M16
Sem 4
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Cartes-fiches
Projektion des olfaktorischen Systems auf limbische + andere kortikale Strukturen
Projektion des olfaktorischen Systems: Verbindung vom Bulbus zum Cortex kreuzen nicht auf die kontralaterale Seite, der piriforme Kortex = Olfaktorischer Cortex, das olfaktorische System hat zahlreiche Verbindungen zum limbischen System (enger Zusammenhang von Riechsinn und Gefühlswelt), Verbindungen in kortikale Regionen ohne Verschaltung in Thalamus
Bulbus Olfactorius -> Lateraler Olfaktorischer Trakt -> Anteriorer olfaktorischer Nucleus -> Contralateraler olfaktorischer Bulbus
Olfaktorisches Tuberkulum, Piriformer Cortex, Amygdala, Entorhinaler Cortex
-> Thalamus, Orbitofrontaler Cortex, Frontaler Cortex, Hypothalamus, Hippocampus
=> Enge Verknüpfung des Olfaktorischen Systems und des Limbischen Systems!
13. Die allgemeinen Prinzipien der Mustererkennung am Beispiel des Bulbus olfactorius erklären
Olfaktorischer Neurone mit einem bestimmten Rezeptor konvergieren auf wenige Glomeruli im olfaktorischen Bulbus
Wahrnehmung Duftsubstanzen ~ Aktivierung von unterschiedlichen Kombinationen von olfaktorischen Rezeptoren
=> Jeder Rezeptor wird durch mehrere Substanzen aktiviert, die Kombination von aktivierten Rezeptoren führt zu bestimmten Geruchswahrnehmungen, die Anzahl der unterscheidbaren Gerüche ist nicht auf die Anzahl der Gene für Riechrezeptoren beschränkt => Kombinatorik
Beispiel: Säuren (Hexansäure, Heptan, Octan, Nonan…: Ranzig, sauer, schlecht), Ole (Hexanol…): Wohlriechend, süß, pflanzlich…
Populationskodierung: Wahrnehmung von Duftsubstanzen beruht auf Aktivierung von unterschiedlichen Kombinationen von olfaktorischen Neuronen und nicht auf der Aktivierung einzelner Neurone
Substanz unterscheidet sich nur in Hydroxy / Carboxylgruppe
=> Unterschiedliche Aktivierung von Rezeptoren
=> Das eine riecht nach Rose, das andere ranzig
Verbindung zwischen Riechepithel und Bulbus reifen erst nach Geburt => Riechen = Lernen
Viele sensorische kortikale Projektionsgebiete sind räumlich nach topographischen Prinzipien organisiert (Auditorisch, Somatosensorisch, Visuell)
=> Olfaktorisch bildet keine räumlich geordnete Karte bei der Projektion vom olfaktorischen Bulbus in höhere Hirnregionen
Glomerulus -> Anteriorer Olfaktorischer Nucleus -> Pirifromer Cortex, Amygdala
Projektionen in den anterioren olfaktorischen Nukleus + Amygdala nur sehr grob topographisch organisiert, überlappende Projektionsgebiete
Projektionen in den piriformen Cortex (größtes Projektionsgebiet von Mitralzellen aus dem Bulbus) gar nicht topographisch organisiert
Bedeutung für die Funktionsweise bislang relativ unklar
14. In Grundzügen die zentrale Verarbeitung der Geschmacksinformationen aus der Mundhöhle beschreiben
Geschmack: Hirnstamm -> N. Tractus Solitarii -> Insula -> Orbitofrontaler Kortex
Geschmacksreize der Zunge vom Facialis, Glosspharyngeus + Vagus
HN VII, IX, X -> N Tractus Solitarii -> Parabrachiale Kerne im Hirnstamm -> Thalamus, Ventroposteriorer medialer Kern -> Inselkortex -> Orbitofrontaler Kortex
Taste -> Feeding, Reward System
Orbitofrontaler Kortex: Verrechnung sensorischer Afferenzen und Bewertung
Gustatorische Reize mit somatosensorischen Reizen und olfaktorischen Informationen integriert => Geschmackreiz
Zusätzlich neuroendokriner + gastrointestinaler Inpust, Integration wichtig für Energiehomöostase, Kontrolle über Essverhalten
