MaWi
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Flashcards
1.1Was verstehen sie unter dem Begriff Beschaffung ?
Sämtliche unternehmens- und marktbezogenen Tätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, einem Unternehmen die benötigten, aber nicht selbst hergestellten Objekte verfügbar zu machen
1.1Was sind Beschaffungsobjekte ?
• Dienstleistungen • Kapital • Rechte • Sachgüter • Software
1.4Was verstehen sie unter einer integrierten Materialwirtschaft ?
Einkaufs-, Dispo- und Logistikaufgaben sind in einem Schwerpunkt, der Materialwirtschaft zusammengefasst
1.6 Welche Bedeutung hat die Materialwirtschaft für Unternehmen ? 3 Gründe
1) Kümmert sich um Einkauf und Beschaffung →sehr großes Budget (>40%Umsatz) 2)Wahl von strategisch wichtigen Lieferanten → Wettbewerbsfähigkeit 3)Lagerhaltung und Bestandspolitik
1.7 Was wird in der Mawi unter dem Begriff 6 R verstanden ?
1) richtige Material 2) richtige Kosten 3) richtige Qualität 4) richtige Menge 5) richtiger Ort 6) richtige Zeit
2.1 Was ist das Ziel des materialwirtschaftlichen Versorgungssystems ? 3 Gründe
1) hohe Lieferfähigkeit bei kleinstmöglichen Beständen 2) geringe Bestände → geringe Kapitalbindung 3) günstige Einstandspreise im Sinne des TCO
2.2 Weshalb wird auch von Zielkonflikten gesprochen ?
Zielkonflikte entstehen weil z.B. Hohe Lieferfähigkeit mit hohen Beständen besser zu erreichen Geringe Bestellmengen → hohe Preise
2.3 Welchen Weg wählen sie, um solche Zielkonflikte zu vermeiden ?
• lassen sich nie vollständig vermeiden • Unternehmen muss entscheiden ( hohe Lieferfähigkeit oder niedrige Bestände ) → Beherrschung der Zielkonflikte zeigt wie gut das Unternehmen aufgestellt ist
2.4 Beurteilen sie längerfristige Lieferantenpartnerschaften vs. Kurze
Kann beides richtig sein • Kurzfristig: bei einfachen und überall verfügbaren Teilen • Langfristig: bei komplexen, werkzeuggebundenen Teilen
3.1 Man sagt, die Mawi ist das Versorgungssystem des Unternehmens. Nennen sie 4 Funktionen !
1) Materialplanung (mittel- bis kurzfristige Planung von Materialbedarf) 2) Dispo 3) Einkauf 4) Lagerhaltung (Zubuchung und Einlagerung von Kaufteilen) 5) Entsorgung (von z.B. Verpackungsmaterial, Kühlstoffe)
5.1 Was sind werkzeuggebundene Teile ?
Teile, für die ein Werkzeugherzustellen ist und die mit diesem Werkzeug hergestellt werden z.B. Aluminiumgussteile
9.1 Nennen sie 3 einkaufspolitische Rahmenbedingungen !
1) Preispolitik 2) Vertragspolitik 3) Qualitätspolitik
9.2 Weshalb sind diese nötig ?
Damit die Einkaufsabwicklung nach bestimmten Regeln und Standards durchgeführt werden kann
11.2 Warum muss z.B. die Dispo mit der Lagerwirtschaft zusammenarbeiten ?
Dispo muss über die Bestände informiert sein um neue Bestellvorschläge zu generieren
14.1 Was sind Handelswaren ? Geben sie zwei Beispiele bei einem Autounternehmen
HW sind Waren, die nicht in das Endprodukt eingebaut werden, sondern als Zubehör mitverkauft werden z.B. Mütze oder Felgen
17 Stellen sie in einem Ablaufschema die Tätigkeiten des Beschaffungsvorganges dar
1) Bedarfsermittlung inkl. BANF 2) Ermittlung der Bezugsquelle 3) Lieferantenauswahl 4) Bestellabwicklung 5) Bestellüberwachung 6) Wareneingang 7) Rechnungsprüfung 8) Zahlungsabwicklung Evtl. am Anfang Lieferantenvorauswahl und Angebotsvergleich
18 Welche Aufgaben hat ein dezentraler Einkauf in einer Spartenorganisation ?
• alle Aufgaben der Lieferantenauswahl bis zur Bestellabwicklung in der Sparte erledigen • Einkaufsinteresse der Sparte sicherstellen • Auf Mehrfachverwendungen von Teilen zwischen Sparten achten • Spartenübergreifende Materialgruppen an den zentralen Ein
18.1 Beschreiben sie anhand von drei Beispielen die Zusammenarbeit zwischen Mawi und der Fertigung
1) Make-or-Buy Entscheidungen 2) Info über neue Maschinen, Verfahren und Speziallieferanten 3) Bestandverantwortlichkeit klären
19.1 Was verstehen sie unter einem zentralen und einem dezentralen Einkauf ?
• Zentral: Einkauf beschafft zentral für alle Sparten oder Bereiche Material • Dezentral: Einkauf ist einzelnen Sparten oder Bereichen zugeordnet
