Wachstumstheorie


K. H.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Makroökonomie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Geldpolitik, staatliche Maßnahmen und deren Auswirkungen auf Einkommen, Konsum und Haushalte. Besonders relevant sind die Analysen von Vor- und Nachteilen verschiedener wirtschaftspolitischer Strategien, etwa automatische Stabilisatoren oder die Auswirkungen von Währungsunionen. Studierende der Volkswirtschaftslehre profitieren von den detaillierten Erklärungen und Beispielen, die helfen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und anzuwenden.
Karten
60
Lernende
8
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.01.2014 / 13.10.2025

Lernkarten

Ökonomisches Wachstum

relative Veränderung des Realeinkommens pro Kopf (y=Y/L) über die Zeit

Realeinkommen

Indikator für den Grad der Güterversorgung des durchschnittlichen Individuums

Steady-State Konsumniveau

Differenz zwischen dem Steady-State Produktionsniveau und den Steady-State Abschreibungen

Golden Rule

Jene Sparquote bei der im Steady State der Pro-Kopf-Konsum maximal ist

Statische Wohlfahrtsverluste

Technologisches Wissen wird durch die vorübergehende Monopolbildung ausschließbar

Dynamische Wohlfahrtsgewinne

Anreize zur Schaffung neuen Wissens, welches über das betreffende Unternehmen hinaus positive Wirkungen für die Volkswirtschaft hat

Definition der LM-Kurve

Alle Kombinationen von Zins r und Einkommen Y, bei denen Gleichgewicht auf dem Geldmart herrscht

Schocks

unvorhergesehene Veränderungen in den exogenen Variablen eines Modells

Dimensionen der ökonomischen Globalisierung

  • internationaler Handel mit Gütern und Dienstleistungen
  • Internationale Kapitalbewegungen
  • Internationale Direktinvestititonen und multinationale Unternehmen
  • Internationale Arbeitskräftewanderung

Unterschied zwischen einer geschlossenen und einer offenen Volkswirtschaft

Die Ausgaben eines Landes sind nicht ehr direkt an die Produktion gekoppelt

Außenbeitrag

Nettoexporte von Gütern und Dienstleistungen

NEX

Saldo der Leistungsbilanz: Differenz aus inländischer Ersparnis und Investitionen im Inland

NEX>0

Ein Teil der inländischen Ersparnis wird im Ausland angelegt, d.h. die Forderungen (Verbindlichkeiten) gegenüber dem Ausland steigen (fallen)

NEX<0

Ein Teil der ausländischen Ersparnis wird im Inland angelegt, d.h. die Forderungen (Verbindlichkeiten) gegenüber dem Ausland fallen (steigen)

Preisnotierung

Relativer Preis der ausländischen Währung in Einheiten der inländischen Währung

Mengennotierung

Menge an ausländischer Währung, die man für eine Einheit der inländischen Währung bekommt

Realer Wechselkurs

Reales Austauschverhältnis von inländischen Gütern zu ausländischen Gütern

Veränderung des nominalen Wechselkurses

hängt ab vonder Veränderungsrate des realen WKs und der Inflationsdifferenz zwischen Ausland und Inland

Gesetz des einheitlichen Preises

Der umgerechnete Preis eines bestimmten Guts ist überall gleich

Kaufkraftparität

Der nominale Wechselkurs entspricht genau dem Verhältnis der beiden Preisindizes

Das impliziert einen realen WK von E=1

Wechselkursregime

  • Flexible Wechselkurse
  • Feste Wechselkurse
  • Managed Floating

Flexible Wechselkurse

Preisbildung durch Devisenangebot und -nachfrage

Kein Eingriff in das Marktgleichgewicht

Feste Wechselkurse

durch Festlegung einer bestimmten Parität, z.B. durch Kauf/Verkauf von Devisenreserven

Managed Floating

Mischformen aus flexiblen und festen Wechselkursen

Arbitragegleichgewicht

Keine Gewinne durch Geschäfte ohne Risiko. Es muss gelten, dass die Zinsdifferenz dem relativen Wertverlust der einen Währung zur anderen entspricht