15. Grundlegende Prinzipien der Pharmakovigilanz (Entdeckung, Erfassung, Bewertung und Vorbeugung von unerwünschten Arzneimittelnebenwirkungen) mit Schwerpunkt Sinnesorgane beschreiben
Unerwünschte Arzneimittelwirkung:
Eine UAW ist eine schädliche und unbeabsichtigte Reaktion auf die Anwendung eines Arzneimittels, sie kann bei bestimmungsgemäßen Gebrauch oder in Folge eines Medikationsfehlers auftreten
Medikationsfehler: Unbeabsichtigte, nicht bestimmungsgemäße AM Gebrauch, jeder beabsichtigte nicht bestimmungsgemäße Gebrauch, der nicht dem Stand der Wissenschaft entspricht, jeder AM Gebrauch zum Zweck des AM Missbrauchs oder Suizids
=> Medikationsfehler sind grundsätzlich vermeidbar
Pharmakovigilanz: Gesamtheit der Maßnahmen zur Entdeckung, Erfassung, Bewertung und Vorbeugung von Nebenwirkungen sowie anderen arzneimitteltherapiebezogenen Problemen, die bei der Anwendung von Arneimitteln auftreten
=> Wichtiger Beitrag zur Gewährleistung der Produktionssicherheit (Arzneimittelsicherheit) + Verbesserung des Medikatonsprozesses(Arzneimittelsicherheit)
Besonderheiten von UWA in den Sinnesorganen:
Schwer erfassbar über Routinediagnostik (zB Labor), spezielle Tests (Fachärzte), vom Patienten selten kausal im Zusammenhang mit einem Medikament interpretiert (Aufklärung!), Aktive Mitarbeit des Patienten nötig (kritische Situation bei Kindern, Demenz und sedierten Patienten), Parameter häufig schlecht fassbar (zB Augeninnendruckerhöhung, Gesichtsfeldausfälle, Hörprobleme), Irreversible Schädigung möglich (Katarakt, Schädigung von Neuronen)
Zusatz unerwünschte Arzneimittelwirkungen (Risikofaktoren, Charakteristika, klinischer Umgang)
Risikofaktoren: Verminderte Kompensationsfähigkeit (Alter, schwere Erkrankung), zusätzliche Effekte anderer Susbtanzen (Toxine, Komedikation), Organvorschädigung (zB Glaukom), Veränderte Pharmakokinetik durch individuelle Eigenschaften des Patienten (Niereninsuff, Leberinsuff), Pharmakokinetische Eigenschaften der Susbtanz (Anreicherung in Geweben wie Linse / Cornea, Passagefähigkeit von Schranken)
UAW Charakteristika: Unterschiedliche Häufigkeiten (Risikoquantifizierung selten vorhanden)
Häufig mehrere unbekannte Wirkmechanismen: Allergie, Idiosynkratische Reaktion, Pharmakodynamische Substanzeigenschaften?
UAW haben häufig nur abschätzbare Kausalzusammenhänge
Klinischer Umgang: Potentielle UAW im Therapieplan möglichst vorab durch Kontrolluntersuchungen berücksichtigen, vor Beginn der Therapie Basisuntersuchungen durchführen (zB Tet der Sehschärfe, Dokumentation der Linsentrübung, Hörtest unter Einfluss hoher Frequenzen)
Therapeutisches Drug Monitoring zur Verringerung der Wahrscheinlichkeit einer UAW in Überlegung einbeziehen
Eine auftretende UAW allen an der Behandlung beteiligter Ärzte mitteilen und gemeinsam die Therapie neu bewerten, Patienten über UAW aufklären, UAW Meldung durchführen
=> Ärzte verpflichtet aus ärztlicher Behandlungstätigkeit bekannt werdenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen mitzuteilen, Verdachtsfälle ausdrücklich eingeschlossen
6,5% aller Krankenhausaufnahmen, 2% schwerwiegend
16000-30000 UAW bedingte Todesfälle / J in D; bis zu 75% aller UAW nicht als solche erkannt, 400mio €/J
UAW bei 2,9-8,4% der Krankenhauspatientenm 0,1-0,3% tödlich
16. Die pharmakologischen Eigenschaften von Aminoglykosiden beschreiben
Aminoglykoside: Antibiotika zur stationären Behandlung schwerwiegender bakterieller Infektionen
=> Alle AG wirken nephro und ototoxisch
=> va Gramnegative Bakterien
Wichtigste Maßnahme um toxische Wirkungen zu vermeiden: kurze Behandlungsdauer idealerweise <5t!
