M18
Sem 5
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Lernkarten
18. Die Rolle der kalkulierten antiinfektiven Therapie für die Resistenzentwicklung am Beispiel von MRSA, ESBL-Bildner, VRE und Kolonisation mit resistenten Erregern beschreiben
Einfluss Leitlinien auf AB Verschreibung bei Pneumonie: Amoxicillin steigt, Makrolide sinken
=> Makrolidresistenz sinkt seit Puplikation der Leitlinien
Resistenzlage in Europa korreliert mit Verschreibungsfreudigkeit
S Aureus, MRSA + Chinolone
Chinolonresistenz häufig koinzident mit Oxacillinresistenz => Breiter und ungezielter Einsatz von Chinolonen fördert Selektion von MRSA in KH
Praxis: Immer mehr resistente Keime
80% der AB werden im ambulanten Bereich verordnet
Sehr Heterogener AB Verbrauch in D
Hoher Verbrauch von AB in Italien, Zypern, Griechenland => Hohe Prozentzahl Carbapenem resistenter gramnegativer Erreger
19. Schutzmaßnahmen wie Beobachtung, Quarantäne, Duldung von medizinisch-prophylaktischen Maßnahmen (Impfungen) im Zusammenhang mit Einschränkungen von Grundrechten wie Freiheit der Person, körperliche Unversehrtheit, Versammlungsfreiheit nach IfSG und Inanspruchnahme von Personen und Sachen nach Katastrophenschutzgesetz begründen
(1)
Mögliche Einschränkung der Grundrechte: Freiheit der Person, körperliche Unversehrtheit, Versammlungsfreiheit, Brief- und Postgeheimnis, Unverletzbarkeit der Wohnung
Schutzmaßnahmen: Kranke, KH Verdächtige, Ansteckugnsverdächtige, Ausscheider, Verstorbener => Schutzmaßnahmen
Person verpflichten, den Ort, an dem sie sich befinden, nicht zu verlassen
Heilbehandlung darf nicht angeordnet werden
Beobachtung: Quarantäne: Verpflichtend bei Verdacht / Erkrankung von Lungenpest, übertragbare VHF, möglich bei anderen Erkrankungen, nicht bei Ausscheidern gegen ihren Willen
Tätigkeitsverbot
Wer Beobachtung unterworfen ist, hat erforderliche Untersuchungen durch Beauftragte des Gesundheitsamtes zu dulden, Zutritt zu seiner Wohnung zu gestatten + auf Verlangen alle über Gesundheitszustand betreffenden Umstände Auskunft erteilen
Bei Va Lungenpest / VHF, die von Mensch zu Mensch übertragbar sind -> Unverzüglich KH / geeignete Einrichtung absondern
Bei Ausscheidern nur dann, wenn sie andere Schutzmaßnahmen nicht befolgen
ggf zwangsweise Absonderung
=> Maßnahmen zu dulden
Freier Zutritt durch Arzt + Pflegekraft, Seelsorger + Urkundspersonen muss, anderen Personen kann der Arzt Besuch gestatten
Träger der Einrichtungen haben dafür zu sorgen, dass eingesetztes Personal + weitere gefährdete Personen den erforderlichen Impfschutz / spezifische Prophylaxe erhalten
Länder: Notwendige Räume, Einrichtungen + Transportmittel zur Verfügung stellen
Gebietskörperschaft: Räume, Einrichtungen, Transportmittel + Personal außerhalb der Wohnung zur Verfügung stellen
Schutzmaßnahmen nach Infektionsschutzgesetz: Impfung, Beruf, Bußgeld, Katastrophenschutz
Impfung: Bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen / andere Ma0nahmen der spezifischen Prophylaxe teilhaben zu lassen, wenn übertragbare Erkrankung mit schwerem klinischen Verlauf + epidemische Verbreitung evtl auftritt
Berufliches Tätigkeitsverbot: Kann Ausübung bestimmter beruflicher Tätigkeiten ganz / teilweise untersagen
Bußgeldvorschriften: 2500-25000€
Führt unterlassene Meldung zur Verbreitung => Freiehitsstrafe bis zu 5 Jahren
Katastrphenschutz:
