Medizinische Bild- und Signalverarbeitung
Bildbe- und -verarbeitung, Signalverarbeitung, Mustererkennung
Bildbe- und -verarbeitung, Signalverarbeitung, Mustererkennung
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Lernkarten
Dilatation
Dünn verbundene Objekte
Verbindung wird größer
Closing
Dünn verbundene Objekte
gleich
Erosion von Binärbildern
Effekte
- Objekte (mit Wert 1) werden verkleinert (erodiert)
- kleine Strukturen/Objekte verschwinden
- Bildhintergrund (Wert 0) dehnt sich aus
Erosion von Binärbildern
Interpretation
- Erosion von Binärbildern entspricht logischer UND-Verknüpfung von \(I\) und \(E\)
- Alternative Formulierung \(I \ominus E = \{w \in Z^2 \mid w+e \in I \text{ } \forall e \in E\}\)
- Erosion beschreibt die Minkowski-Subtraktion zweier Mengen
- \(I \ominus E = \bigcap_{e \in E} I_{-e}\)
- Ist keine Umkehroperation der Dilatation!
Erosion von Binärbildern
Methode
- Das Strukturelement \(E\) wird sukzessive über das Bild \(I\) geschoben
- An jeder Bildposition wir überprüft, ob alle Elemente des Struktruelementes \(E\) in der Menge der gesetzten Bildpunkte \(I\) enthalten sind
- Überprüfung, ob \(E\) Teilmenge von \(I\)
- Wenn \(E\) eine Teilmenge von \(I\) ist, so wird der Aufpunkt \(p\) in die Ergebnismenge aufgenommen, sonst nicht
\(E_p\) Strukturelement
- Strukturelement \(E\)
- mit Referenzpunkt in \(p\)
Erosion von Binärbildern
Definition
- Erosion eines Binärbildes \(I\) mit dem Strukturelment \(E\)
- \(I \ominus E = \{p \mid E_p \subseteq I\}\)
Dilatation von Binärbildern
Methode
- Das Strukturelement \(E\) wird sukzessive über das Bild \(I\) geschoben: Strukturelement mit Referenzpunkt in
- An jeder Bildposition wird überprüft, ob wenigstens ein Element des Strukturelements \(E\)in der Menge der gesetzten Bildpunkte \(I\) enthalten ist
- Überprüfung ob Schnittmenge von \(E\) und \(I\) nicht leer ist
Dilatation von Binärbildern
Definition
- Dilatation eines Binärbildes \(I\) mit Strukturelement \(E\)
- \(I \oplus E = \{p \mid E_p \cap I \neq \emptyset\}\)
Dilatation von Binärbildern
Effekte
- Objekte (mit Wert 1) dehnen sich aus (dilatiert)
- Kleine Objekte/Strukturen werden vergrößert
- Bildhintergrund (Wert 0) wird kleiner
Erosion
Anwendung
- Entfernung irrelevanter Details im Bild
- Entfernen dünner Verbindungen zwischen Objekten
- Detektion von Saatpunkten großer Objekte
Dilatation
Anwendung
- Vergrößern dünner Strukturen im Bild
- Gefäßsegmentierung
- Schließen von kleinen Konturlücken
- Erweitern von Masken für nachfolgende Operationen
- Sicherheitsbereiche
Erosion und Dilatation
Zusammenhang
- Dilatation und Erosion sind !!keine!! Umkehroperationen, d.h. durch die Hintereinanderausführung von Erosion und Dilatation werden die Objekte nicht exakt sondern nur "ungefähr" wieder hergestellt
- Dilatation sind dual bzgl. des Komplements
- \((I \ominus E)^c = I^c \oplus E\)
Opening
- Erosion
- Dilatation des Ergebnsses der Erosion
- \(I \circ E = (I \ominus E) \oplus E\)
Opening
Eigenschaften
- \(I \circ E\) beinhaltet grobe Teile der Segmentierung \(I\)
- Feine Details und Kleinteile werden entfernt
- Objekt können in Teilobjekte zerfallen, da dünne Verbindungen eliminiert werden
- Glättung von Objektkanten
Closing
- Dilatation
- Erosion des Ergebnisse der Dilatation
- \(I \bullet E = (I \oplus E) \ominus E\)
Closing
Eigenschaften
- \(I \bullet E\) füllt keine Details auf
- Lücken in Segmentierungen werden geschlossen
- Dicht benachbarte Bildobjekte verschmelzen
- Glättung von Objektkanten
Opening
Intuitive Interpretation
Ergebnis sind die Pixel, die vom Strukturelement erreicht werden, wenn es "innerhalb" des Objektes verschoben wird.
