Block 03


Nadine Hafner
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Mammographie und verwandte medizinische Verfahren auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Darstellung der Brust, die Verwendung von Strahlung, die Kompression des Gewebes und die Untersuchung von Lymphknoten. Die Karteikarten behandeln auch die Diagnose und Behandlung von Karzinomen, einschließlich der Darstellung von Metastasen in verschiedenen Organen wie der Lunge und der Leber. Sie sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die sich auf die Diagnostik und Therapie von Brustkrebs spezialisieren.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
13.05.2014 / 13.05.2014

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Mastopathie

Die Mastopathie ist eine gutartige Veränderung des Drüsengewebes der Brust, die Während der Geschlechtsreife bis zum Beginn der Wechseljahre aufritt. 

Mamma-Ca

Das Mammakarzinom ist eine maligne Entartung der Drüsenepithelien der Brust. Das bösartige Wachstum kann dabei von den Epithelien der Drüsengänge oder der Läppchen ausgehen.

Zyste

Eine Zyste ist ein durch eine Kapsel abgeschlossener, mit Epithel ausgekleideter Hohlraum im Gewebe. Er kann aus einer oder mehreren Kammern bestehen und einen dünn- oder dickflüssigen Inhalt aufweisen.

Verkalkung Kalzifikation

Einlagerungen von Kalziumsalz (z.B. K+-phosphat, K+-carbonat) in ein Gewebe. Eine Kalzifikation kann physiologisch oder pathologisch sein. Bei der Mamma meistens im Drüsengewebe, Milchgängen und in Zysten. 

Mikrokalk

Kleinste Verkalkungen in der Brustdrüse (von 0.1-2mm). Form und Anordnung geben Aufschluss über die Entstehung und Bedeutung. Mammographisch nachweisbarer Mikrokalk ist in etwa 40% karzinombedingt. 

Fibroadenom

Das Fibroadenom ist die häufigste benigne Neoplasie im Bereich der weiblichen Brustdrüse

Intramammäre Lymphknoten

Lymphknoten befinden sich im Drüsengewebe oder Fettgewebe der Brust

Mammographie

Mammografie ist die Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust mit spezieller Weichstrahlentechnik. Da es sich bei der Mamma um Weichteilgewebe handelt, ist eine spezielle Form von Röntgenstrahlung notwendig, und zwar besonders energiearme Strahlung (Weichstrahltechnik). Bei der Mammografie werden hohe Anforderungen an Gerätetechnik, Bildqualität und Einstell- und Aufnahmetechnik gestellt.Speziell ist die halbmondförmige Blende

Heel Effekt

Anodenseitiger Dosisabfall, durch die Eigenabsorption des Anodenmaterials

Durch die Neigung der Anode muss das Elektron eine grössere bzw. unterschiedliche lange Wegstrecke zurücklegen. Die Strahlung wird unterschiedlich geschwächt und die Objektdicke Seite (Brustwand) kathodenseitig gelagert. Die unterschiedliche Ausbeute und Aufhärtung wird als Heeleffekt bezeichnet.

Nicht nur auf der Oberfläche der Anode entsteht Rx-Strahlung, auch im Inneren entsteht Strahlung, die aus der Anode austritt.  Je länger der Weg aus der Anode ist, umso stärker wird die Strahlung geschwächt.

Der Abfall der Dosisleistung hängt vom Anodenwinkel ab: je kleiner der Anodenwinkel, desto grösser der Abfall der Dosisleistung  an der Anodenseite des Nutzstrahlenbündels. 

Prinzip Mammosystem

  • Man nutzt den Heeleffekt bei der Mammografie aus. Brustwandseitig ist durch diesen Effekt die Strahlendosis höher à somit erreicht man auf dem Film eine ausgeglichene Schwärzung.
  • Das Röhrengehäuse ist sehr gut abgeschirmt, weil die Pat. sich ganz nah an der Röhre sich aufhalten müssen.
  • FDA: 65 cm
  • Der Bildbereich der Mammokassettte ist auf einer Seite randlos, um so die max. Bildinformation zu erhalten. 

