Mammo&Definitionen
Block 03
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Flashcards
In-Situ Karzinome
In situ karzinome sind «nicht invasive» Karzinome und haben eine intakte Basalmembran. Sie befinden sich an einem Ort und sind eigentlich gutartig. Enthalten jedoch maligne Zellen und können nicht metastasieren.
--> Duktale Carcinoma in Situ (DCIS):
- Auf Milchgang beschränkt
--> Lobuläre Carcinoma in Situ(LCIS):
- Auf Drüsenläppchen beschränkt
Invasive Karzinome
Umfasst alle Karzinome die bereits in das benachbarte Gewebe eingedrungen sind. Damit besteht die Gefahr das bereits Metastasen gebildet worden sind.
--> Invasive-lobuläre Karzinome:
- Aus einem LCIS kann ein ILC entstehen
--> Invasive-duktale Karzinome:
- Aus einem DCIS kann ein IDC entstehen.
Inflammantorisches Mamma-Ca
- Ist eine Sonderform des invasiven Mamma-CA
- Ist eine beschleunigte Form des Brustkrebses
- Hohe Rezidivrate
- Sehr schlechte Prognose
--> schnelle Metastasierung
- Wird häufig verwechselt mit der Mastitis (Brustentzündung)
Metastasierungsweg Mamma-Ca
Metastasen:
- Sind von einem Primärtumor räumlich getrennte, gleichartige Tochtergeschwülste, die durch Verschleppung von lebensfähigen Tumorzellen entstehen.
Mammakarzinome metastasieren lymphogen und hämatogen. Die außen oben und mamillär lokalisierten Karzinome metastasieren bevorzugt in axilläre Lymphknoten.
- In den inneren Quadranten lokalisierte Mammakarzinome metastasieren häufiger in die Lymphknotenstationen entlang der Arteria thoracica interna.
- Durch die hämatogene Streuung kann prinzipiell jedes Organ von einer Metastasierung betroffen sein. Häufig sind Metastasen in Lunge, Knochen, Leber, Nebenniere und Gehirn zu finden.
Ablatio
Als Ablatio bezeichnet man die pathologische Ablösung oder chirurgische Abtragung einer pathologisch veränderten Struktur
Radiatio
Als Bestrahlung (Radiatio) bezeichnet man das Einwirken von elektromagnetischen Wellen (Wellenstrahlung) oder Teilchen (Teilchenstrahlung) auf den menschlichen Körper.
Chemotherapie
Als Chemotherapie im engeren Sinne bezeichnet man die Behandlung von Krebserkrankungen mit Zytostatika („Zellstopper“)
Im weiteren Sinne versteht man unter Chemotherapie die Verwendung von toxisch wirkenden Substanzen, um möglichst gezielt bestimmte Mikroorganismen (Bakterien) oder entartete Zellen auszuschalten.
Hormonsuppression
Unter Hormonsuppression versteht man die Unterdrückung der Hormone im menschlichen Körper.
TNM-Klassifikation
Beschreibung und Zuordnung der Ausbreitung von bösartigen Tumoren im Körper
Staging
Das Staging ist eine komplette diagnostische Untersuchung der malignen Veränderung um eine Einteilung in die TNM-Klassifikation zu ermöglichen.
Galaktographie
Die Galaktografie ist eine spezielle Untersuchung zur Darstellung der Milchgänge bei trüber, brauner oder blutigen Sekretion aus der Mamille.
Ductusskopie
Ist ein weiteres Verfahren zur Darstellung der Milchgänge. Hierbei wird eine sehr feines Sichtgerät (Endoskop) in den Milchgang geschoben, um das Innere auf einem Monitor zu betrachten. Der Milchgang wird während der Untersuchung mit einer Kochsalzlösung durchgespült und dadurch gedehnt, damit der Arzt den Verlauf des Ganges und seine Abzweigungen am Bildschirm verfolgen kann.
Stanzbiopsie
Bei der Stanzbiopsie wird eine Stanznadel mit örtlicher Betäubung in die Brust eingebracht. Die Stanznadel wird mit hoher Geschwindigkeit durch den Tumor „geschossen“. Hiermit können zylinderförmige Gewebeproben aus den verdächtigen Veränderungen entnommen werden. Es müssen mindestens drei Stanzbiopsien, im Ultraschall kontrolliert, sicher aus dem Tumor gewonnen werden.
Vakuumbiopsie
Dabei wird - wiederum unter örtlicher Betäubung - eine drei bis vier Millimeter dicke Hohlnadel per Computersteuerung seitlich in die Brust eingeführt. Im Inneren der Hohlnadel herrscht ein Vakuum. Es saugt nacheinander mindestens 20 Gewebeproben an, die mithilfe eines kleinen rotierenden Messers abgetrennt werden.
Feinnadelbiopsie
Die Gewebeproben werden mit einer Spezialspritze und einer nur 0,5 mm dicken Kanüle unter Unterdruck gewonnen. Die Punktion erfolgt ohne örtliche Betäubung und meist mit Ultraschallkontrolle.
Skelettszintigraphie
Die Skelett-Szintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, das der bildlichen Erfassung des Knochenstoffwechsels dient. Krankhaften Knochenveränderungen durch Tumore, Metastasen oder Entzündungen liegt häufig ein erhöhter Stoffwechsel zu Grunde, der mit einem Radiopharmakon wie Tc-99m-HDP detektiert und dann mit einer Gammakamera sichtbar gemacht werden kann.
- Verabreichung Radiopharmakon Tc-99m-HDP
- Pat. anweisen, viel Wasser zu konsumieren, damit die Radioaktiven-Tracerstoffe im Knochen angereichert werden
- Nach ca. 4h können die ersten Aufnahmen gemacht werden
Begründung:
- Zur Darstellung von Knochenmetastasen (hauptsächlich in Brustnähe àRippen, WS etc.)
