MiBi VL2
Infektionsepidemiologie und Pathogenese von Infektionserkrankungen
Infektionsepidemiologie und Pathogenese von Infektionserkrankungen
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Flashcards
Übertragungsweg: Sexualkontakte (Bakterien)
Gonorrhoe (Tripper): Neisseria gonorrhoeae
Syphilis (Lues): Treponema pallidum
Chlamydia trachomatis: Adnexitis, Fertilitätsverlust
Übertragungsweg: Sexualkontakte (Viren)
AIDS: HIV
Condylomata, Cervixkarzinom: HPV
Genitaler Herpes: HSV2
Übertragungsweg: Sexualkontakte (Parasiten)
Trichomoniasis: Trichomonas vaginalis
Übertragungsweg: Schwangerschaft und Geburt
Diaplazentar:
Syphilis
Toxoplasmose
Other (Listeria monocytogenes, Parvovirus B19, HIV)
Röteln
CMV
HSV
Frühsepsis: Gruppe B Streptokokken, E. coli K1, Listeria monocytogenes
Augeninfektionen: N. gonorrhoeae
Viren: Hep B, HIV, HSV
Muttermilch: FSME, Brucellen
Übertragungsweg: Blutkontakte/Nadelstichverletzung
Viren: Hep A, B und C, HIV1 und 2, Parvovirus B19, CMV
Bakterien: Syphilis, Sepsiserreger
Parasiten: Malaria
Übertragungsweg: endogene Infektionen
Harnwegsinfektion (Darmflora)
Katheterinfektion/Thrombophlebitis (Hautflora)
Wundinfektion (Hautflora)
Pneumonie bei intubierten Patienten (aszendierende Keime aus dem Darm)
Zahninfektion (Mundflora)
Sepsis bei Sigmadivertikulitis, Darmperforation (Darmflora)
Tinea corporis (Hautflora)
Otitis media (Rachenflora)
Inzidenz
Anzahl der Neuerkrankungen in einer Bevölkerungsgruppe an einer bestimmten Krankheit während einer bestimmten Zeitspanne.
Prävalenz
Anzahl der Menschen einer bestimmten Gruppe, die an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind.
Morbidität
Krankheitshäufigkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe.
Mortalität
Anzahl der Todesfälle pro Gesamtbevölkerung pro Zeit.
Letalität
Mortalität bezogen auf die Gesamtzahl der an einer Krankheit erkrankten.
Endemie
Andauernd gehäuftes Auftreten einer Krankheit in einer begrenzten Region.
Epidemie
Häufing einer Krankheit innerhalb einer Population.
Pandemie
Länder- und Kontinent-übergreifende Ausbreitung einer Krankheit.
Was steht im Infektionsschutzgesetz?
-Krankheitsverdachte, Erkrankungen und Todesfälle, die
meldepflichtig sind
-Verdacht auf Lebensmittelvergiftung bei denen eine epidemischer Zusammenhang besteht oder bei denen der Erkrankte in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung arbeitet
-Nachweis eines der aufgezählten Erreger
-übermäßige Impfreaktion
-Tollwutkranke Tiere
-allgemein eine bedrohliche Erkrankung
Pathogenitätsfaktoren
Spezifische Pathogenitätsfaktoren: Adhäsine, (Exo-)Toxine (=Aggressine), Invasine
Unspezifische Pathogenitätsfaktoren: Zellschädigung, Entzündungsauslösende Faktoren, z.B. Endotoxine (Aggressine)
Außerdem ermöglichen diese Proteine dem Bakterium oder Virus sich in die Zelle einzuschleusen (HIV, Parvovirus B19)
Bedeutung: Spez. und unspezifische Therapie, Hygiene (Übertragung), Impfung
Immunevasion (Impedine): Phagozytoseresistenz, Proteasen, Antigenvariation, "molecular mimicry"
Adhäsine
Fimbrien: Oberflächenproteine, die es einem Bakterium ermöglichen an Zielzellen zu haften (z.B. PapG und FimH)
Pili: Ermöglichen den Austausch von RNA und DNA unter den Erregern
Toxine
Extrem potent!
Es gibt:
- Enterotoxine
- Neurotoxine
- Gewebezerstörende Toxine/Enzyme
- Exotoxine (vs. Endotoxin)
- Toxoid (nicht-toxisch, aber noch immunogen -> Impfstoff)
Entfalten ihre Wirkung über
Ligandenbindung (Superantigene, Lipopolysaccharid, Tetrodotoxin)
Porenbildung (Cytotoxin K, Perfringolysin)
Oder Enzymwirkung =AB-Toxine (Endoproteasen, ADP-Ribosyltransferasen, N-Glycosidasen)
Botulinumtoxin
Botulinumtoxin A, B, E und F hemmen die Freisetzung von Acetylcholin in den synaptischen Spalt (AB Toxine) -> parasympatholytische Wirkung, schlaffe Lähmung.
Es ist das potenteste Gift.
Tetanustoxin
Tetanospasmi = Neurotoxin
Gelangt retrograd ins ZNS (5mm/h)
Bindet an die Vorderhörner im Rückenmark oder Hirnstamm
Blockiert die Freisetzung von Glycin und GABA von inhibitorischen Neuronen.