Vergrösserungsaufnahme

Ist eine spezifische Aufnahme zur besseren Darstellung und Beurteilung des Brustdrüsen-gewebes

ODA ist vergrössert

Evtl. mit Lochblende

Andere Paddelgrösse

Anforderung an den Strahler (Mammo)

Möglichst kleiner Fokus bzw. gute Fokussierung für die Darstellung Details 0.1 mm

Anodenmat. für die die Erzeugung weicher Strahlung

Fokusgrösse: Gross 0.3 , 0.45, 0.65, Klein: 0.15 mm

Kleiner Anodenwinkel für kleinen optischen Fokus

Spezielle Vorfilterung : Molybdän/Rhodium

Doppelmetallanode für versch. Strahlungsquanten

Sehr gut abgeschirmtes Röntgengehäuse

Bucky, Weichstrahltechnik, Messkammer

Bucky:

Darin befindet sich das Streustrahlenraster, CR-Kassette und Messkammer

Messkammer liegt hinter der Film-Kassette à würde sie wie gewohnt zwischen Raster und Film, würde man sie wegen der weichen Strahlung auf dem Bild erkennen.

 

Weichstrahltechnik:

Niedrige kV-Wert, hohe mAs

Bessere Detailerkennung à weiches Gewebe

 

Messkammer:

Kann bewegt werden à für eine optimale Belichtung richtig positioniert werden kann

Markierungen auf der Kompressionsplatte à dienen als Hilfe für die Einstellung der Messkammer

Vier fixe Positionen wählbar

Kompression (Mammo)

Kompression:

Ist notwendig à Belichtungszeit zu reduzieren, Brustdrüsengewebe wird aufgespreizt und Bewegungsunschärfe zu reduzieren

Streustrahlen wird vermindert

Unzureichende Kompression à kleine Mikroverkalkungen nicht sehbar, somit falsche Diagnose

Kompressionsgewicht bis zu 20 kg

Weniger Dosis

Belichtungszeit ist niedriger

Während der Kompression sind die Bewegungen des Stativs blockiert

Die Kompression kann motorisch oder manuell erfolgen

Ohne Kompression kann keine Aufnahme ausgelöst werden

Autodekompression nach der Aufnahme

Detektor, Belichtungsautomatik, Fokus, Raster, Bedienungspult (Mammo)

Detektor:

Hat eine höhere Auflösung

Brustwandnahe Seite hat einen Radà sonst wäre ein grosser Teil der Brust nicht erfasst

 

Belichtungsautomatik:

Messkammer passen sich anà an Objektdichte, bessere Bildqualität

 

Fokus:

Kleiner Fokus, es gibt zwei Kleine (0.3 für Übersichtsaufnahme, Standard; 0.1 Vergrösserungs-aufnahme, Zielaufnahme) möglichst kleine Fokus wählenà geringere Bewegungsunschärfe & bessere Darstellung feinster Strukturen

 

Raster:

Spezielles Weichstrahlraster

N 27 Lamellen, R 5 (Ratio)

Lamellen sehr dünn

Weniger Lamellen als sonst

Ist ein Schwingraster

Schichte des Rasters mit Papier gefüllt

 

Bedienungspult:

Ist im Untersuchungsraum

Gleich neben den Patientinnen

MTRA steht hinter eine Bleiwand

Generator (Mammo)

Generator:

Konvertergenerator

Bedienkonsole sowie Hochspannungserzeugung sind im Untersuchungsraum eingebaut

Konstante Aufnahmewerte für eine konstante Belichtung

Schneller Anstieg der Aufnahmespannung

Mind. 1 kW bis 5 kW Leistung

Belichtungszeit mit 45 mm Plexiglas als Filter < 1.5 s

Indikationen für Mammographie

Indikationen:

Palpationsbefund, z.B. Knoten

Vorangegangenes Mamma-Ca.

Familiäre Vorbelastung

Einzug der Mamille/Cutis

Ab einem bestimmten Alter (ca. ab 50)

Sekretion (rot,grün)

Ekzeme

Schmerzen

Mastopathie (Übermässiger Wachstum an Drüsengewebe)

Grössen Zu- oder Abnahme der Mamma

Tastbare Lymphknoten in der Axilla

Karzinophobie 

Vor der Mammo (Termin, was beachten) 

Die Mammografie sollte in der ersten Zyklushälfte (bis zum 10. Zyklustag) durchgeführt werden. à In diesem Zeitraum ist das Gewebe weniger wassereich, d.h. weniger röntgendicht und somit weniger schmerzempfindlich.

