MIK Teil 5 - 7
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Flashcards
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Wirtschaftspolitische Massnahmen
- Preiskontrolle (administrierte Preise)
- Höchstpreise (price ceiling)
- Mindestpreise (price floor)
- Steuern; Subventionen
- Konsumenten
- Produzenten
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Höchstpreise
Def. und Folgen
- Gesetzlicher Höchstpreis, zu dem ein Gut verkauft werden darf
- Wird eingeführt, wenn Politiker/ Wähler glauben, der Marktgleichgewichtspreis sei für die Konsumenten unfair
- Höchstpreis ist bindend und damit wirksam, wenn er unter dem Gleichgewichtspreis liegt.
- Preis und Menge sinken
- Nachfrageüberschuss
- Umgang mit dem Ergebnis
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Mindestpreis Def. und Folgen
- Ein gesetzlicher Mindestpreis, zu dem Gut verkauft werden kann
- Wird eingeführt, wenn der Marktgleichgewichtspreis für die Produzenten unfair ist.
- Mindestpreis ist binden und damit wirksam, wenn er über dem Gleichgewichtspreis liegt.
- Preis steigt
- Menge sinkt
- Angebotsüberschuss
- Umgang mit dem Ergebnis
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Fazit
- Je grösser die Elastizitäten von Angebot und Nachfrage und je grösser der Abstand zwischen administriertem Preis und Gleihgewichtspreis, desto grösser der Nettowohlfahrtsverlust
- Die Rentenwirkung für die offensichtlich benachteiligte Marktseite ist immer negativ. Die Rentenwirkung für die durch die Preisvorgabe eigentlich bevorzugte Marktseite kann dann ebenfalls negativ ausfallen, wenn die Elastizität entsprechen ungeünstig ausfällt.
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Steuern -> Konsumenten
Def.
Zwangsabgaben ohne Anspruch auf eine spezielle Gegenleistung
- Einkommens- und Vermögenssteuer
- Mehrwertsteuer
- Gewinn- und Kapitalsteuer
- Erbschafts- und Schenkungssteuer
- Lotteriegewinnsteuer
- usw.
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Wie beeinflusst die Besteuerung den Wettbewerbsmarkt?
- Verschiebung der Nachfrage nach unten um 2 CHF
- Preis aus Sicht der Produzenten sinkt
- Preis aus Sicht der Konsumenten steigt
- Menge sinkt
- Aufteilung der Steuerlast
Besteuerung der Verkäufer -> Steuer trifft das Angebot an Eiscreme -> Angebotskurve verschiebt sich nach oben
Besteuerung der Käufer -> Steuer trifft die Nachfrage nach Eiscreme (Nachfrage sinkt) -> Nachfragekurve verschiebt sich nach links.
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Steuer -> Höhere Last für die Verkäufer
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Fazit Steuerlast und Elastizitäten
- Steuerlast trifft jene Seite des Marktes schwerer, die weniger elastisch ist.
- Elastizität misst die Bereitschaft bzw. die Fähigkeit von Anbietern und Nachfragern, bei einer Verschlechterung der Konditionen (insb. Preise) den Markt zu 'verlassen' (d.h. die Menge zu reduzieren)
- Konsumenten bzw. Produzenten auf der weniger elastischen Marktseite können der Besteuerung grundsätzlich weniger gut ausweichen als ihre 'Kontrahenten' auf der gegenüberliegenden elastischeren Marktseite.
- Kann zu systematischen Ungerechtigkeiten führen.
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Subventionen: Def & Bsp
- Werden vom Staat gewährt, um den Konsum von einem ganz bestimmten Gut zu fördern, von dem derzeit zu wenig produziert wird.
- Bildungswesen, Landwirtschaft, Wohnungsbau, Arbeitsmarkt
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Subventionierung der Bierproduzenten
Folgen der Subventionierung der Prod.
