieter wird sich so lange anpassen, bis die Gewinne aus ökonomischer Sicht null sind
Das langfristige Gleichgewicht - monopolistische Konkurrenz?
- Gewinne führen zu Markteintritten
- dies erhöht die Zahl der angebotenen Produkte
- die Nachfrage nach den bereits am Markt angebotenen Produkten sinkt
- die Nachfragekurve der etablierten Unternehmen verschiebt sich nach links
- die fallende Nachfrage verringert die Gewinne dieser Unternehmungen
- Verluste führen zu Marktaustritten
- damit verringert sich die Zahl der angebotenen Produkte
- die Nachfrage nach den verbleibenden Produkten erhöht sich
- bei den verbliebenen Unternehmungen verschiebt sich die Nachfragekurve nach rechts
- die Gewinne dieser Unternehmungen steigen
- Unternehmen werden in den Markt eintreten bzw. austreten, bis die Gewinne aus ökonomischer Sich null sind
EIgenschaften langfristiges Gleichgewicht - monopolistische Konkurrenz?
- Zwei Eigenschaften Gleichgewicht
- Wie auf Monopolmarkt übersteigt der Preis die Grenzkosten
- Gewinnmaximieriung erfordert ⇒ Grenzerlös = Grenzkosten
- bei fallender Nachfragekurve liegt Grenzerlös unter dem Preis
- Wie einem Konkurrenzmarkt stimmt der Preis mit den Durchschnittskosten überein
- Durch freien Markt ein- und Marktaustritt sind die Gewinne auf null reduziert
- Wie auf Monopolmarkt übersteigt der Preis die Grenzkosten
Arbeitsmarktökonomik: Nachfrage nach Arbeit?
- Arbeitsmärkte werden, wie andere Märkte auch, durch Angebot und Nachfrage gelenkt
- Größte Teil der Arbeitsleistung wird nicht als Endprodukt konsumiert, sondern als Input in der Produktion anderer Güter verwendet
- Dadurch entsteht eine abgeleitete Nachfrage
Produktionsfunktion und Grenzprodukt der Arbeit?
- Produktionsfunktion zeigt Zusammenhang zwischen der Inputmenge, den eingesetzten Produktionsfaktoren und der Outputmenge
Grenzprodukt der Arbeit?
- Grenzprodukt der Arbeit beschreibt den Anstieg des Outputs, der durch den Einsatz einer zusätzlichen Arbeitseinheit entsteht
- Grenzprodukt der Arbeit = ►Q / ►L = (Q2 - Q1) / (L2 - L1)
Abnehmendes Grenzprodukt der Arbeit?
- Grenzprodukt betrachtet den Output je Arbeitseinheit - also physische Einheiten
- Grenzprodukt der Arbeit sinkt mit zunehmender Zahl der Arbeitnehmer
- jeder zusätzliche Arbeitnehmer trägt weniger als der vor ihm eingestellte zur Gesamtproduktion bei
- die Produktionsfunktion wird umso "flacher", je mehr Arbeitskräfte eingesetzt werden
- diese Eigenschaft der Produktionsfunktion wird als abnehmendes Grenzprodukt der Arbeit bezeichnet
Wertgrenzprodukt und Nachfrage nach Arbeit?
- Wertgrenzprodukt entspricht dem Wert des Outputs, den eine zusätzliche Arbeitseinheit produziert
- Wertgrenzprodukt = Grenzprodukt x Preis
- Wertgrenzprodukt sinkt mit zunehmenden Arbeitseinsatz, wei das Grenzprodukt fällt
- (der Preis bleibt bei vollständiger Konkurrenz konstant)
- Maximale Gewinne fallen an, wenn das Wertgrenzprodukt gleich dem Lohn ist
- Wertgrenzprodukt = Lohn
- Solange das Wertgrenzprodukt den Lohn übersteigt, lohnt es sich, zusätzliche Arbeitskräfte zu beschäftigen
- bei vollständiger Konkurrenz entspricht die Wertgrenzproduktkurve eines Unternehmens seiner Nachfrage nach Arbeit
Was verursacht eine Verschiebung der Nachfragekurve? (Arbeit)
- Preis des Endproduktes
- technologische Änderungen
- Angebot an anderen Produktionsfaktoren
Arbeitsangebot?