 

  • Und um Schmerzen durch die Kompression zu vermindern und die Bildqualität zu verbessern.
  • Hinweis: auf Hautpflegeprodukte zu verzichten: Glitzerpartikel in den Produkten führen zu Fehlbefunde
  • Voraufnahmen anfordern

Patientenvorbereitung Mammo

 Oberkörper entkleiden

Ohrringe, Halskette und Brustwarzenpiercing entfernen

Hautcreme mit Glitzerpartikel muss abgewaschenàbei der Terminvereinbarung darauf hinweisen

Strahlenschutz: Rundumschürze

Schwangerschaftsabklärung

Patientenumgang (Mammo)

Eine gute Patientenaufklärung bezüglich

Untersuchungsvorgang

Notwendigkeit und Vorteile einer guten Kompression (àbesserer Kontrast, bessere Beurteilung von pathologischen Veränderungen, höhere Kompression erzeugt weniger Streustrahlendosis)

Innerhalb kurzer Zeit eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen zu können

Aufmerksam Zuhören und auf die Körpersprache achten

Erkennen von Angst, Unsicherheit und Unwohlsein

Vorteil gute Kompression

Geringere Strahlendosis, da geringere Absorption.

 

Höhere Schärfe durch:

  • Reduktion der geometrischen Unschärfe aufgrund der Verkleinerung des ODA
  • Reduktion der Bewegungsunschärfe

 

Höherer Kontrast durch Verringerung des Streustrahlenanteils:

  • Durch Verringerung der Objektdicke kann die Spannung (kV) reduziert werden, was eine zusätzliche Kontrasterhöhung bewirkt. 

Standartaufnahmen Mammo

Jeweils in 2 Ebenen

  • cc, cranio-caudal (Unterscheidung von lateraler und medialer Hälfte)
  • mlo, medio-lateral-oblique 45°-60° (Unterscheidung von oberer und unterer Hälfte) 

cc-Aufnahme Lagerung

wird im Stehend oder sitzen angefertigt

Röntgenröhre inkl. Aufnahmetisch steht senkrecht in Nullstellung

Pat. steht/sitzt aufrecht und ca. 5 cm vom Aufnahmetisch entfernt

Lagerung:

Die Patientin wird mit einer geringen Drehung von ca. 5° nach medial gelagert

So liegt die Mamille mittig, leicht nach medial àlaterale Lagerung der Mamille

Die Brust mit der flachen Hand anheben

Die Patientin soll sich gegen den Aufnahmetisch anlehnen

Der Kopf wird zur Gegenseite gedreht

Die Schulter der aufzunehmenden Seite neigen, den Arm locker hängen lassen. (Die Hand kann auf den Bauch gelegt werden)

Der Musculus pectoralis entspannt und der obere äussere Quadrant kann leichter auf den Aufnahmetisch gezogen werden

Bei beginnender Kompression die Mamma in Richtung Mamille ausstrechen àFaltenbildungen werden vermieden

Patientin im Rücken stützen

Die Messkammer wird in den vorderen zwei Dritteln retromamillär positioniert

Bei kleiner Mamma exakt thoraxwandnahe Einstellung 

cc-Aufnahme Tipps und Tricks

Die Brust wird mit beiden Händen am Brustansatz angefasst. Die Hände sind ausgestreckt, sodass die Brust in den Handflächen ruht. Die Fingerspritzen fassen unterhalb des Brustansatzes bis an die Thoraxwand, um das untere Brustgewebe vollständig in die Detektorebene ziehen zu können.

