M7 - 3416 - Einführung in die Differentielle & Persönlichkeitspsychologie

Einführung in die Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie

Einführung in die Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie

Katharina Malzahn
Teacher
Study

Katharina Malzahn
Teacher
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die differentielle und Persönlichkeitspsychologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Theorien und Modelle, darunter die Psychoanalyse von Freud und die Persönlichkeitstheorie von George Kelly, sowie grundlegende Konzepte wie Bedürfnisse, Faktoren und Verhaltensweisen. Die Karteikarten beleuchten auch Geschlechterunterschiede, kulturelle Einflüsse und Aggressionsformen. Ideal für Studierende, die sich mit den Grundannahmen und Korrolarien der Persönlichkeitspsychologie vertraut machen möchten.
Flashcards
264
Students
260
Language
German
Category
Psychology
Level
University
Created / Updated
22.01.2014 / 06.08.2025

Flashcards

Gewissenhaftigkeit - Facetten

  • Kompetenz
  • Ordnungsliebe
  • Pflichtbewusstsein
  • Leistungsstreben
  • Selbstdisziplin
  • Besonnenhheit

Sex

Biologisches Geschlecht. Durch genetische & phänotypisch-physische Merkmale definiertes Geschlecht

Gender

Soziales Geschlecht

Geschlechtsstereotype

Merkmale & Verhaltensweisen, die für Frauen/ Männer al typisch gelten

Geschlechtsidentität

Geschlechtsrollen-Selbstkonzept. Subjektive Selbstcharakterisierung als männlich/ weiblich aufgrund sozialer Merkmalszuschreibungen

Metaanalyse

Quantitative Zusammenfassung von Ergebnissen aus thematisch relevanten Studien

Effektstärke

Zentrales Maß für Größe der Unterschiede

Effektstärke d

  • d gibt an wie weit die Mittelwerte zweier Verteilungen auseinander liegen
  • Messung erfolgt in Einheiten der Standardnormalverteilung

Alfermann Metaanalyse zu Geschlechtsunterschieden

  • großer Effekt: für physische Unterschiede
  • mittlerer Effekt: für einzelne kognitive Leistungen und bestimmte Aggressionsformen
  • kleiner Effekt: alle anderen Bereiche

Formen der Aggression

  • physische Aggression
  • Verbale Aggression
  • Indirekte Aggression

Physiche Aggression (Geschlechterunterschiede)

höhere Werte für Jungen/ Männer, sowie Junged/ frühes Erwachsenenalter - mittlere Effektstärke

Verbale Aggression (Geschlechterunterschiede)

Höhere Werte für Männer - kleine Effektstärke

Indirekte Aggression (Geschlechterunterschiede)

höhere Werte für Frauen - mittlere Effektstärke

Relationale Aggression

  • indirekte Aggression
  • Kinder fühlen sich eher zurückgewiesen und erleben mehr Einsamkeit/ Isolation/ Depressivität

Gefühlsintensität--/ Ausdruck (Geschlechterunterschiede)

  • Frauen geben höhere Werte an
  • Emotionsausdruck wird bei Frauen in höherem Maße als Persönlichkeitseigenschaft gewertet
  • Emotionsausdruck wird bei Männern in höherem Maße der Situation zugeschrieben

Stress-/ Emotionsregulation (Geschlechterunterschiede)

nur in wenigen Strategien bestehen Unterschiede, die unabhängig von der auslösenden Situation sind

Empathie (Geschlechterunterschiede)

  • Gefühle & Gedanken einer anderen Person wahrnehmen/ nachempfinden können
  • es bestehen lediglich Unterschiede in der Motivation Empathie zu zeigen

Erklärungsansätze für Geschlechterunterschiede - Evolutions-biologisch

  • Männer müssen Ressourcen vorzeigen um gebärfähige Frauen zu gewinnen
  • Frauen wählen Männer mit ausreichend Ressourcen
  • Männer können sich Vaterschaft nicht bewusst sein

