Medizinische Bildgebung

Ultraschall, Röntgen, Computertomographie und MRT mit physikalischen Hintergründen

Ultraschall, Röntgen, Computertomographie und MRT mit physikalischen Hintergründen


Lina Schad
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der medizinischen Bildgebung, insbesondere der Magnetresonanztomographie (MRT). Sie decken physikalische Grundlagen wie Magnetfelder, Energieübertragung und Signalverarbeitung ab, erklären Verfahren wie Ultraschall und Röntgenstrahlung sowie deren Anwendungen in der Diagnostik. Studierende und Fachkräfte profitieren von diesem Überblick, da er technische Details mit klinischer Relevanz verbindet und Sicherheitsaspekte sowie Bildgebungssequenzen praxisnah erläutert.
Flashcards
288
Students
18
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
30.03.2014 / 02.04.2026

Flashcards

Röntgen:

Detektion:

Detektoren für Computed Tomography

  • Gasdetektoren
  • Szintillationsdetektoren

Röntgen:

Detektion:

Gasdetektoren

  • heute nur noch selten
  • ähnlich Geiger-Müller-Zählrohr
  • effektiver bei hohem Xe-Druck, langer Kammer (
    • auch größere Richtungsselektion
      • Kollimation

Röntgen:

Detektion:

Gasdetektoren:

Wirkungsweise

  • Photoeffekt \(\gamma + Xe \to Xe^+ + e^-\)
  • \(Xe^+, e^-\) wandern zu Kathode/Anode
  • Neutralisierung an Elektrode wird als Strom gemessen

Röntgen:

Detektion:

Gasdetektoren:

Aufbau

Detekorfeld aus vielen Kathode-Anode-Paaren aufgebaut

Röntgen:

Detektion:

Festkörper-Szintillationsdetektoren

  • Standard bei CT
  • Abklingdauer der Lumineszenz \(< 1 \mu s\)
    • hohe Abtastraten möglich
  • Mit Szintillationsdetektion möglich
    • Detektorfelder für Mehrzeilensysteme

Röntgen:

Detektion:

Festkörper-Szintillationsdetektoren:

Szintillation

Anregung von Molekülen durch Photonen oder geladene Teilchen, Energieabgabe in Form von Licht

Röntgen:

Detektion:

Festkörper-Szintillationsdetektoren:

Aufbau

  • Szintillatormedium
    • Kristalle Csl/Bismutgermanat/BGO/CdWO\(_4\)/Keramik Gd\(_2\)O\(_2\)S
  • Photonendetektor
    • Photodioden

Röntgen:

Detektion:

Festkörper-Szintillationsdetektoren:

Ablauf

  • \(\gamma\) erzeugen freie \(e^-\)/El.-Löcher/Paare von beiden
  • diese wandern im Kristall zu Aktivatorzentrum
    • Dotierung
  • Aktivator wird angeregt, beim Rückfall in Grundzustand Photonenemission

Röntgen:

Kontrastmittel, Angio

  • verschiedene Weichgewebe unterscheiden sich kaum im Schwächungskoeffizient
  • Kontrastmittel
    • jodhaltige
      • Angio
    • BaSO\(_4\)
      • Magen-Darm-Trakt
  • Digitale Subtraktionsangiographie

Röntgen:

Besondere Techniken

Verhältnis

Verhältnis der Schwächungskoeffizienten Knochen/Weichgewebe abhängig von der Quantenenergie (im diagnostischen Energiebereich)

 

Computertomographie:

Radon-Transformation

Definition

Radon-Transformierte einer Funktion \(f(x,y)\) :

Funktionenschar \(p_{\gamma}(\xi)= \int_{\mathbf{e}_{\xi}\cdot \mathbf{r}=\xi} f(x,y)ds\)

mit \(\mathbf{e}_{\xi} = (\cos \gamma, \sin \gamma)\): Linienintegral über alle Punkte \(\mathbf{r}=(x,y)\) mit \(\mathbf{e}_{\xi} \cdot \mathbf{r} = \xi\) (Punkte liegen auf einer Graden)

Computertomographie:

Radon-Transformation:

Identifzierung Projektion \(p_{\gamma}(\xi)\)

mit den Messwerten im Detektorelement \(\xi\) für den Durchstrahlwinkel \(\gamma\)

Reflexionsgesetz

\(\alpha_1 = -\alpha_3\)

 

 

Brechungsgesetz

\(\frac{\sin \alpha_1}{\sin \alpha_2} = \frac{c_1}{c_2}\)

 

Ultraschall:

Dämpfung:

Gewebe

  • Absorptionskoeffizient \(\mu\) ca. proportional zu \(\nu\)

Ultraschall:

Bildgebung:

Nachverarbeitung:

Time Gain Control

Intensitätsanhebung später Echos

Ultraschall:

Bildgebung:

Nachverarbeitung:

Logarithmische Kompression

  • Histogrammausgleich
  • häufige Grauwerte werden auseinander gezogen
  • Grund
    • im Grauwertbereich 0-255 gehen interessierende Unterschiede im Bereich 0-9 unter

Ultraschall:

Abstrahlcharakteristik: Nah- und Fernfeld

natürlicher Fokus

\(f = 0{,}75 R^2/\lambda\)

Computertomographie:

Radon-Transformation:

