Medizinisches Grundwissen 1

Medizinisches Grundwissen 1

Medizinisches Grundwissen 1


D. P.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Zellen, Immunsystem und Herz. Sie decken Themen wie Zellaufbau, Transportmechanismen, Antikörper, Blutbestandteile und Herzfunktionen ab. Besonders nützlich für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie komplexe Prozesse wie die Abwehrmechanismen des Körpers und die Energiegewinnung aus Glukose verständlich erklären.
Flashcards
96
Students
12
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
08.12.2016 / 23.05.2024

Flashcards

Fettgewebe

  • mit Fettzellen (Adipozyten)
  • Unterscheidung:
    • weißes Fettgewebe
      • überall
      • Funktionen:
        • „Bauchfett“:
          → Abpolsterung (z.B. beim Gesäß)
          → Organe in Position halten (z.B. Niere)
        • „Speicherfett“:
          → Speicherung überschüssiger Energie
          • → Männer: Bauch
          • → Frauen: Hüfte, Gesäß
        • Schutz vor Wärmeverlust („Isolierfett“)
    • braunes Fettgewebe
      • kleinerer Zelldurchmesser
      • zitterfreie Wärmebildung der Neugeborenen → Glukoseverbrennung
      • v.a. im Nackenbereich

Stützgewebe: Unterscheidung

  • Knorpelgewebe
  • Knochengewebe

Knorpelgewebe

  • hohe Druckfestigkeit
  • verformbar
  • hoher Widerstand gegenüber Scherkräften
  • Knorpel ohne Blutgefäße, Versorgung durch Diffusion aus umliegendem Gewebe, niedrige Stoffwechselaktivität und Regenerationsfähigkeit
  • Chondroblasten / -zyten
  • Einteilung nach Gehalt an Fasern und Grundsubstanz:
    • hyaliner Knorpel
      • kollagene Fasern werden von Grundsubstanz verdeckt
      • druckfest und elastisch
      • weit verbreitet
    • elastischer Knorpel
      • hoher Anteil elastischer Fasern
      • erhöhte Elastizität
      • weit weniger verbreitet; z.B. Ohrmuschel
    • Faserknorpel
      • dicht gepackte Kollagenfasern
      • sehr widerstandsfähig gegenüber mechanischen Einflüssen
      • z.B. Zwischenwirbelscheiben (Bandscheiben)

Knochengewebe

  • sehr widerstandsfähig gegen Druck, Dehnung, Biegung, Zug
  • Zellen:
    • Osteoblasten (Knochenaufbau)
    • Osteozyten
    • Osteoklasten (Knochensubstanz-Abbau)
    • Knochenauf- und abbau: hormongesteuert, ausgeglichen
    • Interzellularsubstanz
      • aus organischen Bestandteilen
        • v.a. Kollagenfasern
      • aus anorganischen Bestandteilen
        • v.a. Calciumsalze
        • verantwortlich für Festigkeit
      • H2O (Wasser)

Muskelgewebe

  • Bewegung
  • Muskelzellen: Myozyten
  • Unterscheidung:
    • glatte Muskulatur
      • aus spindelförmigen, zum Teil verzweigten Muskelzellen
      • ein Zellkern
      • Magen-Darm-Trakt, Urogenitaltrakt (z.B. Niere, Blase), Blutgefäße (willkürlich)
    • quergestreifte Muskulatur
      • sehr große Zellen mit mehreren Zellkernen (→ Muskelfaser)
      • Skelettmuskeln (bewusste Steuerung)
    • Herzmuskulatur
      • unregelmäßig verzweigte Muskelzellen mit Querstreifung
      • in der Regel ein Zellkern
    • Herz

Nervengewebe: Neuron

  • Zellkörper (enthält Zellkern)
  • Dendriten (kurze Baumfortsätze)
  • Axon (→ Reizübermittlung)
  • synaptische Endigungen

Nervengewebe: Gliazellen

Stützzellen

Stützfunktion, Ernährung, Schutzfunktion, Isolation

Nervengewebe: Membranpotential

(Ruhepotential)

  • Differenz der elektrischen Potenziale zwischen innen und außen
  • Ungleichverteilung von Ionen
  • unterschiedliche Leitfähigkeit der Membran für unterschiedliche Ionen
    • hauptsächlich für K+ permeabel / leitfähig
  • Abbau des chemischen Gradienten führt zum Aufbau eines elektrischen Gradienten
  • Na+ / K+-Pumpe → bringt Na+ wieder raus und K+ wieder rein
    → Energieverbrauch
  • Depolarisierung: Abnahme des Membranpotentials
  • Hyperpolarisierung: Zunahme des Membranpotentials

