Lernkarten

Luise Lotte
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Lernende 6 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 15.06.2013 / 18.07.2017
Lizenzierung Kein Urheberrechtsschutz (CC0)
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Welche Entwicklungsschritte zur Konstruktion von Tests werden vor der Datenerhebung durchgeführt?

 

  • Abrenzung von Merkmals- und Geltungsbereich

  • Auswahl der grundsätzlichen Vorgehensweise

  • Genierung eines Itempools (mit Festlegungen zur Formulierung der Fragen und zum Anwortformat)

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Was beeinhaltet der Merkmalsbereich?

 

  • Das zu messende Konstrukt

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Was beeinhaltet der Geltungsbereich?

 

  • Zielgruppe, Kontext, Zweck der Anwendung

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Probleme bei der Abgrenzung des Merkmalsbereichs

 

  • Erfassung des zu messenden Konstrukts: vielfältige Merkmale zur Prognose von Verhaltensweisen

  • theoretische Abgrenzung von Zielkonstrukten (Präzision der Definition), oft heterogene Konstrukte zu einem Begriff, Widersprüche

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Hilfsmittel zur Abgrenzung des Merkmalsbereichs

 

  • explorative Verfahren der Datenerhebung, z.B. Befragung von Experten oder anderer Personen – qualitative Interviews
  • strukturierte Merkmalsabgrenzung: Facettentheorie, AFA, CIT

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Facettentheorie

  • Systematisierung wissenschaftlicher Fragestellungen

  • Werkzeuge zur vollständigen Eingrenzung des Merkmalsbereichs, Zergliederung in einzelne Teilmerkmale (Facetten) und Ausprägungen bzw. Typen, Darstellung und empirische Skalierung der Beziehungen zwischen Facetten

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AFA

  • act frequency approach

  • Definition und Itemformulierung in einem Schritt

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CIT

  • critical incident technique

  • mit Einschränkungen: Definition und Itemformulierung in einem Schritt

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Arbeitsdefinition

  • bildet bei Messung von psychologischen Konstrukten wie Fähigkeiten, Eigenschaften oder Einstellungen, die Grundlage der Formulierung bei den meisten Verfahren (außer AFA und CIT)

  • auch möglich: bestehend aus Liste konkurierender Definitionen

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Wodurch wird der Merkmalsbereich bei kriterienorientierten Tests definiert?

 

  • Durch Inhalt und Umfang der Lernziele

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Wie wird der Merkmalsbereich für Tests zur Vorhersage bestimmten Verhaltens festgelegt?

 

  • Das zu prognostizierende Verhalten muss definitorisch eingegrenzt werden (z.B. mit Hilfe arbeits- und anforderungsanalytischer Verfahren) – prognostische Validität

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Eingrenzung des Geltungsbereichs

  • häufig durch Spezifikationen des Auftraggebers eingeschränkt

  • Einhaltung ethischer Richtlinien

  • je breiter Anwendungsbereich und Zielgruppe, desto höher die Ansprüche an die empirische Prüfung und Normierung

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Grundlegende Konstruktionsprinzipien für Tests

 

  • rational / deduktiv / theoriegeleitet

  • external / empirisch / kriteriumsorientiert

  • internal / induktiv / faktorenanalytisch

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Was ist der Ausgangspunkt einer (reinen) rationalen Testkonstruktion?

  • Operationale (geeingnet zur Umsetzung in Messung / Beobachtung) theoretische Definition des Zielzustandes

  • spezifische, direkt beobachtbare Indikatoren werden daraus deduktiv abgeleitet oder theoretische Auswahl aus Itempool

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Was ist zur Objektivität bei Testkonstruktion durch Umsetzung theoretischer Definitionen zu sagen?

  • Oft hohes Maß an Intuition / subjektiver Bewertung (Grenzen zwischen rational und intuitiv / erfahrungsgeleitet oft fließend)

  • weniger subjektiv durch Einsatz von Techniken wie AFA oder CIT

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Berliner Intelligenzstruktur-Test (BIS-Test)

 

  • beruht auf Berliner Intelligenzstruktur-Modell von Jäger (1984)

  • hierarchische Struktur der Intelligenz: sieben unterscheidbare spezielle Fähigkeiten, gemeinsames Element auf höherer Ebene generelle Intelligenz)

  • zwei Modi, jede Fähigkeit einem zuordenbar: Inhalte und Operationen

  • bimodale Intelligenzleistungen, Subtests: Kombination inhaltlich + operationale Fähigkeit

    → rationale Konstruktion eines mehrdimensionalen Tests

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Retrospective Behavioral Self-Control Scale (RBS, Marcus, 2003)

 

  • beruht auf der Definition von Selbstkontrolle in der kriminologischen Theorie (Gottfredson 1990): Meidung von selbts-schädlichen Handlungen

  • Items, die konkrete Handlungsbeispiele beschreiben, nicht Generalisierungen

  • Stabilität über die Lebensspanne – Items nach Lebensabschnitten geordnet

  • Postulat: homogenes Konstrukt = empirisch eindimensional

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Wann werden im Zuge der rationalen Testkonstruktion empirische Daten erhoben?

 

  • Verkürzung der Skala mittels empirischer Itemanalyse

  • Spätestens bei der Validierung

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Externale Strategie nach Amelang und Schmidt-Atzert (2006), NICHT nach Marcus

 

  • Vorliegen verschiedener Gruppen von Personen, die mit hlfe des Tests unterschieden werden

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Typische Anwendungsfälle der externalen Strategie der Testkonstruktion

  • Vorliegen / Nichtvorliegen von Persönlichkeitsstörungen

  • Vorhersage grundsätzlich kontinuierlicher verteilter Merkmale, z.B. berufliche Leistung; oft (Extrem)Gruppenbildung wie „Niedrigleister“ und „Höchstleister“

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Welche Methode der externalen Testkonstruktion setzt die Aufteilung in Gruppen technisch voraus?

 

  • (traditionell:) vertikale Prozentmethode nach England (1971)

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Prinzip der externalen Testkonstruktion

 

  • kriterienorientiert: Auswahl der Items nach dem Prinzip der Maximierung des empirischen Zusammenhangs mit einem Kriterium (Extremfall: „blinder Empirizismus“ / „dust bowl empiricism“: ohne inhaltliche Erwägungen)

  • abzugrenzen: Kriterumsorientierte Tests

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Was sind kriteriumsorientierte Tests?

 

  • Kriterium als eine gesetzte Norm (z.B. Lernziel)

  • Items werden inhaltslogisch abgeleitet