M16
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Lernkarten
8. Prinzipien und Funktionsweise von Hörgeräten erläutern
Hörgerätindikationen:
Beidseitige Hörstörung: Hörverlust > 30dB in minstens einer der Prüffrequenzen zwischen 500 und 4000Hz, Einsilberverstehen auf dem besseren Ohr bei 65dB <80%
Einseitige Hörstörung: Hörverlust >30dB bei 2000Hz oder in mindestens zwei Prüffrequenzen zwischen 500 und 4000Hz
Grundprinzip konventioneller Hörgeräte:
Schallempfänger: Mikrofon / Induktionsspule
-> Verstärker -> Schallsender: Miniaturlautsprecher, Knochenleitungshörer
Tiefkanal, Gehörgang, Concha, Hinter dem Ohr
Hörgeräte bis 30dB in den tiefen Bereichen
=> Mittelohrimplantate, Cochlea Implantate
Mittelohrimplantate:
Gehörgangsatresie, chronische Gehörgangsentzündung / Ekzem, Unverträglichkeit gegen Ohrpassstückmaterialien, operativ nicht versorgbare Schalleitungshörstörungen
Komplett implantierbar: Carina (Problem: Batteriewechsel etc)
Teilimplantierbares System: Vibrant Soundbridge
Knochenverankerte Hörgeräte: BAHA
Indikation: Schalleitungs- oder kombinierter Hörverlust, Missbildung des Außenohres, Gehörgangs oder Mittelohrs, Infektionen des Gehörgangs, die zu chronischer Sekretion führen, Einseitige Taubheit (Cross Versorgung)
9. Die Auswirkungen einer fehlenden oder unzureichenden Rehabilitation auf das Leben schwerhöriger Patienten reflektieren
Reflektier du mal
Kinder besonders schlimm, fehlerhafte Sprachentwicklung
Soziale Isolation, Ausgrenzung, Depression, Verzweiflung, Selbstzweifel,
Berufliche Folgen, Wichtig, Berufe, die auf Gehör angewiesen sind
Frustration keiner Hörbesserung
Wichtig: Cochlea Implantat: Nicht direkte Hörbesserung, Training und Rehabilitation nötig!
Fehlende Rehabilitation => Kein Hörgewinn!
Nach der Implantation können Patienten nicht gleich hören
Rehabilitation Erwachsene: Etwa 4 Wochen nach der OP, ca 20 Sitzungen Hör/ Sprachtraining
Anpassung des Sprachprozessors, Technische und Audiometrische Kontrollen, Hör Sprach Training, Sprachtherapeutische Maßnahmen, Schulung in der Handhabung des CI und in der Nutzung vom Zusatzgeräten, Dokumentation und Evaluation der Ergebnisse
10. In Grundzügen Intensitäts- und Frequenzschwellen darstellen und die physikalischen Grundlagen des Schalls (Phon, Dezibel, Isophne, Lautstärke, Lautheit) definieren
Schall: c: Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellenfront (m/s)
f (1/s): Frequenz, Lambda (m): Wellenlänge (c = lambda f), T (s): Periodendauer (T = 1/f)
Mikroskopisch: v: Geschwindigkeit des Moleküls, roh: Auslenkung vom Ruhepunkt aus, Frequenz, p (Pa): Verdichtung / Verdünnung, E (J): kinetische Energie
Druckamplitude absolut -> Druckamplitude relativ zu P0 => Schalldruckpegel in Dezibel
Bezugsschallpunkt: 2x10^-5 Pa
Ländliche Ruhe: 2x10^-4 => 10 => 20dB
Düsentriebwert: 2x10^2 Pa => 10000000 => 140 dB
Schalldruck: SPL = 20 * log (P1/P0)
Verdopplung der Druckamplitude => Zunahme des SPL, Verdoppelung des SPL => Zunahme der Druckamplitde?
