Materialflusslehre
Lehrveranstaltung der TU Dresden Studiengang Maschinenbau -> Dies sind keine offiziellen Fragen! Die Fragen habe ich mir während meiner Prüfungsvorbereitung aus den Vorlesungsmitschriften und -folien generiert
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62.) Nenne Formen von Barcodes und deren Einsatzgebiete.
- 1-Dimensional
- EAN8 / EAN13
- Handel
- Weltweit
- 1 dimensional
- Ziffern
- UPC A / UPC E
- USA, Kanada
- 10 Ziffern
- Handel
- Code 39
- alphanummerisch
- Industrie
- 43 Ziffern
- 2aus5 Code
- numerisch
- Industrie
- Code128
- Full ASCII
- Logistik
- EAN8 / EAN13
- 2-Dimensional
- -> höherer Informationsgehalt
- Matrixcode
- QR-Code
- Maxicode
- Datamatrix
- Stapelcode
- Codablock
- Matrixcode
63.) Nenne Vorteile von RFID.
- Funkverbindung zwischen Leser und Transponder -> kein Sichtkontakt nötig
- keine Ausrichtung erforderlich
- Transponder kann völlig in das Produkt integriert werden -> schutz vor Nässe, Verschmutzung. Beschädigungen)
- hohe Lesesicherheit
- schnelle Datenerfassung
- weniger Arbeits- und Papieraufwand
64.) Nenne typische Anwendungsgebiete von RFID.
- Prozess- und Lagersteuerung
- Inventarisierung
- Behälteridentifikation
- automatische Registrierung an Warenein- und -ausgang
- unsichtbarer Diebstahlschutz
- Zutrittskontrolle und Zeiterfassung
65.) Nenne Risiken von RFID.
- Datenauslesung funktionier schnurrlos -> ohne Wisse des Eigentümers möglich
- RFID-Tags erlauben eindeutige Identifizierung eines jeden Produktes -> erworbene Produkte können bestimmten Personen zugeordnet werden
- Querverknüpfung von Iformationen der RFID-Tags mit anderen Daten (Kreditkarte,...) ist möglich
- einfachere Analyse des Kaufverhaltens ist möglich (detailiert!)
66.) Nenne Aufgaben der Materialflusssteuerung.
Guttransport von Quellorten zu den Zielorten durch zielgerichtete Steuerung aller Elemente des Materialflusssystems.
d.h.:
- von anderen Systemen erzeugte Transportaufgaben ausführen
- vorhandene, verfügbare Fördermittel disponieren
- Belegungszustand von Strecken, Punkten und Transportressourcen für Auftragsvergabe bewerten
- Betriebszustand der Anlage überwachen
68.) Nenne die verschiedenen Prozessebenen der Materialflusssteuerung.
- Unternehmenleitebene
- ERP (Enterprise-Ressource Planning)
- Produktoinsleitebene
- PPS (ProduktionsPlanungsSysteme)
- Betriebsleitebene
- WMS (Warehouse Management System)
- Logistikleitstand
- Prozessleitebene
- Lagerrechner, Kommisionierleitrechner, Prozessleitrechner
- MFR (Material Fluss Rechner), MFC (Material Flow Controller)
- WCS (Warehouse Control System)
- Feldebene
- Sensoren, Sensor-Aktor-Bus, Aktoren
- SPS, PLC (Programmable Logic Cotroller)
- Prozess
- Fertigungsprozess -> Material-, Fertigungsfluss
- Produktionsprozess -> Geräte
69.) Unterscheide die beiden Verfahren zur Zielsteuerung in der Materialflusssteuerung.
direkt
- feste Kopplung von Fördergut und Information
- :) sehr sicher, auch bei unkontrollierter Entnahme von Gütern
- :( aufwändige Hardware
- :( vor jeden Entscheidungspunkt muss Informations gelesen und ausgewertet werden
indirekt
- lose Kopplung von Fördergut und Information
- Zielinformation durchläuft synchron zur Förderbewegung ein elektronisches Abbild des Förderweges
- Zielverfolgung erfolgt z.B. mittels Lichtschranken oder induktive Näherungsschalter
- :) einfache Hardware
- :( empfindlich gegen unkontrollierte Entnahme von Gütern
- :( Wiederanlauf nach Störung erfordert erneute Identifikation
70.) Nenne typische Messgrößen in Materialflusssystemen welche von Sensoren erfasst werden müssen.
