M7 - 3416 - Einführung in die Differentielle & Persönlichkeitspsychologie

Einführung in die Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie

Einführung in die Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie

Katharina Malzahn
Teacher
Lernen

Katharina Malzahn
Teacher
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die differentielle und Persönlichkeitspsychologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Theorien und Modelle, darunter die Psychoanalyse von Freud und die Persönlichkeitstheorie von George Kelly, sowie grundlegende Konzepte wie Bedürfnisse, Faktoren und Verhaltensweisen. Die Karteikarten beleuchten auch Geschlechterunterschiede, kulturelle Einflüsse und Aggressionsformen. Ideal für Studierende, die sich mit den Grundannahmen und Korrolarien der Persönlichkeitspsychologie vertraut machen möchten.
Karten
264
Lernende
260
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.01.2014 / 06.08.2025

Lernkarten

Ganzheitlichkeit vs. Elementarismus (Anthropologische Grundannahmen)

Ganzes vs Summe einzelner Teile

Konstitutionalismus vs. Environmentalismus (Anthropologische Grundannahmen)

Gegebener konstitutioneller Faktor wirkt sich unter verschiedenen Umweltbedingungen unterschiedlich aus vs. Einfluss der Umwelt wird durch die Konstitution einer Person relativiert

Veränderbarkeit vs. Unveränderbarkeit (Anthropologische Grundannahmen)

fundamentale Veränderungen der Persönlichkeit vs. Veränderungen an der Oberfläche

Subjektivität vs. Objektivität (Anthropologische Grundannahmen)

Bestimmung des individuellen Verhaltens durch

subjektive Erlebniswelt vs. externe objektive Faktoren

Proaktivität vs. Reaktivität (Anthropologische Grundannahmen)

Interne Erzeugung von Verhalten vs. Serie von Reaktionen

Erkennbarkeit vs. Unerkennbarkeit (Anthropologische Grundannahmen)

Möglichkeiten das System Mensch zu erklären möglicherweise begrenzt

Historizität vs. Ahistorizität (Anthropologische Grundannahmen)

  • Zusatzannahme von Schneewind
  • Konstitutionelle/ soziale Einflüsse über die Zeit vs. Bedeutung des Environments zu einem bestimmten Zeitpunkt

Sozialität vs. Asozialität (Anthropologische Grundannahmen)

  • Zusatzannahme von Schneewind
  • Beeinflussung des Verhaltens durch soziale Einflüsse vs. keine soziale Beeinflussung

Idiographisches Vorgehen vs. Nomothetisches Vorgehen (Anthropologische Grundannahmen)

  • Zusatzannahme von Laux
  • Genaue Beschreibung der Einzigartigkeit vs. Aufstellung allgemeiner Gesetze für menschliches Verhalten

Homöostase vs. Heterostase (Anthropologische Grundannahmen)

Aufrechterhaltung eines internen Gleichgewichtes vs. Motivation zu Wachstum/ Veränderung

Entstehungsgeschichter der Psychoanalyse nach Freud

  1. Bernheims Demonstration der Aufhebung einer post-hypnotischen Amnesie
  2. post-hypnotische Suggestion als Indiz dafür, dass manifestes Verhalten durch unbewusste Motive bestimmt sein kann
  3. Symptome einer hysterischen Patientin verschwanden, nachdem sie die Entstehungsgeschichte nochmals durchlebt hatte

Aufbau & Struktur der Persönlichkeit (Psychoanalyse Freud)

  • Trieb
  • Phänomengruppe
  • Psychischer Apparat

Trieb (Psychoanalyse Freud)

Mensch als energetisches System mit 2 Trieben: Libido, Destrudo

Phänomengruppen (Psychoanalyse Freud)

Nicht-bewusste psychische Phänomene: vorbewusst & unbewusst

Psychischer Apparat (Psychoanalyse Freud)

Es, Ich, Über-Ich

Es

  • Triebursprung
  • folgt dem Lustprinzip

Ich

  • Triebvollstrecker
  • folgt dem Realitätsprinzip

Über-Ich

  • Werte/ Ideal
  • Bemüht nach Vollkommenheit zu Streben
  • Hemmung des Es und Überredung des Ich

