Medizinische Bild- und Signalverarbeitung

Bildbe- und -verarbeitung, Signalverarbeitung, Mustererkennung

Bildbe- und -verarbeitung, Signalverarbeitung, Mustererkennung


Lina Schad
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen der medizinischen Bild- und Signalverarbeitung auf Universitätsniveau. Sie decken Bereiche wie Bildregistrierung, Segmentierung, Klassifikation und die Verarbeitung von Signalen wie EEG und fMRT ab. Die Karteikarten vertiefen sich in mathematische Konzepte wie den Mahalanobis-Klassifikator, Faltung und morphologische Operationen. Sie sind ideal für Studierende und Forscher, die sich mit der Analyse und Interpretation medizinischer Bilder und Signale befassen, um präzise Diagnosen und Behandlungspläne zu erstellen.
Cartes-fiches
258
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
02.04.2014 / 17.02.2015

Cartes-fiches

Dilatation

Dünn verbundene Objekte

Verbindung wird größer

Closing

Dünn verbundene Objekte

gleich

Erosion von Binärbildern

Effekte

  • Objekte (mit Wert 1) werden verkleinert (erodiert)
  • kleine Strukturen/Objekte verschwinden
  • Bildhintergrund (Wert 0) dehnt sich aus

Erosion von Binärbildern

Interpretation

  • Erosion von Binärbildern entspricht logischer UND-Verknüpfung von \(I\) und \(E\)
  • Alternative Formulierung \(I \ominus E = \{w \in Z^2 \mid w+e \in I \text{ } \forall e \in E\}\)
  • Erosion beschreibt die Minkowski-Subtraktion zweier Mengen
    • \(I \ominus E = \bigcap_{e \in E} I_{-e}\)
  • Ist keine Umkehroperation der Dilatation!

Erosion von Binärbildern

Methode

  • Das Strukturelement \(E\) wird sukzessive über das Bild \(I\) geschoben
  • An jeder Bildposition wir überprüft, ob alle Elemente des Struktruelementes \(E\) in der Menge der gesetzten Bildpunkte \(I\) enthalten sind
    • Überprüfung, ob \(E\) Teilmenge von \(I\)
  • Wenn \(E\) eine Teilmenge von \(I\) ist, so wird der Aufpunkt \(p\) in die Ergebnismenge aufgenommen, sonst nicht

\(E_p\) Strukturelement

  • Strukturelement \(E\)
  • mit Referenzpunkt in \(p\)

Erosion von Binärbildern

Definition

  • Erosion eines Binärbildes \(I\) mit dem Strukturelment \(E\)
  • \(I \ominus E = \{p \mid E_p \subseteq I\}\)

Dilatation von Binärbildern

Methode

  • Das Strukturelement \(E\) wird sukzessive über das Bild \(I\) geschoben: Strukturelement  mit Referenzpunkt in
  • An jeder Bildposition wird überprüft, ob wenigstens ein Element des Strukturelements \(E\)in der Menge der gesetzten Bildpunkte \(I\) enthalten ist
    • Überprüfung ob Schnittmenge von \(E\) und \(I\) nicht leer ist

Dilatation von Binärbildern

Definition

  • Dilatation eines Binärbildes \(I\) mit Strukturelement  \(E\)
  • \(I \oplus E = \{p \mid E_p \cap I \neq \emptyset\}\)

Dilatation von Binärbildern

Effekte

  • Objekte (mit Wert 1) dehnen sich aus (dilatiert)
  • Kleine Objekte/Strukturen werden vergrößert
  • Bildhintergrund (Wert 0) wird kleiner

Erosion

Anwendung

  • Entfernung irrelevanter Details im Bild
  • Entfernen dünner Verbindungen zwischen Objekten
  • Detektion von Saatpunkten großer Objekte

Dilatation

Anwendung

  • Vergrößern dünner Strukturen im Bild
    • Gefäßsegmentierung
  • Schließen von kleinen Konturlücken
  • Erweitern von Masken für nachfolgende Operationen
    • Sicherheitsbereiche

Erosion und Dilatation

Zusammenhang

  • Dilatation und Erosion sind !!keine!! Umkehroperationen, d.h. durch die Hintereinanderausführung von Erosion und Dilatation werden die Objekte nicht exakt sondern nur "ungefähr" wieder hergestellt
  • Dilatation sind dual bzgl. des Komplements
    • \((I \ominus E)^c = I^c \oplus E\)

Opening

  1. Erosion
  2. Dilatation des Ergebnsses der Erosion
  • \(I \circ E = (I \ominus E) \oplus E\)

Opening

Eigenschaften

  • \(I \circ E\) beinhaltet grobe Teile der Segmentierung \(I\)
  • Feine Details und Kleinteile werden entfernt
  • Objekt können in Teilobjekte zerfallen, da dünne Verbindungen eliminiert werden
  • Glättung von Objektkanten

