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Infektionsepidemiologie und Pathogenese von Infektionserkrankungen

Infektionsepidemiologie und Pathogenese von Infektionserkrankungen


K. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Infektionskrankheiten und ihre Übertragungswege, ideal für Medizinstudenten. Sie decken Themen wie Übertragung, Krankheitserreger, Vektoren und Prävention ab, wobei spezifische Krankheiten wie HIV, Tollwut und Zoonosen behandelt werden. Die Karteikarten helfen, die komplexen Zusammenhänge von Infektionen zu verstehen und sind besonders nützlich für die Vorbereitung auf Prüfungen im universitären Kontext.
Karten
60
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.11.2015 / 27.10.2019

Lernkarten

Übertragungsweg: Sexualkontakte (Bakterien)

Gonorrhoe (Tripper):  Neisseria gonorrhoeae

Syphilis (Lues): Treponema pallidum

Chlamydia trachomatis: Adnexitis, Fertilitätsverlust

Übertragungsweg: Sexualkontakte (Viren)

AIDS: HIV

Condylomata, Cervixkarzinom: HPV

Genitaler Herpes: HSV2

 

Übertragungsweg: Sexualkontakte (Parasiten)

Trichomoniasis: Trichomonas vaginalis

Übertragungsweg: Schwangerschaft und Geburt

Diaplazentar:
Syphilis
Toxoplasmose
Other (Listeria monocytogenes, Parvovirus B19, HIV)
Röteln
CMV
HSV

Frühsepsis: Gruppe B Streptokokken, E. coli K1, Listeria monocytogenes

Augeninfektionen: N. gonorrhoeae

Viren: Hep B, HIV, HSV

Muttermilch: FSME, Brucellen

Übertragungsweg: Blutkontakte/Nadelstichverletzung

Viren: Hep A, B und C, HIV1 und 2, Parvovirus B19, CMV

Bakterien: Syphilis, Sepsiserreger

Parasiten: Malaria

Übertragungsweg: endogene Infektionen

Harnwegsinfektion (Darmflora)
Katheterinfektion/Thrombophlebitis (Hautflora)
Wundinfektion (Hautflora)
Pneumonie bei intubierten Patienten (aszendierende Keime aus dem Darm)
Zahninfektion (Mundflora)
Sepsis bei Sigmadivertikulitis, Darmperforation (Darmflora)
Tinea corporis (Hautflora)
Otitis media (Rachenflora)

Inzidenz

Anzahl der Neuerkrankungen in einer Bevölkerungsgruppe an einer bestimmten Krankheit während einer bestimmten Zeitspanne.

Prävalenz

Anzahl der Menschen einer bestimmten Gruppe, die an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind.

Morbidität

Krankheitshäufigkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe.

Mortalität

Anzahl der Todesfälle pro Gesamtbevölkerung pro Zeit.

Letalität

Mortalität bezogen auf die Gesamtzahl der an einer Krankheit erkrankten.

Endemie

Andauernd gehäuftes Auftreten einer Krankheit in einer begrenzten Region.

Epidemie

Häufing einer Krankheit innerhalb einer Population.

Pandemie

Länder- und Kontinent-übergreifende Ausbreitung einer Krankheit.

Was steht im Infektionsschutzgesetz?

-Krankheitsverdachte, Erkrankungen und Todesfälle, die
meldepflichtig sind
-Verdacht auf Lebensmittelvergiftung bei denen eine epidemischer Zusammenhang besteht oder bei denen der Erkrankte in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung arbeitet
-Nachweis eines der aufgezählten Erreger
-übermäßige Impfreaktion
-Tollwutkranke Tiere
-allgemein eine bedrohliche Erkrankung

Pathogenitätsfaktoren

Spezifische Pathogenitätsfaktoren: Adhäsine, (Exo-)Toxine (=Aggressine), Invasine

Unspezifische Pathogenitätsfaktoren: Zellschädigung, Entzündungsauslösende Faktoren, z.B. Endotoxine (Aggressine)

Außerdem ermöglichen diese Proteine dem Bakterium oder Virus sich in die Zelle einzuschleusen (HIV, Parvovirus B19)

Bedeutung: Spez. und unspezifische Therapie, Hygiene (Übertragung), Impfung

Immunevasion (Impedine): Phagozytoseresistenz, Proteasen, Antigenvariation, "molecular mimicry"

Adhäsine

Fimbrien: Oberflächenproteine, die es einem Bakterium ermöglichen an Zielzellen zu haften (z.B. PapG und FimH)

Pili: Ermöglichen den Austausch von RNA und DNA unter den Erregern

Toxine

Extrem potent!

Es gibt:

  • Enterotoxine
  • Neurotoxine
  • Gewebezerstörende Toxine/Enzyme
  • Exotoxine (vs. Endotoxin)
  • Toxoid (nicht-toxisch, aber noch immunogen -> Impfstoff)

Entfalten ihre Wirkung über
Ligandenbindung (Superantigene, Lipopolysaccharid, Tetrodotoxin)
Porenbildung (Cytotoxin K, Perfringolysin)
Oder Enzymwirkung =AB-Toxine (Endoproteasen, ADP-Ribosyltransferasen, N-Glycosidasen)
 

Botulinumtoxin

Botulinumtoxin A, B, E und F hemmen die Freisetzung von Acetylcholin in den synaptischen Spalt (AB Toxine) -> parasympatholytische Wirkung, schlaffe Lähmung.

Es ist das potenteste Gift.

Tetanustoxin

Tetanospasmi = Neurotoxin
Gelangt retrograd ins ZNS (5mm/h)
Bindet an die Vorderhörner im Rückenmark oder Hirnstamm
Blockiert die Freisetzung von Glycin und GABA von inhibitorischen Neuronen.

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