Fourier Slice Theorem

  • \(F(u,v)\) die zweidimensional Fourier-Transformierte von \(f(x,y)\)
  • Werte von \(F(u,v)\) entlang einer gegenüber der \(u\)-Achse um \(\theta\) geneigten Geraden in der \(u\)-\(v\)-Ebene durch
    • Projektion von \(f(x,y)\) auf die gegenüber der \(x\)-Achse um \(\theta\) geneigte Gerade in der  \(x\)-\(y\)-Ebene
    • und
    • anschließende 1-dim. Fourier-Transformation

Computertomographie:

Scanner-Geometrien

Cone-Beam CT

  • Ausleuchtung einer 2dim Fläche
  • Flat Panel Detector
  • komplizierte Rekonstruktion

Computertomographie:

Scanner-Geometrien:

Sprial-CT

Vorwärtsbewegung der Liege während Rotation

möglich durch slip-ring technology

Computertomographie:

Scanner-Geometrien:

Elektronenstrahl-CT

  • elektronenoptische Bewegung des Brennflecks auf stationärer Anode
  • schneller als mechanische Rotation
    • 50ms/Schicht

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Direct Fourier Inversion:

Ablauf
 

  1. \(p_{\gamma}(\xi)\) messen
  2. 1-dim. FT
  3. eintragen als Werte von \(F(u,v)\) entlang der \(\gamma\)-Geraden
  4. auf kartesisches Gitter interpolieren
    • regridding
  5. inverse 2-dim. FT \(\to f(x,y)\)

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Direct Fourier Inversion: Nachteil

  • Regridding erzeugt Fehler
  • Fehler sind bei großen \(u,v\) größer
    • geringe Punktdichte

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Direct Fourier Inversion:

mögliche Lösung für Regridding-Problem

  • Linogram-Methode
    • nichtäquidist. Sampling
    • Punkte \((u,v)\) auf konzentrischen Quadraten statt Kreisen

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Direct Fourier Inversion:

bessere Lösung für Regridding-Problem

  • gefilterte Rückprojektion
  • heute Standard

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Einfache Rückprojektion

ignoriert Unterschied zwischen \(\tilde p_{\gamma}(\xi)\) und \(p_{\gamma}(\xi)\)

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Einfache Rückprojektion

Ablauf

  1. Start mit "leerem" \(f_{\text{reco}}(x,y)\)
  2. Ort \((x,y)\) wählen
  3. \(\gamma\) wählen
  4. \(\xi = x \cos \gamma + y \sin \gamma\) bestimmen
  5. Messung \(p_{\gamma}(\xi)\) nehmen
  6. diesen Wert zu \(f_{\text{reco}}(x,y)\) addieren
  7. Wdh. ab Schritt 2

Schritte sind gleich für \(\mathbf{r} = (x,y)\) mit \(\mathbf{r} \cdot \mathbf{e}_{\xi} = \xi\)

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Gefilterte Rückprojektion

Wie einfache Rückprojektion, aber ersetze Schritt 5 durch

  • 5.1 Messung \(p_{\gamma}(\xi)\) nehmen
  • 5.2 1-dim. FT \(\to P_{\gamma}(q)\)
  • 5.3 mit \(|q|\) multiplizieren
  • 5.4 1-dim. IFT \(\to \tilde p_{\gamma}(\xi)\)

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Algebraische Rekonstruktion

  • überbestimmtes lineares Gleichungssystem
  • Lösung benötigt eigentlich Matrixinversion
    • unrealistisch wegen der Größe der Matrix
    • stattdessen oft iterative Verfahren zur Lösung verwendet
  • erste Rekonstruktionsmethode
  • teilweise wieder benutzt u. weiterentwickelt

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Algebraische Rekonstruktion:

Nachteile
 

  • langsam
  • rechenaufwendig

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Algebraische Rekonstruktion:

Vorteile

Artefaktkorrektur kann eingebaut werden

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Filtered Layergram

  • einfache Rückprojektion mit Entfernung der Verschmierung durch Entfaltung
  • mathematisch äquivalent zur FBP
  • praktisch nicht benutzt

Computertomographie:

Bildrekonstruktion:

Filtered Layergram:

Nachteil

langsamer als FBP, da alle Projektionen vorliegen müssen, bevor Rekonstruktion starten kann

Computertomographie:

Artefakte

  • Teilvolumenartefakte
  • Artefakte durch Strahlaufhärtung
  • Streustrahlung
  • Bewegung
    • Spiralaufnahme
    • Patientenbewegung
    • dynamische KM-Gabe
  • Metallartefakte

Computertomographie:

Artefakte:

Metallartefakte

  • Beam Hardening
  • Streuung
  • vollständige Absorption von Rö-Strahlung

Computertomographie:

Artefakte:

Metallartefakte:

Beam Hardening

dunkle Streifen

Computertomographie:

Artefakte:

Metallartefakte:

Streuung

Abschattung dahinter

Computertomographie:

Artefakte:

Metallartefakte:

vollständige Absorption von Rö-Strahlung

  • helle Streifen
    • streak artefacts
  • Reduzierung möglich mit neueren Rekonstruktions-Algorithmen

Magnetresonanztomographie:

Überblick:

Kernspinresonanz:

Prinzip

  • ein starkes magnetisches Feld \(\mathbf{B}_0\) erzeugt eine Probenmagnetisierung \(\mathbf{M}\)
  • \(\mathbf{M}\) spiegelt die Orientierung der magnetischen Momente \(\mu\) der Atomkerne wider
  • die \(\mu\) können durch ein oszillierendes Magnetfeld \(\mathbf{B}_1\) mit bestimmter Frequenz beeinflusst werden

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