Katastrophenvorsorge, Externe Notfallpläne, Pflichten der Betreiber von Einrichtungen mit besonderem Gefahrenpotential, Katastrophenabwehr, Inanspruchnahme von Personen + Sachen, Zentrale Einsatzleitung, Personenauskunftsstelle
Senatsverwalrtung für Inneres -> Katastrophenalarm -> Notwendige Maßnahmen
=> Können betroffene / bedrohte Gebiete + Zugangs- und Zufahrtswege zu Sperrgebieten erklären, Personen zur Mitwirkung bei der Katastrophenabwehr, va Gestellung von Hilfsmitteln / Fahrzeugen in Anspruch nehmen
Planen organisatorische + technische Voraussetzungen
Erstellen + Vorschreiben eines Katastrophenschutzplanes
Durchführung von Übungen und Ausbildungsveranstaltungen nach Bedarf
20. Ausgewählte globale Gesundheitsakteure auf dem Gebiet der Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie zB WHO und People’s Health Movement hinsichtlich in der Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten und ihrer Interkation miteinander einordnen
(1) Übersicht, WHO
Länder mit neidrigem Einkommen: Doppelte Bürde: Infektionskrankheiten, Krebs + KHK
Preston Kurve: Geringer Anstieg des BPI macht anfangs große Unterschiede in der Lebenserwartung, später nicht mehr
Organisationen: Regierungsorganisationen, Multinational: Innerhalb der UN: WHO, UNICEF
Außerhalb der UN: Global Funds to fight AIDSm Tuberculosis + Malaria (GFATM), Global Alliance for Vaccination + Immunisation (GAVI) => Desease Control Priorities Project
Non Governmental Organisation (NGO, Zivielgesellschaftliche Interessensverbände)
International: Peoples Health Movement, Amnesty International, Human Rights Watch, Bill + Melinda Gates Doundation
Envirenmental: Greenpeace, Religious: CARITAS, Business Orientated: Verband forschender Arzneimittelhersteller
=> Global Health Initiative
Binational: Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ)
UN: Unicef, Unesco, WHO (Economic + Social Council)
WHO: Verwirklichung bestmöglichen Gesundheitsniveaus bei allen Menschen (Grad an Gesundheit, der es allen Menschen ermöglicht, sozial und wirtschaftlich produktive Leben zu führen)
Tätigkeitsbereiche: Weltweite Koordination von Aktivitäten im Kampf gegen übertragbare Erkrankungen (Communicable Diseases)
Lancierung globaler Impfprogramme / Programme gegen gesundheitliche Risikofaktoren
Unterstützung Aufbau Gesundheitssysteme in Entwicklungsländer
Erstellung Modellliste unentbehrlicher Arzneimittel, Jährlicher Weltgesundheitsbericht
=> International Health Regulations: Regelwerk zur Verbesserung der nationalen, regionalen und globalen Sicherung der öffentlichen Gesundheit
Disease Control Priority Project
GIZ, Peoples Health Movement
GIZ: Projektträger für D: Dienstleister der Bundesregierung bei internationaler Zusammenarbeit + Entwicklungshilfe, Besundesrepublik alleiniger Gesellschafter, Bundesminesterium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Bundesminesterium für Finanzen
90 Standorte Weltweit, Aufträge duch BMZ + viele internationale Partner
People’s Health Movement: Health for all, now!“
Assembly ca alle 5 Jahre, Sommerakademien
Networking (einzelne kline ü große Organisationen), Lobbyarbeit, Global Health Watch Report,
Einzelnde regionale Bewegungen, die durch Networking entstehen, dann auch von PHM verbreitet, unterstützt und in die Öffentlichkeit getragen werden
Interdisziplinäre Themen und Mitarbeit aus Medizin, Politik….
