Bla


M. K.
Diese Lernkarten richten sich an Grundschüler und behandeln das Thema Größen, insbesondere Längen. Sie erklären, wie man Größen vergleicht, misst und umwandelt, sowie wie man Größenvorstellungen entwickelt. Die Karteikarten zeigen auch, wie man mit verschiedenen Maßeinheiten umgeht und wie man Größen in Sachsituationen anwendet. Sie sind besonders nützlich für Lehrer und Schüler, die ein besseres Verständnis für das Arbeiten mit Größen im Mathematikunterricht erlangen wollen.
Karten
48
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Scherzfragen
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
29.03.2015 / 07.07.2024

Lernkarten

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

2 Größen messen

4 Konsequenzen

Normalfall führt zu 4 Konsequenzen, die zu einem vertieften Verständnis von Größen dazugehören

Entscheidung beim Messen, welche Maßeinheit hinreichende Genauigkeit liefert (Messe ich den Bleistift in cm, mm oder m?)

Größen kann man eigentlich nur ungefähr angeben (Stift ist ungefähr 14cm lang) à Jeder genauen Angabe liegt eine bewusste oder unbewusste Annahme über den hinreichenden Grad der Genauigkeit zugrund

Soll es genauer sein, dann kann die Angabe von Intervallen helfen (Stift ist zwischen 14 und 15 cm lang)

Soll es noch genauer sein, dann hilft nur die Verfeinerung der Maßeinheit (Stift ist 14cm und 4mm lang)

3 Kernideen Aufbau eines Messverständnisses (nach Nührenbörger 2004)

1.       Auswahl der Einheit

2.       Vervielfachen von und Zerlegen in Einheiten,

3.       Zählen der Anzahl an Einheiten und Untereinheiten

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

2 Größen messen

selbst gewählte Einheiten in der GS (Körpermaße)

o   Historische Entwicklung der Längenmessung

o   Unmittelbare körperliche Verfügbarkeit der Einheiten

o   Macht deutlich, dass unterschiedliche Fußlängen der Kinder einer Klasse unterschiedliche Maßzahlen beim Messen der gleichen Strecke zur Folge haben à Notwendigkeit einer normierten Einheitsmaßes begründen

o   Vervielfachen eines Einheitsmaßes als Grundidee wird auf diese Weise sehr deutlich

o   Je kleiner gewählte Maßeinheit ist, desto häufiger muss sie angelegt werden

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

2 Größen messen

Kritik an Körpermaßen durch Peter-Koop/Nührenbörger 2008

o   Fehlende Skalierung bei Messvorgängen könne zu verkürzte Deutung des Messens als Zählen von Objekten führen

o   Messen mit flächigen Objekten (z.B. Fußabdrücke) erschwere Fokussierung auf Linearität der Längenmessung

o   Zusammenhang zwischen Einheit und Untereinheiten werden nicht erkannt

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

2 Größen messen

Lösungs- und Zielvorschläge für das Messen mit selbstgewählten Eingheiten

·         Kinder die Skalierungen auf den Messwerkzeugen als wiederholtes Anlegen eines Einheitsmaßes verstehen lernen

o   Nach ersten Messe mit Fußlänge können z.B. Messungen mit Würfeln der Kantenlänge 1cm (Zehnersystem-Blöcke) vorgenommen werden: Der Bleistift ist 12 Würfel lang

o   Da Anlegen der Würfel mühsames Geschäft ist, stellen wir Messwerkzeuge her, die mit Lineal oder Zollstock vergleichbar sind à Reihe Würfel zu einer Stange zusammenkleben und Würfel durchnummerieren à Würfellängen werden auf einen Pappstreifen übertragen und mit Zahlen versehen

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

2 Größen messen

Selbst gewählte Einheiten werden zu einem vergleichbaren Standard

·         Führt zu selbstentwickeltem Würfelmaß à vergleichbar mit Lineal

o   Besprechen: Warum steht eine Null bei Linealen? à Notwendig, weil Skala nicht an der vorderen Kante beginnt (anders bei dem Würfelmaß)

·         Schwierigkeiten beim Lineal

o   Anlegen des Lineals beim Nullpunkt

o   Mehrfache Anlegen des Lineals zum Ausmessen einer Strecke

o   Längenmessung kann auch dann vorgenommen werden, wenn Anlegen des Nullpunktes nicht möglich ist

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

2 Größen messen

Weitere Übungen

 

