Eigler SS 14


Florian Jakobs
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Medienbetriebslehre auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie die Organisation von Unternehmen, verschiedene Arten von Projekten und deren Management, sowie Marketingstrategien und deren Kontrolle ab. Besonders behandelt werden auch die Ziele und Vorteile unterschiedlicher Organisationsformen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit. Studierende und Fachleute im Bereich Medienwirtschaft profitieren von diesen Karteikarten, um ein tiefes Verständnis der betriebswirtschaftlichen Prozesse und Strukturen in Medienunternehmen zu erlangen.
Karten
57
Lernende
11
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
19.07.2014 / 31.07.2023

Lernkarten

Was sind die Grundprinzipien der Wirtschaftlichkeit?

allgemeines Rationalprinzip mit zwei Auslegungen:

1. Minimalprinzip

2. Maximalprinzip

Was sind Kennzahlen der Wirtschaftlichkeit?

 

1. Produktivität (Verhältnis Output/Input)

2. Wertmäßige Wirtschaftlichkeit (Verhältnis Ertrag/Aufwand oder Leistung/Kosten)

3. Gewinn (Differenz Ertrag/Aufwand)

4. Rentabilität (Verhältnis Gewinn/eingesetztes Kapital)

5. Barwert, interner Zinsfuß, Annuität  (Kennzahlen finanzmathematischer 
Verfahren der Wirtschaftlichkeitsrechnung. Ziel: isolierte Beurteilung 
der Vorteilhaftigkeit von Investitionsprojekten)

 

Was sind die Besonderheiten von Medienprodukten?

- hoher Dienstleistungsanteil

- hohe "First Copy Costs"

- begrenzte Exportfähigkeit

- illegale, kostenlose Angebote

- Netzwerkeffekte

- Kultur-Aspekt

- Verbundproduktion

- Marktverbundbeziehungen

(+ weitere)

Unternehmen sind eingebettet in ein wirtschaftliches und ein gesellschaftliches (bei Medien besonders wichtig!) Umfeld. Wie heißen die Teilsysteme?

1. religiöses Teilsystem
2. politisch-administratives Teilsystem
3. ökonomisches Teilsystem

-> wechselseitige Beziehungen

 

Was regelt die Wirtschaftsordnung?

Sie regelt, welche Akteure im wirtschaftlichen Geschehen welche 
Entscheidungen treffen dürfen.

Was sind die Idealtypen der Wirtschaftsordnung?

Liberalismus -> Marktwirtschaft 
Sozialismus -> Zentralverwaltungswirtschaft

in Deutschland: „Soziale Marktwirtschaft“

 

Was ist der "Shareholder Value"?

Der Shareholder Value (deutsch: Aktionärswert) ist als Marktwert des Eigenkapitals definiert und entspricht vereinfacht dem Unternehmenswert und dem davon abhängigen Wert der Anteile. Der Shareholder-Value-Ansatz ist ein von Alfred Rappaport entwickeltes betriebswirtschaftliches Konzept, welches das Unternehmensgeschehen als eine Reihe von Zahlungen (Cashflows) betrachtet, analog zu der aus einer (Sach-)Investition resultierenden Zahlungsreihe. Die Bewertung des Unternehmens wird anhand der freien Cashflows ermittelt. Der Shareholder Value ergibt sich dabei aus den auf den Bewertungszeitpunkt diskontierten Freien Cashflows abzüglich des Marktwertes des Fremdkapitals (also z. B. Bankverbindlichkeiten).

(Quelle: Wikipedia)

Was bedeutet "Corporate Governance"?

Corporate Governance (deutsch: Grundsätze der Unternehmensführung) bezeichnet den Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen.[1][2] Der Ordnungsrahmen wird maßgeblich durch Gesetzgeber und Eigentümer bestimmt. Die konkrete Ausgestaltung obliegt dem Aufsichts- bzw. Verwaltungsrat und der Unternehmensführung.

(Quelle: Wikipedia)

Was legt die Unternehmensverfassung fest?

Die Ordnung bzw. Grundstruktur des Unternehmens.

(nur zum Teil gesetzlich geregelt)

im Einzelnen:

- grds. Zwecksetzung des Unternehmens
- Unternehmensorgane bzw. Kompetenzsystem
- Schlichtungsregelungen, Regeln zur Konflikthandhabung
- Träger des Unternehmens
- Grundrechte und -pflichten der Unternehmensmitglieder 
 

Welche Rechtsformen kann eine Kapitalgesellschaft haben und welche Mischformen gibt es?