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Wie sind Steuern und Subventionen aus dem allokationstheoretischen Blickwinkel zu bewerten?
- Konzept von Angebot und Nachfrage Kap 4
- Elastizitätenkonzept Kap 5
- Rentenkonzept Kap 7
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
2 Einflussfaktoren aud die Höhe des Nettowohlfahrtsverlustes
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Neuer Rentenbestandteil: Subenventionsausgaben
Kap.6 Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Massnahmen
Gesamtfazit zu den betrachteten wirtschaftspolitische Massnahmen - Wie sind Höchst- und Mindestpreise, Steuern und Subventionen aus dem allokationstheoretischen Blickwinkel zu bewerten?
- Höchst- und Mindestpreise, Steuer und Subentionen verringern die Nationale Wohlfahrt und führen somit zu einem Nettowohlfahrtsverlust.
- Der Nettowohlfahrtsverlust ist umso grösser,
- je grösser die Elastizitäten von Angebot und Nachfrage sind
- je grösser der Abstand zwischen Gleichgewichtspreis und Höchst- /Mindestpreis ist bzw. je grösser der Steuer- bwz. Subentionskeil ist.
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Ausgangslage: KR und PR im Marktgleichgewicht (nur Inland)
Ohne Aussenhandel: Summe aus KR und PR miss die nationale Wohlfahrt
Aussenhandel:
- Was passiert mit dem Zuckerpreis, wenn die Schweiz Ex- und Import zulässt?
- Wer sind die Gewinner und Verlierer dieser Handelsöffnung?
- Was wären die Folgen von protektionistischen Massnahmen (Zölle u.a.)
Zuckerpreis Schweiz < Weltmarktpreis -> Export
Zuckerpreis Schweiz > Weltmarktpreis -> Import
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Veränderung der nationalen Wohlfahrt durch den Export
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Veränderung der Nationalen Wohlfahrt durch den Importzoll (Grafik)
- Inländische Produzenten gewinnen: Sie können eine grössere Menge absetzen
- Inländische Konsumenten verlieren: Sie müssen einen höheren Preis bezahlen
- Staat gewinnt: Staat nimmt Einnahmen ein (E grün)
- Im Saldo: Nettowohlfahrtsverlust: Flächen D und F
Fazit: Anti-Aussenhandels-Lobbyisten haben der VWL keinen guten Dienst geleistet? Oder?
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Kontingente: Importquote -> Def. und Grafik und Veränderung der NWF dadurch
- Inländische Prduzenten gewinnen: Sie können eine grössere Menge absetzen
- Inländische Konsumenten verlieren: Sie müssen einen höheren Preis zahlen
- Importeure (Lizenznehmer) gewinnen: Sie kaufen zum Weltmarktpreis ein und verkaufen zum höheren Inlandpreis ( E' und E'')
- Im Saldo Nettowohlfahrtsverlust: Flächen D und F
Fazit: Anit-Aussenhandels-Lobbyisten haben der VWL keinen guten Dienst geleistet? Oder?