·         Wichtig sind auch Übungen mit Umkehrung der Fragestellung: Sucht Objekte mit folgender Eigenschaft: Erst schätzen, dann messen und dann Eintrag in Tabelle mit Name der Objekte

·         Größenbereich Längen eine zentrale Rolle der Größen

o   Vorerfahrung der Kinder

o   Eindimensionalität und Greifbarkeit sind Größenvergleiche und Messvorgänge besonders einfach vorzunehmen

o   Exemplarischen Charakter ab 2. Klasse

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

3 Stützpunktvorstellungen entwickeln

(Beschreibung und Tabelle)

·         Kindern ist nicht bewusst, welche Größen mit welchen Maßen gemessen werdenà nicht in der Lage innerhalb eines Größenbereichs die für den Repräsentanten geeignete Maßeinheit auswählen

o   Weitere Messvorgänge

o   Fehlende Maßeinheiten in Lückentexten ausfüllen

o   Tabelle, in der Kinder zu vorgegebenen Gegenständen eine für das Messen geeignete Maßeinheit angeben sollen

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

4 Größen schätzen

Schätzen als Form der nicht-zählenden, schnellen Anzahlerfassung und damit eine wichtige Komponente von Zahlverständnis

Schätzen ist immer eine überlegte und begründbare Aussage über ungefähre Anzahl oder Größe von vorgegebenen Objekten

Schätzen immer ein Vergleichen mit einer bekannten Anzahl oder Größe

 Schätzergebnis kann beruhen auf:

o   Direkter Vergleich (z.B. Erwachsener im Vergleich mit Tür)

o   Indirekter Vergleich durch mentales Ausmessen (Zerlegung eines Rechtecks mit Punkten durch Einteilung in 4 gleichgroße Felder à Hochrechnung auf Gesamtheit

 Stützpunktvorstellungen erleichtern den indirekten Vergleich erheblich, weil auf die vorhergehende Aufteilung des Ganzen zur Ermittlung  der genauen Anzahl eines Teils verzichtet werden kann

Auch direkter Vergleich kann so vorgenommen werden, wenn Bleistift 1 Handspanne lang ist = 10cm

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

4 Größen schätzen

Förderung der Fähigkeit zum Schätzen ist die Entwicklung zweier Teilkomponenten wichtig: 

Vorrat an festen Vergleichsgrößen als Stützpunktvorstellungen beim direkten und indirekten Vergleichen im Größenbereich Längen

Techniken des Schätzen Lernens, ein Teil des Ganzen genauer abzuschätzen und dann zu überlegen, wie oft dieser Teil im Ganzen enthalten ist

o   Besonders in Gruppen besprechen: Kinder lernen durch Kommunikation

o   Beispiele für Aufgaben auf S. 175

Für Schätzergebnisse sollen Kinder immer eine Erklärung und Begründung abliefern, um das Raten zu vermeiden

Erarbeitung von Größen: Längen nach Schipper 2009

5 Größen umwandeln und mit ihnen rechnen

 Bei konkreten Messvorgängen haben Kinder erfahren, dass nicht selten ein Rest bleibt

Förderung des Verständnisses dieser gemischten Schreibweise dienen Übungen zum Umwandeln in eine kleinere gemeinsame Einheit

Empfehlung: Umwandlungsübung mit Eintragung in Tabelle zu verbinden à Zwischenmaße können fehlen und müssen durch Schreiben einer Null berücksichtigt werden

Können auch Helfen bei Übersetzung in Kommaschreibweise

Nachkommastellen sollen durch ziffernweise Benennung der einzelnen Nachkommastellen als Zahl erfolgen (5,409 à Fünf Komma vier null neun)

Dadurch kann verhindert werden, dass das Komma bloß ein Trennzeichen von verschiedenen Maßeinheiten sei à Fehler: 3m 5cm = 3,5m  

3. Bezug zu den Bildungsstandards im Kerncurriculum

Inhaltsfeld Größen und Messen

 

 

Das Inhaltsfeld Größen und Messen stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen den Inhaltsfeldern Zahl und Operation und Raum und Form dar. Durch Messprozesse (Vergleichen, Schätzen, Messen) auch mithilfe von Repräsentanten der Standardeinheiten sowie geeigneten Standardeinheiten selbst entwickeln sich Größenvorstellungen in den Größenbereichen Geldwerte, Längen, Zeitspannen, Gewichte, Flächen- und Rauminhalte. Dies bildet die Grundlage für den Umgang mit Größen in Sachsituationen. Das Lösen von alltagsnahen Sachproblemen mit Größen erfordert darüber hinaus einen sicheren Umgang mit der Umwandlung von Maßeinheiten. Maßzahlen als einfache Bruchzahlen erschließen sich durch im Alltag gebräuchliche Maße.