Erklärungsansätze für Geschlechterunterschiede - Sozial-konstruktivistisch

  • Unterschiede sind das Ergebnis sozialer Konstruktionen
  • Geschlechterrollen sind Folge der jeweils zugeteilten Arbeit
  • Männer: ressource provider
  • Frauen: homemaker

Erklärungsansätze für Geschlechterunterschiede - Biosozial

  • Geschlechtsspezifische Rollen ergeben sich aus Interaktion biologischer Unterschiede zwischen Männern & Frauen
  • Frauen sind zu Geburt/Stillzeit in Verhaltensdispositionen eingeschränkt

Zentrale Ergebnisse einer Analyse von Wood & Eagly

  • nur wenige Tätigkeiten werden exklusiv von einem Geschlecht übernommen
  • Vielzahl von Tätigkeiten werden überwiegend von einem Geschlecht übernommen
  • Weder rein evolutionspsychologische, noch rein kulturorientierte Perspektive kann vorliegende Daten erklären

Einfluss von Stereotype auf Selbsteinschätzung von Intelligenz  (Geschlechterunterschiede)

  • Frauen schätzen sich meist geringer ein
  • Unterschiede manifestieren sich im Kindes-/ Jugendalter

Einfluss von Stereotype auf Testleistungen  (Geschlechterunterschiede)

  • Testleistung wird durch Priming beeinflusst
  • Bei gleichgeschlechtlichem Priming-Reiz ergibt sich mittlere Effektstärke
  • bei Vorgabe männliche Prime-Reize verschwindet Effekt --> sterotype threat

Stereotype Threat

Ängstliche Erwartung die aufgrund einer Gruppenzugehörigkeit (zu einer Gruppe mit negativen Stereotypen) existieren

Kultur

Man-made-Environment

Ökologie der Population

Lebensraum der Population, die vom Mensch weitesgehend unabhängig ist

Genmarker

Stark genetisch bedingtes beobachtbares Merkmal

Rasse

Große Gruppe von Menschen, die durch genetisch determinierte körperliche Oberflächenmerkmale vpn anderen Menschengruppen unterschieden werden kann

Out-of-Africa-Hypothese

Alle heutigen menschlichen Populationen gehen aus Ursprungspopulation hervor, welche in Ostafrika vermutet wird

Kultureller Relativismus

  • Radikaler Relativismus
  • Kontextualismus
  • Universalimus

Radikaler Relativismus

  • Fähigkeiten sind unter bestimmten kulturellen Bedingungen besonders stark trainiert
  • in unterschiedlichen Kulturen/ Populationen besteht eine unterschiedliche Übung in Fähigkeitentests: Ausprägung ist abhängig von Beschulung
  • Messung ist nur innerhalb von Kulturen möglich, nicht kulturübergreifend

Kontextualismus

Kulturübergreifende Vergleiche sind in konzeptualisierten Tests möglich

Universalismus

Universelle Vergleich sind mit kulturunabhängigen Tests möglich

Dimensionen kulturell universeller Intelligenz

  • logisches Denken
  • verbale Fähigkeiten
  • Räumliche Wahrnehmungsfähigkeiten
  • Numerische Fähigkeiten
  • Gedächtnisfähigkeiten
  • Schnelligkeit

Individualismus

Realisierung eigener Ziele steht im Vordergrund: Unabhängiges Selbstkonzept

Kollektivismus

Realisierung von Zielen einer Ingroup stehen im Vordergrund: vernetztes Selbstkonzept

Triadisch reziproke Verursachung

Menschen sind zugleich Gestalter und Prodkute ihrer sozialen Umwelt. 

Bestandteile: Person, Verhalten, Umwelt

Konstruktions-Korrolarium (George Kelly)

Person antizipiert Ereignisse, indem sie ihre Replikationen konstruiert.

Individualitäts-Korrolarium (George Kelly)

Personen unterscheiden sich voneinander in ihrer Konstruktion von Ereignissen

Organisations-Korrolarium (George Kelly)

Jede Person entwickelt Konstruktionssystem, dass Ordnungsbeziehungen zwischen den Konstrukten umfasst.

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