MGMT-Basics

Fragekatalog MGMT Basics

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T. P.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte des Managements auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Unternehmenskrisen, Insolvenzverfahren, Liquiditätsmanagement und Risikomanagement. Sie definieren zentrale Begriffe wie Unternehmenskrise, Sanierung und Restrukturierung, erläutern die Schritte des Insolvenzverfahrens und die Aufgaben des Cash-Managements. Zudem werden Methoden wie die Balanced Scorecard und das ROI-Kennzahlensystem vorgestellt, sowie risikopolitische Gegenmaßnahmen diskutiert. Diese Karteikarten eignen sich für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die ein fundiertes Verständnis der Managementgrundlagen erwerben möchten.
Flashcards
143
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
06.02.2014 / 17.11.2014

Lernkarten

1. Stellen sie den Produkt- bzw Unternehmenslebenszyklus mit seinen wesentlichen Elementen grafisch dar.

Produkt- bzw Unternehmenslebenszyklus

2. Definieren sie folgende Begriffe:

Umsatz, Gewinn, Kosten, Break Even Punkt.

Der Umsatz (Ertrag) ist die Menge eines verkauften Produktes mal dem Preis für das es angeboten wird. Absatzmenge x Nettoverkaufspreis. (U=E=m*p)

Gewinn ist der Unterschiedsbetrag zwischen Umsatz und Kosten.
In Geldeinheiten bewerteter Faktorverzehr zur Erstellung einer betrieblichen Leistung.

Der Break Even Punkt ist die Gewinnschwelle, also der Punkt an dem Kosten und Erlöse gleich groß sind und weder Gewinn noch Verlust erwirtschaftet wird. E=K / E-K=0

3.   Ergänzen sie die folgenden Grafiken. Achten sie dabei auf vollständige Achsen-Beschriftung.

 

K = Kosten / k = Stückkosten

5.  Was muss im Vorfeld der Durchführung eines Experteninterviews erfolgen?

Anbahnung des Interviews -> fachliche Vorbereitung des Interviews -> Erarbeitung eines Interviewleitfadens

6. Nennen Sie die einzelnen Schritte des Scoringverfahrens.

1. Die Erfolgskriterien müssen festgelegt werden

2. Die Gewichtung der einzelnen Kriterien muss festgelegt werden ( in Summe 1,0 oder 100% )

3. Es muss sich über das Realisierungspotential Gedanken gemacht werden ( Skala von 1 – 10 )

4. Es muss der Kriterienwert ausgerechnet werden ( Gewichtung x Realisierungspotential )

5. Die Gesamtsumme der Kriterienwerte muss ausgerechnet werden

7. Welche Kritik besteht am Scoringverfahren?

Kriterienkatalog nicht immer vollständig und praktikabel

Kriterien nicht immer unabhängig voneinander

Auswahl der Kriterien meist auf Zufallsbasis

Probleme der Skalenbewertung kommen zu tragen

Beurteilung der Kriterien erfolgt durch Experten nicht immer risikoneutral

Methode ist extrem subjektiv

8.       Definieren Sie die Begriffe

a.       Best Case Szenario

b.      Middle ( Base ) Case Szenario

c.       Worst Case Szenario

a.       Das Best Case Szenario zeigt die für das Unternehmen günstigste Entwicklung auf

b.      Das Base Case Szenario zeigt die für das Unternehmen durchschnittliche Entwicklung auf

c.       Das Worst Case Szenario zeigt die für das Unternehmen ungünstige Entwicklung auf

9.  Welchen  3 Zielen liegt die Erstellung eines Businessplans zugrunde?

1. Instrument zur Kapitalakquisition

2. Fahrplan für Gründer

3. Internes und externes Controlling

10.  Nennen Sie die 9 Elemente des Businessplans.

1. Management Summary

2. Unternehmen

3. Produkte / Anwendung und Herstellung

4. Markt & Wettbewerb

5. Marketing & Vertrieb

6. Management Organisation

7. Finanz-/Dreijahresplanung

8. Chancen & Risiken

9. Finanzbedarf

11.   Beschreiben Sie die Funktion des Management Summarys.

Wird häufig auch als „Executive Summary“bezeichnet. Hierbei wird der Inhalt des Business Plans komprimiert verdichtet. Dadurch soll erreicht werden, dass außenstehende Dritte in sehr kurzer Zeit entscheiden können ob die detaillierte Prüfung des gesamtenBusiness Plans sinnvoll ist. 