Ziele des Unterrichts in Schippe 2009, S. 231

...

2 übergeordnete Ziele nach KMK 2004 für Inhaltsbereich Größen und Messen

Größenvorstellungen besitzen

o   Standardeinheiten aus den Bereichen Geldwerte, Längen, Zeitspannen, Gewichte und Rauminhalte kennen

o   Größen vergleichen, messen und schätzen

o   Repräsentanten für Standardeinheiten kennen, die im Alltag wichtig sind

o   Größenangaben in unterschiedlichen Schreibweisen darstellen (umwandeln)

o   Im Alltag gebräuchliche einfache Bruchzahlen im Zusammenhang mit Größen kennen und verstehen

 Mit Größen in Sachsituationen umgehen

o   Mit geeigneten Einheiten und unterschiedlichen Messgeräten sachgerecht messen

o   Wichtige Bezugsgrößen aus der Erfahrungswelt zum Lösen von Sachproblemen heranziehen

o   In Sachsituationen angemessen mit Näherungswerten rechnen, dabei Größen begründet schätzen

o   Sachaufgaben mit Größen lösen

Fachwissenschaftlicher Hintergrund
•Abstraktionsprozess bei Größen

reale Gegenstände
↓
•„gleichwertige“Gegenstände werden nicht mehr unterschieden
↓
•Größe der betreffenden Art

Größenbereiche in der Grundschule

•Geld (keine Größe im physikalischen Sinne)

•Länge

•Zeit

•Masse (allerdings als „Gewicht“bezeichnet)

•Volumen (allerdings nur „Hohlmaße“)

•Flächeninhalt (Vorüberlegungen in der Geometrie)

Bildungsstandards Grundschule

Größen und Messen:

•Größenvorstellungen besitzen

•mit Größen in Sachsituationen umgehen

Bildungsstandards Grundschule

•Größenvorstellungen besitzen

•Standardeinheiten aus den Bereichen Geldwerte, Längen, Zeitspannen, Gewichte und Rauminhalte kennen,

•Größen vergleichen, messen und schätzen,

•Repräsentanten für Standardeinheiten kennen, die im Alltag wichtig sind,

•Größenangaben in unterschiedlichen Schreibweisen darstellen (umwandeln),

•im Alltag gebräuchliche einfache Bruchzahlen im Zusammenhang mit Größen kennen und verstehen.

Bildungsstandards Grundschule

mit Größen in Sachsituationen umgehen

•mit geeigneten Einheiten und unterschiedlichen Messgeräten sachgerecht messen,

•wichtige Bezugsgrößen aus der Erfahrungswelt zum Lösen von Sachproblemen heranziehen,

•in Sachsituationen angemessen mit Näherungswerten rechnen, dabei Größen begründet schätzen,

•Sachaufgaben mit Größen lösen.

Größenvorstellungen

Größen selbst kann man sich nicht vorstellen.

•Es ist nur möglich, sich zugehörige Repräsentanten für Größen vorzustellen

•Beim Aufbau von Größenvorstellungen entstehen adäquate Abbilder von Repräsentanten von Größen im Bewusstsein des Menschen.

•Größenvorstellungen gehen stets aus konkreten Handlungserfahrungenund den damit verbundenen Wahrnehmungen hervor.

Größenvorstellungen

(Frenzel, L. / Grund, K. H. 1991)

•Qualität der Vorstellungsbilder kann sehr verschieden sein

•abhängig von der Art, von der Häufigkeit und von der Bewusstheit der Wahrnehmung der einzelnen Objekte.

•Es spielt eine Rolle, ob die entsprechenden Repräsentanten visuell wahrnehmbar sind (

Größenvorstellungen

Unterscheidung zwischen unmittelbaren und mittelbaren Größenvorstellungen

(Frenzel, L. / Grund, K. H. 1991, 18) Teil 2

•Unmittelbare Größenvorstellungen sind Vorstellungen von Repräsentanten solcher Größen, die durch Handlungen wiedergegeben werden können (direkt wahrnehmbar)

•mittelbare Vorstellungen nicht durch direkte Wahrnehmungen.

