Marketing

Höhere Wirtschaftsdiplom

Höhere Wirtschaftsdiplom


Laura Rhyner
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen des Marketings, geeignet für alle, die sich mit den Prinzipien der Marktforschung und Marketingstrategien vertraut machen möchten. Sie decken Themen wie Marktanalyse, Zielsetzung, Marketingmix, Marktforschungsmethoden und -ziele ab. Besonders nützlich für Unternehmen und Marketingfachleute, die ihre Marktstrategien optimieren und fundierte Entscheidungen treffen wollen.
Flashcards
48
Students
4
Language
German
Category
Marketing
Level
Other
Created / Updated
21.03.2015 / 07.04.2024

Flashcards

Definition Marketing

Vorstufe Verkauf

Image / Branding

Werbung

KD-Kontakt

Konzept

Einen vorläufigen nicht ins Detail ausgeführten Plan. Ein Metamodell oder Entwurfsplanung. Führt eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Detailplan. 

Was gehört in ein Konzept?

Ausgangslage

Ziele

Strategie

Planung / Massnahmen

Budget

Controlling 

Marketingarten

Passiv: Wartet man auf Inputs vom Markt her (defensives Verhalten), d.h man reagiert auf die Wünsche des Kunden. Nachteil: Druck ist gross (Konkurrenz, Preis, Marge) Vorteil: kleines Risiko und die fehlenden Forschungs und Entwicklungskosten.

Aktiv: Agiert man auf dem Markt (offfensives Verhalten). Man forscht und entwickelt / Trägt das Risiko und die Kosten / Instrumente der Kommunikation werden bestimmt eingesetzt. Vorteil: Guter Preis + Marge im Erfolgsfall, ebenso der Gewinn am Image, an Know-how etc. 

Betrachtung nach der Integration

nicht integriertes Marketing: haben viele verschiedene Stellen Kontakt mit dem Kunden (Verkauf, Werbung, Produktion, Buchhaltung). Besteht keine Absprache untereinander jeder gestaltet Marktauftritt, so wie er will.

integriertes Marketing: stehen alle Stellen, die Kontakt zu dem Kunden haben, unter einer einheitlichen Führung.

Kontrollmethoden eignen sich folgende Mittel:

Statistiken: interne und externe

Erhebungen: Marktberichte und -untersuchungen aus sekundären Quellen

Beobachtungen: Reise - und Besuchsbegleitungen

Auswertung: Wochenberichte, Messeprotokolle, Spesenabrechnungen

Befragungen: Kundenbefragungen, Gespräche mit MA

Kontrollarten

- Voll - oder Stichprobenkontrolle: Können angekündigt, periodisch oder auch in unregelmässigen Abständen erfolgen.

- Interne oder externe Kontrolle: kann von Vorteil sein. Interne Personen oder externe Institutionen (Spezialisten)

- Selbst- oder Fremdkontrolle: Damit Führungsperson über Ablauf, Unernehmensleistung und Resultate informiert ist, müssen die Zusammenarbeit wie auch die Kommunikation zwischen Kontrollorgan und Führungskraft optimal sein.

- Konstruktive und deskustrive Kontrolle: Verfolgt einen positven Ansatz und ist auf die Erleichterung und Verbesserung ausgerichtet und wird positiv von MA aufgenommen. Schnüfelnde, auf Fehlersuche ausgerichtete Kontrollen wirken negativ und demotivieren MA:

Kontrollprozess

1. Definition des Kontrollobjekts: Gemäss den ökonomischen und psychologischen Zielen werden die Kontrollobjekte deren untere und obere Toleranzwerte bestimmt.

2. Durchführung der Kontrollmassnahmen: Bei der Durchführung werden die einzelnen Kontrollobjekte und ihre Istwerte während und am Ende des Prozesses erfasst.

3. Überwachung der Ausführung der Kontrollmassnahme: Verantwortliche Person überwacht, ob die Kontrollen und die Korrekturmassnahmen wie geplant durchgeführt werden das Prozedere zielgerichtet und korrekt abläuft.

4. Bewertung der Ergebnisse: Ergebnisse werden ausgewertet und Resultate bewertet. Ziel ist, festzustellen ob, die vorgesehene Massnahmen wirksam, zielorientiert und budgetkonform sind.

