Medizinische Bildgebung

Ultraschall, Röntgen, Computertomographie und MRT mit physikalischen Hintergründen

Ultraschall, Röntgen, Computertomographie und MRT mit physikalischen Hintergründen


Lina Schad
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der medizinischen Bildgebung, insbesondere der Magnetresonanztomographie (MRT). Sie decken physikalische Grundlagen wie Magnetfelder, Energieübertragung und Signalverarbeitung ab, erklären Verfahren wie Ultraschall und Röntgenstrahlung sowie deren Anwendungen in der Diagnostik. Studierende und Fachkräfte profitieren von diesem Überblick, da er technische Details mit klinischer Relevanz verbindet und Sicherheitsaspekte sowie Bildgebungssequenzen praxisnah erläutert.
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Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
30.03.2014 / 02.04.2026

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Elektromagnetische Strahlung Formel für Frequenz

\(\nu = \frac{c}{\lambda}\)

Elektromagnetische Strahlung: Energie

  • \(E = h\cdot \nu\)
  • \(h\): Planck'sches Wirkungsquantum

Eletromagnetische Strahlung:
Verfahren mit ionisierender Strahlung

  • Röntgen
  • Spektroskopie
  • PET

Eletromagnetische Strahlung:
Verfahren mit ionisierender Strahlung - Strahlungsarten

  • Röntgenstrahlung
  • Alphastrahlung
  • Betastrahlung
  • Gammastrahlung (harte Röntgenstrahlung)
  • Neutronenstrahlung

Ultraschall:

elastische Medien

mögliches Auftreten:

  • Longitudinalwellen
  • Transversalwellen

Weil Atome längs bzw. quer zur Schallausbreitung schwingen

Ultraschall:

Gase und Flüssigkeiten

  • nur Existenz von Longitudinalwellen
  • weil keine Scherkräfte möglich sind

Ultraschall:

biologisches Gewebe

Meist wie zähe Flüssigkeit.

Ultraschall:

Einleitung

  • meist Echoimpulsverfahren
  • auch zur Stoßwellentherapie genutzt
  • 16 kHz - 1 GHz

Ultraschall:

Stoßwellentherapie

Beseitigung von Steinen:

  • Rissbildung
  • Wasser dringt ein
  • Unterdruck der Stoßwelle
    • Blasen implodieren

Ultraschall:

Andere Verwendungszwecke

  • Echolot
  • Materialprüfung
  • Materialbearbeitung
  • Materialreinigung

Ultraschall:

Größenordnungen: Intensität

gemittelt 

\(I < 100 \frac{mW}{cm^2}\)

Ultraschall:

Größenordnungen: Druck

gemittelt

\(p < 0{,}6\cdot 10^5 Pa\)

Ultraschall:

Größenordnungen: Auslenkung

gemittelt

\(s < 2 \cdot 10^{-6} mm\)

Ultraschall:

Größenordnungen: Schnelle

gemittelt

\(v < 3{,}5 \frac{cm}{s}\)

Ultraschall:

Größenordnungen: Beschleunigung

g = 9,81 m s-2

105g

Ultraschall:

Größenordnungen: Frequenz

\(\nu\): MHz

Ultraschall:

Größenordnungen: Geschwindigkeit

c: 1500 1/s

Ultraschall:

Größenordnungen: Wellenlänge

λ: 1mm

Ultraschall:

Erzeugung

Piezoeffekt

  • elastische Verformung fester Körper
  • dadurch Auftreten elektrischer Spannung

Ultraschall:

Schallausbreitung

  • Hookesches Gesetz
  • Teilchenauslenkung << λ
  • Wärmetransport zu vernachlässigen
    • wegen schneller Änderung der Zustandsgrößen
  • Wellengleichung

Hookesches Gesetz

  • rücktreibende Kraft ist proportional zur elastischen Deformation dV eines Volumenelements V
  • Druckänderung
  • \(dp = -K \frac{dV}{V}\)
  • \(K\): Kompressionsmodul
  • \(\kappa = K^{-1}\) : Kompressibilität

Wellengleichung

  • \(p(x,t) = p_0\sin(\omega t-kx)\)
  • D'Alembertsche Wellengleichung
  • Phasengeschwindigkeit des Schalls

Ultraschall:

Schallgeschwindigkeit

\(v_{Ph} = c= \sqrt{K/\rho}\)

 

Ultraschall:

Schallschnelle und Schallimpedanz

  • \(v\): Schallschnelle
    • Zeitableitung der Teilchenauslenkung
  • \(Z = \frac{dp}{v} = \rho c\): Schallimpedanz

Ultraschall:

Energiedichte und Intensität

  • Intensität ist Leistung pro Fläche
  • Energiedichte gegeben durch max. kin. Energie der schwingenden Teilchen

  • \(I = \frac{1}{2}c\rho v^2_{\max}\)

Ultraschall:

Verhalten an Grenzflächen: Grundlage

Energieerhaltung

Ultraschall:

Verhalten an Grenzflächen: Glatte Grenzfläche

  • Teilweise Reflexion (und Brechung) an Grenzflächen zwischen Medien unterschiedlicher Impedanz
    • Impedanzunterschiede weicher Gewebearten gering → Hauptanteil tritt durch

Ultraschall:

Verhalten an Grenzflächen: Streuung

Vorkommen auch an kleinen Inhomogenitäten mitten im Gewebe

Ultraschall:

Verhalten an Grenzflächen: Streuung: a >> λ

  • geometrisch
  • Streuquerschnitt σ ∼ ω0
  • stark
  • Beispiel
    • Gefäße

Ultraschall:

Verhalten an Grenzflächen: Streuung: a ≈ λ

  • stochastisch
  • mittel
  • Beispiel
    • Leber

Ultraschall:

Verhalten an Grenzflächen: Streuung: a << λ

  • Rayleigh
  • Streuquerschnitt σ ∼ ω4
  • schwach
  • Beispiel:
    • Blut

Ultraschall:

Dämpfung:

Absorption

  • Intensität sinkt längs der Ausbreitungsrichtung
  • \(I(x) = I(0) e^{-\mu x}\)

Ultraschall:

Abstrahlcharakteristik: Ausgangspunkt

Von allen Punkten eines endlich (b) großen Schallerzeugers ausgehende Kugelwellen

Ultraschall:

Abstrahlcharakteristik: Ziel

Intensität abhängig vom Winkel berechnen

Ultraschall:

Abstrahlcharakteristik: Kugelwellen

  • haben Gangunterschiede
    • zwischen Rändern: \(d\)
  • interferieren miteinander
    • \(I_{\varphi} \propto b^2(\sin^2(\frac{\pi d}{\lambda})^2\)

Ultraschall:

Abstrahlcharakteristik: Beugungsbild von Wellen am Spalt

sinc2-förmige Intensitätsverteilung

Ultraschall:

Abstrahlcharakteristik: kreisförmige Schallerzeuger

  • Durchmesser (Apertur) D
  • Winkel α zum 1. Minimum
    • sin α ≈ α ≈ 1,22λ/D

Ultraschall:

Abstrahlcharakteristik: große Apertur D

enge Fokussierung

Ultraschall:

Abstrahlcharakteristik: Ortsauflösungsvermögen

  • umgekehrt proportional zu λ
  • Durchmesser des Beugungsmuster/Schallbündels ∆x proportional zu λ

Ultraschall:

Abstrahlcharakteristik: längere Wellen

  • geringere Schwächung
  • schlechtere Auflösung

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