•Vorstellungen von Repräsentanten solcher Größen, die so großoder so klein sind, dass sie nicht durch materielle Handlungen wiedergegeben werden können.

Größenvorstellungen von Schülern

(Reuter, Abendschein, Brix)

Die meisten Grundschüler verfügen über äußerst unzureichende Größenvorstellungen.
•Reuter, Sabrina (Gießen, 2009)

•Vermutung: Aufbau von richtigen und inhaltsreichen Größenvorstellungen findet im Mathematikunterricht der Grundschule nur ungenügend Berücksichtigung.

•Abendschein, Annika (Gießen, 2011)

•Aus diesem Grund kann zu dem Schluss gekommen werden, dass die Größenvorstellungen der meisten Kinder nicht ausreichend ausgebildet sind, da sie über ungenügende Stützpunktvorstellungen und Fähigkeiten im Schätzen verfügen.
Birx, Annika (Gießen, 2012)

Kritik am Stufenmodell

(Peter-Koop/Nührenbörger 2007, S. 97 f.)

TErfolg sehr gering: Messverständnis noch Größenvorstellungen über
konventionelle Einheiten vollständig

nicht standardisierter Einheiten unterstützt rein arithmetische Deutung
des Messens. Maßzahlen werden so zu
Zählzahlen.

Das Messen von Längen mittels „flächiger“ Objekte zu flächigen Vorstellungen führen,
 Unterscheidung von Längen, Flächen und Volumina schwer.

die Verfeinerung und
Vergröberung von Maßeinheiten.nur schwer duch nicht standardisierte Einheiten mglich-->keine Zusammenhänge
zwischen Maßeinheiten entwickeln. .

Größen als Abstraktion

Größen werden durch gedankliche Abstraktion von messbaren Eigenschaften
realer Objekte gewonnen.

 

Durch direktes Vergleichen von Objekten hinsichtlich bestimmter Eigenschaften werden zunächst maßzahl
freie Äquivalenzklassen von Repräsentanten gebildet.-->bleibt auch dann erhalten, wenn sich die Lage oder die räumliche
Konfiguration ändert=Invarianz. Faden behält Länge, wenn man ihn aufrollt,

Alle Repräsentanten einer Klasse gehören zur gleichen Größe und werden mit
einer Größenangabe bezeichnet. Diese besteht aus einer Maßzahl und einer
Maßeinheit.

Größe=also die Klasse von Repräsentanten-->auch mit einer anderen Größenangabe bezeichnen 3m=300cm

Umwandelns=Wahl der Maßeinheit

neue Erkenntnis erhält Bedeutung bei Zahlbereichserweiterungen in  Sekundarstufe--> „unbenannte Zahlen“ unterschiedliche „Namen“ erhalten können.

 

Größen als Abstraktion

Teil 2

-->objektiv messbarer Eigenschaften von Gegenständen oder Vorgängen.

-->Fuß keine objektive Größe

Anmerkung Unterrichtsinhalten zu Größen

Geldwerte

vor der Einschulung mit Geldwerten Kontakt 

keine physikalische Größe --> Sinn „bürgerlichen“ Größen -->Geld als Zählgröße 
Längen


Zeitspannen
Gewichte2

Rauminhalte

Volumenbegriff noch nicht als Größe thematisiert

 Erfahrungen mit Hohlmaßen im Mittelpunkt 
Inhalt von Behälter-->Basiseinheit 1 l 
inhaltsgleich mit der Volumeneinheit 1 dm3,Repräsentant =Würfel 1 dm.

Auch Flächeninhalte: ohne dass die entsprechenden Maßeinheiten (m2, cm2) als zusammengesetzte Größen

-->Flächenvergleich erfolgt direkt durch Übereinanderlegen oder indirekt durch Auslegen mit selbst gewählten Einheiten.

Vergleichen und Messen von Flächeninhalten und Rauminhalten=Raum und Form

Auch zusammengesetzten Größen: wie z. B. Geschwindigkeit als Länge pro Zeit.