Nervengewebe: Aktionspotential: Definition

  • kurzzeitige Änderung des Membranpotentials
  • weißt für jede Zellart einen typischen Verlauf auf
  • läuft immer gleich ab
  • bei Überschreiten des Schwellenpotentials kommt es zum Aktionspotenzial

Nervengewebe: Aktionspotential: Ablauf + Weiterleitung

  • Depolarisation (Abnahme des Membranpotentials)
  • Repolarisation
    • Natrium- und Kaliumkanäle werden geöffnet (spannungsabhängig)
    • (Natrium-Kanäle zuerst, Kaliumkanäle etwas später)
  • kurzzeitige Hyperpolarisation
  • Refraktärzeit: Zeitraum, während dessen das Neuron auf eine Depolarisation nicht reagieren kann (Na+-Kanäle bleiben etwas länger geschlossen)
    • Wiedererreichen des Ruhepotentials (Na+ / K+-Pumpe sorgt für Ausgleich)
  • Weiterleitung des Aktionspotentials entlang des Axons
    • Refraktärzeit verhindert, dass Signal zurück geht
    • Möglichkeiten:
      • kontinuierlich
      • saltatorisch (springend)
        • Erregung springt von Schnürring zu Schnürring (depolarisierter Bereich)
          (Ranvier-Schnürring: Lücken zwischen Schwammzellen)
        • schneller als kontinuierlich

Nervengewebe: Aktionspotential: Signalübertragung zw. Nervenzellen an Synapsen

  • durch chemische Botenstoffe (Neurotransmitter)
  • Aktionspotential kommt an
  • Aktionspotential führt zu K+-Einfluss (K+-Kanäle werden geöffnet)
  • K+ bindet an Vesikel (kleine Bläschen)
  • Vesikel enthalten Neurotransmitter
  • Vesikel fusionieren mit präsynaptischer Membran
  • Neurotransmitter werden in synaptischen Spalt freigesetzt
  • Neurotransmitter binden an Rezeptoren (auf postsynaptischer Membran)
  • Rezeptoren (→ Ionenkanäle) öffnen sich bei Bindung
  • Ionen werden ausgetauscht (nach innen und nach außen / Ein- / Ausstrom)
  • → Depolarisation (bei z.B. Na+) / Hyperpolarisation (bei z.B. Cl-) → je nach Ion
  • Neurotransmitter wird durch Enzyme abgebaut und wieder aufgenommen

Blut: Zusammensetzung

  • 4-6 Liter (7-8% des Körpergewichts)
  • Plasma (flüssiger Anteil)
    • Wasser
    • Ionen
    • Proteine
    • andere Substanzen
      • Atemgase (O2 und CO2)
      • Hormone
  • Zellen → 45%
  • Erythrocyten (rote Blutzellen)
  • Leukozyten (weiße Blutzellen)
  • Thrombozyten(Blutplättchen)
  • Serum
    • Flüssigkeit, die sich nach Gerinnung absetzt
    • Plasma ohne Gerinnungsfaktoren
  • Hämatokrit (-wert)
    • Volumenanteil der zellulären Bestandteile am Gesamtblutvolumen
    • bei Männern im Schnitt etwas höher

Blut: Funktionen

  • O2- / CO2-Transport (zur ATP-Gewinnung)
  • Nährstoff-Transport (z.B. Glukose)
  • Exkret-Transport (Abfallstoffe)
  • Hormon-Transport (Infomationsweitergabe)
  • Einstellung von Ionenhaushalt und pH-Wert im gesamten Körper
  • Wärmeregulation (Blut nimmt Wärme aus Muskeln / Leber mit)
  • Abwehr

Blut: Plasmaproteine

  • Funktionen:
    • Transport
    • kollaidosmotischer Druck / osmotisches Gleichgewicht
    • Pufferung
    • Gerinnung
    • Abwehr
  • Serumproteinelektrophorese
    • Auftrennung in 5 Hauptfraktionen: Albamin, α1-, α2-, β-, γ-Globuline

