Marketingkommunikation

Marketingkommunikation HS 15 Bambauer-Sachse

Marketingkommunikation HS 15 Bambauer-Sachse


S. T.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Marketingkommunikation auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Zielgruppenanalyse, Werbestrategien, Brand Placement, Direktmarketing, Sponsoring, Events und Messen ab. Besonders nützlich für Studierende und Marketingfachleute, die ihre Kenntnisse in der effektiven Kommunikation mit Kunden und der Gestaltung von Kommunikationsmaßnahmen vertiefen möchten.
Karten
51
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Marketing
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
21.12.2015 / 06.01.2019

Lernkarten

Welches sind die 4 Elemente des Kommunikationsprozess?

Sender (Unternehmen)

Kommunikationsbotschaft (Vorteile des Produkts)

Kommunikationskanal (Website)

Empfänger (potenzielle Kunden)

einstufige Kommunikation

Sender --> Empfänger

mehrstufige Kommunikation

Sender --> Mulitplikator (Händler) --> Empfänger

persönliche Kommunikation

direkte Kommunikation zwischen Sender (Unternehmen) und Empfänger (Kunde) 

unmittelbarer zwischenmenschlicher Kontakt

--> Beratungsgespräch, Werbeanruf

 

unpersönliche Kommunikation

räumlich-zeitliche Trennung zwischen Sender (Unternehmen) und Empfänger (Kunde) 

unpersönliche Kommunikation = mehrstufige Kommunikation

--> Print-Anzeigen, Sponsoring

einseitige Kommunikation

während des Kommunikationsvor- gangs gibt es nur einen Kommunikator

Empfänger hat keine Möglichkeit, über Rückkanal Botschaften (Antworten, Einwände, Fragen) an den Kommuni- kator zu übermitteln 

--> Anzeige in Zeitung

zweiseitige Kommunikation

die am Kommunikationsprozess Beteiligten (Sender, Empfänger) haben sofortige Rückkopplungsmöglichkeiten (Interaktion) 

--> Werbeanruf

Was ist Werbung?

  • gezielter Versuch des Werbetreibenden (meistens: Herstellerunter- nehmen), Marktpartner oder Zielgruppen (= Kunden) mit bestimm- ten Werbemitteln zu einem aus seiner Sicht wünschenswerten Ver- halten zu veranlassen oder ihre Einstellungen zu beeinflussen

  • alle bezahlten Maßnahmen der (unpersönlichen) Präsentation und Förderung von Ideen, Waren und Dienstleistungen durch identifi- zierbaren Auftraggeber

  • Instrument zur kurzfristigen Verbesserung ökonomischer Größen (z.B. kurzfristige Absatzerhöhung durch Werbeaktion mit Sonder- preisen) 

Was ist ein Werbeträger?

Medium das Werbemittel enthält, trägt, vermittelt

Beispiel: Zeitschrift 

Was ist ein Werbemittel?

inhaltliche und formale Umsetzung der Werbebotschaft

Beispiel:Anzeige 

Stellen Sie den idealtypischen Prozess der Unternehmenskommunika- tion dar, erläutern Sie jede Stufe des Prozesses nachvollziehbar und nennen Sie für jede Stufe ein Beispiel. 

1) Bestimmung der Kommunikationsziele und der Zielgruppen 

2) Budgetierung und Mediaplanung 

3) Festlegung der Kommunikationsinstrumente 

4) Gestaltung des Kommunikationsauftritts 

5) Kontrolle der Kommunikationswirkung (Werbe-Pretest) 

6) Durchführung der Kommunikation 

7) Kontrolle des Kommunikationserfolgs 

psychographische Ziele

vorökonomischen Ziele, dienen indirekt der Erreichung der ökonomischen Ziele, werden durch Komm.massnahmen verbessert.

1) Verbesserung der Wahrnehmung des Werbeobjekts
2) Ausweitung des Wissens der Konsumenten über das Werbeobjekt
3) Steigerung der Bekanntheit des Werbeobjekts
4) Verbesserung des Image des Werbeobjekts

ökonomische Ziele

Können nur indirekt über vorökonomische Ziele erreicht werden.