5. Analyse Feedback: Resultate werden analysiert, unabhängig von positiv oder negativ. Dient der Grundlage für ein konstruktives Feedback und zur Optimierung der vorgesehenen Massnahmen.

Arten von Marketingkontrollen

- Jahreskontrolle:

- Profitabilitätskontrolle:

- Effizienzkontrolle:

- Strategiekontrolle:

Jahreskontrolle

Soll sicherstellen, dass die gesetzen Ziele in die Jahresplanung eingeflossen sind, erreicht werden. Untersucht z.b

- die erzielten Verkaufsergebnisse

- die Entwicklung des Marktanteils

- Veränderung in der Wahrnehmung der Konsumenten (Bekanntheitsgrad, unsere Produkte, Image)

Profitabilitätskontrolle

Wo hat Unternehmen Gewinne oder Verluste gemacht.

- Produkte

- Regionen

- Kunden

Effizienzkontrolle

Untersucht die Wirkung der einzelnen Marketinginstrumente im Hinblick auf die gesetzten Ziele unter Berücksichtigung der entstandenen Kosten.

- Verkaufskontrolle: Durchschnittliche Verkaufserfolgquote pro Verkaufbesuch, Anzahl neu akquirierter Kunden

- Werbekontrolle: Werbekosten pro 1000 Kontakten in der Zielgruppe nach Werbemedium, Anteil des Zielpublikums welche sich an die Werbung erinneren

- Verkaufsförderungskontrollen: Verkaufssteigerung bei Zweitplatzierung, Verkaufssteigerung bei Aktionen, Doppelpackungen etc.

Strategiekontrolle

Widmet sich der Frage: ob die Ziele des Unternehmens dem Umfel und seiner eigenen Situation noch angemessen sind.

Kontrollplan

Wenn diese nicht geplant ist, besteht die Gefahr, dass sie gar nie gemacht wird. Der Kontrollplan beantwortet 4-W-Fragen.

- Was (Zielobjekt / Zielgrösse)

- Wie (Kontrollmetkhode)

- Wer (Verantwortlichkeit)

- Wann (Zeitpunkt)

- Output / weiteres vorgehen

Einteilung Märkte

- Beschaffungsmarkt: werden die Produktionsfaktoren eingekauft. Die wichtigsten sind: der Arbeitsmarkt, der Investitionsgütermarkt, der Bodenmarkt, der Rohstoffmarkt, der Finanzmarkt

- Absatzmarkt: Für jeden Anbieter sind diese den Prüfstein des Erfolgs. Dort verkauft er seine Produkte und DL. Nennt man auch Waren oder Gütermärkte.

Marktgebilde:

Durch Austauschbeziehungen zwischen Anbietern und Nachfragern auf dem Markt entstehen Güter - Geld und Informationsströme. Unternehmen muss diese drei Ströme lenken. Es ist ein Transformationssystem, das die Inputs vom Beschaffungsmarkt aufnimmt, bearbeitet und in Form von Outputs an den Absatzmarkt gibt.

Analyse der Produktverwender

Man beginnt in der Regel mit Grobanalyse, die zeigt welche Fragen später man genauer untersuchen will. Untersuchung von Märkten ist Aufgabe der Marktforschung.

- Wer sind die Kunden eines Teilmarkts? Privatpersonen oder Unternehmen?

- Wie wird gekauft? Wo, wann, wie oft wird gekauft?

- Warum wird gekauft? Motive für Kaufentscheid.

Analyse der externen Beeifnlusser

Da diese möglicherweise einen kaufentscheidenden Einfluss auf den Produktverwender ausüben, unbedingt in die Marketingstrategie einzubeziehen.

Analyse des Handels

Hier ist vorerst die grundsätzliche Ausrichtung Direkt / Indirekt zu untersuchen. Bei indirektem Vertrieb sind die wichtigens Handelsstufen und Handelskanälen zu bezeichnen und möglichst zu bewerten.

Quantitative Kriterien: Anzahl Verkaufstellen, Marktanteil des Kanals, Marktanteile im Kanal

Qualitative Kriterien: Image beim PV, Marketing des Kanals, Verkaufsverhalten

Analyse der Konkurrenz

Bei der Konkurrenz interessieren v.a. die Informationen über Marktanteil, Infrastruktur und ganz speziell, die Gestaltung der Marketingmixes. Daraus lassen sich die Stärken und Schwächen ableiten.

Was ist Marktforschung?

