Markt- und Meinungsforschung
BKO-D13
BKO-D13
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Flashcards
Sozialforschung
Übrige gesellschaftspolitische und kulturelle Themen
Meinungsforschung
Nicht wirtschaftliche Themen (z.B. Wahlforschung)
Marktforschung
Wirtschaftliche Themen (z.B. Einstellung der Öffentlichkeit zum Pelztragen / Beschaffungsmarkt (z.B. Arbeitgeberimage-Analysen)
Marketingforschung
Betriebsinterne Datenquellen ( z.B. Umsatz- / Absatzstatistik)
Definition Marktforschung
Marktforschung bezeichnet die systematische Erhebung, Auswertung und Interpretation von Daten über Absatz- oder Beschaffungsmärkte. Dabei können die Nachfrageseite (Daten über gegenwärtige oder potentielle Kunden), die Angebotsseite (Daten über Wettbewerber) oder allgemeine Marktcharakteristika im Mittelpunkt des Interesses stehen.
Gegenstand der Marktforschung
Marktdaten:
- Nachfrageseite
- Angebotsseite
- Marktcharakteristika
Nachfrageseite
- Identifikation von Kunden
- Käuferverhalten und -bedürfnisse
- Kundenzufriedenheit und -treue
Angebotsseite
- Identifikation von Wettbewerbern
- Relative Stellung im Markt
- Bekanntheitsgrad und Image
Marktcharakteristika
- Marktvolumen
- Marktpotential
- Markttrends
Marktvolumen
Der gegenwärtige Absatz (Umsatz) aller Anbieter einer Leistung auf dem Markt.
Marktpotenzial
Der maximal mögliche Absatz (Umsatz) aller Anbieter unter Ausnutzung aller Möglichkeiten auf einem Markt
Absatz-(Umsatz-)volumen
Der gegenwärtige Absatz (Umsatz) eines Anbieters unter Ausnutzung aller Möglichkeiten auf einem Markt in einer Periode.
Marktsättigung
Das Verhältnis von Marktvolumen zum Marktpotential
Marktanteil
Gibt den Anteil eines Unternehmens am Marktvolumen an
Relativer Marktanteil
Gibt den Marktanteil des eigenen Unternehmens am Marktanteil des grössten Konkurrenten
Quantitative Marktforschung
- Umfang => Grosse repräsentative Stichproben
- Forschungsziel => Entdecken und Erklären, Ableitung allgemeingültiger Aussagen
- Reichweite von Aussagen => Aussagen grosser Reichweite
- Forschungslogik => Theorieprüfend
- Forschungsmethoden => Hoher Grad an Standardisierung, z. B. schriftliche Befragung, Experiment
Qualitative Marktforschung
- Umfang => Kleine, nicht repräsentative Stichproben, oft Einzelfälle
- Forschungsziel => Verstehen sozialer Phänomene
- Reichweite und Aussagen => Aussagen kleiner Reichweite
- Forschungslogik => Theorieentwickelnd
- Forschungsmethoden => Geringer Grad an Standardisierung, z. B. tiefenpsychologisches Interview, Gruppendiskussionen
Untersuchungsziel
- Definition des Untersuchungsproblems
- Festlegung der Untersuchungsziele
- Formulierung einer Leitfrage und Strukturierung in Teilfragen
- Quantitative versus qualitative Marktforschung (explorative deskriptive und kausale Studien)
Datenerhebung
Festlegung des Untersuchungsdesigns und Durchführung
Primärforschung
- Umfang = Grundgesamtheit (sachlich, räumlich, zeitlich)
- Teil- vs. Vollerhebung
- Auswahlverfahren
Methode
- Befragung
- Beobachtung
- Experiment
- Panel
Design
- Operationalisierung
- Fragenbogengestaltung
- Erhebungsablauf und -durchführung
Sekundärforschung
- interne Daten
- externe Daten
Datenanalyse
Univariate Verfahren
- z.B. Häufigkeitsverteilungen
Bivariate Verfahren
- z.B. Korrelationsanalyse
Multivariate Verfahren
- z. B. Clusteranalyse
Gütebeurteilung
- Inwieweit ist das Untersuchungsziel erreicht?
- Welche Massnahmen lassen sich ableiten?
Verfügbarkeitsheuristik
Urteilsheuristik, bei der ein Entscheider Informationen stärker gewichtet, die für ihn leichter verfügbar sind. In der psychologischen Entscheidungstheorie wird dieser Effekt als Entscheidungsanomalie diskutiert.
