Medizinische Botanik

relevante Arzneipflanzen und Giftpflanzen, ausserdem Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln

relevante Arzneipflanzen und Giftpflanzen, ausserdem Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln


Elisa Pisa
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die medizinische Botanik auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Struktur und Funktion von Pflanzenzellen, einschließlich Photosynthese, Stickstoffverarbeitung und sekundären Pflanzenstoffen wie Alkaloiden und Flavonoiden. Die Karteikarten decken auch die Identifikation und Verwendung von Heilpflanzen, ihre Wirkstoffe und die Rolle von Plasmadesmata in pflanzlichen Zellen ab. Sie sind ideal für Studierende der Biologie und Pharmazie, die sich mit der medizinischen Anwendung von Pflanzen vertraut machen möchten.
Flashcards
165
Students
3
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
10.02.2014 / 06.04.2025

Flashcards

Wodurch kommt es zur Nitrat-Anreicherung in der Pflanze?

Nitrat ist normal ein Mangelelement, wird deswegen von Pflanzen akkumuliert. Durch exzessive Düngung gibt es ein großes Angebot an Nitrat. Gefahr von Nitrat-Nitrit Vergiftungen.

Außerdem kann es zu Akkumulation kommen wenn das Pflanzenwachstum gehemmt wird (Nitrat wäre sonst in Eiweiß eingebaut geworden).

Es gibt einen Tagesrhythmus der Akkumulation - am Abend ist die Nitratkonzentration am niedrigsten da unter Tags mit der Sonnenergie in Eiweiß umgebaut wurde, wenig Sonne bedeutet mehr Akkumulation. 

 

Was geschieht mit dem Nitrat, das die Pflanzenwurzeln aufnehmen?

Nitratassimilation

--> Einbau des N in organische Substanz

  1. Als Nitrat können die Pflanzen den Stickstoff über die Wurzel mit einem  H+Symport aufnehmen.
  2. In der Wurzel wirds dann wieder durch die Nitratreduktase zu Nitrit reduziert, als Redoxmaterial dient dort NADH (aus der Photosynthese).
  3. Nitrit Transport in die Plastiden erneute Redoxreaktion zu Ammoniak. Reaktion mit Ferredoxin (Elektronen aus Pentosephosphatweg. --> Zusammenbau zu Glutamin durch Glutamat-Ammonium-Ligase. (also Synthese von Asparagin und Glutamin)

Was ist

1. Nitrifikation

2. Nitratassimilation

3. Denitrifikation?

Stickstoffkreislauf:

Zuerst Fixierung des elementaren Stickstoff  aus der Luft durch Bodenbakterien Umwandlung in Ammonium bzw Ammoniak.

1. Die bakterielle Oxidation von Ammoniak (NH3) --> Nitrat (NO3−) von sogenannten Nitrifizierern, Destruenten.

2. --> Einbau des N in organische Substanz

  1. Als Nitrat können die Pflanzen den Stickstoff über die Wurzel mit einem  H+Symport aufnehmen.
  2. In der Wurzel wirds dann wieder durch die Nitratreduktase zu Nitrit reduziert, als Redoxmaterial dient dort NADH (aus der Photosynthese).
  3. Nitrit Transport in die Plastiden erneute Redoxreaktion zu Ammoniak. Reaktion mit Ferredoxin (Elektronen aus Pentosephosphatweg. --> Zusammenbau zu Glutamin durch Glutamat-Ammonium-Ligase. (also Synthese von Asparagin und Glutamin)

Aufnahme des pflanzlichen Stickstoff durch Tiere --> Kotproteine --> durch Bakterien und Pilze wieder Ammoniak auf Boden.

3. Durch reaktive Bakterien katalysierte Umwandlung des im Nitrat (NO3−) gebundenen Stickstoffs zu molekularem Stickstoff (N2). Zur Energiegewinnung der Denitrifikanten. Danach Ausgasung aus Boden wieder in der Luft.

Nitrat-Akkumulation findet in Höheren Pflanzen während lichtärmerer Jahreszeiten statt, weil Photosynthese-Folge-(Abbau-) Produkte für die Aminosäuresynthese erforderlich ist.

richtig o falsch?

richtig

Welche Aussage trifft nicht zu?

  1. Nitrat kann von Pflanzen angereichert werden

  2. Nitrat kann durch intensive Tierhaltung in den Boden und das Grundwasser eingetragen werden

  3. Nitrat ist ein wichtiger Pflanzennährstoff (Dünger)

  4. Nitrat wird von der Pflanze direkt in Aminosäure eingebaut

  5. Nitrat kann durch Abwässer in den Boden gelangen

4

Beim Anbau von Leguminosen können dem Boden in einer Vegetationsperiode beträchtliche Mengen Stickstoff zugeführt werden, weil Leguminosen mit N bindenden Mikroorganismen in Symbiose leben.

ja/nein

ja

Kalium ist für höhere Pflanzen essentiell, weil Kalium überwiegend in organische Verbindungen eingebaut wird.

richtig o falsch

falsch

Kalium kann sogar teilweise von Na ersetzt werden

Welches der aufgeführten Ionen ist in Nährlösungen für viele Pflanzen entbehrlich?