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Fazit Import/ Export
- Exportland: Produzenten profitieren, Konsumenten verlieren
- Importland: Konsumenten profitieren, Produzenten verlieren
- ABER: Vorteile der Gewinner > Nachteile der Verlierer
- Im Saldo Nettowohlfahrtsgewinn -> Nationale Wohlfahrt steigt (statischer Effekt)
- Pluy Dynamische Effekte
- Steigende Vielfalt an Gütern
- Geringere Kosten durch Skaleneffekte
- Zunehmender Wettbewerb 'beflügelt'
- Produkt- und Prozessinnovationen
- Aber: Verlierer formieren sich als Anti-Aussenhandels-Lobbyisten
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Protektionismus -> Arten und Gründe
Arten:
- Zölle
- Nicht-tarifäre Handelshemmnisse
- Kontingente
- Technische Handelshemmnisse
Gründe:
- Sicherung der Beschäftigung
- Sicherstellung der Versorgung
- Schutz junger Branchen
- Schutz vor unfairem Wettbewerb
- Verschaffung eines Verhandlungsvorteils
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Fazit: Importzoll/ Importquote
- Beide erhöhen Inlandpreis eines Gutes und die Wohlfahrt der inländischen Produzenten
- Beide mindern die Wohlfahrt der inländischen Konsumenten und verursachen einen Nettowohlfahrtsverlust
- Unterschiede
- Zölle bringen Staatseinnahmen; Allgemeinheit profitiert
- Importquoten bringen Einnahmen für Lizenznehmer; Einige wenige profitieren (auch Arbeitnehmer)
- Importquoten wirken 'harmloser', sind es aber nicht (im Gegenteil)
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Def. und Bsp
Unterschiedliche nationale Regulierungen und Normen,die den Handel von Gütern verteuern und damit behindern
Cassis-de-Dijon-Prinzip
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Was ist Cassis-de-Dijon-Prinzip und wie kam es zustande?
- Prinzip, nach dem die EU-Mitgliedsländer beim Handel untereinander anerkennen, die nich EU-weit harmonisiert sind. Begriff geht auf ein Urteil des Euop. Gerichtshofs zurück.
- Detaillist wollte aus Dijon einen Likör nach D importieren. Die deutsche Monoploverwaltung verbot dies, weil der Alkoholgehalt nicht dem vom deutschen Branntweinmonpol geforderten Gehalt entsprach. Detaillist erhob Klage mit dem Argument, dass das Verbot dem Prinzip der Warenfreiheit wiederspreche, das der EG-Vertrag garantiere. Gerichtshof folgte dieser Argumentation und Likör wurde zugelassen.
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Was hat Cassis-de-Dion-Prizip bewirkt
- Subtile und technische Handelshemmnisse wurden ausgehebelt
- In Bereichen, in denen Vorschriften zwischen den Mitgliedstaaten nicht harmonisiert wurden, gilt grundsätzlich die gegenseitige Anerkennung
- Ist ein Gut in eiem EG-Land zuggelassen, so darf es in alle anderen Mitgliedstaaten exportiert werden
- Durch dieses Prinzip wurde ein grosser Schritt in Richtung Realisierung des europäischen Binnenmarktes gemacht
- Dies führte auch in der Schweiz in zunehmendem Masse zu einer Diskussion, ob dies nicht ein effektiver Weg sein könnte, mehr Wettbewerb in den Schweizer Binnenmarkt zu bringen.
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Cassis-de-Dijon-Prinzip in der Schweiz
- Seit 2010 gehört ein Grossteil der technischen Handelshemmnisse zwischen der Schweiz und der EU der Vergangenheit an.
- Seither dürfen Produkte, die in der EU bzw. im EWR rechtmässig in Verkehr gesetzt wurden, auch in der Schweiz ohne zusätzliche Kontrollen vertrieben werden.
- Bislang unterschiedliche Anforderungen etwa an die Produktesicherheit oder an die Produktinformation sollen so künftig i.d.R. den Verkauf dieser Produkte in der Schweiz nicht mehr verunmöglichen
- Wer ein in der EU zugelassenes Produkt in der Schweiz verkaufen will, muss so z.B. die Produktinformation nichtmehr in 3 Landessprachen aufführen.
- Die Regierung verspricht sich damit eine Belebung des Wettbewerbs
- Dank sinkender Importpreise soll die Hochpreisinsel Schweiz unter Druck geraten und Importe sich um rund 2 Mrd. CHF verbilligen
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Parallelimporte
- Parallelimporte patentgeschützter Güter aus der EU sind erlaubt, so dass Importeure Waren am offiziellen Vertriebskanal vorbei einführen können.