Hedging

Absicherung "offener" Währungspositionen

Vorteile flexibler WK

  • Zahlungsbilanzprobleme werden automatisch korrigiert (Anstieg der Exporte duch Abwertung von Währungungen von Ländern mit hohen Leistungsbilanzdefiziten)
  • es müssen keine großen Devisenreserve gehalten werden
  • Geldpolitik kann andere Ziele verfolgen, z.B. Inflationsbekämpfung oder Beschäftigungsstabilisierung
  • Der Wechselkurs absorbiert externe Schocks

Nachteile flexibler WK

  • Führen zu Unsicherheit im Außenhandel
  • Empirisch sind zeitweise starke Schwankungen des WK zu beobachten, die keine offensichtliche ökonomische Ursache haben

Vorteile fester WK

  • Feste WK fördern den Außenhandel indem sie die Planungssicherheit für Unternehmen erhöhen
  • sie können als Disziplinierungsinstrument ausgabenfreudiger Regierungen angesehen werden
  • sie reduzieren die Währungsspekulation, solange das fete Wechselkurssystem glaubwürig ist

Nachteile fester WK

  • Geldpolitik kann nciht mehr für andere Ziele eingesetzt werden
  • Zahlungsbilanzprobleme müssen über Anpassung der Volkswirtschaft gelöst werden (z.B. reale Abwertung durch Senkung der Löhne)
  • Festlegung eines "richtigen" festen Wechselkurses ist schwierig
  • Wenn Glaubwürdigkeit des Systems nicht vollkommen gegeben ist, reichen bereits kleinere Schocks, um durch Spekulation den festen WK zu testen

Dollarisierung

Ausländische Währung wird direkt genutzt

Currency Board

  • ZB hält ausländische Währungsreserven in Höhe der eigenen Geldbasis
  • ZB hat keine geldpolitische Funktion mehr
  • Normalerweise keine geldpolitische Abstimmung mit dem Ausland, d.h. vollkommene Abhängigkeit von der ausländischen Geldpolitik

Managed Float

Stützungskäufe zu Gunsten des flexiblen WK bei offensichtlichen Ungleichgewichten

Mischformen von festen und flexiblen Wechselkursen

  • Adjustable Peg
  • Managed Float

Impossible Trinity

Konflikt zwischen den Zielen:

  • Stabile WK
  • unabhängige Geldpolitik
  • Freier Kapitalverkehr

Vorteile der Währungsunion

  • Transaktionskosten sinken
  • Verbesserung der Preistransparenz
  • höhere Effizienz der Kapitalmärkte
  • geringere durchschnittliche ZInssätze
  • keine intra-europäischen Wechselkurskrisen mehr
  • Verstärkung der Integration
  • höhere Geldschöpfungsgewinne durch Reservewährung
  • größere internationale Macht

Nachteil der Währungsunion

  • Keine eigene Geldpolitik mehr möglich
  • Verlust der Anpassung durch Wechselkurse
  • Gefahr der Förderung von Staatsdefiziten
  • Höhere Inflation in einigen Ländern
  • Höhere Zinsen in einigen Ländern
  • Geldpolitik nur für den Durchschnitt richtig
  • Forderungen nach mehr Transferzahlungen

Adjustable Peg

Anpassung des festen WK bei offensichtlichen Ungleichgewichten

Kosten eine Währungsunion sind hoch, falls:

 

  • Asymmetrische Nachfrageschocks die Mitgliedsländer treffen
  • Grad der Arbeitsmobilität zwischen den Mitgliedsländern niedrig ist
  • Volkswirtschaften der Mitgliedsländer wenig diversifiziert sind

Inside lag

  • Zeit zwischen Auftreten und Erkenn eines Schocks, sowie der Reaktion der Wirtschaftspolitik
  • eher Problem der Fiskalpolitik, da Maßnahmen von Parlament/Regierung beschlossen werden müssen
  • z.B. Änderungen der Pendlerpauschalen, EInkommenssteuerreform
  • geringeres PRoblem für dei Geldpolitik, da die ZB rasch entscheiden kann. Umsetzung am selben/nächsten Tag

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