  1. Mg2+

  2. PO3-

  3. Ca2+

  4. NO3-

  5. Cl-

5

Nennen Sie 10 essentielle Makroelemente der Pflanzen:

Kernelemente: Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff

Makroelemente: Stickstoff, (Eisen), Phosphor, Kalium, Schwefel, Magnesium, Calcium

Welche Ionen zählen nicht zu den Mikronährstoffen?

 

  1. Mg2+

  2. SO42-

  3. K+

  4. Fe2+

  5. NO3-

  6. PO43-

  7. Na+

1+2+3+5+6

Nennen Sie die essentiellen und die toxischen Schwermetalle für Pflanzen

(wichtigste mineralischen Mikronährstoffe)

Welche Funktionen haben die essentiellen, und welche die toxischen Metalle?

Werden diese in der Nahrungskette weitergegeben?

Fe, Mn, Zn, Cu, Mo, Ni, V --> in Überdosierung auch diese toxisch 

Cl, B, Na  --> nicht essentiell aber Na kann auch wie Kalium fungieren

Hg, Pb, Cd, Zn, Cu, Al!! --> toxische Spurenelemente

Mineralstoffe werden aus dem Boden über die Rindenzellen entweder aplastisch oder symplastisch in das planzliche System aufgenommen.

Spurenelemente wirken vorwiegend als Katalysatoren in Enzymsystemen.

  1. Bor ist wesentlich Verantwortlich für die Membranstruktur und den Zellwandaufbau. Bei Mangel kann es zur Herz- und Trockenfäule kommen. Zu erkennen ist dies an der Deformation der Blätter und Stengelverdickungen.
  2. Chlor beeinflusst zusammen mit Kalium den Wasserhaushalt der Pflanzen. Ein Mangel kann dazu führen das die Zellen nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt werden.
  3. Eisen ist Struktureller Bestandteil von Enzymen und Proteinen. Es wirkt bei der Bildung von Chlorophyll notwendig. Eisenmangel wird durch vergilben der obersten Blätter einer Pflanze sichtbar.
  4. Mangan wirkt ebenfalls bei der Photosynthese und wirkt bei der pflanzlichen Abwehrreaktion. Bei Manganmangel kommt es zur Dörrfleckenkrankheit. Die mittleren Blätter einer Pflanze hellen auf und es treten Chlorosen auf.
  5. Kupfer ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Zellwand und des Energiestoffwechsels.. Bei Mangel kommt es zum einrollen der Blätter und zur Welke. Die Standfestigkeit der Pflanze verringert sich genauso wie die Frucht- und Samenbildung.
  6. Zink greift in die Aminosäuresynthese ein. Bei Mangel kommt es zu Wachstumsstörungen und zum Absterben der jüngsten Triebe.

Was ist eine Leitsubstanz ?

Die Leitsubstanz ist ein chemisch definierter Inhaltsstoff einer Heilpflanze, der zur analytischen Kontrolle und Standardisierung dient.

Welche Pflanze gehört nicht zu den Kreuzblütengewächsen (Cruciferae)?

 

  1. Sinapis alba (Weißer Senf)

  2. Brassica oleracea (Kohl)

  3. Brassica napus (Raps)

  4. Armoracia rusticana (Kren)

  5. Cucurbita pepo (Kürbis)

 

5

Welche Aussage trifft nicht zu? Thymian…

  1. enthält Thymol und Carvacrol

  2. wirkt antibakteriell

  3. wirkt sekretolytisch

  4. wird als Hustenmittel eingesetzt

  5. aus der Wurzeldroge wird ein Tee hergestellt

5

Welche Pflanzenfamilie kann mittels Rhizobien (Wurzelknöllchenbakterien) Luft-Stickstoff binden?

  1. Ranunculaceen (Hahnenfußgewächse)

  2. Lamiaceen (Lippenblütler)

  3. Fabaceen (Schmetterlingsblütler)

  4. Poaceen (Süßgräser)

3

Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae)

Welche Eigenschaften treffen auf Ranunculaceen zu?

  1. sie enthalten die Scharfstoffe Isothiocyanate

  2. sie besitzen vielgestaltige Blüten mit zum Teil größeren Zahlen bei den einzelnen Blütenblatt

  3. ihre Blätter sind paarig gefiedert

  4. sie enthalten Protanemonin, das nach Dimerisierung im Heu ungiftig ist

4

(23 falsch)

(1. Isothiocyanate --> Brassicaceae Senf)

 

Welche der genannten Eigenschaften treffen auf die Fabaceae zu?

  1. Ihre Samen können Stärke, Fett und Eiweiß akkumulieren

  2. In einigen Sippen enthalten die Samen toxische Eiweiße (Lectine)

  3. Die Blätter sind kreuz-gegenständig angeordnet

  4. Die Zellen enthalten das Enzym Myrosinase, welches Scharfstoffe freisetzt

1+2

Die Abbildung zeigt den schematischen Querschnitt durch die Mitte einer geöffneten Frucht. Um welche der genannten Früchte handelt es sich?