Intensität absolut => Intensität relativ zu I0 => Schallintensitätspegel SIL = 10 * log (I1/I0)
Bezugsschallintensität: 10^-12W/m²
Ländliche Ruhe: 10^-10W/m² => 10² => 20dB; Drüsentriebwert: 10²W/m² => 10^14 => 140dB
Schallintensität + Schalldruck vs Lautstärke
Intensität: Physikalisch / t durch eine Flächeneinheit hindurchtretende Schallenergie
Lautstärke: Physiologische Größe, subjektiv empfundene Schallstärke
Menschliches Ohr hat sehr großen dynamischen Bereich (über 13 Größenordnungen) für die Wahrnehmung von Schallintensitäten
=> dB als Maß zur Quantifizierung des Schalldrucks
Schallintensitätspegel: L = 10 lg (I/I0), I0 = 10^-12 W/m² ( = J/s m²) => Kleinste, wahrnehmbare Intensität
I = 10W/m² => Schmerzschwelle
p² ~ I
Schalldruckpegel: L = 20 log (p/p0), L = Schalldruckpegel, p = aktueller Schalldruck, p0 ) gerade hörbarer Schalldruck bei 1000Hz: p0 = 2*10^-5 N/m²
Beispielaufgabe: Schallintensität = 30dB, Erhöhung um das Zehntausendfache
Log 10000 = 4 => 30 + 4 = 34
Hörverlust 20dB SPL, Faktor Erhöhen um zu hören: 100 (0db = 10^0, 10 = 10^1 …)
=> Logarithmisch!
Isophone: Kurven gleicher Lautstärkepegel als Funktion der Frequenz, bei 1000Hz: werte für Lautstärkepegel und Schalldruckpegel identisch, Unterschiedsschwelle bei 1000 Hz = 0,3% (~ 3Hz)
=> >6 kHz verschlechterte Übertragung des Mittelohrs (Knochenleitung wird relevanter)
Physik: Schallintensität, Schallintensitätspegel in dB, Schalldruck, Schalldruckpegel in dB SPL
Psychophysik: Lautstärkepegel (Phon), Lautstärke / Lautheit (Sone)
11. Die Funktionen des Mittelohres erläutern
Verringerung des Reflektionsverlustes durch Druckverstärkung
Trommelfeld: 55mm²: Stapesfußplatte 3,2mm²
17,2 : 1 + Hebelarmfaktor 1,3
1,3 * 17 = 22
Anpassung der Schallwellenwiderstände (Schallweich – Schallhart)
Schnelligkeit der Steigbügelschwingungen im ovalen Fenster, als auch der Schalldruck am Trommelfell frequenzabhängig => Übertragungsfunktion des Mittelohrs frequenzabhängig
Ohne Mittelohr ca 26 dB Hörverlust
=> Nur 40% statt 98% der Schallenergie, die auf das Trommelfell trifft, dort reflektiert => statt nur 2% der Schallenergie im äußeren Gehörgang werden 60% der Schallenergie auf die Endolymphe übertragen
Schallschutz: M Tensor Tympani (Trommelfellspanner, innerviert durch V HN) erhöht Trommelfellreflektion
M Stapedius (VII HN): Dämpfung der Steigbügelauslenkung
Zug beider Muskeln führt außerdem zur Verringerung von störenden Obertonfrequenzen (Besseres Signal Rauschverhältnis), Kirrfaktor wird reduziert => Hyperakusis bei Facialisparese
Reaktion auf zu laute Schallereignisse => Latenzzeit, 35ms bei hohen Schallpegeln, 150ms bei niedrigen Schallpegeln => Unzureichend (20dB) => Schall / Knalltrauma möglich
12. In Grundzügen die Funktionen des Innenohrs erklären (Funktion und Zusammensetzung von Endo- und Perilymphe, ochleärer Verstärker, Unterschiede zwischen inneren und äußeren Haarzellen)
Transduktion: Pro Haarzelle ca 80 Stereovilli + Tip Links
Äußere Haarzellen: Stereovilli mit Tektorialmembran verankert, Innere Haarzelle: Stereovilli frei in der Endolymphe
=> Auslenkung der Basillarmembran + der Endolymphe => Auslenkung der Stereovilli
Perilymohe: 140mM Na, 3mM K, 128mM Cl; Endolymphe: 1mM Na, 145mM K, 131mM Cl
Innere Haarzellen: Sensorisch, Afferente Nerven, eine Zellreihe (ca 3500)
Äußere Haarzellen: Motorisch, Efferente Nerven, drei Zellreihen (ca 12000)
Bandsynapse / Ribbonsynapse || Auge: Vesikelspeicher
=> Sekundäre Nervenzellen
=> Elektrischer Gradient: Endolymphe: 80mV, Intrazellulär: -70mV => Konzentrationsgefälle von 150mV
Positive mechanische Deformation: Öffnung der Tip Links => Depolarisation