- Positionen
- Wege
- Geschwindigkeit
- Beschleunigung
- Zeit
- Menge
- Art, Sorte, Eigenschaft
- Indirekt
- Codierung, Beschriftung,
- Direkt
- Kanten, Bohrungen, Strukturen
- Indirekt
71.) Nenne Sensor-Prizipien und beschreibe deren technische Verfahren.
Mechanische Sensoren
- von außen wirkende Kraft schließt Kontakt
- einfacher Aufbau
- taktil -> verschleißanfällig
- gut für Notausschalter
Optische Sensoren
- Lichtsender und Empfänger
- bei Unterbrechung ändert sich Signalverlauf
- Probleme bei Verschmutzung, Fremdlicht -> Filter, Polarisation evtl. nötig
Induktive, kapazitive Sensoren
- berührungslose Technik
- hohe Zuverlässigkeit
Magnetfeldsensoren
- berührungslos
- begrenzter Wirkbereich (mm bis cm)
- Aktive Magnete am Gut erforderlich
- Hallsensor, Reed-Relais
72.) Was versteht man unter Tracking?
die Ermittlung des aktuellen Status eines Produktes
73.) Was versteht man unter Tracing?
Die Reproduzierbarkeit des gesamten Sendungs- oder Produktionsverlaufes.
Die Rückverfolgbarkeit bedeutet, dass zu einem Produkt jederzeit festgestellt werden kann, wann und wo und durch wen die Ware gewonnen, hergestellt, verarbeitet, gelagert, transportiert, verbraucht oder entsorgt wurde. Diese Weg- und Prozessverfolgbarkeit wird auch Tracing genannt.
74.) Was ist der Zweck der IST- Analyse und was sind die Ziele?
Zweck:
Ermitteln, Erfassen und Beurteilen des aktuellen Zustandes eines Materialflusssystems zum Zweck:
- der Entwicklung neuer Konzepte
- der Planung von Arbeiten
- Auswahl von Betriebsmitteln
um einen wirtschaftlichen Material- und Datenfluss zu realisieren.
Ziele:
- Verringerung der Wartezeiten
- Verminderung der Durchlaufzeiten
- Reduzierung der Bestände
- Verbesserung der Flächen- und Raumnutzung
- Beseitigung von Engpässen im Materialfluss
75.) Nenne Kriterien für die Auswahl von Kennzahlen.
- Kennzahl dient messbarer Erfüllung eines konkreten Zieles
- Kennzahl müssen Ziel- und Toleranzwerte zugeordnet werden können
- für Berechnung der Kennzahl erforderliche Basisdaten müssen verfügbar oder aufwandsarm zu ermitteln sein
- Qualität der Datenquellen muss hinreichend gut sein
- Kennzahlen erlauben Ableitung von steuernden Maßnahmen
76.) Nenne typische Kennzahlen in der Logistik.
- Lagerbestand
- Lagerfüllungsgrad
- verfügbarer Bestand
- Mindestbestand
- Meldebestand
- durchschnittlicher Lagerbestand
- Lagerumschlag
- Durchlaufzeit
- Lagerdauer
- Lagerzinssatz
- ...
77.) Nenne verschiedene Analyseverfahren und erläutere sie kurz.