• Absatz-/Umsatzsteigerung
• Erhöhung des Marktanteils
• Gewinnsteigerung
• Kostensenkung 

Nennen und beschreiben Sie die drei typischen Zielgruppen der Unternehmenskommunikation. 

- Händler: dazu bewegen, das eigene Produkt ins Sortiment aufzunehmen 

- Kundenunternehmen: mit Kaufentscheidung beauftragte Mitarbeiter dazu bewegen, das eigene Produkt zu kaufen 

- Endkonsumenten: dazu bewegen, das beworbene Produkt zu kaufen 

Nennen und erläutern Sie vier Kriterien, anhand derer Zielgruppen im Endkonsumentenbereich definiert werden können. Nennen Sie für jedes Kriterium ein geeignetes Beispiel. 

demographischerKriterien(z.B.Alter,Geschlecht,Haushaltsgröße)

sozioökonomischerKriterien(z.B.Beruf,Einkommen,Ausbildung)

allgemeiner Persönlichkeitsmerkmale (z.B. Aktivitäten, Interessen, Einstellungen)

Nutzenkriterien(z.B.Erreichbarkeit,ZugänglichkeitvonPersonen)

kaufverhaltensbezogenerKriterien(z.B.Kaufkraft) 

Welche Methode zur Zielgruppendefinition wird im Endkonsumentenbereich häufig angewendet? 

Konsumenten-Typologien

Warum ist es für Unternehmen so wichtig, die richtige Zielgruppe zu definieren, die durch eine bestimmte Kommunikationsmaßnahme erreicht werden soll? 

nur genaue Zielgruppendefinition und klare Ausrichtung der Kommu- nikationsmaßnahmen auf die einzelnen Zielgruppen ermöglichen guten Kommunikationserfolg 

Was versteht man unter Massenwerbung? Nennen Sie zwei geeignete Beispiele für Massenwerbung. 

Darstellung des Werbeobjekts mittels nicht personaler Werbeträger

Kontakt zwischen Zielpersonen und Werbemittel erfolgt nicht am Ort des Verkaufs 

--> Werbung in Zeitung oder Kino

Nennen Sie drei Ziele, die mit Massenwerbung verfolgt werden. 

• Bekanntmachung von Angeboten
• Aktualität
• emotionale und informative Beeinflussung 

Nennen und erläutern Sie fünf Sonderwerbeformen und geben Sie für jede Werbeform ein geeignetes Beispiel. 

1) Spotpremiere

2) Cut-In Horizontal --> Werbebalken unten im Bild

3) Cut-In Vertical --> Werbesäule

4) Countdown --> letzter Spot vor Film

5) Singlespot --> nur ein Spot, dann gehts gleich weiter

Erläutern Sie, zur Erreichung welcher Kommunikationsziele sich Massenwerbung besonders gut bzw. weniger gut eignet. 

Massenwerbung eignet sich besonders gut zur Bekanntmachung von neuen Marken oder zur Ankündigung von Produktinnovationen, auch zur Verankerung von Markennamen im Gedächtnis und zur oberflächlichen emotionalen/informativen Beeinflussung 

Massenwerbung eignet sich weniger für zielgruppenspezifische Kommunikationsmaßnahmen, die nachhaltig sein sollen 

Erläutern Sie nachvollziehbar, was man unter Verkaufsförderung versteht und nennen Sie ein geeignetes Beispiel für eine Verkaufsförderungsmaßnahme. 

Promotion

kommunikative Maßnahmen zur punktuellen Aktivierung von Zielpersonen

Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle zeitlich befristeter Maßnahmen mit Aktionscharakter

--> Rabattcoupon

Welche Ziele werden mit Verkaufsförderung verfolgt und welche Zielgruppen sollen mit dieser Kommunikationsmaßnahme angesprochen werden? 