- AG

- GmbH

- UG

Mischformen:

- GmbH & Co. KG

- AG & Co. KG

- KGaA

Welche Arten von Unternehmenszusammenschlüssen gibt es?

1. Kooperation

2. Konzentration (Akquisition u. Eingliederung, Fusion, verbundene Unternehmen gem.§15 AktG, insb. Konzern als 
Unternehmenszusammenschluss rechtlich selbstständiger Unternehmen unter „einheitlicher Leitung“)

 

Welche Kooperationskonzepte werden unterschieden?

- Horizontale Vernetzung ( beide Unternehmen arbeiten an der selben Wertschöpfungsketten -> Kostenteilung bei der Produktion)

- Vertikale Vernetzung (einer produziert, einer vertreibt)

- laterale Vernetzung (zwei Unternehmen verschiedener Branchen -> Kaufanreize)

Was ist die Konsequenz einer Fusion?

Verlust der wirtschaftlichen und rechtlichen Selbstständigkeit der 
fusionierenden Unternehmen.

 

Welche Ebenen der institutionellen Regelung der Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gibt es?

1. Staatliche Ebene (schafft und sichert Rahmenbedingungen, verhält sich neutral

2. Ebene der Tarifautonomie (z.B. : Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände)

3. Ebene des Unternehmens u. des Betriebs (Mitbestimmungsgesetz, Betriebsverfassungsgesetz)

4. Ebene des individuellen Arbeitsvertrags

Was sind die Ziele der Mitbestimmung auf Betriebsebene?

- Schaffung von Organen der Interessenvertretung der Mitarbeiter

- Festlegung von Rechten und Pflichten der Mitarbeiter, ihrer 
  Organe und des Unternehmers bzw. des Arbeitgebers

-  Abgrenzung von Mitbestimmungsfeldern

-  Bestimmung von Verfahren und Grenzen der Mitwirkung

- Schaffung von Organen und Verfahren der Konflikthandhabung 
  ( z.B. Einigungsstelle)

auch: Unterstützung der Herausbildung von Formen der 
Kooperation zwischen Unternehmen/Betrieb und Mitarbeitern

 

Welche Rechte hat der Betriebsrat?

- muss informiert werden ( z. B. Personalplanung)

- muss angehört werden ( z. B. vor jeder Kündigung)

- muss mitberaten ( z. B. Gestaltung von Arbeitsplätzen)

- muss zustimmen ( z. B. Einstellungen, Versetzungen)

- bestimmt mit ( z. B. Arbeitszeitregelungen)

Was sind "Tendenzbetriebe"?

Unternehmen, die „Zwecken der Berichterstattung
oder Meinungsäußerung (…) dienen“

(Besondere Regelungen der Mitbestimmung aufgrund möglicher Interessensgegensätze, z. B. Verlag/Redaktion)

Welche Leistungserstellungsstufen gibt es bei Medienprodukten?

1. Erzeugung medialer Inhalte
2. Bündelung der Inhalte und Erstellung einer „first copy“
3. Distributon über Massenmedien

Was sind Ziele der Leistungserstellung?

- Wirtschaftlichkeit der Produktion

-  hohe Qualität und Quantität bei gegebenem Mitteleinsatz

-  Flexibilität der Produktion

-  kurze Lieferzeiten, geringe Durchlaufzeiten

-  Beachtung personalwirtschaftlicher sozialer Ziele

-  Einhaltung ökologischer Ziele im Rahmen der Leistungserstellungsprozesse

 

Was sind Produktionsfaktoren?

alle Arten von Inputfaktoren, die zur Erstellung marktfähiger Güter
und Dienstleistungen im Rahmen des Transformationsprozesses
erforderlich sind.

- Elementarfaktoren (menschl. Arbeit, Werkstoffe, in MU vor allem: Content!)

- Dispositive Faktoren (Geschäftsleitung, Planung, Organisation)

Das optimale Produktionsprogramm ist abhängig von...

- vorhandenen Kapazitäten (z. B. Personal)

- erforderlichen Kapazitäten pro Stück

- verfügbaren Werkstoffen u. Inhalten

Welche Güter werden bei einem Engpass zuerst produziert?

Güter mit dem höchsten relativen Deckungsbeitrag pro Engpasseinheit (solange, bis Kapazitäten erschöpft sind)

Was ist Gegenstand der Produktions - und Kostentheorie?