World Economic Forum: Internationale Institution zur Verbesserung der Staaten durch Öffentlich Private Koorperation => Advocacy, Dialogue + Action through partnership
Unterstützung für Kenia: Sehr Komplex und Zahlreich => Schwierige Organisation für ohnehin politisch instabiles Land
21. Die Abläufe gemaß Infektionsschutzgesetz (Meldepflicht als Voraussetzung zur Erkennung und Maßnahmen zur Abwendung von Gefahren) beschreiben und die Ziele des Infektionsschutzesetzes wie Vorbeugung, Früherkennung, Koordinierung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten benennen
(1)
IfSG regelt welche KH bei Verdacht, Erkrankung oder Tod, welche labordiagnostisches Nachweise von Erregern meldepflcihtig sind
legt fest, welche Angaben von den Meldepflichtigen gemacht werden und welche dieser Angaben vom Gesundheitsamt weiter übermittelt werden
Darstellung Meldewege, Muster Meldebögen
Falldefinitionen zur routinemäßige Übermittlung der meldepflichtig übertragbaren KH
Zweck: Vorbeugen, Frühzeitige Erkennung übertragbarer KH und Weiterverbreitung verhindern
=> Mitwirkung + Zusammenarbeit von Behörden gestalten + unterstützen
Eigenverantwotung der Träger und Leiter von Institutionen verdeutlichen + verpflichten
Prävention durch Aufklärung
Inhalt: allgemeine Vorschriften, Koordinierung + Früherkennung, Meldewesen, Verhütung übertragbarer KH, Bekämpfung übertragbarer KH, …
Unterschiedliche Handhabung Meldepflicht in Bundesländern
Berlin: ua: Botulismus, Cholera, Kreutzfeld Jakob, Diphterie, Hämorrhagisches Fieber, Hepatitis, HUS, Meningokokken / Meningitis Speiss, Milzbrand, Paratyphus, Poliomyelitis, Pest, Tollwust, Tollwutexposition, Typhus abdominalis
Tuberkulose auch ohne Nachweis, Therapieabbruch / Verweigerung, Mikrobiell bedingte Lebensmittelvergiftungen / akute infektiöse GIE bei Personen, die im Lebensmittelberich arbeiten / 2+ Erkrankte mit epidemiologischen Zusammenhang
Gesundheitlicher Scahden nach Impfung
Bedrohliche anderer KH
Häufung anderer KH (2+ Fälle mit epi Zusammenhang + Gefährdung für die Allgemeinheit)
Infektionsgeschutzgesetz Bla (2)
Unzählige Labormeldepflcihtige Erreger
Behandelnder Arzt / Labor -> Gesundheitsamt -> BfAM, Landesamt für Gesundheit + Soziales, Senatsverwaltun für Gesundheit, Umwelt + Verbraucherschutz -> RKI
Verpflichtet: Feststellender behandelnder Arzt, Leitender Arzt der betreffenden Abteilung, Leiter von Medizinaluntersuchungsämtern, Leiter von Einrichtungen der pathologisch anatomischen Diagnostik, Tierarzt, Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegerberufs, Luftfahrzeugführer / Schiffkapitän, Leiter von Pflegeeinrichtungen, Justizvollzugsanstalten, Heimen, Lagern …, Heilpraktiker
Arzt / Pflegekraft: Schnellmögliche Meldung, nachgewiesene Fälle von Pest, VHF, Rückfallfieber, Fleckfieer, Influenza Cholera, Diphterie, Polio, Pocken -> Gesundheitsamt der Hauptwohnung -> LAGEtSi + oberste Landesgesundheitsbehörde -> RKI
Verdachtsmeldung nicht bestätigt: Unverzügliche Meldung ans Gesundheitsamt
Verhütung übertragbarer Erkrankungen: Notwendige Maßnahmen durch entsprechende Behörde, Durchführung von Ermittlungen / Überwachung, Landesregierungen bestimmen zuständige Behördne durch Rechtsverordnung
Aufgaben: Arzt: Meldet Verdacht / Diagnose einer bedrohlichen Infektionskrankheit + behandelt Patienten
Gesundheitsamt: Veranlasst, koordiniert + überwacht Antiepidemiologisches Management
22. Die unterschiedlichen Ebenen und Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes abgrenzen ()
Bundesebene
(Bundesebene, Landesebene, kommunale Ebene)
Bund: Bundesministerium für Gesundheit: Paul Ehrlich Institut, RKI, BfArM, Deutsches Institut für Med Dokumentation und Information, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Bundesinstitut für Risikobewertung, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Paul Ehrlich Institut: Prüft immunologische Arzneimittel (Serumpräparate, Impfstoffe, Blutzubereitungen), Zulassung dieser AM, Überwachung + Festlegung von Standards, Unterhält Spontanerfassung von UAW, Überwachung des Arzneimittelverkehrs, zB Inspektion in Herstellerfirmen