Negative mechanische Deformation: Hyperpolarisation
Wichtig: Tight Junctions, Kaliumtransport => Haarzellen -> Perilymphe -> Stria Vascularis -> Endolymphe
Tonotopie: Ort der Cochlea kodiert für Frequenz
Stehende Wellen => Hohe Töne: Beginn der Cochlea am ovalen Fenster, Tiefer Ton am Ende der Cochlea
Äußere Haarzellen: Efferenz, Schutz der Inneren Haarzellen, Kontraktion, Verschiebung der Tektorialmembran ~ Lautstärke
Verstärkung: Bei Aufwärtsbewegung der Basilarmembran werden die tip links gedehnt => Kaliumkanäle (unspezifische Kationenkanäle außer für Na) öffnen sich -> Depolarisation -> Spannungsabhängige / Kalziumabhängige Kaliumkanäle (seitliche Zellwand) öffnen sich -> Kalium fließt in kaliumarmen Extrazellularraum ab
Prestin: Spannungsabhängige Protein für schnelle, spannungsabhängige Änderung der Zell Länge
Verstärkungsfaktor des kochleären Verstärkers: ca 50dB Threshold
=> Weitere Verstärkung: Rekrutierung (Eine Innere Haarzelle mit mehreren Afferenzen verbunden)
13. Beschreiben, wie die Schallinformation nach Umwandlung in der Cochlea zum Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet wird
Wanderwelle -> Corti Organ -> Äußere Haarzelle-> Efferenz von -> Lateral Superiore Olive + Medial Superiore Olive => Typ II Neuron
Innere Haarzelle: Afferenz zur Lateralen superioren Olive => Typ I Neuron
Verbindung Cochlea und Hirnstamm: Base -> Apex -> 8. Hirnnerv -> VCN und DCN
Codierung der Informationen: Lautstärke, Spektralwelle, Frequenz, Komplexe Töne
Phaselocking: Frquenzen auf verschiedene Nervenzellen auslagern um die Frquenz erfassen zu können
Zentrale Hörbahn: Ohr -> Ventraler Dorsaliskern -> Dorsaler Cochleariskern -> Obere Olive -> Lateraler Schleifenkern -> Inferiorer COlliculus -> Medialer Genikulatkern -> Hemisphären
=> Zahlreiche Verschaltungen untereinander
Hörnerv -> Olive/ Ncl Cochlearis: Verrechnung der Eingänge von beiden Ohren, Richtungshören -> Verbessung der Frequenztrennung, Laterale Inhibition -> Colliculi inferiores: Richtungshören -> Tonotopische Organisation -> Bewusstsein
Primäre Hörrinde -> Sekundäre Hörrinde: Am Gyri Temporalis Transversi (Heschl Querwindung) + Gyrus Temporalis sup
Analyse von Sprache: Enge Verknüpfung mit Broca und Wernicke Areal
Lateralisierung: Sprache / Rhythmus vs Melodie auf der anderen Seite
Zentrale Hörverarbeitung: Ncl Cochlearis -> obere Olive -> Colliculus inf -> Thalamus -> Cortex => Discriminierung und Memoralisierung
-> Formatio Reticularis -> Thalamus -> Cortex -> Wahrnehmung, Response
Emotion (Limbisches System, Hypothalamus, Hormone)
Einflussfaktoren: Periphere Hörbahn, abhängig von Aufmerksamkeit
Organisation: Nachfolgende Hörbahn (Cochlearis und Olivenkerne)
Erfassen der Botschaften: Cortex, Corpus Callosum
=> Separation, Lokalisation, Integration, Fusion, Analyse, Ergänzung, Synthese, Differenzierung, Summation, Diskriminierung, Identifikation, Selektion, Separation)
14. Das Prinzip des Richtungshörens erläutern
Richtungshören: Verständnis im Störschall, Lokalisieren der Schallquelle => Erkennen des Gefahrensignals
Unterschiede zwischen beiden Ohren: Laufzeitunterschied, Intensitätsunterschied, spektrale Differenz
Model nach Jeffress: Schall gleichweit entfernt: Koinzidenzdetektoren => APs beider Ohren kommen gleichzeitig in der Mitte an => Klangquelle liegt mittig
Tonquelle verschoben: APs beider Ohren treffen sich kontralateral (Entfernteres Ohr sendet später AP, nahes Ohr früher)
15. Bewusst werden, welche psychosozialen Auswirkungen eine Störung in der Hörwahrnehmung oder Hörverarbeitung für Patienten und Patientinnen haben kann