Closing
Intuitive Interpretation
Ergebnis sind die Pixel, die vom Strukturelement nicht erreicht werden, wenn es "außerhalb" des Objektes verschoben wird.
Histogrammdehnung
\((g+a)b = \frac{g- \min(G)}{\max(G)-\min(G)} \cdot 255\)
PQ-Strecke
- Überleitung der Erregung auf die Kammern
- Verzögerung in der Reizweiterleitung im AV-Knoten
- isoelektrische Linie
QRS-Komplex
- Erregungsausbreitung in den Kammern
T-Welle
- Erregungsrückbildung in der Ventrikelmuskulatur
P-Welle
- erster sichtbarer Teil der elektrischen Herzaktion
- wird durch Sinusknoten ausgelöst
Faltung zweier kontinuierlicher Funktionen \(f\) und \(g\)
\((f * g)(x,y) = \iint f(a,b)g(x-a,y-b) da db\)
Faltung zweier diskreter Funktionen \(f\) und \(g\)
\((f*g)(x,y) = \sum_i\sum_j f(i,j)g(x-i,y-j)\)
Diskrete Faltung eins Bildes \(f\) mit einer Maske \(M\)
\((f*M)(x,y) = \sum_{i=x-m}^{x+m}\sum_{j=y-m}^{y+m}f(i,j)M(x-i,y-i)\\ \stackrel{\mathrm{\begin{aligned}k&:=i-x\\l&:=j-y\end{aligned}}}= \sum_{k=-m}^m \sum_{-m}^mf(x+k,y+l)M(-k,-l)\)
Faltung eines Bildes \(f_{in}\) mit einer Maske \(M\)
\(f_{out}(x,y) = (f*M)(x,y)= \sum_{i=-m}^m\sum_{j=-m}^mf_{in}(x+i,y+j)\cdot M(-i,-j)\)
Eigenschaften der Faltung
- Kommutativität
- Assoziativität
- Distributivität
- Linearität
- Fouriereigenschaft
Eigenschaften der Faltung:
Kommutativität
\(f*M = M*f\)
Eigenschaften der Faltung:
Assoziativität
\((f*M_1)*M_2 = f*(M_1*M_2)\)
Eigenschaften der Faltung:
Distributivität
\(f*(M_1+M_2) = f*M_1 + f*M_2\)
Eigenschaften der Faltung:
Linearität
\((\alpha f_1 + \beta f_2)*M = f_1 * \alpha M+f_2*\beta M\)
Eigenschaften der Faltung:
Fouriereigenschaft
\(f*g \leftrightarrow F \cdot G\)
Ausnutzung der Faltungseigenschaften
Fouriereigenschaft
- Die Faltung zweier Bildfunktionen im Ortsraum kann so realisiert werden, dass sie in den Fourierbereich transformiert und ihre Fouriertransformierten multipliziert werden
- nach Rücktransformation in den Bildraum erhält man das Faltungsergebnis
Ausnutzung der Faltungseigenschaften:
Anwendung
Anstelle der diskreten Faltung des Bildes \(f\) mit einer großen Maske \(M\) im Ortsbereich kann es aufwandsgünstiger sein, die Filtermaske \(M\) und das zu filternde Bild \(f\) in den Fourierbereich zu transformieren, zu multiplizieren und die Rücktransformation durchzuführen
DICOM
- Digital Imaging and Communications in Medicine
- Formate für medizinische Bilder und bildbezogene Daten
- Netzwerkorientierte Dienste, z.B.
- Bildübertragung
- Abfrage eines Bildarchivs (PACS)
- Drucken (Hardcopy)
- Integration RIS-PACS-Modalität
- Formate für den Datenträgeraustausch
- Anforderungen an konforme Geräte und Programme