Erfassung der Zusammenhänge zwischen dem Einsatz von Input
‐faktoren („Ressourcen“), den damit erstellten Gütern und
Dienstleistungen und den verursachten Kosten

Wodurch entstehen Größenvorteile ( z. B. bei hohen Auflagen oder Einschaltquoten)?

Durch

"economies of scale" (mit wachsendem Output sinken die Kosten pro Einheit)

und 

"economies of scope" (Kostenvorteile bei zunehmender Produktvielfalt durch Verbundvorteile)

Was ist "Marketing"?

Unternehmerische Denkhaltung bzgl. der Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle von Unternehmensaktivitäten, um absatzmarktorientierte Unternehmensziele zu erreichen.

Was sind die Ziele von "Marketing"?

Verkauf der Produkte und Dienstleistungen + Bindung des Kunden

Was ist eine "SWOT" -Analyse?

Die SWOT-Analyse (engl. Akronym für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Gefahren)) ist ein Instrument der Strategischen Planung; sie dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung von Unternehmen und anderen Organisationen.[1]

(Quelle: Wikipedia)

Was ist der "TKP"?

Tausendkontaktpreis.

-> Anzeigepreis x 1000 / Reichweite

Worauf beziehen sich psychologische Marketingziele?

- Bekanntheitsgrad

- Image/Einstellung

- Kundenzufriedenheit

- Kaufpräferenzen

- Kundenbindung

Welche Phasen einer Transaktion gibt es?

- Information und Anbahnung

- Vereinbarung

- Abwicklung und Anpassung

- Kontrolle

Marketingcontrolling...

... beinhaltet die koordinierte und
aufgabenadäquate Informationsversorgung unterschiedlicher
Funktionen und Ebenen des Marketingmanagements.

Klassische Marketingkontrolle: Soll-Ist-Vergleich -> Erfolgskontrolle -> Budgetkontrolle

 

"Versioning" und "Windowing" sind Beispiele für..?

Merfachverwendung u. Mehrfachverwertung

Was ist die „Anzeigen‐Auflage“‐ bzw. „Werbespot‐Reichweiten“‐Spirale?

Auflage/Reichweite steigt -> Anzeigen/Werbespots nehmen zu -> Werbeerlöse steigen -> Investition in Qualität -> Auflage/Reichweite steigt -> ...

Wie lauten die drei Organisationsbegriffe?

1. Institutioneller Organisationsbegriff ( Ein Unternehmen IST eine Organisation)

2. Strukturaler Organisationsbegriff (Ein Unternehmen HAT eine Organisation)

3. Funktionaler Organisationsbegriff (Ein Unternehmen WIRD organisiert)

Zwei logische Arbeitsschritte in organisatorischen Strukuren:

1. Aufgabenanalyse (Gesamtaufgabe wird erfasst)

 

2. Aufgabensynthese u. Verteilung (Sinnvolle Teilaufgaben werden zusammengefasst und verteilt)

Was ist eine "Stelle"?

„kleinste organisatorisch zu definierende Einheit“, „entsteht durch
Zuordnung von Teilaufgaben und ggf. von Sachmitteln auf einen
einzelnen menschlichen Aufgabenträger“ (Bühner 2004, S. 61)

Abgrenzung zum Begriff „Arbeitsplatz“:
Stelle ist abstrakt definiert, konkreter Arbeitsplatz bezeichnet die
räumliche und zeitliche Festlegung der Aufgabenerfüllung

Welche Konzepte der Stellenbildung sind zu unterscheiden?

- aufgabenbezogene (Zusammenfassung ähnlicher Teilaufgaben)

- aufgabenträgerbezogene (Aufgabe wird an Stelleninhaber oder Sachmittel angepasst)

- interdependenzbezogene (Abhängigkeit von anderen Stellen wird minimiert)

- gesetzliche (z.B. Betriebsrat)

Was ist eine "Abteilung"?

Zusammenfassung mehrerer Stellen und Unterstellung unter Stelle
mit Entscheidungs‐ und Weisungsbefugnis (-> Instanz)

Was sind merkmale der Funktionalorganisation?

- häufigste Primärorganisation

- Bildung von Funktionseinheiten auf der zweiten Hierarchieebene

- Zusammenfassung gleichartiger Verrichtungen zur Bildung organisatorischer Einheiten

- Einliniensystem

Was sind Vorteile der Funktionalorganisation?

- Spezialisierung aufgrund von Erfahrung durch sich wiederholende Tätigkeiten

- bessere Ausnutzung von Ressourcen

- Synergieeffekte

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