Marketing

Marketing Uni Fribourg

Marketing Uni Fribourg


S. T.
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte des Marketings auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf zentrale Themen wie Kundenverhalten, Produktstrategien, Preispolitik und Marketingforschung, wobei auch praktische Beispiele und Studien integriert werden. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Marketingfachleute, die ihr Verständnis vertiefen und anwenden möchten, um gezielt Kundenbedürfnisse zu erfüllen und effektive Marketingstrategien zu entwickeln.
Karten
104
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Marketing
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
20.08.2015 / 30.10.2016

Lernkarten

Was versteht man unter Preisdifferenzierung, was ist die Idee der Preisdifferenzierung und welche Ziele werden mit Preisdifferenzierung verfolgt? 

gleiche oder sehr ähnliche Produkte werden zu unterschiedlichen Preisen verkauft.

Idee: verschiedene Kaufkräfte der Kunden ausnutzen

Ziel: Gewinnsteigerung durch Ausschöpfung der Kosumentenrente (Zahlungsbereitschaft - zu zahlender Preis)

Nennen und erläutern Sie drei Formen der Preisdifferenzierung und geben Sie für jede vorgestellte Form ein geeignetes Beispiel.

Ein Disco-Besitzer möchte durch den geeigneten Einsatz einer Kombination aus zwei Formen der Preisdifferenzierung, dass mehr Frauen seine Disco besuchen und dass die Gäste insgesamt früher kommen. Wie könnte er dies erreichen? 

Personenbezogene Differenzierung: Frauen kommen gratis rein oder Frauen kriegen ein Getränk umsonst

Zeitliche Differenzierung: vor 23:00 ist Eintritt gratis

Was versteht man unter Rabatten, was unter Boni? Nennen Sie für beide Varianten ein geeignetes Beispiel. Welche Form des Preisnachlasses eignet sich eher zur langfristigen Kundenbindung? Begründen Sie Ihre Antwort. 

Rabatt: Preisnachlässe direkt beim Kauf (Mengenrabatt, Sonderpreis,...)

Boni: Preisnachlass, der erst nach dem Kauf abgerechnet wird (mind. Umsatz pro Jahr,...)
--> eignet sich besser für langfristige Kundenbindung

Erläutern Sie die wichtigsten Aspekte der Grundidee von Preisabsatz- funktionen. 

- beschreibt die funktionale Abhängigkeit des Absatzes vom Preis
- hat normalerweise eine negative Steigung --> Absatz sinkt je höher der Preis
- Kenntnis darüber, welche Menge eines Produktes zu welchem Preis gekauft wird, wichtig für Preisbestimmung für Neuprodukte
- Preis-Absatz-Funktionen können sich auf den gesamten Markt oder einzelne Kundensegmente beziehen

lineare P-A-F: y= a +b*p
multiplikative P-A-F: y= a*p^b

Was versteht man unter Preiselastizität der Nachfrage? Welche Form einer Preisabsatzfunktion liegt vor, wenn eine konstante Preiselastizität gegeben ist? 

- Verhältnis der relativen Änderung der Nachfrage zu einer relativen Änderung des Preises

- bildet Reaktion der Käufer auf eine Preisänderung ab

Definieren Sie Distributionspolitik

Entscheidungen, welche Verteilung von Produkten zum Kunden betreffen

Definiere Absatzkanal

rechtliche, ökonomische und kommunitative Beziehnung aller an der Verteilung beteiligten Personen

Definiere Absatzhelfer

Selbstständige U., die kein Eigentum an abzusetzenden Produkten hat, Spedition (DHL)

Definiere Asatzmittler

Erwerben meist Eigentum um es weiterzuverkaufen, Grosshändler (COOP), indirekter Vertrieb

Definiere Grosshändler

Kauft Ware ein und setzt diese unverändert wieder ab, verkauft Produkte an Wiederverkäufer oder an die Industrie zur Weiterverarbeitung

Definiere Einzelhändler

Kunden sind private Nachfrager

Erläutern Sie, was man unter Supply Chain Management versteht. Erläutern Sie weiterhin, welche Vorteile ein professionelles Supply Chain Management für Unternehmen und deren Kunden bietet. 

professionelles SCM:
- flexiblere Leistungserstellung bei Nachfrageschwankungen
- höhere Kundenzufriedenheit durch bedarfsoptimierte Lieferung und kürzere Lieferzeit
- Kostenoptimierung 

Ziel: Verbesserung der unternehmensübergreifenden Waren-, Informations- und Wertflüsse, um Ineffizienzen der Lieferkette zu beseitigen

Vorteil für Kunde: Engpässe beim Kunden werden vermieden --> daraus resultiert eine höhere Kundenzufriedenheit

Verdeutlichen Sie anhand des Beispiels eines Sportartikelherstellers den Unterschied zwischen vertikaler und horizontaler Absatzstruktur. 

