MGMT-Basics

Fragekatalog MGMT Basics

Fragekatalog MGMT Basics


T. P.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte des Managements auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Unternehmenskrisen, Insolvenzverfahren, Liquiditätsmanagement und Risikomanagement. Sie definieren zentrale Begriffe wie Unternehmenskrise, Sanierung und Restrukturierung, erläutern die Schritte des Insolvenzverfahrens und die Aufgaben des Cash-Managements. Zudem werden Methoden wie die Balanced Scorecard und das ROI-Kennzahlensystem vorgestellt, sowie risikopolitische Gegenmaßnahmen diskutiert. Diese Karteikarten eignen sich für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die ein fundiertes Verständnis der Managementgrundlagen erwerben möchten.
Karten
143
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
06.02.2014 / 17.11.2014

Lernkarten

160) Stellen sie den Idealtypischen Prozess des Risikomanagement grafisch dar.

1. Risikoidentifikation

2. Risikobewertung

3. Risikoaggregation

4. Risikobewältigng

5. Risikoüberwachung

6. Externes Berichtswesen

162) Nennen sie vier mögliche risikopolitische Gegenmaßnahmen im Rahmen des Risikomanagement und geben sie jeweils ein Beispiel.

a) Risiken vermeiden: Ausstieg aus riskantem Geschäftsfeld

b) Risiken vermindern: Substitution fixer durch variable Kosten

c) Risiken überwälzen: Optimierung von Verträgen

d) Risiken selbst tragen: Berechnung von Kapitalkosten

164)  Nennen sie drei Vorteile und den wesentlichen Nachteil des ROI - Kennzahlensystems.

 

Vorteile:
Es enthält die bedeutendsten Kennzahlen aus allen Bereichen
Besitzt gute Frühwarneigenschaften zur Schwachstellenanalyse
Übersichtlichkeit bei Informationsoptimierung

Nachteil:
Einseitige Ausrichtung auf Rentabilitätsmaximierung (keine Kennzahlen der Sicherung der Gewinnerzielung, der Produktinnovation, der Grundlagenforschung oder der Substanzerhaltung)
 

165)  Erklären sie detailliert die Schritte zur Umsetzung einer Balanced Scorecard (BSC)

Vision identifizieren
Strategie definieren
Perspektiven und kritische Erfolgsfaktoren festlegen
Kennzahlen definieren
Scorecard auswerten
Aktivitätspläne erstellen
Management und Weiterentwicklung der Scorecard

167) Definieren Sie den Begriff Liquiditäts- bzw. Cash-Management.

Cash Management ist die optimale Liquiditätsplanung, -disposition und -kontrolle sowie die Realisierung von  konzerninternem Liquiditätsausgleich unter Aufrechterhaltung konzerninternem Liquiditätsausgleich unter Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts des Unternehmens und der Verfolgung des Rentabilitätsziels.

168) Nennen und erläutern Sie die fünf Aufgabenbereiche des Cash-Managements.

1. Prognose der zu erwartenden Zu- und Abgängean liquiden Mitteln.   2. Administration des Zahlungsverkehrs mit den Elementen:  a. Einzahlungsbeschleunigung b. Auszahlungsverzögerung c. Kostenminimierte Transaktionsdurchführung Jahresendbuchungen!!!   3. Kostenminimierte Transaktionsdurchführung   3. Zinsoptimale Anlage überschüssiger Mittel   4. Zinsoptimale Aufnahme fehlender Mittel   5 Reduzierung des Währungsrisikos 5. Reduzierung des Währungsrisikos

169) Stellen Sie den „idealtypischen Verlauf“ einer Unternehmenskrise grafisch dar.

Strategiekrise

Erfolgskrise

Liquiditätskrise

Insolvenz

170) Warum ist die Erhaltung der Zahlungsfähigkeit existenziell für ein Unternehmen?

Ist das UN nicht mehr in der Lage seinen kurzfristigen Verbindlichkeiten nachzukommen so droht die Insolvenz.

171) Definieren Sie Insolvenz.

Insolvenz ist der dauerhafter Zustand seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Gläubern nicht nach kommen zu können.

172) Welches sind die drei gleichrangigen Lösungen im Rahmen der Insolvenz? Definieren Sie diese.

1. Liquididation

Das UN wird zerschlagen bzw. liquidiert. Bestehende Werte werden veräußert und zur gemeinschaftlichen Befriedigung der Gläubiger verwendet.