Critical Incident Technique
Halbstandardisiertes Verfahren zur empirischen Anforderungsanalyse. Grundidee ist es, bestimmte Verhaltensweisen (bzw. "kritische Ereignisse") als besonders erfolgreich oder nicht erfolgreich im Hinblick auf ein bestimmtes Ziel zu klassifizieren. Dazu wird die zu befragende Person aufgefordert, aus dem eigenen Erlebnisbereich über wichtige, "kritische" Ereignisse in der Vergangenheit zu berichten.
Einflussfaktoren des Käuferverhaltens
materielle Reize (durch Marketinginstrumente) => Physische
Reize (Stimuli) werden zu Urteilen und Entscheidungen => Psychische
Gesellschaftlich-kulturelle Wirkungen auf Konsumenten => Soziale
Physische Einflussfaktoren
Produkte
- Packungen
- Preise
- Werbung
- Verkaufsförderung
==> Als Auslöser am Anfang des Entscheidungsprozesses
Psychische Einflussfaktoren
Gefühlsmässiger Spannungszustand => oft als Auslöser am Anfang:
emotionale
- Bedürfnisse
- Involvement (Grad des inneren Engagement, Ich-Beteiligung)
Rationale Seite => dominatn in der Kaufphase
kognitive
- Wahrnehmung
- Denken
- Lernen
==>
- Einstellung (Meinungen, Überzeugungen, Haltungen)
- Image
- Zufridenheit
Soziale Einflussfaktoren
Gruppen
- Primärgruppen: Persönlicher Kontakt
- Sekundärgruppen: unpersönlicher Kontakt
Bezugspersonen
- (nicht aus der Primärgruppe des Käufers, z. B. Prominente, Filmstars)
Meinungsführer
- (aus der Primärgruppe z. B. Freunde/Bekannte mit starkem Einfluss)
Innovatoren
- (initiieren die Übernahme von neuen Produkten in sozialen Systemen (Primär- oder Sekundärgruppen)
==> Impulsgeber oder als Unterstützung
Merkmale von Beziehungen organisationaler Käufer
B2B-Marketing:
- Beschaffungsentscheidungen werden durch organisationale Nachfrager getroffen.
- Mehrere Personen sind an den Beschaffungsprozessen beteiligt.
- Der Beschaffungsprozess ist häufig fomalisiert.
- Neben dem Produkt sind die angebotenen Dienstleistungen bedeutsam.
- Die Geschäftsbeziehungen sind tendenziell von längerer Dauer.
- Persönliche Beziehungen sind bedeutsam.
- Die Nachfrage nach Produkten eines Anbieters hängt oft von der Nachfrage der Kunden seines direkten Geschäftspartners ab (Derivative Nachfrage).
Hypothesen
Sind nichts anderes als Vermutungen, über deren Richtigkeit (oder Falschheit) man Bescheid wissen möchte (wie z. B. das Medikament Hypo senkt den Blutdruck. Die Batterien Megastark halten länger durch als jene der Marke Turbolang.)
Nullhypothese (H0)
Zwischen den Merkmalen besteht kein Zusammenhang. (Man möchte zeigen, dass es einen Zusammenhang gibt.)
Alternativhypothese (H1)
Zwischen den Merkmalen besteht ein Zusammenhang.
Ziel des statischen Tests (Signifikanztest)
Verwerfung der Nullhypothese.
Gerichtete Hypothesen
Geben die genaue Richtung des Zusammenhangs, Unterschieds bzw. der Veränderung oder Wirkung an.
Ungerichtete Hypothesen
Lassen Zusammenhänge, Unterschiede bzw. Veränderungen oder Wirkungen in zweierlei Richtungen zu.
Beispiel:
- Mit einer Veränderung des Involvements ist auch die Veränderung der Wahrnehmung von Produktproblemen verbunden (die Richtung der Veränderung bleibt offen).
Zusammenhangshypothesen
Beschreiben einen Zusammenhang zwischen zwei oder mehreren Variablen.
Beispiel:
- Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Alter und der Zahlungsbereitschaft.
UNterschiedshypothesen
Formulieren einen Unterschied zwischen zwei oder mehreren Gruppen hinsichtlich einer oder mehreren Untersuchungsvariablen.
Beispiel:
- Frauen besuchen Thermalbäder häufiger als Männer
Veränderungshypothesen
Postulieren Veränderungen der Ausprägungen einer oder mehrerer Variablen bei einer Grundgesamtheit im Zeitverlauf.
Beispiel:
- Je häufiger für ein bestimmtes Produkt geworben wird, desto eher wird es gekauft.
Wirkungshypothesen
Betrachten Ursahce-Wirkungsbeziehungen. Die Einflussfaktoren, die auf eine oder mehrerer andere Grössen (abhängige Variablen) potentiell einwirken, werden als unabhängige Variablen bezeichnet.
Beispiel:
- Wenn die Kundenkarte eine Rabattfunktion aufweist, dann erhöht sich die Kaufhäufigkeit.