Molekulare Wirkung: Bindung an die 30S UE bakterieller Ribosomen => Beeinträchtigung der Bindung der Aminoacyl tRNA mit Hemmung der bakteriellen Proteinbiosynthese und Synthese von Nonsenseproteinen
=> Block initiation of protein synthesis, blocks further translation und elicits premature termination, Incorporation of incorrect aminoacid
Pharmakodynamik: Breites Wirkungsspektrum, Konzentrationsabhängige Bakterizide, Postantibiotischer Effekt (Heftet an Bakterien an?), Rascher Wirkungseintritt, Synergie mit beta Laktamantibiotika
Penetration durch die Membran ist sauerstoffabhängig (nicht wirksam gegen Anaerobier)
AG Moleküle -> Durchdringen Glykocalix, Äußere Membran (Porenproteine und Membran), Peptidoglykan, Periplasmatischer Raum, Innere Membran (Kanäle) -> Cytoplasma
Pharmakokinetik: Verteilung im Extrazellulärraum, keine ausreichenden intrazellulären Konzentrationen, kein Metabolismus, Renale Elimination, Halbwärtszeit ca 2h
Kreatinin Clearance, Spitzenspiegel -> Wirkung, Talspiegel -> Toxizität (Gabe 1xtgl)
=> Einmal täglich Dosierung (1x tgl 3mg/kg)
Hohe Plasmakonzentrationen nur für kürzere Zeit über dem Transportlimit, weniger Substanzaufnahme wird in die Zellen des proximalen Tubulus
=> Geringere Toxizität trotz höherer Spitzenspiegel!
=> Keine Dosis Wirk Beziehung, Zeit relevant! Anders als bei anderen Medikamenten
=> ~ Transportlimit (Aufnahme in Tubuluszellen) + Hemmkonzentration des Erregers => Therapeutische Schwelle
=> + Postantibiotischer Effekt unterhalb der Hemmkonzentration des Erregers
17. Die verschiedenen Hypothesen über die Mechanismen, die zur Aminoglykosid-induzierten Innenohrschädigung führen, erläutern
Aminoglykoside:
Vestibulotoxizität: Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, ca 15% der Patienten: Gentamicin, Tobramycin
Cochleotoxizität: Hörverlust, Tinnitus: 2-25% der Patienten: Amikacin
=> Aminoglykoside werden in die Haarzellen transportiert (Anreicherung der Wirkstoffe in diesen Zellen) => Selektive Zellschädigung
|| Nephrotoxizität: Aufnahme des AB durch aktiven Transport über den Megalin / Cubilin Komplex in die proximale Tubuluszelle, Anreicherung in Lysosomen, Desintegration der Lysosomen, Cathepsine, Nekrose, Apoptose
Haarzellschädigung: Angereicherte Konzentration von Aminoglykosiden in Haarzellen => Apoptotischer Zelltod
=> Aktivierung des intrinsischen Weges (Cyt C Freisetzung), Expression proapoptotischer Proteine (Bax, Bad), Verringerte Expression antiapoptotischer Proteine (Bcl2), Erhöhte Produktion reaktiver Sauserstoffspezies (ROS)
Glukokortikoide, Katarrakt und Augeninnendruckerhöhung
Glukokortikoide + Katarakt: seit den 60er Jahren bekannt, 6-39%, positive Korrelation mit der kumulativen Dosis, bei verschiedenen Applikationsarten möglich (Lokal, systemisch, inhalativ), beträchtliche interindividuelle Variation
Katarakt: Trübung der Augenlinse durch partielle Denaturierung (Fehlfaltung) von Linsenproteinen mit der Konsequenz eines Löslichkeitsverlustes (Ausfällung)
=> Crystalline sind die Hauptproteine der Augenlinse + der Hornhaut + kommen in hohen intrazellulären Konzentrationen vor
=> Alpha, beta, gamma Crystalline