Stärkung der Position des Herstellerunternehmens gegenüber: 

- dem Handel (B2B): Vermittlung von Know-How über Produkte und Marken und über deren spezifische Vorteile

- Endverbrauchern (B2C): Gewinnung von Aufmerksamkeit 

Ist Verkaufsförderung eher eine massenwirksame oder eher eine punktuelle Kommunikationsmaßnahme? Begründen Sie Ihre Antwort. 

mit Verkaufsförderung lassen sich geringere Kundenzahlen anspre- chen als mit Massenwerbung, dafür erfolgt Kundenansprache gezielter 

--> eher punktuell

Was versteht man unter Öffentlichkeitsarbeit und wie lässt sich diese von klassischer Massenwerbung abgrenzen? 

aktive und planmäßige Gestaltung der Beziehungen zwischen Unternehmen und verschiedenen öffentlichen Zielgruppen (z.B. Kun- den, Aktionäre, Lieferanten, Arbeitnehmer, Institutionen, Staat)

Bemühungen eines Unternehmens, die Öffentlichkeit über das Unternehmen und Vorgänge im Unternehmen zu informieren 

Welche Ziele werden mit der Öffentlichkeitsarbeit verfolgt und welche Zielgruppen sollen mit Öffentlichkeitsarbeit angesprochen werden? 

interneZielgruppen:Mitarbeiter,Aktionäre,Betriebsrat,Außendienst

externe Zielgruppen: Handel, Wettbewerber, potenzielle und aktuelle Kunden, Presse, Behörden, Fachwelt, Verbraucherorganisatio- nen, Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen 

Nennen und erläutern Sie fünf Funktionen, die die Öffentlichkeitsarbeit für das Unternehmen hat. 

  • Informationsfunktion

  • Kontaktfunktion

  • Imagefunktion

  • Absatzförderungsfunktion

  • Sozialfunktion 

Auf welchen drei Arten von Systemen basiert Werbung mit neuen Medien? Nennen und erläutern Sie diese. 

  • mobile Speichermedien: stehen nur lokal zur Verfügung und sind in- haltlich und zeitlich eindeutig festgelegt (z.B. CD oder DVD)

  • Kiosk-Systeme: computergestützte Terminals (z.B. am Point-of-Sa- le), die vom kommunizierenden Unternehmen bereit gestellt werden und interaktiv sind

  • Online-Systeme: Computernetz (z.B. Internet), über das Informatio- nen und Werbung interaktiv abgerufen werden können 

Was versteht man unter Online-Kommunikation?

Durch welche Aspekte lässt sich Online-Kommunikation charakterisieren? 

Kommunikationsaktivitäten zwischen Unternehmen und Nachfragern im Sinne der Marketing- und Unternehmensziele, die über Internet Protocol (IP) abgewickelt werden 

• unmittelbare und direkte Feedbackmöglichkeit des Botschaftsempfängers

• hohe Interaktionsdichte

• Hypermedialität: nicht-lineare, modulhafte Anordnung von Kommunikationsinhalten verschiedenster Mediengattungen (Text, Ton, Film), die durch Querverweise miteinander verbunden sind 

Was versteht man unter Kommunikations-Pull im Rahmen der Online-Kommunikation? 

  • Unternehmen stellen werbliche Informationen lediglich zur Verfügung 

  • Initiative für Abruf von Informationen geht von Nutzern aus

  • Beispiel: Unternehmens-Website 

Was versteht man unter Kommunikations- Push im Rahmen der Online-Kommunikation? 

  • Informationsfluss wird nicht vom Nachfrager, sondern gezielt vom

    Unternehmen initiiert

  • soll Interesse der Nachfrager für Internet-Angebot des werbenden Unternehmens wecken

  • Beispiel: Werbe-Popup-Fenster, das sich öffnet, während jemand eine Website besucht 

--> beide Formen der Online-Kommunikation sind komplementär 

Erläutern Sie nachvollziehbar, was man unter „Banner“ versteht. 

  • elektronischeAnzeigenauffremdenWebsites

  • werben für eigene Produkte

  • leiten Nutzer per Mausklick auf die Website des werbenden Unter- nehmens

  • können für kundenspezifische Nutzerprofile individualisiert werden 

Was versteht man unter „Pop-up-Werbung“?

  • Werbeanzeige, die in separat geöffnetem Fenster auf dem Bild- schirm erscheint und aktuell geöffnete Fenster überlagert

  • kann nutzerindividuell gestaltet werden

  • interessanter Trend: Pop-up-Werbung mit reinem Werbecharakter und ohne irgendeinen Zusatznutzen ist auf Schweizer Websites kaum noch zu finden 

Was versteht man unter „U-Boot-Werbung“/„Viralem Marketing“? 