- Die Angebotskurve zeigt die Veränderung von Arbeits- und Freizeitverhalten, wenn sich die Opportunitätskosten ändern
- eine steigende Angebotskurve bedeutet, dass eine Erhöhung der Löhne Menschen dazu veranlasst, mehr Arbeit anzubieten
Was verursacht eine Verschiebung der Angebotskurve? (Arbeit)
- Änderung der Präferenzen
- Änderung bei alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten
- Einwanderung
Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt?
- Lohnsatz verändert sich so, dass Angebot und Nachfrage nach Arbeit sich die Waage halten
- Dabei entspricht der Lohnsatz dem Wertgrenzprodukt der Arbeit
- Nachfrage und Angebot an Arbeit bestimmen den Gleichgewichtslohn
- Verschiebungen von Angebot und Nachfrage verursachen Veränderungen im Gleichgewichtslohn
Verschiebung Arbeitsangebotskurve?
- Zunahme des Arbeitsangebots verringert den Lohnsatz und erhöht die Beschäftigung
Was verursacht größeres Arbeitsangebot?
- Arbeitskräfteüberschuss
- Druch auf die Löhne
- fallende Löhne, und damit wird es profitabel mehr Arbeitnehmer einzustellen
- fallende Grenzproduktivität der Arbeit
- niedriges Wertgrenzprodukt
- Entstehung eines neuen Gleichgewichts
Verschiebung Arbeitsnachfragekurve?
- Zunahme Arbeitsnachfrage erhöht Lohnsatz und die Beschäftigung nimmt zu
Was verursacht steigende Nachfrage nach Arbeit? (bsp. durch Produktivitätsnachfrage)
- steigendes Wertgrenzprodukt
- macht es profitabel, mehr Arbeitnehmer einzustellen
- bewirkt ein Steigen der Löhne
- führt zu einem neuen Gleichgewicht
Wodurch entsteht Arbeitslosigkeit?
- Wenn Mindestlöhne über dem Gleichgewichtslohn liegen
Mikroökonomie allgemein?
- interessiert sich dafür, wie Haushalte und Unternehmen Entscheidungen treffen und wie sie miteinander auf Märkten interagieren
Makroökonomie allgemein?
- analysiert die Volkswirtschaft als Ganzes
- Ziel ist die Erklärung von wirtschaftlichen Veränderungen, die Haushalte und Unternehmen gleichzeitig betreffen
- 3 Variablen im Fokus der Makroökonomie
- Produktion, gemessen in der Wirtschaftleistung des Landes und der Wachstumsrate
- Arbeitslosenquote, arbeitsuchende Erwerbspersonen
- Inflationsrate, Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus aller Güter im Zeitverlauf
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR)?
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erfasst aggregierte Wirtschaftsaktivität
BIP?
- Maß für die gesamtwirtschaftliche Produktion in einem bestimmten Zeitraum
- drei Wege zur Bestimmung des BIP
- Entstehungsseite
- Die Summe aller Mehrwerte bzw. die gesamte Wertschöpfung aller Waren und Dienstleistungen für den Endverbrauch
- Verwendungsseite
- Wert aller Ausgaben (gesamtwirtschaftliche Nachfrage)
- Verteilungsseite
- Summe aller in einem bestimmten Zeitraum erzielten Einkommen
- Entstehungsseite
BIP - Unterteilung?
- Entstehung
- Industrie und Gewerbe
- Dienstleistungen
- Gütersteuern – Gütersubventionen
- Verwendung
- Privater Konsum
- Staatskonsum
- Investitionen
- Ausfuhr
- Einfuhr
- Verteilung
- Arbeitnehmer
- Unternehmer und Vermögen
- (Abgrenzungen, z.B. indirekte Steuern)
BIP - Bestandteile?
- Y = C + I + G + NX
- Das BIP (Y) enthält, von der Verwendung her betrachtet, folgende Komponenten
- Konsum/Privater Verbrauch (Consumption, C)
- Staatsausgaben (Government Purchases, G)
- Investitionen (I)
- Nettoexporte (NX)
- Nettoexporte = Exporte minus Importe. Exporte werden im Inland hergestellt. Importe werden im Ausland hergestellt, sind aber in C + I + G enthalten
Produktion pro Kopf?