Closing

  1. Dilatation
  2. Erosion des Ergebnisse der Dilatation
  • \(I \bullet E = (I \oplus E) \ominus E\)

Closing

Eigenschaften

  • \(I \bullet E\) füllt keine Details auf
  • Lücken in Segmentierungen werden geschlossen
  • Dicht benachbarte Bildobjekte verschmelzen
  • Glättung von Objektkanten

Opening

Intuitive Interpretation

Ergebnis sind die Pixel, die vom Strukturelement erreicht werden, wenn es "innerhalb" des Objektes verschoben wird.

Closing

Intuitive Interpretation

Ergebnis sind die Pixel, die vom Strukturelement nicht erreicht werden, wenn es "außerhalb" des Objektes verschoben wird.

Histogrammdehnung

\((g+a)b = \frac{g- \min(G)}{\max(G)-\min(G)} \cdot 255\)

EKG-Kurve

s. Bild

PQ-Strecke

  • Überleitung der Erregung auf die Kammern
  • Verzögerung in der Reizweiterleitung im AV-Knoten
  • isoelektrische Linie

QRS-Komplex

  • Erregungsausbreitung in den Kammern

T-Welle

  • Erregungsrückbildung in der Ventrikelmuskulatur

P-Welle

  • erster sichtbarer Teil der elektrischen Herzaktion
  • wird durch Sinusknoten ausgelöst

Lokale Operatoren

Nachbarschaften

4-Nachbarn

s. Bild

Lokale Operatoren

Nachbarschaften

8-Nachbarn

s. Bild

Faltung zweier kontinuierlicher Funktionen \(f\) und \(g\)

\((f * g)(x,y) = \iint f(a,b)g(x-a,y-b) da db\)

Faltung zweier diskreter Funktionen \(f\) und \(g\)

\((f*g)(x,y) = \sum_i\sum_j f(i,j)g(x-i,y-j)\)

Diskrete Faltung eins Bildes \(f\) mit einer Maske \(M\)

\((f*M)(x,y) = \sum_{i=x-m}^{x+m}\sum_{j=y-m}^{y+m}f(i,j)M(x-i,y-i)\\ \stackrel{\mathrm{\begin{aligned}k&:=i-x\\l&:=j-y\end{aligned}}}= \sum_{k=-m}^m \sum_{-m}^mf(x+k,y+l)M(-k,-l)\)

Faltung eines Bildes \(f_{in}\) mit einer Maske \(M\)

\(f_{out}(x,y) = (f*M)(x,y)= \sum_{i=-m}^m\sum_{j=-m}^mf_{in}(x+i,y+j)\cdot M(-i,-j)\)

Eigenschaften der Faltung

 

  • Kommutativität
  • Assoziativität
  • Distributivität
  • Linearität
  • Fouriereigenschaft

Eigenschaften der Faltung:

Kommutativität

\(f*M = M*f\)

Eigenschaften der Faltung:

Assoziativität

\((f*M_1)*M_2 = f*(M_1*M_2)\)

Eigenschaften der Faltung:

Distributivität

\(f*(M_1+M_2) = f*M_1 + f*M_2\)

Eigenschaften der Faltung:

Linearität

\((\alpha f_1 + \beta f_2)*M = f_1 * \alpha M+f_2*\beta M\)

Eigenschaften der Faltung:

Fouriereigenschaft

\(f*g \leftrightarrow F \cdot G\)

Ausnutzung der Faltungseigenschaften

Fouriereigenschaft

  • Die Faltung zweier Bildfunktionen im Ortsraum kann so realisiert werden, dass sie in den Fourierbereich transformiert und ihre Fouriertransformierten multipliziert werden
  • nach Rücktransformation in den Bildraum erhält man das Faltungsergebnis

Ausnutzung der Faltungseigenschaften:

Anwendung

Anstelle der diskreten Faltung des Bildes \(f\) mit einer großen Maske \(M\) im Ortsbereich kann es aufwandsgünstiger sein, die Filtermaske \(M\) und das zu filternde Bild \(f\) in den Fourierbereich zu transformieren, zu multiplizieren und die Rücktransformation durchzuführen

DICOM

  • Digital Imaging and Communications in Medicine
  • Formate für medizinische Bilder und bildbezogene Daten
  • Netzwerkorientierte Dienste, z.B.
    • Bildübertragung
    • Abfrage eines Bildarchivs (PACS)
    • Drucken (Hardcopy)
    • Integration RIS-PACS-Modalität
  • Formate für den Datenträgeraustausch
  • Anforderungen an konforme Geräte und Programme

Étudier