Größen Umwandeln

erst dann geübt, wenn die arithmetischen Voraussetzungen-->(die Erweiterung des Zahlenraumes)

3. Klasse: Längen und Geldbeträge-->(Erweiterung des Zahlenraumes über 100)

4. Klasse: Gewichte und Hohlmaße-->(Erweiterung des Zahlenraumes über 1000)

-->nicht erst nach der Erarbeitung der jeweiligen Zahlenräume aufgegriffen

-->Vielfältige Vergleiche von Objekten, ohne zahlenmäßig beschrieben sind für den Aufbau von                Größenvorstellungen zentral

Peter-Koop: schon im KIGA sichbar=selbstgewählte Einheiten

Größen und Sachrechnen – Schipper

Noch heute gilt die Aussage: Sachrechnen und Größen gehören zu den schwierigsten Gebieten der Grundschulmathematik. Ursachen sind folgende:

1-4

 

1)Sachverständnis: 
Aufgabe darf nicht so trivial sein, dass SuS glauben, dass Sache keine Rolle spielt und gleichzeitig nicht so schwer sein, dass Kinder sie Sachstruktur verstehen.

2)Textverständnis: 
Meist wenig Platz für Autoren Text zu schreiben. Deshalb kann es sein, dass nicht genau genug beschrieben sind, Kinder sie nicht verstehen. Kinder müssen sinnentnehmend lesen und systematisches Durcharbeiten eines Textes lernen.

3)Verständnis der mathematischen Struktur: 
Je authentischer Situationen sind desto schwieriger ist Übertragung in mathematische Struktur

4)Unterrichtskultur: 
Mit steigender Schulerfahrung steigt Bereitschaft auch Kapitänsaufgaben zu „lösen“. Das kommt daher, weil Kinder die Sache nicht beachten, keine Alltagssituation damit verbinden, nicht hinterfragen, sondern einfach nach einem mathematischen Schema handeln. Es ist wichtig als Lehrer bei Sachsituationen mehrere Fragen aufkommen zu lassen. 

 

Größen und Sachrechnen – Schipper

Lehrer sollen drei Ebenen unterscheiden und auch im Unterricht zunächst voneinander trennen:

1-3

1.Gedankliche Lösung

2.Rechnerische Lösung

3.Darstellung der Lösung

Bei Frage-Rechnung-Antwort sind Kinder gleich mit Darstellungsproblem konfrontiert, glauben, dass individuelle Lösung nicht zählt und scheitern. In Problemlösephase müssen viele Lösungswege gelten, erörtert und kommuniziert werden. Lehrer muss auf Voraussetzungen der Kinder eingehen

Das Arbeiten mit Größen (Schipper)

Übersicht über Größen und Größenbereiche
Größenbegriff auf 4 verschiedenen Ebenen:

(genauer)

1.Repräsentation von Größen (Körper, Tafel Schokolade etc.)

2.Größen als Äquivalenzklassen (hat den gleichen Wert wie etc.) Äquivalenz=Gleichwertigkeit

3.Größen der gleichen Familie zu einem Größenbereich (Längen oder Geldwerte z.B.)

4.Benennung von Größen durch Maßzahl und Maßeinheit (km, kg, Tag etc.)
Siehe Tabelle S.230 Schipper

Streng einzuhaltende didaktische Stufenfolge ist bei Behandlung von Größen weniger sinnvoll aus konstruktivistischer Perspektive, dennoch gibt es inhaltlich voneinander abgrenzbare Bereiche, die bei der Behandlung aller Größen berücksichtigt werden sollen:

 

Das Arbeiten mit Größen

1-5 Beispiele

1)Größen direkt und indirekt vergleichen, zusammenfügen und abtrennen

2)Größen messen und dabei Messinstrumente mit geeigneten Skalierungen entwickeln sowie vorhandene Messgeräte sachgerecht verwenden
“Messen ist das Herzstück beim Aufbau von Vorstellungen über Größen“ (Winter)
Kernideen, die für Aufbau eines Messverständnisses von Bedeutung sind:
1.Auswahl einer Einheit
2.Vervielfachen von und Zerlegen in Einheiten
3.Zählen der Anzahl an Einheiten und Untereinheiten
Tabelle S.235 Schipper

3)Stützpunkvorstellungen entwickeln
Kinder sagen, sie sind 140 groß. Keine Maßeinheit, weil Stützpunktvorstellung fehlt.
S.235-236 Tabelle zu Größenbereichen und Stützpunktvorstellungen

4)Größen schätzen
Damit die SuS es nicht als raten sehen, sollen sie Schätzen immer begründen

5)Größen umwandeln und mit ihnen rechnen
Oft bleibt bei Messen ein Rest, gemischte Schreibweise, Umwandlungsübungen mit Eintragungen in Tabellen verbinden
In Unterrichtpraxis gibt es Überschneidungen zwischen diesen Bereichen

 

Lernen