Diese beschäftigt sich auf dem Markt mithilfe wissenschaftlicher und systematischer Verfahren. Marktforschung durchleuchtet die Märkte, beschafft Informationen über die Zusammenhänge auf dem Markt. Befasst sich mit Leistungen der Konkurrenten und mit dem Verhalten der Abnehmer, mit ihren Absichten.  

Einsatzgebiete Marktforschung

Markt

Marktleistung

Käufer

Werbung

Marktforschung (Markt)

Marktvolumen:

Martanteil:

Veränderung Marktvolumen:

Marktpotenzial:

Konkurrenz:

Marktforschung Marktleistung

- Produktqualität: Wie beurteilt Käufer das?

- Name / Verpackung / Etikett: Welche Ausstrahlung hat ein Name, wie wird Packung aufgenommen?

- Preis: Wie viel ist Konsument bereit zu zahlen?

- Gebrauchsanweisung: Ist diese verständlich?

- Produktimage: Welche Vorstellung macht sich der Konsument vom Produkt

Marktforschung Käufer

 

- Demografische Struktur: Wie sieht der typische Käufer aus`?

- Einkaufsverhalten: Wann und zu welchen Gelegenheiten?

- Entscheidungsprozess: Welche Infos holt er ein, bevor er sich entscheidet?

- Lebensgewonheiten: Wie lebt er?

- Einstellungen / Meinungen / Vorstellungen: vorgefasste Vorurteile

Marktforschungsziele

Für die Bearbeitung und Umsetzung eines Marketingskonzepts, sind die durch die Marktforschung gewonnen Infos und Analysen unerlässlich. Ziel: Informationen über den Markt zu gewinnen um bessere Entscheidungen zu treffen.

1. Trends und Marktbedürfnisse rechtzeitig erkennen

2. Potenial-Ermittlung: Erhebung, Beurteilung, Prognose der Marktkennziffern (Kapazität, Potenzial, Volumen, Anteil)

3. Risiko-Minimierung: Lieferung von Daten für eine optimale Entscheidungsfindung

Sekundärmarktforschung

Beschränkt sich auf die Beschaffung, Analyse und Aufbearbeitung mit bereits vorhandenen Daten welche zu einem früheren Zeitpunkt erhoben wurden.

Vorteil: Kostenersparnis und rasch

Nachteil: Daten wurden ursprünglich zu einem anderen Zweck erhoben, besteht Unsicherheit wegen Genauigkeit, Herkunft oder Herhebungsmethode und Daten können zeitlich überholt sein.

Gibt interne und externe Quellen:

Intern: Kundenkartei, Datenbank / Betriebliches Rechnungswesen / Mitarbeiterberichte / Interne Marktstudien

Extern: Internet, Öffentliche Ämter, Wirtschaftsverbände, Wissenschaft, Fachautoren, Unternehmen

Primärmarktforschung

Geht an die Quelle der Entstehung von Fakten und Meinungen, Daten und Fakten werden eigens erhoben.

Gibt qualitative und quantitative Forschung: Allerdings ist die Grenze nicht genau eindeutig.

 

Qualitative Marktforschung

Versucht Zusammenhänge aufzudecken, intepretiert Beoabachtungen, die nicht direkt gemessen werden werden können. Wird auch psychologische Marktforschung genannt.

- Gruppendiskussionen: 1 - 12 Personen, 30 Min bis zu 1h, wird auf Tonband / Video aufgenommen und unstrukturiere Gespräche

- Explorative Interview: wird meist vom ausgebildeten Psychologen durchgeführt, Interviewer setzt voraus, das er mit der Zielsetzung bestens vertraut ist. Nicht schriftlich protokolliert evt. mit Videokamera

Quantitative Marktforschung Befragung

Befragung: ist die gebräuchlichste Form der primären Datengewinnung. Geht es darum, Meinungen und Fakten von Produkten oder DL zu hinterfragen. Durch das immer häufiger werdenden Einsatz von Befragten müssen diese eine Reihe Voraussetzungen erfüllen. Erfolgreiche Befragung setzt bei den Befragten voraus:

Auskunftsbereit

am Befragungsthema interesse haben

wahrheitsgemässe Angaben machen

Quantitative Marktforschung

Befragung

Persönliche Befragung (Face-to-Face)

Telefonsiche Befragung

Schriftliche Befragung

Onlinebefragung

 

Quantitative Marktforschung Befragung (Face-to-Face)

Beim mündlichen Interview fint eine persönliche Kommunikation statt. Hauptstärke liegt darin, die komplexere, erklärungsbedüärftige Fragestellung sowie Einsatz von Demonstrationsmaterial möglich sind. Kann Kima des Vertrauen welche evt. zu ehrlicheren Antworten führen, oder heiklere Fragen erlauben. Gibt In-Home-Befragungen oder am Arbeitsplatz oder in speziellen Testlokalen.