MM -> Multimomentaufnahme
- ... ist eine Methode bei der stichprobenartig Tatbestände von Untersuchungsobjekte über einen bestimmten Zeitraum beobachtet und erfasst werden
- das MMH (Multimoment-Häufigkeitszähl-Verfahren) erfasst die relative Häufigkeit unregelmäßig wechselnder Betriebszustände durch einfaches Zählen ihres Vorkommens
ABC- Analyse
- ... als betriebswirtschaftliches Instrument zur Planung und Entscheidungsfindung unterteilt Objekte in 3 Klassen
- A -> sehr wichtig, dringlich
- B -> wichtig
- C -> weniger wichtig
- mit dem Ziel das wesentliche vom unwesentlichen zu trennen
- Rationalisierungsschwerpunkte zu setzen
- unwirtschaftliche Anstrengungen zu vermeiden
- X,Y,Z = Vorhersagegenauigkeiten
78.) Definiere Planung.
nach VDI:
- "Planung zielt auf die optimale Lösung eines Problems in befristeter, meist vorgegebener Zeit unter Berücksichtigung aller wesentlichen Einflussgrößen und Faktoren ab."
nach Jünenann:
- Planung von Materialflusssystemen ist die gedankliche und modellmäßige Gestaltung der zur Lösung einer entsprechenden Aufgabenstellung einzurichtenden Arbeitsprozesse einschließlich der hierfür einzusetzenden Arbeitsmittel und Anlagen.
79.) - Planung -
siehe Script
80.) Definiere Zuverlässigkeit. Was berücksichtigt sie nicht?
Zuverlässigkeit für diskontinuierlich belastete Transportelemente, Teilsysteme und Systeme ist ein Maß für die Wahrscheinlichkeit, dass eine betrachtete Funktion störungfrei und korrekt ausgeführt wird.
Aus der Zuverlässigkeit kann die Störungswahrscheinlichkeit - auch Unzuverlässigkeit genannt - abgeleitet werden.
Sie berücksichtigt jedoch nicht den Einfluss der Ausfallzeit nach einer Störung.
81.) Was versteht man unter Verfügbarkeit?
Die Verfügbarkeit ist ein Maß für die Wahrscheinlichkeit, das Element oder System zu irgendeinem Zeitpunkt während der Betriebszeit in einem störungsfreiem Zustand anzutreffen.
1.) Definiere Logistik
nach Jünemann:
- Wissenschaftliche Lehre von der Planung, Steuerung und Überwachung von Stoff-, Energie-, Informations- und Personenflüssen innerhalb eines Systems.
nach DIN 69906
- Gesamtheit aller Aktoivitäten zum Herstellen, Sichern und zur Verbesserung der Verfügbarkeit für Abläufe innerhalb eines System.
2.) Definiere Materialfluss
nach Jünemann:
- Die physische Funktion logistischer Prozesse.
nach VDI 3300, DIN 30781
- Verkettung aller Vorgänge beim Gewinnen, Be- und Verarbeiten sowie bei der Verteilung von Gütern innerhalb fester Bereiche.
3.) Definiere Intralogistik
Die Intralogistik umfasst die Organisation, Steuerung, Durchführung und Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses, der Informationsströme sowie des Warenumschlags in Industrie, Handel und öffentlichen Einrichtungen.
4.) Nenne die Kernfunktionen von Warenverteilzentren.
Warenannahme
Wareneingang
Einlagerung
Auslagerung
Kommisionierung
Verpackung
Versand
Inventur und Berichtwesen
5.) Definiere Stückgut
nach DIN ISO 3569
- Feste Güter mit beständiger Form, die als einzelne Teile transportiert, umgeschlagen und gelagert werden
weitere Unterteilung in:
- unifiziertes Stückgut
- Ladeeinheiten
- sonst. unifiziertes Stückgut
- nicht unifiziertes Stückgut
6.) Definiere Schüttgut
nach DIN ISO 3435
- Güter, die sich aus einer Anzahl vorwiegend feter Einzelteilchen zusammensetzen, die im Verhältnis zum betrachteten Gesamtvolumen sehr klein sind und nicht einzeln transportiert, umgeschlagen und gelagert werden.
7.) Nenne Eigenschaften von Gütern.