Bundesinstitut für Arzneimittel + Medizinprodukte: Zuständig für Arzneimittelzulassung, Verkauf von neuen AM erst nach Zulassung möglich, Risikobewertung von Arzneimitteln, Überwachung von Betäubungsmitteln (Erlaubnis zum legalen Verkehr mit BTM), Ebenso klinische Bewertung von Medizinprodukten (Implantate, Sehhilfen, Dentalprodukten…)
RKI: Zentral Einrichtung zum Verhüten, Erkennen und Bekämpfen von Krankheiten (va Infektionskrankheiten)
=> Datensammlung, ständige Impfkommission (STIKO), Gesetzliche Aufgaben:
Infektionsschutzgesetz (koordinierende Verantwortung), Biologische Sicherheit (Zentrum für bio. Sicherheit, nach Milzbrandanschlägen in USA gegründet), Transfusionsgesetz (Übersicht über Prävalenz und Inzidenz der Infusionsmarker im Blut- und Plasmaspendewesen), Stammzellgesetz (Anträge auf Import / Verwendung von humanen embryonalen Stammzellen für Forschungsprojekte), Gentechnik (Prüfung Anträge auf Inverkehrbringen gentechnisch veränderter Organismen sowie gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel)
DIMDI: Unterhält + pflegt Datenbanken zu Arzneimitteln, Medizinprodukten, wissenschaftlichen Publikationen aus Medizin, Arzneimittel, Toxikologie
Erarbeitung amtlicher Klassifikationen (ICD, OPS), Bewertung medizinischer Verfahren in sog Health Technology Assessment Berichten (HTA)
BZgA: Entwickelt Strategien zur Prävention und Gesundheitsförderung, Erarbeitet Grundsätze und Richtlinien für die Inhalte und Methoden der Gesundheitserziehung, Durchführung von Fort- und Weiterbildung von Fachpersonal
Bundesebene Zusatz, Landesebene, Kommunalebene
Bundesinstitut für Risikobewertung: Gesundheitliche Risiken analysieren und entsprechende Handlungsvorschläge erarbeiten
Bundesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft: Risikomanagement, europäische Schnellwarnsysteme vor gefährlichen ??
Bundesforschungsanstalt für die Viruskrankheiten der Tiere
=> Bundesminesterium für Ernährung und Landwirtschaft
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit: Analyse Arbeitssicherheit, Gesundheit der Arbeitnehmer
=> Bundesminesterium für Arbeit und Soziales
Landesebene: Gesundheitsminister / Gesundheitssenator => Staatssekretäre, Verwaltungsbehörde + Nachgeordnete Behörden / Ämter / Einrichtungen
Länderspezifisch unterschiedlich
Berlin: Senator für Gesundheit + Soziales -> Landesbeauftragte: Für Menschen mit Behinderungen, Patientenbeauftragte, für Psychiatrie, Drogenbeauftragte
Staatssekretär für Gesundheit, Staatssekretär für Soziales -> Senatsverwaltung für Gesundheit ü Soziales
=> Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Psychiatrieplanung, Aufsichtsbehörde für Ärztekammer, Krankenversicherung, Gesundheitsberufe, Krankenhauswesen, Behindertenpolitik
Nachgeordente Einrichtungen: Landesamt für Gesundheit und Soziales, Gemeinsames Krebsregister, Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin, Krankenhaus des Maßregelvollzugs, WASt
=> Ethikkommission, Landesprüfungsamt, Aufsicht über KH + Apotheken, Ärztliche Begutachtung, Zentrale medizinische Gutachtenstelle, Sonderfahrdienst, Integrationsamt
Kommunal: Gesundheitsamt: Bundesländer sepzifisch alternative Bezeichnung und Aufgabenschwerpunkte
=> Amtsärztlicher Dienst, Kinder- und Jugendärztlicher Dienst, Kinder- und Jugendzahnärztlicher Dienst, Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsförderung, AIDS Beratung, Durchführung des Infektionsschutzgesetzes, Hygieneüberwachung /Schulen, Praxen, Fitnessstudios), Umweltmedizin, Sozialpsychiatrischer Dienst, Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung, Amtsärztliche Überprüfung vor Zulassung zum Heilpraktikerberuf