12.       Definieren Sie

a.       Einzelunternehmen

b.      GbR

c.       OHG

d.      KG

e.      GmbH

f.        AG

a.       Einzelunternehmen:  Eine Einzelperson die einer selbstständigen Tätigkeit nachgeht

b.      GbR: Gesellschaft bürgerlichen Rechts: Grundform der Personengesellschaft. Zusammenschluss von mehreren Personen zur Förderung eines gemeinsamen Zwecks.

c.       OHG: Offene Handelsgesellschaft: Eine Personengesellschaft, deren Zweck auf den Betrieb eines Handelsgewerbes unter gemeinschaftlicher Firma gerichtet ist.

d.      KG: Kommanditgesellschaft:  Eine Personenhandelsgesellschaft mit mindestens  einem Komplementär und einem Kommanditist.

e.      GmbH: Gesellschaft mit beschränkter Haftung:  Eine Kapitalgesellschaft mit mindestens einem Gesellschafter. Bei der GmbH handelt es sich um eine eigene juristische Person.

 f. AG: Aktiengesellschaft: Kapitalgesellschaft/Handelsgesellschaft und eine eigene juristische Person

13.       Bei welchen Rechtsformen handelt es sich um

a.       Personengesellschaften

b.      Körperschaften

Einzelunternehmen, GbR, OHG, KG, GmbH, AG

a.  Einzelunternehmen, GbR, OHG, KG

b.  GmbH, AG

14.  Bei welchen Rechtsformen ist eine Einlage erforderlich?
Einzelunternehmen, GbR, OHG, KG, GmbH, AG

GmbH

 AG

KG

15.  Was ist jeweils die gesetzliche Grundlage bei:
Einzelunternehmen, GbR, OHG, KG, GmbH, AG

 Einzelunternehmen:         §§ 1 – 104 BGB                  wenn als Kaufmann eingetragen auch HGB
GbR:                                     §§ 705 – 740 BGB
OHG:                                    §§ 105 – 122 HGB
KG:                                        §§ 161 – 177 HGB
GmbH:                                 GmbHG (Das Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung)
AG:                                       AktG (Aktiengesetz)

16. Wie ist jeweils die Haftung geregelt bei:
Einzelunternehmen, GbR, OHG, KG, GmbH, AG

Einzelunternehmen: Inhaber mit Betriebs- und Privatvermögen.
GbR: Alle Gesellschafter, gesamtschuldnerisch und uneingeschränkt.
OHG: Alle Gesellschafter, gesamtschuldnerisch und uneingeschränkt.
KG: Komplementär gesamtschuldnerisch und uneingeschränkt, Kommanditisten nur mit der jeweiligen Einlage.
GmbH: Betriebsvermögen und Gesellschafter in Höhe der Einlage.
AG: Betriebsvermögen und Gesellschafter in Höhe der Einlage.

17. Unterscheiden sie Komplementär und Kommanditist voneinander.

1.  Die Komplementäre haften gesamtschuldnerisch und uneingeschränkt, die Kommanditisten nur in Höhe ihrer Einlage. Kommanditisten sind dadurch aber auch rechtlich automatisch von der Geschäftsführung ausgeschlossen und haben nur das Recht auf Widerspruch bei Geschäften von außergewöhnlicher Natur. Jedoch gibt es die Möglichkeit sie vertraglich als Prokuristen oder Handlungsbevollmächtigten zu bestimmen.
 

18.       Wahr oder falsch? (bei Wahr Häcken setzen)

a.       In einer Kapitalgesellschaft muss der Gewinn mit dem persönlichen Gewinn des Geschäftsführers versteuert werden

b.      In einer AG erfolgt die Gewinnausschüttung über die Dividende

c.       Einzelunternehmer und Komplementäre haften unbeschränkt und persönlich

d.      Kommanditisten haften beschränkt auf die Kapitaleinlage

19. Definieren sie den Begriff Unique Selling Preposition (USP)

Unique Selling Proposition, beschreibt eine unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten herausragende Eigenschaft eines Produktes oder eines Markenartikels, wodurch das Produkt gegenüber der Konkurrenz überlegende Wettbewerbsvorteile genießt (z.B. Preis, Design, technologischer Fortschritt etc.)