Die Patientin leicht nach vorne geneigt an den Aufnahmetisch lagernà Musculus pectoralis major mit abgebildet 

cc-Aufnahme Zentrierung und QK

Zentrierung:

Zentralstrahl: craniocaudal, senkrecht auf die Mitte der Brust

Seitenbezeichnung

Aufnahme in Atemstillstand

Qualitätskriterien:

  • Eine korrekt aufgenommene craniocaudale Aufnahme bildet das medial gelegene Drüsen-gewebe, sowie möglichst den lateralen Bereich des Drüsenkörpers vollständig ab.
  • Die Mamille ist im Profil abgebildet
  • Der Musculus pectoralis major ist nur auf 30-40% der korrekt eingestellten Aufnahme zu sehen
  • Darstellung des retroglandulären Fettgewebe

Weitere allgemeine Kriterien

Symmetrische Darstellung der cc-Aufnahme im Seitenvergleich (Ballon)

Korrekte Beschriftung

Scharfe Abbildung und adäquates Aufspreizen des Drüsenkörpers durch gute Kompression

Keine BewegungsunschärfeàAtemstillstand

Keine Hautfalte

mlo-Aufnahme Lagerung

thoraxwandnahes Gewebe und axillärer Ausläufer erfasst

wichtigste Projektion

Es werden die meisten Karzinome abgebildet

Detektor nicht zu hoch in die Axilla positionieren

Wenn Teile des Humerus mitabgebildet sind, ist die regelrechte Kompression nicht gewährleistet

Lagerung:

Die Patientin wird insgesamt 45° zu Gerät gedreht

Das Becken wird zurück genommen

Der Arm der zu untersuchenden Seite liegt im rechten Winkel auf dem oberen Rand des Aufnahmetischesà oberes Ende des Aufnahmetisches auf Höhe Manubrium sterni

Die obere Ecke befindet sich hinter der Axilla, nicht in der Axillaà kann jedoch bei sehr schlanken Patientinnen ein Vorteil sein

Die Mamma wird nach medial und oben mobilisiert, um ein Durchhängen zu vermeiden

 

Die Brust wird auf den Aufnahmetisch gezogen, sodass auch die medialen Anteile der Brust vom Kompressorium, welches von oben kommt, erfasst werden

Bei der korrekten Positionierung wird das Drüsengewebe durch den Zug nach ventrocranial weit vorzogen und maximal aufgespreizt

Anschliessend die Brust mit einer Hand fixieren

Daumen und Daumengrundgelenk streichen die inframammäre Bauchfalte aus

Mit dem anderen Arm die Patientin umfassen, die Hand ist auf der Schulter aufzunehmenden Seite

Während das Kompressorium abgesenkt wird, sollte der Zug der Brust so lange auf gerecht halten werden, bis die Brust in ihrer Position vom Kompressorium festgehalten wird

Mamma in Richtung Mamille ausstreichenàFaltenbildung werden vermieden

Es folgt die abschliessende Rückversicherung, dass die inframammäre Bauchfalte mit abgebildet ist und nicht durch den Oberbauch überlager wird

Das Kompressorium liegt eng am Sternum an, die obere Ecke ist unter der Claviculamitte

 

Die Patientin hält mit der Hand die gegenseitige Brust zurückà v.a. bei einer sehr grossen Mamma von Vorteil

Die Mamilla liegt im Profil

Die Messkammer ist ca. 1-2 QF oberhalb der Mamille im lateralen Drüsenbereich positioniert 

mlo-Aufnahme Tipps und Tricks

Brust zwischen beiden Handflächen nehmen; die Fingerspitzen der unteren Hand reichen bis in die Axillarlinie, um den axillären Brustausläufer vollständig in die Detektorebene ziehen zu können.

Die obere Hand streicht an der Thoraxwand entlang und liegt auf der Oberseite der Brust. Die Brust liegt nun zwischen beiden Handflächen und wird von der Brustwand weggezogen, min. 2 cm hochgehoben und in die Detektorebene gezogen. 

mlo-Aufnahme Zentrierung und QK

Zentrierung

Zentralstrahl: craniocaudal, senkrecht auf die Mitte der Brust

Seitenbezeichnung

Aufnahme in Atemstillstand

Qualitätskriterien

  • Der Musculus pectoralis major soll min. bis auf der Höhe der Mamille im Bild miterfasst sein
  • Er soll mit einem Winkel von ca. 20° über den seitlichen Bildrand nach cranial verlaufen
  • Die vordere Begrenzung des Musculus pectoralis major stellt sich konvex dar
  • Abbildung des retroglandulären Fettgewebes
  • Scharfe Abbildung der inframammären Bauchfalte

