MIK Teil 5 - 7
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Flashcards
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Marktwirtschaft ohne/ mit Externalitäten
Ohne:
- Preise lenken knappe Ressourcen in beste Verwendungsmöglichkeit
- Fazit: Preise sind ein verlässlicher Indikator für Knappheiten
Mit:
- Externe Kosten (negative externe Effekte) -> Preis sind zu niedrig -> resultierende Menge ist zu hoch
- Externe Nutzen -> Preise sind zu niedrig -> resultierende Menge ist zu niedrig
- Fazit: Preise spiegeln Knappheiten nicht korrekt wider
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Pekuniäre externe Effekte
Def und Bsp
- Wenn ein Marktteilnehmer von einem anderen Marktteilnehmer beeinflusst wird und dies sich in den Marktpreisen niederschlägt
- Wirken nicht am Markt vorbei, sondern sind Folge des Wettbewerbs auf den Märkten und haben Auswirkungen auf andere Marktteilnehmer
- Bsp
- Coiffeur profitiert von einer neuen nahen Wohnungsüberbauung -> positiver pekuniärer Effekt
- Coiffeur büsst Kunden ein, wenn in der Nähe ein neuer Coiffeursalon eröffnet wird -> negativer pekuniärer Effekt
- Preismechanismus funktioniert: Preise lenken knappe Ressourcen in die beste Verwendungsmöglichkeit
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Negative externe Effekte
Wo diese auftreten, versagt eine Marktwirtschaft zweifach
- Werden Kosten auf (rechtlich oft ungenügend geschützte) Dritte überwälzt - das Marktresultat ist nicht leistungsgerecht
- Wir das Resultat ineffizient, weil die Preise die Knappheit von Ressourcen zu wenig widerspiegeln. Mit zu niedrigen Preisen werden die knappen Ressourcen verschwenderisch eingesetzt.
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Positive externe Effekte
Wo externe Nutzen auftreten, versagt eine Marktwirtschaft zweifach
- Profitieren Trittbrettfahrer gratis von Leistungen - und wo es etwas gratis zu gewinne gibt, ist die Welt nicht leistungsgerecht
- Wird das Resultat ineffiizient. Weil für Güter mit grossen externen Nutzen kein angemessener Preis verlangt werden kann, ist ihre Produktion zu gering.
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Unterschied Internalisierung und externen Effekten
Externe Effekte
- Bestimmte Kosten bzw Nutzen liegen ausserhalb des Marktmechanismus (=extern)
Internalisierung
- Geeignete Massnahmen bewirken, dass diese Kosten bzw. Nutzen in das Entscheidungskalkül der Akteure hineingezogen werden (=intern gemacht) und damit Gegenstand des Marktmechanismus werden.
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Zwei Massnahmen zur Internalisierung von externen Kosten
- Freiwillige Internalisierung
- Verursacher berücksichtigt die externen Kosten aus eigenem Antrieb
- Er findet es unfair gegenüber der Allgemeinheit, dass er negative Externalität verursacht -> Motivation um Kosten zu übernehmen
- Molaische Überlegungen/ Moralische Appelle
- Vertragliche Internalisierung Coase-Theorem
- Wirtschaftspolitische Massnahmen
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Moralische Überlegungen und Coase-Theorem für Freiwillige Internalisierung
Moralische Überlegungen
- Verhaltensregeln und gesellschaftliche Sanktionen (Bsp. Abfallentsorgung)
- Hilfsbereitschaft (Bsp. Spenden an gemeinnützige Organisationen
- Eigentinteresse der Betroffenen
- Konsumieren von umweltfreundlichen Angeboten
- Umstieg auf ÖV
Vertragliche Internalisierung / Coase-Theorem
- Vertrag zwischen Schädiger und Geschädigtem (Bsp. Entschädigung)
- Veraussetzungen, die der Staat schaffen muss
- Klare Definition der Verfügungsrechte
- Institutionen zur Durchsetzung der Verfügungsrechte
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Def. und Fazit Coase-Theorem
- Wenn Verfügungsrechte klar definiert sind, können externe Effekte effizient durch privatwirtschaftliche Verträge internalisiert werden.