2. Sanierung

Suche nach Maßnahmen um den fortbestand des UN zu sichern (Insolvenzplan). Gläubiger müssen überzeugt werden, dass diese im Falle einer Sanierung besser da stehen.

3. Sanierende Übertragung

Austausch des UN-Trägers welcher den Betrieb fortführen soll. Wird in betracht gezogen wenn eine eigenständige Sanierung nicht mehr möglich ist.

173) Was bedeutet die „quotale Befriedigung“ der Gläubiger?

Verwertung des gesamten Vermögens zur gemeinschaftlichen (anteiligen)Befriedigung aller Gläubiger.

174) Gemäß § 16 InsO bedarf es eines Eröffnungsgrundes für das Insolvenzverfahren.

Zahlungsunfähigkeit

175) Was sind die drei Eröffnungsgründe gemäß InsO?

Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung -> nicht nur vorübergehend!

176) Die Verbindlichkeiten des Unternehmens übersteigen dessen Vermögen. In welchem Fall liegt dennoch kein Insolvenzgrund vor?

Wenn das Anlagevermögen in Form von Abschreibungen irgendwann nichts mehr wert ist. Dennoch ist die Fortführung der Produktion auf Grund der stillen Reserven gesichert.

177) Worauf hin wird der Insolvenzantrag geprüft bevor ein Eröffnungsbeschluss erteilt wird?

Insolvenzgericht überprüft:

Eröffnungsgrund,§§16 ff. InsO

hinreichende Masse, § 26 InsO

178) Nennen Sie die einzelnen Schritte des eigentlichen Insolvenzverfahrens.

Eröffnungsbeschluß, §§27 ff. InsO (Insolvenzverwalter) Ernennung des Verwalters, § 27 InsO Sichtung Verwaltung und Verwertung der Masse Feststellung der Gläubiger, §§ 174 ff. InsO Erlösverteilung §§187 ff InsO Erlösverteilung, §§187 ff. InsO Aufhebung des Verfahrens, §§ 200 ff. InsO  [Restschuldbefreiung,§§286 ff. InsO]  

179) Wer sind die Beteiligten am Insolvenzverfahren?

Insolvenzgericht

Insolvenzverwalter

Insolvenzgläubiger

Absonderungsberechtigte

Massegläubiger

Treuhänder

180) Definieren Sie die einzelnen Gläubigergruppen und grenzen Sie absonderungsberechtigte und aussonderungsberechtigte Gläubiger voneinander ab.

Aussonderungsberechtigte Gläubiger, § 47 InsO 

Absonderungsberechtigte Gläubiger, § 49 InsO

181) Wie finanziert sich das Insolvenzverfahren?

Aus der Insolvenzmasse.

182) Definieren Sie die Begriffe:

a) Unternehmenskrise

b) Turnaround

c) Sanierung

d) Restrukturierung

a) Bei einer Unternehmenskrise handelt es sich um einen existenzbedrohenden Zustand der akuten Handlungsbedarf erfordert, dessen Ausgang jedoch ungewiss ist.   b) Wende eines in der Krise befindlichen Unternehmens von der Verlustzone in die Gewinnzone.   c) Kurzfristige Maßnahmen eines in der Krise befindlichen Unternehmens um die Liquidität/ das Einkommen zu sichern um den Betrieb  gewährleisten zu können.   d) Langfristige Maßnahmen um die Unternehmenskrise zu beseitigen.   

183) Grenzen Sie Sanierung und Restrukturierung voneinander ab.

Bei einer Sanierung handelt es sich um die kurzfristigen Maßnahmen um die Liquidität eines sich in der Krise befindlichen Unternehmens zu sichern während es sich bei einer Restrukturierung um die langfristen Maßnahmen handelt um das Unternehmen aus der Krise zu führen. 

184) Unterscheiden Sie zwischen exogenen und endogenen Krisenursachen und nennen Sie jeweils zwei Beispiele.

Endogene Ursachen sind Dinge die ich im Unternehmen aktiv steuern kann (Managementprobleme, ineffiziente Organisation). Exogene Ursachen (Zwischenbetriebliche Ursachen, überbetriebliche Ursachen) sind Dinge die ich im Unternehmen nicht aktiv steuern kann. (man kann aber drauf reagieren, sich drauf vorbereiten)

185)  Nennen Sie die drei Sofortmaßnahmen i. R. der Sanierung.

Kostensenkung, Ergebnisverbesserung, Liquiditätssicherung

Lernen