Weitere allgemeine Kriterien

Symmetrische Darstellung der cc-Aufnahme im Seitenvergleich (Ballon)

Korrekte Beschriftung

Scharfe Abbildung und adäquates (angemessenes) Aufspreizen des Drüsenkörpers durch gute Kompression

Keine BewegungsunschärfeàAtemstillstand

Keine Hautfalte

Wichtige Infos für Radiologe (Mammo)

Notieren Sie folgende Punkte:

Hautveränderungen

Kompressionsstärke

Wenn keine inframammäre Umschlagsfalte dargestellt werden konnte

Aufgrund einer Trichter- oder Hühnerbrust konnten die Kriterien nicht erfüllt werden

Keine kooperative Patientin

Belichtungswerte bei freien Aufnahmen (Silikon)

Anmastopathie (ungleichgrosse Mammae, meist Schreibhandseite grösser)

ml-Aufnahme Lagerung

3. Ebene (plattennahe Darstellung)

Bei der Erstbeurteilung von unklaren Mikrokalk

Orientierungshilfe für die räumliche Zuordnung nicht tastbarere Läsionen

Markierung oder transkutaner Biopsie

Lagerung

Röntgenröhre inkl. Aufnahmetisch steht in 90° Stellung, auf Höhe des Manubrium sterni positionieren

Der jeweils fragliche Befund möglichst Detektornah abbilden

Brustdrüse darf nicht nach caudal fallen

Pat. leicht nach vorne beugen lassen (bessere Darstellung des axillären Ausläufers)

Der obere Rand des Aufnahmetisches hinter der Axilla (mehr M. pectoralis major)

Mamille muss tangential erfasst werden

Mamma in der Mitte der Messkammer positionieren

Inframammäre Bauchfalte ausstreichen

Gleichmässige Kompression der Mamma

ml-Aufnahme Tipps und Tricks

Tipps & Tricks

Die Positionierung zu Zweit durchführen.

Eine MTRA steht hinter dem Aufnahmetisch und greift von oben den M. pectoralis major, um den axillären Brustausläufer vollständig in die Filmebene ziehen zu können.

Die zweite MTRA kommt von unten und nimmt die Brust zwischen beide Handflächen. Die obere Hand streicht an der Thoraxwand entlang und liegt auf der Oberseite der Brust. Die Brust liegt nun zwischen beiden Handflächen und wird von der Brustwand weggezogen, min. 2 cm hochgehoben und die Detekorebene gezogen. 

ml-Aufnahme Zentrierung und QK

Zentrierung

Zentralstrahl: horizontal, senkrecht auf die Mitte der Brust

Seitenbezeichnung

Aufnahme in Atemstillstand

 

Qualitätskriterien

Abbildung des gesamten Drüsenkörpers

Der M. pectoralis major ist als schmal, leicht schräg verlaufender Streifen am Bildrand erkennbar

Die Mamille ist im Profil dargestellt

Abbildung des retroglandulären Fettgewebes

Scharfe Abbildung der inframammären Bauchfalte

Weitere allgemeine Kriterien

Symmetrische Darstellung der cc-Aufnahme im Seitenvergleich (Ballon)

Korrekte Beschriftung

Scharfe Abbildung und adäquates Aufspreizen des Drüsenkörpers durch gute Kompression

Keine BewegungsunschärfeàAtemstillstand

Keine Hautfalte

Vergrösserungsaufnahme Vorbereitung am Gerät

Vorbereitung vom Gerät

  • Auflagetisches à ODA von 16-30cm à Vergrösserungsfaktor von 1.5-2.0
  • Spotkompressionsplatte und Lochblende à engere Einblendung und bessere fokale (zentriert) Kompression à Erhöhung von Kontrast und Schärfe
  • Aufnahme ohne Raster bei Film-Folien-System à Verkürzung der Belichtungszeit und Reduktion der Streustrahlungà Höhere Dosis für die Haut
  • Kleiner Fokus bei Flim-Folien-System eingeben, bei Detektorsystem automatischer Fokuswahl. 