- Schüttdichte
- Schüttwinkel
- Bruchempfindlichkeit
- Stapelfähigkeit
- Klimaempfindlichkeit
- Lagerfähigkeit
- Vertäglichkeit
8.) Nenne Einflussfaktoren und deren schädigende Wirkung auf die Vertäglichkeit von Gütern.
Feucht
- Güter hoher Feucht geben Wasserdampf ab, der von anderen aufgenommen wird
Schädlingsbefall
- Übertragung tierischer Schädlinge
Gefährlichkeit
- explosive, feuergefährliche, giftige, ätzende, radioaktive, ansteckungsgefährliche Güter gefährden andere Zusammenlade- und -lagerungsverbot
...
9.) Was versteht man unter unifizieren von Gütern?
Lose, unverpackte Güter haben unterschiedliche Erscheinungsforme. Um sie rationell handhaben zu können, sollen sie zweckmäßigerweise vereinheitlicht, also unifiziert werden.
Unifizieren heißt also Bilden von:
- Packungen
- Transport- / und Ladeeinheiten
Zu unifizierende Größen sind z.B.:
- Länge
- Breite
- Höhe
- Masse
10.) Auf welchen Ebenen kann Unifizieren erfolgen?
- Verkaufsverpackungen
- Ladeeinheiten (Behälter, Paletten)
- Transporteinheit (Container)
11.) Nenne Hauptaufgaben von Versandverpackungen.
- Waren vor Verlust, Beschädigung, oder Wertminderung zu schützen
- Menschen, Umwelt und Beförderungsmittel vor schädlichen Einflüssen der Ware zu bewahren
und dabei gleichzeitig
- eine hochgradige Mechanisierung und Rationisierung von Lager-, Umschlag- und Transportprozessen zu ermöglichen
12.) Definiere Verpacken
nach DIN 55405
... ist das Herstellen einer Packung 7 eines Packstückes durch Vereinigung von Packgut und verpackung unter Anwendung von Verpackungsverfahren mittels Verpackungsmaschinen bzw. -geräten oder von Hand.
13.) Wo sind zahlreiche Begriffe zum Verpackungswesen definiert?
14.) Wo sind zahlreiche Begriffe zum Ladewesen definiert?
15.) Nenne Funktionen von Verpackungen.
Primärfunktionen (technische Beschaffenheit)
- Schutzfunktion -> Gut, Umgebung
- Lagerfunktion -> Stapelbarkeit
- Lade- und Transportfunktion -> Vereinheitlichung, Rationalisierung
Sekundärfunktion (kommutative Funktion)
- Verkaufsfunktion -> Handhabung, Verkauf als Prozess
- Werbefunktion -> Ästetik, Identfikation durch Kunde
- Dienstleistungsfunktion -> Information, Anregung
- Garantiefunktion -> Garantie, MHD, Produkthaftung
Tertiärfunktionen
- Zusatzfunktion -> Hinweise zum Recycling
16.) Was versteht man unter Packmittel und nenne welche.
nach DIN 55405
... ist ein Erzeugnis aus Packstoff, das dazu bestimmet ist, das Packgut zu umhüllen oder zusammenzuhalten, damit es versand-, lager- und verkaufsfähig ist.
- Beutel
- Dose
- Flaschen
- Kisten
- Säcke
- Schachteln
- Trays
- und noch viele mehr...
18.) Was sind Mehrwegtransportsysteme?
- Behälter
- Paletten
- Container
- Sonstiges
- Stapel
- Bündel
- ...
19.) Wie sind die Abmaße einer Euro- oder Flachpalette?
1200 mm x 800 mm
20.) Nenne typische Methoden zur Ladungseinheitensicherung.
Umreifen
Schrumpfen
Stretchen
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Flashcards
81.) Was versteht man unter Verfügbarkeit?
Die Verfügbarkeit ist ein Maß für die Wahrscheinlichkeit, das Element oder System zu irgendeinem Zeitpunkt während der Betriebszeit in einem störungsfreiem Zustand anzutreffen.