20.   Unterscheiden Sie zwischen konkretem Kundennutzen und Zusatznutzen

Grundnutzen / konkreter Kundennutzen: Der Grundnutzen ist jener Nutzen, den das Produkt (mindestens) erfüllen muss. Er ist objektiv messbar (z.B. Geschwindigkeit, Benzinverbrauch beim PKW) oder feststellbar. Der Grundnutzen eines Produktes liegt im Produkt selber begründet.  

Zusatznutzen: Produkteigenschaften, die nicht objektiv messbar oder feststellbar sind und damit von den Kunden sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. (z.B. Design, Komfort, Image).  Zusatznutzen von Produkten liegen in den persönlichen Einstellungen des Kunden begründet. Sie entstehen somit im Kopf des Kunden.  

21.  Definieren Sie den Begriff Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist der Betrag der zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht. Er muss immer positiv sein.

27. Definieren Sie

a.       Markpotential

b.      Marktvolumen

c.       Absatzvolumen

d.      Marktsättigungsgrad

e.      Absoluter Marktanteil

a.       Das Marktpotential ist die von allen Anbietern maximal realisierbare Absatzmenge.

b.      Das Marktvolumen ist die von allen Anbietern realisierte Absatzmenge.

c.       Das Absatzvolumen ist die von einem Anbieter realisierte Absatzmenge.

d.      Der Marksättigungsgrad ist das Verhältnis von Marktvolumen zu Marktpotential.

e.      Der Absolute Marktanteil ist das Verhältnis von Absatzvolumen zu Marktvolumen.
 

28. Definieren sie den Begriff strategisches Management

Befasst sich mit der zielorientierten Gestaltung unter strategischen, langfristigen, globalen, umweltbezogenen und entwicklungsorientierten Aspekten. Es umfasst die Gestaltung und gegenseitige Abstimmung von: Planung, Kontrolle, Information, Organisation, Unternehmenskultur, Strategischen Leistungspotentiale

29. Vervollständigen Sie die folgende Abbildung:

Modell der emergenten Strategien (Minzberg)

30. Wozu dient die Strategieplanung?

Informationsverarbeitender Prozess zur Abstimmung von Anforderungen der Umwelt  mit den Potentialen des Unternehmens in der Absicht, mit Hilfe von Strategien den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern.   Strategieplanung ist der Sinn von zweckgebundenem Handeln ( Effizienz ). Wie will ich mein Ziel erreichen?

31.  Nennen sie 6 Kategorien für Unternehmensziele und geben sie jeweils 2 Beispiele.

Marktstellungsziele                       Beispiel: Marktanteil, Umsatz

Rentabilitätsziele                          Beispiel: Gewinn, Eigenkapital Rentabilität

Finanzielle Ziele                            Beispiel: Liquidität, Kreditwürdigkeit

Soziale Ziele                                  Beispiel: Soziale Integration, Einkommen von MA sichern

Markt und Prestige Ziele             Beispiel: Image, Politischer Einfluss

Umweltschutz Ziele     Beispiel: Verminderung der Umweltbelastung, Verringerung des Ressourcenverbrauches

32. Vervollständigen sie die folgende Abbildung:

Porters five forces:

33.  Nennen Sie die five forces von Porter.

Bedrohung durch neue Anbieter

Verhandlungsstärke der Lieferanten

Verhandlungsstärke der Abnehmer

Bedrohung durch Ersatzprodukte

Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern
 

34. Nennen sie für jede der five forces von Porter jeweils 2 Bestimmungsgrößen und deren Einfluss.

Bedrohung durch neue Anbieter

Marktidentität: hohe Marktidentität, geringe Bedrohung
Umstellkosten: hohe Umstellkosten, geringe Bedrohung

Verhandlungsstärke der Lieferanten

Einzigartigkeit der Produkte der Lieferanten: hohe Einzigartigkeit, hohe Verhandlungsstärke
Lieferantenkonzentration: hohe Lieferantenkonzentration, geringe Verhandlungsstärke

Verhandlungsstärke der Abnehmer

Abnahmevolumen: hohes Abnahmevolumen, hohe Verhandlungsstärke
Informationsstand der Abnehmer: hoher Informationsstand, hohe Verhandlungsstärke

Bedrohung durch Ersatzprodukte

Umstellkosten bei den Abnehmern: geringe Umstellkosten, hohe Bedrohung
Innovationsbereitschaft des Abnehmers: hohe Innovationsbereitschaft, hohe Bedrohung

Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern

Fix Kosten: hohe Fixkosten, hohe Rivalität
Austrittsbarrieren: hohe Austrittsbarrieren, hohe Rivalität

35. Stellen sie die Wertekette nach Porter grafisch dar.

Wertekette nach Porter.