Blut: Erythrozyten: Definition, Hämoglobin

  • rote Blutzellen / -körperchen
  • bikonkarve Scheiben
  • O2- / CO2-Transport
     
  • Hämoglobin (Hb)
    • Protein aus 4 Untereinheiten (4 Aminosäureketten)
    • jeweils mit einem Häm (nicht-Protein-Anteil)
    • mit zentralem Eisenion
    • Oxygenierung (Sauerstoff-Auslagerung) → in der Lunge (hohe O2-Konzentration)
    • Desoxygenierung (Sauerstoff-Abgabe) → an den Zielzellen (niedrige Konzentration)

Blut: Erythrozyten: Erythropoese

  • Bildung / Synthese von Erythrozyten
  • im Knochenmark
  • pluripotente („viel-könnende“) Knochenmarksstammzelle (Stammzelle zur Entwicklung der Erythrozyten) → Proerythroblast → Erythroblast → (Kern wird ausgestoßen) Retikulozyt → Erythrozyt
  • EPO: fördert Bildung von Erythrozyten

Blut: Erythrozyten: Abbau

  • Lebensdauer: ~ 120 Tage
  • in Milz, Leber, Knochenmark
  • täglich ~ 200 Milliarden Neubildungen (~ 2 Millionen pro Sekunde)
  • Hämoglobin-Abbau: siehe Bild

Blut: Erythrozyten: Eisenhaushalt

siehe Bild

Blut: Erythrozyten: Anämie

  • Blutarmut
  • Sauerstoff-Transport-Kapazität des Blutes ist vermindert
  • Hb, Hämatokrit und meist auch Eryzahl erniedrigt
  • Symptome: blass, müde, verminderte Leistungsfähigkeit, tachykard (erhöhter Herzschlag) → kompensiert Sauerstoff-Transport-Kapazität des Blutes
  • Ursache:
    • Störung der Hämoglobin-Bildung (z.B. durch Eisenmangel, Sichelzellanämie, …)
    • Erythropoesestörung (z.B. durch Vitamin-B12-Mangel)
    • Hämolytische Anämie (übermäßiger Abbau von Eryozyten)
    • Blutungsanämie (größere Blutverluste)

Blut: Erythrozyten: Polyzythämie und Polyglobulie

  • Eryzahl, Hämakrobit und meist auch Hb über die Obergrenze der Referenzbereiche erhöht
  • Zunahme der Bluturiskosität
  • Verschlechterung der Fließeigenschaften
  • durch Blutungsstörungen Thrombosegefahr
  • Polycythaemia vera → Störung der pluripotenten Stammzellen mit gesteigerter Ery-Produktion
  • Polyglobuli → durch krankhaft gesteigerte EPO-Produktion

Leukozyten: Definition, Unterscheidung

  • kernhaltig
  • wichtigste Funktion: Abwehr
     
  • Granulozyten
  • Lymphozyten
  • Monozyten

Leukozyten: Granulozyten

  • Unterscheidung:
  • neutrophile Granulozyten
    • Großteil der Granulozyten
    • Funktion: Phargozythose von Mikroorganismen und abgestorbenen körpereigenen Zellen
  • posinophile Granulozyten
    • wenige
    • Funktion: u.a. Abwehr von Parasiten
  • basophile Granulozyten
    • sehr wenige
    • Funktion: u.a. Abwehr von Parasiten

Leukozyten: Lympozyten, Monozyten

  • Lymphozyten
    • Unterteilung:
    • T-Zellen / T-Lymphozyten
    • B-Zellen / B-Lymphozyten
  • Funktion: Immunabwehr
     
  • Monozyten
    • Makrophagen (große Fresszellen)
    • Funktion: Phargozytose von Mikroorganismen, Antigen-präsentierende Zellen

Leukozyten: Leukopoese, Leukämie

  • Leukopoese
    • Bildung von Leukozyten über pluripotente Stammzellen (im Knochenmark)
  • Leukämie
    • entsteht durch unkontrollierte, krebsartige Vermehrung von unreifen Stammzellen der Leukopoese
    • lymphatische / myeloische Leukämie
    • Krankheitsverlauf: akute und chronische Leukämie
    • andere Blutzellen werden verdrängt
    • Symptome: Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit, Blutungsneigung
    • Behandlung: Chemo (Zellteilung unterbinden), Knochenmarkstransplantation