- BIP / Bevölkerungszahl
- Messung der Entwicklung des Landes durch Produktion pro Kopf
- nicht durch das absolute Produktionsniveau des Landes, da ein Vergleich zwischen Ländern mit unterschiedlicher Bevölkerungzahl den Bevölkerungsunterschieden Rechnung tragen muss
Produktivität und Wachstum?
- Der Lebensstandard, gemessen am realen BIP pro Kopf der Bevölkerung, ist bestimmt durch die Produktivität
- Die Produktivität ist die Menge der pro Arbeitsstunde hergestellten Waren und Dienstleistungen
- Internationale Unterschiede im Lebensstandard sind Spiegelbild unterschiedlicher Produktivität
Wachstumsraten und Wirtschaftsentwicklung?
- Relativ geringe Wachstumsraten haben langfristig große Auswirkungen auf den Lebensstandard
- Wachstumsrate des Pro-Kopf-BIP von 2 % verdoppelt Lebensstandard in ca. 36 Jahren
- Eine Wachstumsrate von 3 % verdreifacht den Lebensstandard in ca. 36 Jahren
Wovon hängt Produktivität ab?
- Die Produktivität hängt ab von der Art und Menge der Produktionsfaktoren, die dem Arbeitnehmer zur Verfügung stehen
- Produktionsfaktoren sind
- Realkapital
- Humankapital
- natürliche Ressourcen
- technologisches Wissen
Aggregierte Produktionsfunktion?
- Die aggregierte Produktionsfunktion stellt eine Beziehung zwischen der aggregierten Produktion und den Inputfaktoren dar
- Die Funktion F hängt vom technischen Wissen ab
- Je größer das technische Wissen, desto größer Y=F(K,N) für ein gegebenes K und ein gegebenes N
- Y = F(K,N)
- Y = aggregierte Produktion
- K = Kapital – der Wert sämtlicher Maschinen und Bürogebäude einer Ökonomie
- N = Arbeit – die Anzahl der Beschäftigen in einer Volkswirtschaft
- Die aggregierte Produktionsfunktion F gibt an, wie viel bei gegebener Menge an Kapital und Arbeit produziert wird
Skalen- und Faktorerträge?
- Konstante Skalenerträge: Werden alle Inputfaktoren – also die Menge an Kapital und Arbeit – verdoppelt, dann wird sich auch die Produktion verdoppeln
- 2Y = F(2K,2N)
- Allgemeiner gilt für jede Zahl x:
- xY F(xK,xN)
- Bei konstanten Skalenerträgen weist jeder Faktor abnehmende Grenzerträge auf, wenn man den anderen Faktor konstant lässt
- Je größer der Kapitalstock, desto geringer ist der Produktionszuwachs durch eine zusätzliche Einheit Kapital
- Je höher das Beschäftigungsniveau, desto geringer ist der Produktionszuwachs durch einen zusätzlichen Beschäftigten
Kapitalintensität und Produktion je Beschäftigten?
- Wegen der konstanten Skalenerträge lässt sich die aggregierte Produktionsfunktion als einfache Beziehung zwischen Produktion je Beschäftigten und Kapital je Beschäftigten umformulieren
- Y/N steht dabei für die Produktion je Beschäftigten
- K/N bezeichnet man als Kapitalintensität (die Menge des eingesetzten Kapitals je Beschäftigten)
- Steigt die Kapitalintensität, so steigt auch die Produktion je Beschäftigten
- Y / N = F (K / N, N / N) = F (K / N, 1)
Kapitalintensität und Produktion je Beschäftigten?
- Produktion und Kapital je Beschäftigten
- Vergrößerungen der Kapitalintensität führen zu immer kleineren Produktionszuwächsen
- Ein Anstieg der Kapitalintensität, K/N, führt zu einer Bewegung entlang der Produktionsfunktion.
Dimensionen technischer Fortschritt?
- Mehr Produktion bei gegebenem Kapital und Arbeit
- Bessere Produkte
- Neue Produkte
- Eine größere Produktvielfalt
Gründe für international unterschiedliches Wirtschaftwachstum?