36. Nennen sie die einzelnen Vorgehensschritte bei der Wertkettenanalyse.

1. Definition der Wertkette

2. Abgrenzung von der Organisationsstruktur

3. Grobe Ermittlung von Schwerpunkten

4. Analyse der Verflechtungen ( Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Wertaktivitäten )

5. Analyse von Kostenschwerpunkten

6. Analyse von Differenzierungsschwerpunkten ( Stärken ( + Schwächen ) )

37. Grenzen sie Stärken und Schwächen von Chancen und Risiken ab.

Stärken und Schwächen sind Teil der Unternehmensanalyse. Außerdem sind sie vom Unternehmen beeinflussbar.

Chancen und Risiken hingehen sind Teil der Umweltanalyse und nicht vom Unternehmen beeinflussbar, man kann nur auf sie reagieren bzw sie sich zu Nutze machen.

38. Was ist eine SWOT Analyse?

INSTRUMENT ZUR VORBEREITUNG STRATEGISCHER POSITIONIERUNG VON UNTERNEHMEN ODER GESCHÄFTSFELDERN!

39. Wie lauten die zentralen Fragestellungen im Rahmen der SWOT Analyse?

Welche Stärken habe ich um die Chancen zu nutzen ( Strength & Opportunities )
Welche Chancen verpasse ich aufgrund meiner Schwächen? ( Weaknesses & Opportunities )
Welche Risiken kann ich aufgrund meiner Stärken bewältigen? ( Strenght & Threats )
Welchen Risiken bin ich ausgesetzt aufgrund meiner Schwächen? ( Weaknesses & Threats )

40. Nennen sie die einzelnen Vorgehensschritte bei der SWOT Analyse.

(1) Beschreibung der gegenwärtigen Strategie der Konkurrenten

(2) Analyse der Selbsteinschätzung der Konkurrenten und ihrer Bewertung der Branche

(3) Ermittlung der Stärken und Schwächen der Konkurrenten

(4)Identifikation der zukünftigen Ziele der Konkurrenten

 

41.  Stellen sie die U – Kurve von Porter grafisch dar.

U – Kurve von Porter

42.  Definieren sie

a.       Kostenführerstrategie

b.      Differenzierungsstrategie

c.       Nischenstrategie

a.       Die Kostenführerstrategie hat zum Ziel der Preisgünstigste Wettbewerber zu sein. Dies erfordert eine rigorose Politik der Kostensenkung durch, zum Beispiel: Fixkostendegression, Standardisierung, Ausnutzung von Lernkurveneffekten und die Durchforstung der Kostenstruktur.

b.      Die Differenzierungsstrategie hat zum Ziel Produkte herzustellen und anzubieten welche sich in Qualität und Service von den Konkurrenzprodukten deutlich abheben. Die Preiselastizität soll verringert werden und es wird ein monopolistischer Bereich geschaffen / ein bestehender vergrößert.

c.      Die Nischenstrategie hat zum ziel sich auf ein ganz bestimmtes und eng abgegrenztes Käufersegment auszurichten, dadurch wird ein Teilmarkt mit einer Personengruppe von spezieller Bedürfnisstruktur bedient.

43.  Nennen sie die 4 Instrumente des Marketing Mix und geben sie jeweils 2 Beispiele.

Produktpolitik (PRODUCT): Produktvariation, Produktinnovation

Preispolitik (PRICE): Kostendeckungspreis, Penetrationspreis

Distributionspolitik (PLACE): Direkter Absatz, Indirekter Absatz

Kommunikationspolitik (PROMOTION): Marke, Corporate Identity

45. Erläutern sie die wesentlichen Rahmendaten die im Finanzplan erfasst werden.

1. Investitionen 2. Betriebsmittelbedarf 3. Liquiditätsplanung 4. Marketingvorhaben 5 Entwicklungsvorhaben

46.  Was bedeutet Liquidität?

Fähigkeit jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen Frist und Vertragsgerecht nachzukommen.

47. Warum ist die Liquidität eines Unternehmens von so hoher Bedeutung?

Mangelnde Liquidität ist neben einer zu geringen Eigenkapitaldecke bzw. Überschuldung die häufigste Insolvenzursache bei Unternehmungen. Mangelnde Liquidität tritt häufig überraschend ein, vor allem, wenn in der Unternehmung nur eine unzureichende Liquiditätsplanung durchgeführt wird. 

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