=> Crystalline: Molekulare Chaperone, erschweren die Umfaltung von Proteinen (Verhindern von Proteinausfällung)
Glukokortikoide und Augeninnendruckerhöhung : Seit 50er J bekannt, bei 20-35%, positive Korrelation mit Dosis, unterschiedliche Applikationsarten können ursächlich sein (inhalativ?), beträchtliche interindividuelle Variation
Glaukom: Erhöhung des Augeninnendrucks durch Störung des Kammerwasserabflusses, Degeneration von Nervenfasern im Bereich des gelben Flecks führt zu Gesichtsfeldeinschränkungen
Normalwert: <20mmHg (interindividuelle Abschätzung), okuläre Hypertension: >25mmHg, Akuter Glaukomanfall: bis zu 70mmHg
=> Zu viel Kammerwasser => Überdruck => Sehnervschädigung
Ziliarkörper -> Hintere Kammer -> Vordere Kammer -> Kammerwasserabfluss
=> Missverhältnis zwischen Kammerwasserproduktion und Kammerwasserabfluss => erhöhter Augeninnendruck
Neurotoxizität am N Opticus: Erhöhte Glutamatbildung mit Glutamatinduzierter Exzitotoxizität, Überstimulation von Glutamatrezeptoren, massiver Calciumeinstrom, Aktivierung der NO Synthase (lokale Vasodilatation, freie Radikale), Lipidperoxidation (Schäden an Trabekeln und Schlemm Kanal)
Ablagerungen (Glukosaminoglykane [GAGs], Proteine) an Trabekeln behindern Kammerwasserabfluss (Veränderung der EZM)
Umstellung der GAG Synthese in Trabekelzellen -> GAG Ablagerungen in EZM, Erhöhte Expression von EZM Proteinen (Elastin, Fribonektin, Laminin) -> Ablagerung in EZM, Geringere Expression von Proteasen und Proteasenaktivatoren -> Abbau der Proteine sinkt, geringere Phagozytoseaktivität der Trabekelzellen -> Abbau der GAGs und abgelagerter EZM Proteine sinkt
=> Bildung von kovalent vernetzten Aktinpolymeren in Trabekelzellen, Anstieg der Expression und Mutation von Myocilin, reduzierte PEG2 / PGF2 Synthese
18. Erklären, wie es physikalisch und stoffwechselbedingt zur Kataraktbildung kommt
Ursachen: Alterskatarakt, Cataracta Complicata (zB Uveitis, alte Netzhautablösung, Exzessive Myopie, vitreo retinale Erkrankungen), Strahlenkatarakt (Infrarot, Röntgen), Katarakt bei systemischen Erkrankungen (DM, Tetanie, Myotonie, Hauterkrankungen, M Wilson), Medikamentös induziert
Kataraktbildung: Alterung (Aging) und oxidativer Stress => Linsenproteine (Proteinausfällung)
Photooxidation von Linsenproteinen (UV), hohe H2O2 Konzentration (100-300µmol/l), Glykierung von Linsenproteinen (hohe Fructose), Lipidperoxidation (Membranlipide), Proteinfragmentierung (UV), Proteinquervernetzung (Aggregation, kein Abbau)
19. Topographie und Aufbau der Nasennebenhöhlen erläutern sowie am anatomsichen Präparat, am Modell, an Abbildungen sowie in der Bildgebung (Röntgen, CT, MRT) zuordnen
Luftgefüllte, paarige Aussackungen der Nasenhöhle, ausgekleidet mit respiratorischem Epithel, zwischen beiden Knochenplatten (Tabula ext und int) einiger Schädelknochen + pneumatisieren dadurch => innere Nase = Atmungsapparat
=> Sinus frontalis, Maxillaris, Sphenoidalis, Cellulae Ethmoidales
Sphenoidalis, Hintere Ethmoidalzellen => Oberer Nasengang
Maxillaris, Frontalis, restliche Ethmoidales => Mittlerer Nasengang
Tränengänge, Luft => unterer Nasengang
Röntgen: Sphenoidalzellen/ Ethmoidalzellen nur durch offenen Mund sichtbar?