- Die Verteilung der Verfügungsrechte entscheidet über die Zahlungsrichtung
- Eine private Läsung ist möglich, eine staatliche Lösung wäre überflüssig
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Probleme/ Grenzen des Coase-Theorems
- Realität: private Lösungen klappen nicht immer
- Wesentlicher Grund: Verhandlungen verursachen Transaktionskosten
- Sind Transaktionskosten sehr hoch, scheitern die Verhandlungen -> ineffizienter Zustand bleibt
- Je höher die Anzahl Beteiligter, desto höher sind die Transaktionskosten und desto unwahrscheinlicher sind private Lösungen
-> Deshalb sind Wirtschaftspolitische Massnahmen nötig
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Wirtschaftspolitische Massnahmen -> Untergruppen
Nicht-marktrechltiche MAssnahmen (Ge-/Verbote)
Marktliche Massnahmen (Preise für Umweltgüter)
- Umweltabgaben (Pigou-Steuer)
- Handelbare Umweltzertifikate
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Wirtschaftspolitische Massnahmen -> Gebote und Verbote
- Spielregeln für alle
- Schädigende Tätigkeit wird derart reguliert, dass sie eine bestimmte Intensität nicht überschreitet (sogar unterbleibt)
- Bsp:
- Gebot: Waldrodung nur erlaubt, wenn an vergleichbarer Lage wieder aufgegrostet wird
- Verbot: Rauchen in öffentlichen Räumen
- Probleme
- zunehmende Zahl an Umweltschäden erfordert immer mehr Bürokratie -> Sinkende Popularität des Umweltschutzes
- Starre Regelung in ein dynamisches System einbringen, was zu anderen Verzerrungen führen kann
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Wirtschaftpolitische Massnahmen -> Umweltabgaben
Abgaben für die Benutzung von Umweltgütern
Bsp:
- Abfallsackgebühren
- Abgaben auf flüchtige organische Verbindungen
- CO2-Abgabe
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Wirschaftpolitische Massnahmen -> Pigou-Steuer (Grundidee, Def, Fazit)
- Eine Steuer zur Korrektur negativer externer Effekt. Entspricht der Höhe der externen Kosten
- Externe Kosten werden den Verursachern angelastet -> Verursacherprinzip
- Lieber Preise als Regulierungen
- Statisch
- Effizienter Lösung -> Höhere Nationale Wohlfahrt
- Geringere Eingriffsintensität als Gebote und Verbote
- Statisch
Fazit
- Je höher die Steuer desto weniger Umweltverschmutzung -> aber mit hinreichen hohen steuer könnten Unternehmen nicht mehr rentabel ist und den Markt verlässt
- = Preis für das Recht zu bestimmten Umweltverschmutzung
- Unterschied andere Steuern
- führt Allokation näher zum sozialen Optimum
- bewirken zugleich Staatseinnahmen und ökonomische Effizienz
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- Dynamisch
- Mehr Anreize im Hinblick auf Umweltinnovationen
- Dynamisch
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Wirtschaftspolitische Massnahmen -> Handelbare Umweltzertifikate
- Freiwillige (entgeltliche) Übertragung des Rechts auf Umweltverschmutzung von einem Akteur auf einen anderen Akteur
- Staat schafft neue knappe Ressource: Umweltzertifikate (Neuer Markt entsteht)
- Effiziente Allokation der Verschmutzungsrechte
- Unternehmen mit hohen Kosten der Schadstoffsenkung
- Hohe Zahlungsbereitschaft für Zertifikat -> Nachfrager
- Unternehmen mit geringen Kosten der Schadstoffsenkung
- Hohe Verkaufsbereitschaft für Zertifikate -> Anbieter
- Unternehmen mit hohen Kosten der Schadstoffsenkung
Kap 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Vergleich von Pigou-Steuer und Umweltzertifikaten