Thrombozyten

  • scheibenförmige Zellfragmente
  • Funktion: Blutstillung
  • Thrombopoese
    • Megakaryoblast → Megakaryozyt →(durch Zytoplasma-Abschnürung) Thrombozyten

kleines + großes Blutbild

  • kleines Blutbild
    • Eryzahl
    • Leukozytenzahl
    • (Thrombozytenzahl)
    • Hb
    • Hämatokrit
    • Erythrozyten-Indizes (Form und Größe)
  • großes Blutbild
    • kleines Blutbild
    • Differenzialblutwert (Zahlenwerte der Leukozyten-Untergruppen)

Blutstillung: primär

  • 1-4 Minuten
  • vaskuläre Blutstillung (Gefäßreaktion → Vasokonstriktion)
    • Gefäße verengen sich
  • thrombozytäre Blutstillung
    • Thrombozyten-Adhäsion (Anlagerung)
    • Thrombozyten-Aktivierung (chemische Botenstoffe werden freigesetzt)
    • Thrombozyten-Aggregation (sehr viele Thrombozyten werden gebildet)
    • Thrombozyten-Pfropf

Blutstillung: sekundär

  • läuft parallel
  • eigentliche Blutgerinnung
     
  • siehe Bild
  • Aktivierungsmenge
  • einige Gerinnungsfaktoren werden durch einen Vitamin-K-abhängigen Prozess modifiziert (chemisch verändert)
  • Kaskade von Gerinnungsfaktoren (Ca2+ und Proteine (v.a. aus Leber))

Thrombozyten: körpereigene Hemmstoffe der Blutgerinnung, Fibrinolyse

  • körpereigene Hemmstoffe der Blutgerinnung
    • Antithrombin
    • Protein C, Protein S
  • Fibrinolyse
    • körpereigene Auflösung eines Blutgerinnsels
    • siehe Bild

Thrombozyten: Hemmung der Blutgerinnung

  • in-vitro (im Reagenzglas)
    • Natriumcitrat
    • EDTA
    • Heparin
  • medikamentös
    • Heparin
    • Kumarinderivate (-abkömmlinge) → hemmt primäre Blutgerinnung

Thrombozyten: Thrombolyse

  • Thrombolyse
  • therapeutische Auflösung eines Blutgerinnsels
     
  • Gerinnungsdiagnostik
    • primäre Blutstillung → Blutungszeit
    • sekundäre Blutstillung
    • extrinsisches System + Endstrecke → Quickwert
    • intrinsisches System + Endstrecke → partielle Thromboplastinzeit
    • Endstrecke → Thrombinzeit
  • krankhaft gesteigerte Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese)
    • Gründe:
    • Thrombozytenmangel
    • Thrombozytenfunktionsstörung
    • Mangel an Gerinnungsfaktoren (Koagulapathien)
      • angeboren: z.B. Hämophilie A / B, …
      • erworben: Lebererkrankung, Vitamin-K-Mangel, …
  • pathologische Aktivierung des Gerinnungssystems
    • Thrombose-Gefahr erhöht

Blutgruppen

  • Blutgruppen
  • AB0-System
    • Gruppen: A (44%) B (10%) AB (4%) 0 (42%)
  • Rhesus-System
  • Gruppen:
    • mit Antigen-D (Rhesus-positiv → Rh+) → 86%
    • ohne Antigen-D (Rhesus-negativ → Rh-) → 14%
  • Unterschied:
    • Rhesus: Antikörperbildung erst bei Kontakt mit Antigen-D

Abwehr: Definition

  • Schutz vor Fremdkörpern, Tumorzellen (kranke / entartete Zellen)
  • unspezifische / spezifische Abwehr
    • unspezifisch: ohne Antikörperbildung
  • zelluläre / humorale Abwehr
    • humoral: Körperflüssigkeiten betreffend
       
  • unspezifische (oder: angeborene, natürliche) Abwehr
    • von Geburt an vorhanden
    • mehr oder weniger gegen alle schädigenden Komponenten wirksam
    • antigen- / Antikörper-unabhängig
    • schnelles Abwehrsystem → sofort wirksam

Abwehr: 1. "Verteidigungslinie"

  • Mikroorganismen / Fremdstoffe am Eindringen in den Körper hindern
  • Haut, Schleimhäute
  • mechanischer Schutz
  • Schleim: Fremdkörper werden ausgeschieden
  • antimikrobielle Substanzen: Lysozym
  • pH
    • zB. Magen (pH 1-2) → sehr sauer
    • Normalflora
    • Spüleffekt (Spülung der Blase, Harnröhre)

Abwehr: 2. "Verteidigungslinie"