20. Die Lokalisation von Cochlea und Bogengängen beschreiben und an anatomischen Präparaten, am Modell, auf Abbildungen sowie in der Bildgebung benennen
Cochlea:
Im Felsenbein hinter Meatus Akkusticus Int
Knöcherne Schnecke: Spiralförmig geformtes Rohr, Canalis Spiralis Cochleae, die sich um den Modiolus windet => Lamina Spralis Ossea
=> Scala Vestibuli, Media, Tympani
Ovales Fenster -> Scala Vestibuli -> Helicotrema -> Scala Tympani -> Rundes Fenster (Fenestra Cochlea)
Scala Media + Corti Organ
-> Scala Vestibuli: Reissner Membran, -> Scala Tympani: Basilarmembran
Ductus reunien -> Sacculus
Canales Semilunares:
Vorderer, Hinterer + Lateraler Bogengang, Ampulla Ossea + Cristae Ampullares
21. Faserqualitäten und Innervationsgebiete des N Intermediofacialis erläutern
=> Motorische, Sensorische, Sensible und parasympathische Fasern
Motorisch: Nucleus Nervi Facialis -> Mimische Muskulatur, hintere Anteile der Suprahyoidalen Muskulatur (M Stylohyoideus) + Venter Post des M Digastricus, M Stapedius (Feinregulation Gehör)
Sensorisch: Chorda Tympani -> N Tractus Solitarii, Innervation der Geschmacksknospen im Bereich der Zungenpapillen im vorderen 2/3 der Zunge, Ganglion Geniculi
Sensibel: Haut des Meatus Acusticus externus + Trommelfell -> Schmerz- + Berührungsreize, va Temperaturempfinden => Kalorischer Nystagmus
PS: N Intermedius, Ncl Salivatorius sup, verläuft mit Chorda Tympani zur Mundhöhle -> Mundspeicheldrüsen, Tränendrüse
N Chorda Tympani läuft durch das Innenohr nahe dem Trommelfell!
-> Meatus Acusticus Internus, Bogen -> Canalis Nervi Facialis (Gehörknöchelchen ursprünglich evolutionär Kieferknochen)
22. Das Gebiet der Regio Olfactoria am anatomischen Präparat, am Modell, auf Abbildungen sowie in der Bildgebung (Röntgen, MRT) auffinden und ihre Lage sowie Nachbarschaftsbeziehungen erläutern
Regio Olfactoria: Dach der großen Nasenhöhle, obere Nasenmuschel, Septum
-> Lamina Cribrosa, Vordere Schädelhöhle, Bulbus Olfactorius
-> Orbita
-> Nasennebenhöhlen (Ethmoidale, Frontale)
Atemwege
23. Verlegung der Riechrinne von nasal, Trauma, Infektion und intrakranielle Pathologien als Ursache für eine Riechstörung beschreiben
Verlegung der Riechrinne von Nasal, Trauma, Infektion + Intrakraniellei Pathologien:
Septumderivation, Sporn, Trauma, Allergie, Concha Bullosa, Tumor, Muschelhyperplasie, chronische Pansinusitis,
Polypös / Eitrig
Maligne Tumore, Akute SInusitis, Osteomyelitis
24. Bei einem gegebenen Patienten einen Normalbefund in der Riechanamnese erheben
Normalbefund gekennzeichnet durch:
Patient hat: Keinerlei Einschränkungen im Alltag bei der Duftwahrnehmung, keine akute / chronische Sinusitis / Polyposis Nasi, die die Riechrinne am Nasendach beeinflussen, kein Trauma der Schädelbasis, keinen grippalen Infekt der oberen Atemwege mit folgender Hyposmie / Anosmie, keinen raumfordernden Prozess im Bereich des Frontallappens, keinerlei Einschränkungen im Alltag bei der Geschmackswahrnehmung
Speziell zur Nase:
Nasenatmungsbehinderung, Seite? Sekretabfluss nach vorne (anteriore Rhinorrhoe) / nach hinten in den Nasenrachen (Retronasaler Sekretabfluss), Riechstörung, Kopfschmerzen, Niessreiz
Nicht Normalbefund in Riech und Schmeckanamnese:
Olfaktorische Störungen, Quantitativ:
Anosmie: Fehlen des Riechvermögens (spezifische Anosmie: Unfähigkeit, einen bestimmten Duftstoff wahrzunehmen), Hyposmie, Hyperosmie
Qualitativ: Dysosmie: Gestörte Duftwahrnehmung:
Parosmie: Qualitativ falsche Wahrnehmung von Duftstoffen / Phantosmie: Wahrnehmung von Gerüchen in Abwesenheit der entsprechenden Duftquelle
Schmeckanamnese und in der klinischen Untersuchung von Mundhöhle, Oropharynx und Nase erheben, dokumentieren und von einem Nicht-Normalbefund abgrenzen
Gustatorisch: Qualitativ: Ageusie, Hypogeusie, Hypergeusie
Parageusie (Veränderte Geschmackswahrnehmung), Phantogeusie (Wahrnehmung von Schmeckeindrücken in Abwesenheit einer Reizquelle)
Anamnese: Zeitraum der Riech- / Schmeckstörungen, Art, Ursachen: Probleme beim Transport der Riechstoffe, Wahrnehmung, Weiterleitung?