Quantitative Marktforschung Telefonische Befragung

Kostet etwa halb so viel wie persönliche Befragung. Ermöglicht Telefonlaber Anrufe mitzuhören. Problematisch ist der Einbruch in die Privatsphäre des Angerufenen.  

Quantitative Marktforschung Schriftliche Befragung

Grösste Problem die Rücklaufquote. Der Grund für eine schleche Rücklaufquote ist sicherlich die Bequemlichkeit und Gleichgültikeit der Befragten. Auch schwierig ist das Identitätsproblem. Man weiss nicht, ob die angeschriebene Person den Fragebogen tatsächlich selber ausgefüllt hat. Ist aber möglich Personen anzufragen, welche persönlich oder telefonsich nicht erfasst werden.

Quantitative Marktforschung Onlinebefragung

Als Medium dienen dabei das Internet, verschiedene Kommunikationsformen, wie E-Mail, Chat, Foren etc.

Tests

Es handelt sich dabei um eigenständige Unersuchungsmethoden.

- Marktest: Bezeichnet man Tests bzw. Elemente, die durchgeführt werden, um Informationen über die Reaktion des Markts auf Marketinmassnahmen zu gewinnen.

- Produkttest: Häufigste Produkttest ist der Geschmackstest. Gibt Blindtest und ''as marketed''

- Werbetest: sind emprische Untersuchungen, in denen werbliche Massnahmen hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Zielperson überprüft werden. Unterscheidet man zwischen Pretest  und Posttest. Pretest findet immer vor der Marktverberietung der Werbung statt, ein Pretest danach.

Externe Marktforschung / Gründe für die Beauftragung eines Instituts

- Unternehmen ist fachlich überfordert

- MA, welche das notwendige Know-how besitzen verfügen sind zeitlich nicht in der Lage, die Untersuchungen durchzuführen

- Unternehmen verfügt nicht über die notwendige Infrastruktur

- Unternehmen will anonym bleiben

- Unternehmen benötigt ein neutrales Guthaben

Externe Marktforschung / Briefing

Bevor Marketingfachleute einem Marketinginstitut einen Auftrag erteilen, müssen sie klare Aufgabenstellung formulieren.

1. Ausgangslage: Marktanalyse und Situation des Unternehmens, Angaben zum betreffenden Produkt

2. Ziele und Aufgabenstellung: Ziele der Marktforschung, einzuholende Informationen, Zielgruppe, Definition der Ergebmnisdarstellung

3. Allgemeine Bedinungen und Vorgaben: Datenpräsentation, Budget und Termine, Angaben zur Offerte

4. Beilagen: Firmendokumentation, Produktemuster, Konkurrenzprodukte 

Externe Marktforschung / Kriterien Institutwahl

Liegen die Offerten der Institute auf dem Tisch, stellt sich die Frage, wenn erhält den Auftrag.

Einige Punkte, die von allgemeiner Relevanz sind:

- Problemverständnis, das in der Offerte zum Ausdruck kommt

- Briefing-Treue der Offerte: Beachtung der Rahmenvorgaben

- Effektivität / Problemlösungskapazität der vorgeschlagenen Methoden

- Durchdachtheit / Detaillierungsgrad der Offerte

- Qualifikation der Projektleiterin

- Branchenkompetenz

Zielarten / Ziele nach Ebenen

1. Unternehmensziele: Marketingziele, Produktionsziele, Beschaffungsziele

2. Marketingoberziele: Ziele für die Strategische Geschäftseinheit 1,2 etc.

3. Marketingzwischenziele: Ziele pro Marketingsubmix, z.B Ziele für die Kommunikaton 

4. Marketingunterziele: Zeile der einzelnen konkreten Massnahmen wie z.B Werbeziele, Verkaufsziele, Ziele einer Verkaufsföerderungsmassnahmen 

Study