  • Fremdkörper sind in den Körper eingedrungen
  • Phagozyten (Fresszellen)
    • neutrophile Granulozyten
    • Monozyten-Makrophagen-System
    • deudritische Zellen
    • nehmen Fremdkörper durch Phagozytose auf, verdauen sie und scheiden sie aus
  • natürliche Killerzellen
  • Komplementsystem
    • Gruppe von Proteinen, die in einer Kaskade von Aktivierungsschritten zur Lyse von Zellen führen (→ Bakterienabwehr)
    • außerdem wichtig für die Beseitigung von antigenen Antikörperkomplexen

Abwehr: 2. "Verteidigungslinie": Entzündungsreaktion

  • Reaktion des Körpers auf Schädigung
  • schädigende Komponente (z.B. Bakterien) sollen ausgeschaltet oder in ihrer Wirkung begrenzt werden
  • ermöglicht (normalerweise) Wundheilung
  • chemische Botenstoffe → erhöhter Blutfluss (Blutgefäße werden geweitet) → erhöhte Permeabilität der Gefäßwände → Einwanderung von Phagozyten → Phagozyten verdauen Bakterien
  • lokal:
    • Rötung (Gubor)
    • Schwellung (Tumor)
    • Temperaturanstieg (Calor)
    • Schmerz (Dolor)
    • gestörte Funktion (Functio laesa)
  • systematsich (den ganzen Körper betreffend)
    • Fieber (teilweises Absterben der Bakterien)
    • Synthese von Akute-Phase-Proteinen (z.B. CRP → Entzündungswärmer)

Abwehr: spezifisch

  • adaptive, erworbene
     
  • Antigen-Antikörper-Interaktion
  • große Vielfalt
  • „Gedächtnis“ → kann bei erneuter Infektion schneller und effektiver abwehren („erinnert sich“)
  • Selbst- / Fremderkennung
  • langsam → braucht einige Tage bis zur Aktivierung
  • zellulär:
    • T-Zellen
    • B-Zellen
  • humoral:
    • Antikörper: Zellen bilden → in Körperflüssigkeiten abgeben → zum Wirkungsort transportieren
  • Grundlage der Spezifität
    • Antigen-Erkennungsmoleküle
    • T-Zell-Antigen-Erkennungsmoleküle
    • T-Zell-Rezeptoren
    • B-Zell-Antigen-Erkennungsmolekül
    • B-Zell-Rezeptoren
    • (→ Antikörper → von Zelle lösbare Proteine)
    • siehe Bild
    • spezifischer Antikörper bindet Antigen → wird aktiviert
    • B-Zelle teilt sich in
    • Gedächtniszellen (werden gespeichert)
    • Plasmazellen (geben Antikörper in Blutflüssigkeit)

Abwehr: Auswirkungen der Antigen-Antikörper-Reaktion

  • N – Neutralisation:
    • Antikörper blockieren virale Bindungsstellen
    • Antikörper bedecken bakterielle Toxine
  • A – Agglutination (Verklumpung) antigener Partikel:
    • Antikörper verklumpen Bakterien
  • P – Präzipitation (Ausfällung) löslicher Antigene
  • N, A und P verstärken Phagozytose
  • AuK – Aktivierung von Komplementfaktoren → Lyse

Abwehr: Antikörperklassen

  • Immunglobulin-Klassen
    • IgG: Monomer
    • Großteil der Gesamt-Immunglobulin im Blut
    • u.a. wichtig für:
      • Abwehr von im Blut und Lymphe zirkulierenden Bakterien, Viren und Toxinen
      • Aktivierung des Komplementsystems
      • N, P und AuK
  • IgM: Pentamer
    • u.a. wichtig für:
      • Agglutination von Antigenen
      • Aktivierung des Komplementsystems
      • A, AuK
  • IgA: Dimer
    • u.a. wichtig für: Anheftung von Viren und Bakterien an den Epitelien
  • IgD: Monomer
    • u.a. wichtig für:
      • Parasiten-Abwehr
      • pathophysiologisch: Allergien

Abwehr: Selbst- / Fremderkennung

  • Inaktivierung von Lymphozyten, deren antigene Erkennungsmoleküle gegen körpereigene Strukturen gerichtet sind
  • MHC (major histocompatility complex)
    • Haupt-Gewebekompabilitätskomplex
    • Gruppe von Proteinen
    • HLA-Typisierung
    • Signatur der Zellen → Erkennung körpereigener Zellen
    • Antigen-Präsentation

Study