Medizinische Bildgebung

Ultraschall, Röntgen, Computertomographie und MRT mit physikalischen Hintergründen

Ultraschall, Röntgen, Computertomographie und MRT mit physikalischen Hintergründen


Lina Schad
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der medizinischen Bildgebung, insbesondere der Magnetresonanztomographie (MRT). Sie decken physikalische Grundlagen wie Magnetfelder, Energieübertragung und Signalverarbeitung ab, erklären Verfahren wie Ultraschall und Röntgenstrahlung sowie deren Anwendungen in der Diagnostik. Studierende und Fachkräfte profitieren von diesem Überblick, da er technische Details mit klinischer Relevanz verbindet und Sicherheitsaspekte sowie Bildgebungssequenzen praxisnah erläutert.
Karten
288
Lernende
18
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
30.03.2014 / 02.04.2026

Flashcards

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Flussdichte

Definition

  • \(\psi \propto ZIU^n\)
  • Quanten pro Fläche und Zeit multipliziert mit Quantenenergie \(h\nu\)
  • \([\psi]: \frac{W}{m^2}\)

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Flussdichte:

Zahl emittierter Quanten ist...

  • \(\propto\) Zahl auftreffender Elektronen (Strom \(I\))
  • \(\propto\) Wirkungsgrad \(\eta \propto Z\)

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Flussdichte:

die Quantenenergie ist...

\(\propto U\)

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Filterung:

energiearme Quanten

  • tragen zur Bildgebung kaum bei, belasten aber den Patienten
  • werden bevorzugt absorbiert
    • beam hardening
  • deshalb Verwendung von Filtern
    • Entfernen energieärmere Quanten
    • Aufhärten

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Filter, typische Energien

weich

  • Röntgendiffraktometer
  • \(U = 1 kV\)
  • \(\lambda_{\min} = 1{,}242 nm\)

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Filter, typische Energien

mittel

  • \(U = 10kV\)
  • \(\lambda_{\min} = 0{,}142 nm\)

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Filter, typische Energien

hart

  • Röntgendiagnostik
  • \(U = 100kV\)
  • \(\lambda_{\min} = 0{,}012 nm\)

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Kathodenmaterial

  • Temperatur liegt bei ca. 2700K
  • oft Wolfram
    • gute therm. Eigenschaften
  • Abdampfen kann Isolierstrecken in der evakuierten Röhre beeinträchtigen und führt zu Durchschmelzen der Kathode
  • Heizdraht möglichst kurz einschalten
    • auf 1500K vorheizen
    • in 1s auf Emissionstemperatur hochheizen

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Anodenmaterial

Eigenschaften

  • möglichst hohe Ordnungszahl \(Z\)
  • hoher Schmelzpunkt
  • gute Wärmeleitfähigkeit
  • Eindringtiefe der Elektronen \(\le 30 \mu m\)
  •  

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Anodenmaterial:

in med. Diagnostik

meist Drehanode \(3000/\min\)

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Anodenmaterial:

Brennfleckgröße

bestimmt Abbildungseigenschaften (MTF)

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Regelung:

niedrige \(U\)

  • Feldabschirmung durch Elektronenwolke
  • \(I\propto U^{3/2}\)
    • Raumladungsgesetz

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Regelung

hohe \(U\)

  • alle \(e^-\) werden abgesaugt
  • \(I = I_S = j_eA_{\text{Emitter}}\)
    • Sättigungsstrom
  • mit der Emitteroberfläche \(A_{\text{Emitter}}\)
  • \(\Rightarrow I = f_1(j_e) = f_2(T_K) = f_3(P_H) = f_4(I_H)\)
    • \(f_i\): irgendeine Funktion
    • \(P_H\): Heizleistung
    • \(I_H\): Heizstrom
  • \(I\) hängt dann nicht mehr von \(U\) ab

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Regelung

  • wähle Heizstrom \(I_H\) entsprechend für gewünschtes \(I\)
  • jedem \((U,I)\) ist ein \(I_H\) zugeordnet

Röntgen:

Erzeugung von Röntgenstrahlung:

Dosisangabe

  • bildgebende Dosis \(D\) hängt von \(U, I\) und der Belichtungszeit \(t_A\) ab
    • \(D \propto f(U)It_A\)
  • üblich ist die Angabe von \(D\) in Form der Ladungsmenge
    • \(Q = \int_0^{t_A}I(t)dt\)
      • in mAs
      • wird oft auf Röntgenaufnahmen angegeben

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Allg. Schwächungsgesetz Lambert-Beer

  • \(\frac{dI}{dx} = -\mu I (x)\\ I(x) = I_0e^{-\mu x}\)
    • mit \(I_0 = I(0)\)
  • \([\mu] = \frac{1}{m}\)

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Allgemeines Schwächungsgesetz Lambert-Beer:

Schwächungskoeffizient

  • setzt sich aus Streu- und Absorptionskoeffizienten zusammen
  • \(\mu = \mu_s + \alpha\)