Horizontal: konkrete Auswahl der Sportgeschäfte, konkrete Auswahl der Absatzermittler auf einer Absatzstufe

vertikal: mehrere Absatzstufen,Verkauf von Adiddas in grossen Sportunternehmen und bei kleinen Einzelhändlern

Ein Einzelhändler von qualitativ sehr hochwertigen Taschenmessern legt grossen Wert auf eine starke Kundenorientierung. Aufgrund seines beschränkten Startkapitals bittet er Sie um Rat, welche Strategie zur Wahl der Absatzkanäle er am besten wählen soll. Bitte begründen Sie Ihre Antwort und erläutern Sie ebenfalls, welche Nachteile die von Ihnen empfohlene Strategie für den Einzelhändler haben kann. Welchen Absatzkanal würden Sie im betrachteten Fall empfehlen? Begründen Sie Ihre Antwort. 

Einkanalstrategie: nur 1 Vertriebskanal

+ geringe Kommunikationskosten, optimale Kontrolle der Interaktion mit dem Kunden, keine Brüche in der Kommunikation

- Opportunitätskosten (entgangene Gewinne), beschränkte Expansionsmenge, Verlust von Kundensegmenten, hohe Abhängigkeit vom gewählten Betriebskanal

Erläutern Sie, was man unter Direktvertrieb versteht. Nennen Sie vier verschiedene Formen des Direktvertriebs und für jede Form einen bekannten Anbieter, der diese Vertriebsform nutzt. 

- unmittelbarer Kontakt zwischen Hersteller und Endverbraucher ohne Absatzermittler
- Herstellereigene Verkaufsstelle: Nespresso-Laden
- Herstellereigene Online-Shops
- Vertriebsmitarbeiter: Aussendienstmitarbeiter, Staubsauger,...
- Factory Outlets

Was versteht man unter indirektem Vertrieb?

Nennen Sie drei Beispiele für weitere Vertriebsformen, die sich weder klar dem direkten noch dem indirekten Vertrieb zuordnen lassen. 

Verkauf über Absatzermittler

Andere Absatzformen
- Shop-in-Shop
- Konzession
- Franchising

Ein Hersteller von Fertiggerichten stellt fest, dass seine Produkte in den Supermärkten immer mehr von Wettbewerberprodukten verdrängt werden, so dass ein deutlicher Absatzrückgang zu verzeichnen ist. Bitte erläutern Sie detailliert, welche Möglichkeiten dem Hersteller im Kontext der Absatzmittlersteuerung zur Verfügung stehen, um die Präsenz seiner Produkte in den Supermärkten zu erhöhen und somit die Nachfrage nach seinen Produkten zu steigern. 

Push-Ansatz: Hersteller beeinflusst aktiv den Absatzermittler
--> Direkt auf Supermarkt zb. durch monetäre Anreize

Pull-Ansatz: Hersteller vergibt gratis Produktproben ab und verstärkt die Kundenpräsenz
--> Kunden direkt angesprochen
--> hier gibt es monetäre und nicht monetäre Anreize
 

Erläutern Sie, was man unter Vertriebslogistik versteht.

- auch Marketinglogistik genannt
- Planung der notwendigen Lager- und Transportvorgänge
- Festlegung der hierfür notwendigen Logistikeinrichtungen und -systeme

Ziel: Lieferung zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge und möglichst günstig

Erläutern Sie jeweils drei Beispiele für Chancen und Risiken des Onli- ne-Vertriebs.

Diskutieren Sie weiterhin, ob sich das Internet als Vertriebskanal für Lebensversicherungen eignet.

Für welche Produkte ist der Online-Vertrieb grundsätzlich besser/ schlechter geeignet? 

- soziale Interaktion fehlt im Online Vertrieb

- rechtliche Grundlagen

- Datenschutz

Beschreiben Sie den Ablauf von Kommunikation allgemein und speziell den Ablauf von Unternehmenskommunikation. 

Sender --> Kommunikationsbotschaft --> Kommunikationskanal --> Empfänger

Hersteller --> Vorteile des eigenen Produkts --> Anzeige in Zeitschrift --> Endkonsument/Händler

Definiere einstufige bzw. mehrstufige Kommunikation

einstufig: sender hat vergleichsweise grosse Kontrolle über die vermittelten Kommunikationsinhalte
Sender --> Nachricht --> Empfänger

mehrstufig: ursprüngliche Botschaft kann verändert werden
Sender --> Multiplikator (Händler) --> Empfänger

Definiere persönliche bzw. unpersönliche Kommunikation 

persönliche: direkte Kommunikation zwischen Sender und Empfänger

unpersönliche: räumliche-zeitliche Trennung zwischen Sender und Empfänger --> mehrstufig

Definiere ein- bzw. zweiseitige Kommunikation

einseitig: nur ein Kommunikator --> keine Einwände und Antworten des Empfängers möglich

zweiseitig: Rückkoppelungsmöglichkeit --> Interaktionen

Definiere Werbung

Versuch Zielgruppen zu einem Verhalten oder Einstellungsänderung zu bringen

Étudier