- Patentgeschützte Produkte, die mit Zustimmung des Patentinhabers im europäischen Wirtschaftsraum in Verkehr gesetzt werden, können neu ohne Zustimmung des Patentinhabers in die Schweiz eingeführt werden. Ausgenommen sind die Medikamente, wo Parallelimporte verboten bleiben.
- Laut Befürwortern der Abschaffung des Verbots von Parallelimporten senkt die Beschaffung von Waren dort, wo sie am günstigsten zu haben sind, die Preise, sorgt für mehr Wettbewerb und stützt die Kaufkraft der Konsumentinnen und Konsumenten
- Das Einsparpotenzial wurde auf rund 150 Mio. Franken pro Jahr geschätzt.
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Formen Handelsliberalisierung Def und 3Formen
Abbau von protektionistischen Schranken zwischen Ländern
Bilaterale Handelsliberalisierung
- Zollabbau umfasst zwei Länder oder Ländergruppen -> CH - EU
Regionale Handelsliberalisierung
- Zollabbau umfasst eine Gruppe von Ländern ->EU
Multilaterale Handelsliberalisierung
- Zollabbau umfasst (möglichst) alle Länder ->WTO / GATT-Runden
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Grundpfeiler der Schweizer Aussenwirtschaftspolitik
- Förderung Exporte
- Öffnung ausländischer Märkte für Schweizer Güter und Produktionsfaktoren
- Föredrung Importe
- Offenhaltung Marktzutritt ausländischer Güter zum Schweizer Markt
- Förderung internationale Arbeitsteilung
- Unterstützung des Welthandels-Integrationsprozesses (WTO)
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Die WTO - Welthandelsorganisation 3 Untergruppen
WTO
- GATT (General Agreement on Tariffs and Trade (regelt den Warenverkehr)
- GATS ( General Agreement on Tariffs and Services (regelt den Handel mit Dienstleistungen)
- TRIPS (Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights (regelt den Schutz für geistige Eigentumsrechte)
Kap. 9 Zwischenstaatlicher Handel
Die WTO - Geschichte
- 1947 -> Gründung des GATT
- 1994(? nicht 1949) -> Umbenennung von GATT in WTO
- 50-60er -> Vorrangiges Ziel: Zollabbau
- 70er -> Erweitertes Ziel: Abbaunicht-tarifärer Handelshemmnisse
- 2001 -> Begin der neunten, sogenannten Doha-Runde
- 2013 -> 159 Mitglieder
Kap. 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Externe Effekte -> Def und Arten
- Auswikrungen ökonomischen Handelns auf die Wohlfahrt eines unbeteiligten Dritten
- Kosten und Nutzen, die in der Produktion oder beim Konsum entstehen, aber am Markt vorbei wirken und deshalb nicht in den Marktpreisen berücksichtigt sind
- Schäden und Kosten werden damit auf Aussenstehende übertragen, ohne von den Verursachern abgegolten zu werden
- Nutzen werden für Aussenstehende gestiftet, ohne an die Verursacher abgegolten zu werden
- Negative externe Effekte ( Externe Kosten) und Positive externe Effekte (Externer Nutzen)
Kap. 10 Externalitäten und Umweltpolitik
Bsp. für externe Effekte
Unternehmen
- Externe Kosten
- Hässliche Bürofassaden veröden das Stadtbild
- Fabriken verschmutzen Luft, Wasser, ...
- Externe Nutzen
- Traditionelle oder biologische Landwirtschaft pflegt die Landschaft
- Schöne Architektur verschönert die Stadt
Private Haushalte
- E. K
- Kinder machen viel Lärm
- E.N.
- Gut erzogene Kinder sind eine Freude für die Gesellschaft
Konsum
- E.K
- Motorradfahrer schrecken ganze Bergtäler auf
- Skipisten verunstalten die Bergwelt
- E.N
- Wer sich impfen lässt, trägt die Krankheit nicht weiter und schützt damit auch jene, die sich nicht impfen lassen.