19.2 Geben sie je drei Vorteile und Nachteile für den zentralen Einkauf an !
Vorteil: • Höhere Einkaufmengen → bessere Verhandlungsbasis • Kann globaler agieren • Mehr Marktmacht, bessere Konditionen Nachteil: • Weniger flexibel im Umgang mit den Bedarfsverursachern • Längere Zeiten zwischen Bedarfsfeststellung und Bestellzeiten
20.1 Was sind Stammdaten der Materialwirtschaft ?
· Artikelstamm
· Lieferantenstamm
· Lagerort
20.2 Was verstehen sie unter dem Begriff Stammdaten ?
Daten, die nicht oder sehr selten geändert werden
20.3 Was verstehen sie unter dem Begriff Bewegungsdaten ?
Daten, die sich häufig ändern wie z.B. Min Max Bestände
20.4 Was ist eine Normung und weshalb ist eine Normung nötig ?
· Vereinheitlichung von Teilen, durch das Festlegen von Merkmalen
· Stellt einen Standard dar, nachdem Unternehmen Produkte zu gestalten haben, damit deren Kompatibilität und Austauschbarkeit sichergestellt ist
20.5 Wo werden Stammdaten im Unternehmen abgelegt ?
in einem PPS/ERP- System in der Stammverwaltung
21.1 Was ist der Unterschied zwischen einer Stammbaum- und einer Aufbauübersicht ?
· Stammbaum: Aufgliederung der Baugruppen und Teile in vertikaler Darstellung nach Dispostufen
· Aufbauübersicht: Erzeugnis in horizontaler Darstellung nach der Erzeugnis, Baugruppenebene 1-i, nach Teileebene und nach Material
22.2 Weshalb werden Werksnormen verwendet ?
Teiletypisierung großer Unternehmen wird nicht durch die allgemeine Normung abgedeckt
23.1 Welche Stücklisten kennen sie ?
1) Baukastenstückliste
2) Mengenübersichtstückliste
3) Strukturstückliste
4) Variantenstückliste
23.2 Wodurch unterscheidet sich die Strukturstückliste von der Mengenübersichtstruk ?
Strukturstückliste: zeigt die Gliederung des Erzeugnisses (vergleichbar mit Fertigungsstückliste) verwendbar für Materialdispo oder Teilebereitstellung
Mengenübersicht: einstufige Stückliste, alle Teile auf einer Ebene (vergleichbar mit Konstruktionsstückliste
23.3 Was verstehen sie unter einer Baukastenstückliste ? Vorteile ?
· Einstufig
· Baugruppen sind aufgeführt
· Durch Austausch einer Baugruppe gegen eine andere entstehen Varianten
24.1 Was ist ein Teileverwendungsnachweis ?
es kann entnommen werden, welche Teile in welche Baugruppen oder Fertigerzeugnisse eingehen
notwendig wenn Teile geändert werden, es ist dann zu fragen ob das geänderte Teil in alle Baugruppen eingebaut werden kann
24.2 Was ist ein Baukastenverwendungsnachweis ?
dient zum erkennen welche Baugruppen in die nächst höhere Baugruppe bzw. in das Fertigprodukt eingebaut wird
notwendig wenn Baugruppen geändert werden, es ist dann zu fragen, ob die geänderten Baugruppen noch in die nächsthöhere eingebaut werden können
27 Welche Aufgabe hat das Beschaffungsmarketing ?
Qualifizierte Daten über:
· Beschaffungsgüter
· Marktstrukturen
· Markt und Preisentwicklungen
bereitzustellen
29.1 Nennen sie 5 strategische Aufgaben des Einkaufs !
Beschaffungsstrategien definieren,
Beschaffungsmarketing,
Lieferantenauswahl,
Lieferantenqualifizierung,
Wertanalysen durchführen,
Rahmenverträge erstellen
29.2 Nennen sie 5 operative Aufgaben der Disposition !
1) Abrufe veranlassen
2) Bedarfsprognosen durchführen
3) Bestellung veranlassen
4) BANF veranlassen
5) Reklamationen durchführen
6) Rechnungsfreigabe
30.1 Was ist eine Abschöpfstrategie ?
man verfolgt die Absicht, alle Einkaufsvorgänge effizient abzuwickeln
30.2 Was ist eine Investitionsstrategie ?
Aufbau von Lieferanten, durch Bereitstellung von Firmenwissen
31 Wie bindet Toyota seine Lieferanten in die Geschäftsaufgabe ein ?
Toyota verlangt von Lieferanten hohe und stabile Qualität sowie termingerechte Lieferung
· Toyota fördert z.B. Prozessoptimierung beim Lieferanten
· Toyota fordert Qualität, Kosten, Termintreue...
· Toyota kontrolliert
32 Welche Vorteile/Nachteile hat der Prozessablauf von Toyota ?
Vorteil:
· Lieferanten können von Toyota lernen und sich selbst als Weltklasseunternehmen positionieren
Nachteil:
· Nicht jeder Lieferant wünscht so eine enge Führung und verzichtet deshalb auf Zusammenarbeit
37 Was ist eine Potentialanalyse ?
Es soll die Materialgruppe identifiziert werden die das größte Nettopotential aufweist, indem der Aufwand für Recherche den potentiellen Einsparungen gegenübergestellt werden