Arten von Angst (Psychoanalyse Freud)

  • Realangst
  • Neurotische Angst
  • Moralische Angst

Realangst

Ich steht tatsächlicher Bedrohung gegenüber

Neurotische Angst

  • Triebimpulse des Es drohen ausser Kontrolle zu geraten
  • Innerpsychischer Konflikt zwischen Es und Ich

Moralische Angst

Äußert sich in Schuld-/ Schamgefühlen; bei Normverletzung

Abwehmechanismen (Psychoanalyse Freud)

  • Verdrängung
  • Projektion
  • Reaktionsbildung
  • Verschiebung
  • Verleugnung
  • Fixierung
  • Regression
  • Identifizierung
  • Rationalisierung

Verdrängung (Psychoanalyse Freud)

Unerwünschten Impulsen wird der Zugang zu Bewusstsein versperrt

Projektion (Psychoanalyse Freud)

Verlagerung des Triebimpulses auf eine Andere Person

Reaktionsbildung (Psychoanalyse Freud)

Den Triebimpulsen wird entgegengesetzt gehandelt

Verschiebung (Psychoanalyse Freud)

Aufgestaute Impulse werden an weniger gefährlichen Personen entladen

Verleugnung (Psychoanalyse Freud)

Unangenehmes wird nicht wahrgenommen, oder durch wunscherfüllende Phantasien ersetzt

Fixierung (Psychoanalyse Freud)

Zurückbleiben auf früherer Stufe der psychosexuellen Entwicklung

Regression (Psychoanalyse Freud)

Rückzug auf frühere Stufe der psychosexuellen Entwicklung

Identifizierung (Psychoanalyse Freud)

Identifikation mit anderer Person um die Bedrohung, die von dieser Person ausgeht zu reduzieren

Rationalisierung (Psychoanalyse Freud)

Rationales Begründen von bestimmten Verhalten

Sublimierung (Psychoanalyse Freud)

  • Normales Gegenstück zu Abwehmechanismen
  • Manifestation normaler Ich-Funktion um Impulse aus dem Es und Forderungen der Aussenwelt in Einklang zu bringen

Phasenlehre (Psychoanalyse Freud)

  1. Orale Phase: oral-einnehmend/ oral-aggressiv
  2. Anale Phase: anal-expulsiv/ anal-retentiv
  3. Phallische Phase
  4. Latenzphase
  5. Genitale Phase

Ödipuskomplex

  • Junge begehrt Mutter sexuell --> Vater als Rivale
  • Ablehnung des Vaters
  • Kastrationsangst
  • Verdrängung der sexuellen Wünsche & Identifikation mit Vater

Individualpsychologie nach Adler

  • Kind erfährt Minderwertigkeitsgefühl durch Abhängigkeit von Anderen
  • Kind entwickelt Sicherheitsbedürfnis
  • Ziel: Einsicht in Funktionen des Verhaltens. In Träumen zeige sich offen Lebensthemen

Selbstpsychologie nach Kohut

  • konzeption eines von den Instanzen unabhängigen Selbst
  • Selbst als innerpsychisches System
  • Narzissmus-Konzept

Narzissmus-Konzept nach Kohut

primärer Narzissmus: In früher Kindheit erlebte Einheit mit Mutter verleiht Gefühl von Allmacht & größe

  • Grandioses Selbst
  • Idealisiertes Eltern-Imago

Bindungstheorie nach Bowlby

  • Angeborenes Attachment behavioral system (Bindungssystem)
  • Ist die Suche nach Schutz erfolglos greifen andere Emotionsregulatonsstrategien

Emotionsregulationsstrategien wenn Suche nach Schutz erfolglos bleibt (Bindungstheorie)

  • Hyperaktivierung: gesteigertes Bemühen um Nähe/ Aufmerksamkeit/ Hilfe der Bezugsperson
  • Deaktivierung: Hemmung der Suche. Entwicklung einer distanzierten Beziehung. Unwohlsein bei Nähe

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