  • durch geringen Mitteleinsatz soll unverhältnismäßig große Wirkung erzielt werden

  • Verbreitung der Werbebotschaft kann mit Ausbreitung eines Virus verglichen werden

  • vielfältige Erscheinungsformen:

    -->in Communities/Diskussionsforen wird unter fremdem Namen ge- zielt für ein Unternehmen oder dessen Produkte geworben

    Nachricht wird durch Nutzung des Produktes verbreitet (z.B. An- hang mit Hinweis auf Email-Provider an jeder versandten Email) 

Nennen und erörtern Sie jeweils einen Vorteil und einen Nachteil von Online-Werbung. 

Vorteil: unbegrenzte „Sende-“/Präsenz-Zeit --> 7/24

Nachteil: mit Online-Werbung können ggf. nicht alle relevanten Zielgruppen erreicht werden 

Erläutern Sie das Kommunikationsinstrument Messe und nennen Sie vier Ziele, die mit diesem Kommunikationsinstrument verfolgt werden sollen. 

 

Charakteristika:

  • zeitlich und örtlich festgelegte und wiederkehrende Veranstaltung, bei der sich mehrere Anbieter den Zielgruppen präsentieren

  • findet periodisch statt, hat festgelegte Schwerpunkte

  • ermöglicht persönliche Kommunikation mit (potenziellen) Kunden (besonders wichtig im Industriegüterbereich)

Ziele:

1) Bekanntmachung von Neuprodukten

2) Auslösung von Emotionen durch Standgestaltung oder spezielle Show-Elemente

3) Anbahnung und Pflege von Geschäftsbeziehungen durch persönliche Fachgespräche 

4) Festlegung der eigenen Position im Wettbewerbsumfeld  

Beschreiben Sie zwei Typen von Messebesuchern. 

1) intensive Messenutzer: 
bereitet sich gründlich auf Messebesuch vor
besucht im Verlauf mehrerer Tage eine Vielzahl von Ausstellern
nutzt intensiv Möglichkeiten der Produktinformation, der Kontaktpflege, der Marktbeobachtung und des Preisvergleichs

2) Messebummler:
hat keine konkreten Investitionsabsichten
nutzt Messe vor allem zur Marktbeobachtung
bereitet sich nur oberflächlich auf die Messe vor
besucht selektiv Messestände, ohne mit dem Standpersonal in Kontakt zu tre- ten nutzt am Stand ausgelegte Informationen 

Was versteht man unter einem Event und wodurch lässt sich diese Kommunikationsmaßnahme charakterisieren? 

  • Inszenierung von Veranstaltungen im Rahmen der Marketingkom- munikation zur Erreichung der Kommunikationsziele

  • erlebnisorientiertes Ereignis, bei dem den Zielgruppen etwas Inter- essantes geboten wird

  • Event wird ausschließlich von einem werbenden Unternehmen orga- nisiert und gezielt um Produkt/Marke herum konzipiert

  • mit Events werden nicht primär absatzorientierte, sondern psycho- graphische Ziele verfolgt

  • Events haben häufig weniger Bezug zu Produkten eines Unter- nehmens als Messen 

Nennen Sie drei Typen von Events und grenzen Sie diese hinsichtlich der folgenden Kriterien voneinander ab: Einmaligkeit, Erlebnisorientierung, Interaktion, Unterhaltungswert, Aktivierung 

Arbeitsorientiere Veranstaltung: Produktschulungen von Kunden, alles ist gering

Infotainment: Informations- u. Show- Event zur Präsentation eines neuen Pkw-Modells, alles ist mittel

Freizeitorientierte Aktivitäten: Szene-Party, alles ist hoch

Nennen und erläutern Sie fünf Ziele, die mit Events verfolgt werden. 

  • Signalisierung einer ausgeprägten Erlebnisorientierung des Herstel- lerunternehmens

  • Vermittlung des Gefühls, an etwas Besonderem/Einmaligem teilzu- nehmen

  • Anreicherung des im Mittelpunkt stehenden Produkts/der Marke mit dem Erlebnischarakter des EventsImagetransfer

  • Schaffung und Erhöhung der Bekanntheit einer Marke/eines Pro- dukts

  • Verbreitung von Wissen über das Kommunikationsobjekt

  • Kundenbindung 

Étudier