- Verlaufskontrolle bei bekannten Metastasen
- Palliative Care durch Betastrahler
PET-CT
Mit Hilfe des CT bzw. PET-CT wird nach Metastasen (bei der Brust vor allem Abdominelle-, Thorakale- und Knochenmetastasen) gesucht.
Das PET-CT ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, dass Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, indem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon) im Organismus sichtbar macht und damit biochemische und physiologische Funktionen abbildet.
- Dem nüchternen Patienten wird ein Radiopharmakon („radioaktiver Traubenzucker“ = radioaktiver Tracer, F18-FDG) injiziert.
- Durch den Zerfall des radioaktiven Tracers entstehen Photonen. Es werden zwei hochenergetische Photonen in genau entgegengesetzte Richtungen, also mit dem Winkel 180 Grad zueinander, ausgesandt. Diese werden von einem speziellen PET-Detektor gemessen.
- Aus den Messwerten berechnet ein Computer die Bilder.
- Da Tumorzellen einen erhöhten Stoffwechselumsatz, sprich Zuckerkonsum haben, sammelt sich der Tracer dort vermehrt an.
- Dadurch heben sich auf einem PET-CT stoffwechselaktive Regionen , also auch Tumore, vom restlichen Gewebe ab.
- Darstellung von Metastasen in Lymphknoten und Organen
- Verlaufskontrolle des Brustkrebses
- Zur Steuerung einer effektiven Chemotherapie
- Rezidivdiagnostik
Metastasierung Colon-Ca
- Kolorektale Karzinome metastasieren hämatogen über die Vena portae in die Leber und daraufhin in die Lunge und das Gehirn, während tiefe Rektumkarzinome primär über die Vena cava inferior in die Lunge metastasieren.
- Ähnliche Aspekte ergeben sich für den Lymphabfluß. Die lokale Ausbreitungstendenz wird massgeblich durch die Lageverhältnisse zum Peritoneum bestimmt.
Abklatsch
- Als Abklatschmetastase bezeichnet man eine Metastase, die durch direkten Kontakt mit dem Primärtumor eines benachbarten Organs oder Organabschnitts entstanden ist.
Vorkommen:
- Meist in der Bauchhöhlen Gegend, da viele Organe nahe bei einander sind.
Implantation
- Implantationsmetastasen sind Metastasen, die in Körperhöhlen (z.B. in der Peritonealhöhle) durch Verschleppung abgelöster Tumorzellkomplexe entstehen.
- Dabei nutzen die Tumorzellen Organbewegungen, Sekretströme oder die Schwerkraft und können sich im Sinn einer Fernmetastase auch weit vom Primärtumor ansiedeln.
Lymphogen
- Lymphogen bedeutet "durch die Lymphe oder die Lymphgefäße verursacht" bzw. „lymphatischen Ursprungs".
- Im Zusammenhang mit dem Begriff Metastasierung bedeutet lymphogen "auf dem Lymphweg verbreitet (transportiert)".
Hämatogen und Typen
- Hämatogen bedeutet "durch das Blut verursacht", aber auch "Blut bildend".
- Im Zusammenhang mit dem Begriff Metastasierung bedeutet hämatogen "auf dem Blutweg verbreitet (transportiert)
Schaltstation der hämatogenen Metastasierung ist das Herz:
- Linke Herzkammer à
grosser Kreislauf (Lungentyp) - Rechte Herzkammer à
Lunge (Leber- und Kavatyp) - (Magen, Dünn- und Dickdarm
metastasieren über die Pfortader
in die Leber.)
Typen der hämatogenen Metastisierung:
1.Cavatyp:
Primärtumor sitzt im Abflußgebiet der Hohlvene.
Die Metastasierung erfolgt über die V.cava via rechtes Herz in die Lunge.
2. Pfortadertyp:
Tumor sitzt im Abflußgebiet der V.portae. Absiedlung primär in die Leber (sekundär über die Vena cava inferior in die Lunge).
3. Lungen(venen)typ:
Primärtumor der Lunge streut über die Lungenvenen und das „linke Herz“ in das Gefässystem des großen Kreislaufs. Metastasierung erfolgt entsprechend in Organe welche in dieser Strombahn lokalisiert sind (z.B. in die Leber, Knochen oder Gehirn)
4. Vertebral–venöser Typ:
Tumorzellen metastasieren retrograd über das paravertebrale Venengeflecht. Dies führt zu Knochenmetastasen (bei z.B. Nieren-, Prostata- und Schilddrüsenkarzinomen)
Sentinel-Lymphknoten-Szintigraphie
- Die Sentinel-Lymphknoten-Szintigrafie (SLN) ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, bei dem mit Hilfe von radioaktiv markierten Stoffen der Wächterlymphknoten (sentinel node) ausfindig gemacht wird.
- Der Wächterlymphknoten ist der erste Lymphknoten im Lymphabflussgebiert eines malignen Tumors. Ist dieser Lymphknoten tumorfrei, kann davon ausgegangen werden, dass auch die übrigen regionalen Lymphknoten nicht metastatisch befallen sind
- Um den Sentinel-Lymphknoten zu finden wird eine leicht radioaktive Substanz (Tc-99m-Nanocoll) um den Tumor subcutan appliziert
- Substanz fliesst über Lymphbahnen in den Sentinel-Lymphknoten ab
- Nach 30 Minuten können mit einer Gammakamera Aufnahmen gemacht werden. Zusatz-Aufnahmen wenn nötig nach ein paar Stunden
- Ausscheidung der Abbauprodukte über die Nieren
- Markierung des Tumors mit Filzstift auf der Haut
- Präoperativ
- Markierung der befallenen Lymphknoten