Vergrösserungsaufnahme QK

Kontrastreiche und vollständige Abbildung der verdächtigen Läsion

Korrekte Beschriftung

Scharfe Abbildung und adäquate Aufspreizung des Drüsenkörpers durch gute Kompression

Keine Bewegungsunschärfe à Atemstillstand

Keine Hautfalten 

PGMI-Qualitätskriterien

Zur Beurteilung der Gesamtqualität sind Kriterien zu einem Optimum zusammen zu fügen.

Was versteht man unter Optimum?

Jeder Beurteiler hat gemäss seinen Erwartungen unterschiedliche Ansprüche. Um überfall einem vergleichbaren Qualitätsstandard zu erreichen und zu halten, wurden allgemein gültige (nach europäischen Richtlinien) Qualitätskriterien erarbeitet.

 

P = Perfekte Aufnahme

G = Gute Aufnahme

M = Mässige Aufnahme

I = Inadäquate Aufnahme (verwerfen)

 

Der Qualitätsstandard einer Abteilung ist dann erreicht, wenn:

75% der Aufnahmen können zu P oder G zugeordnet werden

9% P + G + M

<3% der Aufnahmen sind technisch unadäquat

Screening

  • Es ist ein Untersuchungsprogramm mit Mammographie und Ultraschall bei gesunden Frauen ohne Vorgeschichte und Symptome zur Früherkennung von Mamma-Ca.
  • Frauen zwischen 50 – 70 Jahren werden zum Screening aufgeboten. Es ist freiwillig.
  • Einladung zur Früherkennungs-Mammographie jedes zweite Jahr.
  • Ziel: eventuelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen
  • Screening nur in zertifizierten Instituten möglich
  • Es ist gesichert, dass durch das Screening weniger Frauen an Brustkrebs sterben. Dies durch eine frühere Diagnose.
  • Durch diese systematische und regelmässige Mammografie-Screening kann die Brustkrebssterblichkeit bis zu 25% gesenkt werden.
  • PGM = 100% oder P + G = 95 % müssen erfüllt sein, sonst kann das Zertifikat aberkannt werden.
  • Nachteil: mögliche Fehldiagnosen, Strahlenbelastung, Krankenkassenkosten

Selbstuntersuchung Brust

  • Ab dem 20. Lebensjahr immer nach der Periode, da die Brust dann weich ist und eine Verhärtung besser erkennbar ist.
  • Monatliches abtasten um Veränderungen festzustellen.
  • Frauen ohne Periode, immer am gleichen Tag im Monat
  • Jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen empfohlen

Inzidenz Mamma-Ca

  • Brustkrebs ist in den westlichen Ländern mehr verbreitet
  • Jede 8.-10. Frau kann betroffen sein
  • Häufigste Todesursache für Frauen zwischen 35-45 Jahren
  • Erkrankungsgipfel zwischen 50-70. Lebensjahr
  • Männer können ebenfalls betroffen sein, jedoch seltener 99:1
  • 5 Jährige Überlebenrate bei 77%

Die 5-Jahres-Überlebensrate ist ein Prognose-Wert für eine Krankheit. Sie wird gewöhnlich in Prozent angegeben und gibt darüber Auskunft, wie viel Prozent einer Patientengruppe, die an einer bestimmten Erkrankung leidet, nach Ablauf von 5 Jahren noch lebt. 

Symptome Mamma-Ca

  • Tastbarer Knoten in der Brust
  • Schmerzen, Druck, Spannungsgefühl  und Verhärtung der Brust
  • Orangenhaut, Entzündungen, Einziehung der Mammille
  • Sekretion aus der Mammille (rot, braun)
  • Lymphknotenvergrösserung
  • Verlust der Verschieblichkeit des Drüsengewebes
  • Asymmetrie der Brüste
  • Ulzerierendes Mamma Ca., Hautdurchbruch
  • Schwellungen und Rötung
  • Vorwölbung

Lokalisation Mamma-Ca

Oberer äusserer Quadrant: 55%

Oberer innerer Quadrant: 15%

Unterer äusserer Quadrant: 10%

Unterer innerer Quadrant: 5%

Zentral: 15%

Étudier