 

  1. Balg

  2. Hülse

  3. Schote

  4. Beere

  5. Sammelfrucht

 

schote

Bei welchem Blütenstand handelt es sich um eine Dolde (Anm.: Abbildung 5 verschiedener Blütenstände)? Geben Sie auch ein Beispiel an

Bärenklau

Bei welchen der schematisch dargestellten Blütenstände handelt es sich um eine Ähre?

an Hauptachse sitzende Blüten

Bitte geben Sie eine Kurzbeschreibung des Pflanzenteiles und der spezifischen Elemente, die Sie darin sehen.

 

 

Wurzelquerschnitt:

  • Zentralzylinder mit Gefäßbündel in der Mitte

  • lockere Wurzelrinde rundherum

  • Rhizodermis außen

Was zeigt dieses mikroskopische Präparat?

 

Mais C4 Pflanze Poacea

Was zeigt dieses mikroskopische Präparat?

Querschnitt C3Pflanze

zB Fingerhut (Digitalis)

?

Vielblättrige Lupine 

Familie: Fabacea --> KNÖLLCHENBAKTERIEN, Stickstoffsammler, Dünger

Wild Futterpflanze

Unterschied:

Roggen/Gerste/Weizen

Roggen

Weizen 

Gerste

?

 

Ringelblume calendula officinalis

Asteraceae

Die Garten-Ringelblume enthält viele ätherische Öle, Calenduloside (Oleanolsäureglykoside), Triterpensaponine Carotinoide, Flavonoide, Cumarine und Triterpenalkohole. Sie hat entzündungshemmende, keimzahlmindernde (antimikobiell), immunstimulierende und wundheilungsfördernde Eigenschaften. Vor allem auch bei schlecht heilenden Wunden, Verbrennungen bzw. Verbrühungen. Sie wird in gleicher Weise wie die Blüten derArnika verwendet.

Welches der aufgeführten Ionen ist in Nährlösungen für viele Pflanzen entbehrlich?

  1. Mg2+

  2. PO3-

  3. Ca2+

  4. NO3-

  5. Cl-

5

?

Pflanzenname (Art, Familie): Sojabohne (Glyca max), Leguminose (Fabaceae)

Besondere Merkmale: Stickstoffsammler

Inhaltsstoffe: Proteine, Fett

Wirkung u./od. Verwendung: Futterpflanze (Bohne), wichtiger Proteinlieferant

?

Pflanzenname (Art, Familie): Malve, Malvaceae

Besondere Merkmale:

Inhaltsstoffe: Schleim- und Gerbstoffe

Wirkung u./od. Verwendung: Hustentee (Blätter und Blüten)

Roggen Weizen Gerste

Roggen Weizen Gerste

?

gelber Enzian (Gentiana lutea) Gentianaceae (Enziangewächse)

Arzneipflanze --> Wurzeln und Rhizome, gewaschenund getrocknet

Bitterstofffe --> Anregung Speichel- Magensaftsekretion, appetitanregend, fungistatisch

?

Greiskraut (Senecio sp)

Jacobskreuzkraut (Asteraceae) 

Giftig --> Pyrrolizidin Alkaloide --> Leberschaden

 

?

Raps (Brassica napus) Brassicaceae

Nutzpflanze, Gewinnung von Öl

?

Riesen- Bärenklau (Apiaceae)

Furanocumarine --> hautschädigent, phototoxisch

?

Adlerfarn

Weltweit verbreitet An gestörten Stellen Weideunkraut

Thiaminase (Abbau von Vitamin B1)

Ptaquiloside (tox. Nor-Sesquiterpene)

?

Eibe 

(Taxus sp.) Taxaceae

Kennzeichen
Nadel unterseits grün Nadelansatz herablaufend Same mit rotem Samenmantel Nicht aromatisch (ohne Harz)

GIFTIG Inhaltsstoffe: (Pseudo)-Alkaloide

Paclitaxel aus Taxus brevifolia ist cytostatisch 

?

Blauer Eisenhut

Ranunculaceae

GIFTIG Diterpen-Alkaloide: Aconitin 

?

gelber Eisenhut

Ranunculacea

Giftig Diterpen-Alkaloide: Aconitin 

?

Hahnenfuss

Ranunculaceae

Hahnenfuß

Ranunculus sp.

Wiesenpflanze
Alle Ranunculus-Arten sind giftig (Protoanemonin). Aufgrund ihres beißenden Geschmacks werden sie vom Vieh gemieden. Die Giftstoffe werden jedoch durch Trocknen abgebaut, so dass Heu, welches getrocknete Hahnenfuß-Arten enthält, unschädlich ist. Abgemähte Stängel können bei Kontakt Hautreizungen hervorrufen (Wiesendermatitis).[

?

Hopfen Humulus lupulus

Cannabaceae

Inhaltsstoffe
Harze mit Bitterstoffen:Acylphloroglucide: Humulone, Lupulone Ätherisches Öl
Gerbstoffe 

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