M4 Sozialpsychologie Kapitel 8

Prosoziales Verhalten, Helfen, Altruismus

Prosoziales Verhalten, Helfen, Altruismus

Frank Niemöller
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Frank Niemöller
Diese Lernkarten behandeln das Thema Hilfeverhalten aus sozialpsychologischer Perspektive auf Universitätsniveau. Sie beleuchten die evolutionären Grundlagen, wie die Theorie der Verwandtenselektion und den reziproken Altruismus, sowie die psychologischen und sozialen Faktoren, die helfen beeinflussen. Die Karteikarten erklären, wie Empathie und persönliche Verantwortung das Hilfsverhalten steuern und welche Kosten und Nutzen dabei eine Rolle spielen. Sie richten sich an Studierende der Psychologie, die ein tieferes Verständnis für die Motive und Mechanismen hinter hilfreichen Handlungen erlangen möchten.
Flashcards
24
Students
5
Language
German
Category
Psychology
Level
University
Created / Updated
18.07.2014 / 24.01.2022

Flashcards

17

Was kritisiert Caldini am Elaine Experiment ?

 

(Elaine-Experiment = Sinnlose Silbe + Elektroschock + Trauma = erzeugtes Dilemma / Kosten für das Nicht-Helfen)

 

Helfen durch Empathie ist nicht nur altruistisch
Durch das Gefühl des Einssein mit der Versuchsperson wird die Annahme vertreten sich also letztlich selbst zu helfen.

18

Welche relativ zeitstabilen Persönlichkeitsmerkmale bestimmten Menschen dazu  anderen Menschen zu helfen.

Prosoziale Persönlichkeit:

 

1 Empathische Veranlagung: Diese Dimension umfasst die relativ zeitstabile Tendenz einer Person, auf die Notlagen anderer Menschen mit Empathie zu reagieren, sowie ihre Neigung, sich für das Wohlergehen anderer Personen verantwortlich zu fühlen.

(Korreliert mit Verträglichkeit) 

2 Dispositionelle Hilfsbereitschaft: Diese Dimension umfasst die Selbsteinschätzung der Person als hilfsbereit (Hilfsbereitschaft wird subjektiv als ein wesentliches Merkmal des Selbstkonzepts angese-hen), und die Wahrnehmung, dass man selbst kompetent ist, Hilfe zu leisten.

 

19

Geschlechterunterschiede im Hilfeverhalten?

Weder Frauen noch Männer helfen mehr, sondern sie helfen in unterschiedlichen Bereichen.

Ursache hierfür könnte ein Rollenverständnis der Gesellschaft sein:

Demnach sind Männer beschützend, heldenhaft und ritterlich. Von Frauen wird demgegenüber traditionell eher erwartet, dass sie versorgend, behütend und fürsorglich sind

20

Welche 5 Schritte (nach Latané und Darley) sind bei einer beobachteten Situation notwenig, um Helfen einzuleiten ?

 

  • Ereignis bemerken
  • als Notfall deklarieren
  • Verantwortung übernehmen
  • passende Art Hilfeleistung
  • Entscheidung umsetzen

21

Was ist die pluralistische Ignoranz

 

 

Pluralistische Ignoranz: Eine auf informativem sozialem Einfluss beru-hende kollektive Fehlinterpretation eines Notfalls als harmloses Ereignis. Die Fehlinterpretation resultiert daraus, dass sich alle Zeugen unsicher sind, wie sie das Ereignis einzuschätzen haben, und sich deshalb an-einander orientieren. Da keiner einschreitet, wird das Ereignis als harmlos angesehen.

22

Definition der Verantwortungsdiffusion

Verantwortungsdiffusion: Die Abnahme der wahrgenommen individuel-len Verantwortlichkeit für das Einschreiten in einer Notfallsituation auf-grund der Anwesenheit anderer handlungsfähiger Personen.

23

Wie lässt sich helfen in Notfallsituationen fördern

- Machen Sie durch deutliche Zeichen oder Rufe auf sich aufmerksam, um sicherzustellen, dass Ihre Notlage bemerkt wird!

- Artikulieren Sie deutlich, in welcher Lage Sie sind („Ich werde angegriffen und brauche Hilfe!") – Schreie oder Schmerzenslaute allein bieten mehrere Interpretationsmöglichkeiten!

- direktes Ansprechen

- Hilfeform vorschlagen (z.B. Polizei rufen).

24

Beschreibung von Empathie

- das ist hier die reaktive Empathie auf Notsituationen

- es ist nicht parallele Empathie im Alltag bzw. nicht die Perspektivübernahme

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