Infekte, Sinunasale Beschwerden (Nasennebenhöhlenentzündung, Nasenatmungsbehinderung, Allergien, Unfälle mit Erschütterung / Kopfverletzung, Neurodegenerative Erkrankungen, angeboren?), Grunderkrankungen, Medikamente, Ess / Trink / Rauchgewohnheiten
Normalbefund von Mundhöhle, Oropharynx + Nase
Untersuchung Nase mit Spekulum: Reizlose Schleimhaut ohne Borkenbildung, mittelständiges gerades Septum, freier unterer Nasengang, schlanke untere Nasenmuschel, kein eitriges / seröses Sekret im mittleren Nasengang, keine Polypen in der Nasenhaupthöhle
Mundhöhle / Oropharynx mit Mundspaltel: Reizlose feuchte Schleimhaut ohne Rötung / Beläge, reizlose feuchte nicht beelgte / gerötete Zungenoberfläche, normal mobile Zunge, Mundboden ohne raumforderungen, mittelgroße / kleine reizlose Tonsillen, symmetrisch bewegliches Gaumensegel, freie Rachenhinterwand ohne Sekretstraße, Parotisausführungsgänge (Papillen des Stenongangs) in der Wangenschleimhaut, aus denen sich klarer Speichel ausmassieren lässt, Ausführungsgänge der Unterkieferspeicheldrüsen (Carunculae des Warthongangs) beidseits des Zungenbändchens, aus denen sich klarer Speichel ausmassieren lässt, Weiche Unterkieferspeicheldrüsen bei bimanueller Palpation
25. Bei einem gegebenen Patienten die Geruchs- und Geschmacksprüfung durchführen, Trigeminusreize begrenzen, den Befund dokumentieren und von einem Nicht-Normalbefund abgrenzen
Riechvermögen: Sniffing Sticks: 12 Riechstifte, Identifikationstest
=> Erkannt, wahrgenommen aber nicht erkannt, nicht wahrgenommen
Normosmie: 11-12, Hyposmie: 7-0, Anosmie <=6
=> Vor Jedes Nasenloch (seitengetrennt) reine Riechstoffe halten (Olfaktoriusreizstoffe) => Benennen
zB Rose, Kaffee, Banane, Pfefferminz, Zimt…
Trigeminuskomponente, zB Menthol (kühl), Ammoniak, Essigsäure
Testung von Riechstoffen mit Geschmackskomponenten (Reizung N Glossopharyngeus), zB Chloroform, Pyridin…
Schmeckvermögen: Screeningtest: Subjektive Gustrometrie
4 Geschmacksqualitäten: Süß (10% Glucose), Salzig (7,5% NaCl), bitter (0,05% Chinin), Sauer (5% Zitrone) mittels überschwelliger Lösung => Identifikation
Seitengetrennt vorne und hinten eine der og Lösungen auf die Zungenoberfläche tropfen => Benennen lassen
Vor Auftragen der nächsten Lösung Mund mit Wasser spülen lassen
=> Unterschiede erkannt, wahrgenommen aber nicht erkannt, nicht wahrgenommen
=> Seitendifferenz? Kompletter Ausfall der Wahrnehmung einer Geschmacksrichtung?
Erkennungsschwelle: unterschwellige Schmecklösung, 3 Tropfen (1x Schmeckstoff, 2x Kontrolle), einen Tropfen Schmeckstoff erkennen und richtig benennen
Bei drei Versuchen muss er die gleiche Konzentration mind. 2x richtig erkennen (aszendierende Drei Tropfen Methode)
Aktive Anteriore Rhinoanometrie: Luftdurchgängigkeit der Nase, Druckunterschied zwischen dem Naseneingang + Nasenrachenraum + Atemluftvolumen / Zeiteinheit seitengetrennt in In- und Expiration gemesssen
Ein Nasenloch wird mit einem speziellen Verschluss verschlossen, Patient atmet ruhig mehrfach in eine dicht aufliegende Nasenmaske
Gerät zeichnet Atemkurve der freien Seite auf + errechnet das mittlere Atemvolumen uam wichtig für die Beurteilung der Durchgängigkeit der Nase ist va der Fluss bei 150 Pa in Inspiration