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Allgemeines Schwächungsgesetz Lambert-Beer:

Voraussetzung

gestreute Strahlung wird komplett entfernt

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Hounsfield Unit

Luft

-1000HU

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Hounsfield Unit:

Wasser

0 HU

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Photoeffekt

  • Photon gibt Energie an Hüllenelektron ab
    • Bindungsenergie \(< h\nu\)
  • Elektron wird abgetrennt
    • Rest der Energie ist kinetische Energie des Elektron
    • \(h\nu \to E_{\text{Ablös}}+E_{e, kin}\), \(\alpha \propto Z^4\lambda^3\)

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Rayleigh-Streuung

  • elastisch
  • elektrisches Feld der Lichtwelle polarisiert Atomhülle periodisch, die strahlt Energie wieder ab
    • beschleunigte Ladung
    • \(\mu_s\propto \nu^4\)

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Compton-Streuung

  • inelastisch
  • \(\gamma\) kollidiert mit schwach gebundenen Hüllenelektronen
  • Ionisation
  • \(\gamma\) gibt Teil der Energie ab
    • \(h\nu \to (E_{\text{Ablös}})+E_{e, kin}+h\nu'\), \(\nu' < \nu\)
    • Energieübertrag hängt vom Streuwinkel ab

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Compton-Streuung

  • inelastisch
  • \(\gamma\) kollidiert mit schwach gebundenen Hüllenelektronen
  • Ionisation
  • \(\gamma\) gibt Teil der Energie ab
    • \(h\nu \to (E_{\text{Ablös}})+E_{e, kin}+h\nu'\), \(\nu' < \nu\)
    • Energieübertrag hängt vom Streuwinkel ab

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Compton-Streuung

  • inelastisch
  • \(\gamma\) kollidiert mit schwach gebundenen Hüllenelektronen
  • Ionisation
  • \(\gamma\) gibt Teil der Energie ab
    • \(h\nu \to (E_{\text{Ablös}})+E_{e, kin}+h\nu'\), \(\nu' < \nu\)
    • Energieübertrag hängt vom Streuwinkel ab

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

Paarerzeugung

  • Im Feld eines Kerns teilt sich \(\gamma\) auf in \(e^-\) und dessen Antiteilchen \(e^+\)
  • \(e^+\)zerstrahlt nach kurzer Wegstrecke mit anderem \(e^-\)
  • Kern nimmt Impuls auf

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

dominanter Schwächungsmechanismus im diagnistischen Energiebereich:

in Blei

photoelektrische Absorption

Röntgen:

Wechselwirkung mit Materie:

dominanter Schwächungsmechanismus im diagnostischen Energiebereich:

in Wasser

  • Compton-Streuung
  • für die Dosierberechnung müssen die Sekundärphotonen der Compton-Streuung berücksichtigt werden

Röntgen:

Dosis:

Dosisdefinition:

Energiedosis

  • schwer zu messen
  • nimmt mit Eindringtiefe ab

Röntgen:

Dosis:

Dosisdefinition:

Ionendosis

  • leichter messbar als Energiedosis
  • materialabhängige umrechnung

Röntgen:

Dosis:

Dosisdefinition:

Äquivalentdosis

  • Bewertungsfaktor \(q\) berücksichtigt rel. biol. Wirksamkeit
  • \(p^+\) verursachen z.B. auf gleicher Wegstrecke mehr Ionisationen als \(e^-\)

Röntgen:

Dosis:

Dosisdefinition:

"typische Dosis"

meint meist Werte für die Haut

Röntgen:

Dosis:

Dosisdefinition:

"typische Dosis":

Thorax

typ. Hautdosis:

\(1 mGy\)

Röntgen:

Dosis:

Dosisdefinition:

"typische Dosis"

Magen-Darm

typ. Hautdosis:

\(160 mGy\)

Röntgen:

Dosis:

Dosisdefinition:

"typische Dosis":

Mammographie

typ. Hautdosis:

\(25 mGy\)

Röntgen:

Dosis:

Dosisdefinition:

"typische Dosis":

Herzkatheteruntersuchung

typ. Hautdosis:

\(410 mGy\)

Röntgen:

Detektion:

Röntgenquanten

haben ein so hohes Durchdringvermögen, dass nur 1% der empfangenen Strahlung im Film absorbiert wird

\(\Rightarrow\) sehr hohe Dosis wäre nötig

 

Röntgen:

Detektion:

Röntgenfilme

im Sichtbaren stärker empfindlich als Röntgenquanten

Röntgen:

Detektion:

Verstärkerfolien

Dosisverringung durch Umwandlung in sichtbares Licht

Röntgen:

Detektion:

Lumineszenz

  • durch Energiezufuhr angeregte reine Lichemission eines Körpers
  • Fluoreszenz
    • klingt schnell ab
  • Phosphoreszenz
    • leuchtet länger nach

Study