- Regierungen haben einen wesentlichen Einfluss
- auf gesamtwirtschaftliche Produktivität
- auf das Wirtschaftswachstum
- Regierungen können Produktivität und Wirtschaftswachstum fördern durch
- Förderung von Investitionen aus dem Ausland
- Förderung von Bildung und Ausbildung
- Schaffung sicherer Eigentumsrechte und politischer Stabilität
- Förderung von Freihandel
- Förderung von Forschung und Entwicklung
Abnehmende Grenzerträge?
- Wenn die Volkswirtschaft einen geringen Realkapitalbestand aufweist, dann führt ein zusätzlicher Kapitaleinsatz zu einem starken Produktionsanstieg
- Wenn die Volkswirtschaft einen hohen Realkapitalbestand aufweist, dann führt ein zusätzlicher Kapitaleinsatz nur zu einem geringen Produktionsanstieg
Catch-Up-Effekt?
- Aus den abnehmenden Grenzerträgen ergibt sich der Catch-up-Effekt. Bei niedrigem Kapitalbestand pro Arbeitskraft ist die Produktivität des zusätzlich investierten Kapitals relativ hoch
- Dies erklärt beispielsweise, warum die Wachstumsrate in Industrieländern regelmäßig geringer sind als in Emerging Markets
Wirtschaftliches Aufholen ist einfacher als überholen. Wieso und wir funktioniert dieses Wachstum?
- Entwicklungsländer kopieren gerne erfolgreiche Industrieländer
- Kaufen die neueste Technologie und imitieren erfolgreiche Produkte
- Haben die Option to wait and learn; nur das beste wird übernommen, Fehlentwicklungen vermieden
- neueste Infrastruktur
- Wie funktioniert das Wachstum?
- Arbeitskräfte verlassen die Landwirtschaft und werden in der ständig wachsenden Industrieproduktion eingesetzt
- Hohe Produktivitätssteigerung
- Zunehmende Spezialisierung
- Zunächst steigende Economies of Scale
- Arbeitskräfte verlassen die Landwirtschaft und werden in der ständig wachsenden Industrieproduktion eingesetzt
Hürden des Wirtschaftswachstums / Wachstum eines Emergin Markets?
- Das Wachstum eines Emerging Markets verlangsamt sich fortlaufend weil
- Pool an „billigen Arbeitskräfte“ aus dem Landwirtschaftsektor ausgebeutet
- Wachstum durch kopieren nicht mehr möglich; Land muss sich selbst neu erfinden
- Produktivitätszuwächse immer schwieriger, auch weil Produktivitätszuwachs im steigenden Servicesektor schwierig ist... Haarschnitt bleibt Haarschnitt
- Empirisch ist Durchschnittseinkommen von gut 16.500 USD Schwellenwert für niedrigeres Wachstum in der Zukunft
- Rate fällt von vorher 5,6% auf dann ca. 2,1%
Ausweg Wachstum in hochproduktiven Servicebereichen?
- Entwicklungsländer haben in der Vergangenheit auch versucht, direkt ohne große Umwege über eine starke Industriegesellschaft direkt in eine hoch produktive Servicegesellschaft hineinzuwachsen
- Indien ist stark engagiert in
- Software
- Prozess Management
- Call Center
- Vorteile dieses Wachstums
- Tendenzielle hohe Produktivität
- Wenig Umweltbelastung
- Förderung der Arbeitsaufnahme von Frauen
- Indien ist stark engagiert in
Sparen, investieren und technischer Fortschritt?
- Durch vermehrte Spar- und Investitionstätigkeit kann die Produktivität in der Zukunft gesteigert werden
- Wird heute mehr gespart, werden mehr Kapitalgüter hergestellt
- Der zukünftige Kapitalstock wächst und kann zur Produktion einer größeren Menge von Waren und Dienstleistungen genutzt werden
- Der abnehmende Grenzertrag des Kapitals bedeutet, dass höhere Spar- und Investitionstätigkeit die Wachstumsrate nur vorübergehend steigen lässt
- Langfristig steigen durch eine höhere Ersparnis Produktivität und Einkommen, jedoch nicht die Wachstumsrate
- Dauerhaftes Wachstum ist nicht möglich ohne ständigen technischen Fortschritt. Langfristig wird die Volkswirtschaft, welche die höchste Rate des technischen Fortschritts aufweist, alle anderen überholen