=> Hörverarbeitungsstörung, Störung der zentralen Hörverarbeitung und Hörwahrnehmung, Auditive Verabeitungs- und Wahrnehmungsstörung
Auditive Verarbeitung: Nervale Weiterleitung + Vorverarbeitung + Filterung von auditiven Signalen / Informationen auf verschiedenen Ebenen (Hörnerv, Hirnstamm, zentrale Hörbahn, Hirnrinde)
Auditive Wahrnehmung: Teil der Kofnition, einerseits durch die Signalverarbeitung / Bottom Up Prozesse, andererseits durch Wachheit, Aufmerksamkeit + Gedächtnis
=> Top Down Prozess
AVWS: Störung zentraler Prozesse des Hörens: Vor Diagnose fachärztliche audiologische Abklärung einer peripheren Hörstörung
Zentrale Hörprozesse: Lautunterscheidung, Sprachverständnis im Störgeräusch, Sprachauditives Kurzzeitgedächtnis, Richtungshören, Analyse, Synthese, Ergänzung, Auditive Aufmerksamkeit
Diagnostik: Ohrinspektion, Tympanogramm, Tonaudiogramm
Lautunterscheidung: Minimalpaare, Dichotisches Hören
Sprachverständnis im Störschall (10 Einsilber mit 65dB vorn, 60dB sprachsimulierendes Rauschen von hinten)
Auditives Kurzzeitgedächtnis: Nachsprechen von Sätzen / Quatschwörtern
Hirnstammaudiometrie (BERA)
Therapie: Übungsbehandlung durch eine Logopädin (Lautunterscheidung, Laut – Buchstabenzuordnung), Drahtlose Übertragungsanlage (Sprachverständnis im Störschall)
=> Auditive Aufmerksamkeit, Figurgrundunterscheidung, Selektion, Lokalisation, Analyse, Phonologisches Bewusstsein, Phonematische Differenzierung, Ergänzung, Synthese, Speicherung und Sequenz, Diskriminierung, Lautunterscheidung
Folgen: Soziale Isolation, Aufmerksamkeitsdefizit (Klassenclown), Schulleistung sinkt => Abwärtsspirale
16. Tonaudiogramme analysieren und auf ihre Aussagekraft hin bewerten (Physiologisch, Mittelohrdefekte)
Analyse Tonschwellenaudiogramm
=> Normales Gehör: Luft + Knochenleitungsschwelle liegen dicht an der Nullinie, Knochenleitungsschwelle scheint 5dB besser (Ton etwas lauter eingestellt, um Überlagerung mit der Luftleitungskurve zu vermeiden) => Luftleitungsschwelle kann nie besser sein als die Knochenleitungsschwelle, Abweichungen von bis zu 10dB nicht pathologisch
Mittelohrschwerhörigkeit: Ausschließlich Mittelohrschädigung, Knochenleitschwelle normal (Direkte Stimuation des Innenohrs)
=> Trommelfelldefekt: ~ Größe + Lage des Defektes, Verschiebung der Luftleitungsschwelle muss nicht unabhängig von der Frequenz sein
Dämpfung: Intaktes Trommelfell, Dämpfung durch Flüssigkeitsansammlung in der Paukenhöhle der Gehörknöchelchen || Verlegung des Gehörgangs mit Cerumen
Versteifung: Beweglichkeitseinschränkung des Mittelohrs (Otosklerose), va tieffrequente Schwingungen behindert, Versteifung des spannten, eingezogenen Trommelfells bei Unterdruck in der Paukenhöhle durch Tubenfunktionsstörung => Erhöhung der Leitungsschwelle für tiefe Töne
Mittelohrblock: Fortgeschrittene Otosklerose: Differenz zwischen Luft und Knochenleitung für alle Frequenzen etwa gleich, mittlere Frequenzen sichtbare Senke (Carhart Mulde / Senke) in der Knochenleitung durch otosklerotische Fixation des Steigbügels => Knochenleitungsverlust von bis zu 15dB bei 2kHz durch fehlenden Schallanteil, der von der knöchernen Wand des äußeren Gehörgangs als Luftschall abgestrahlt wird
Kettenunterbrechung: Freuqenzunabhängiger Mittelohrhörverlust von bis zu 50dB bei Unterbrechung der Schallübertragung vom Amboss zum Steigbügel, Knochenleitungsschwelle normal
Unelastische knorpelige Anteile des äußeren Ohres => Verschluss des Gehörgangs, Schallleitungshörverlust von bis zu 20mB
Ton+ Sprachaudiogramme (Hörsenke, Hochtonabfall, Tieftonschwerhörigkeit, Kombinierte Schwerhörigkeit)
Hörsenke: Lärmschädigung => Eng begrenzte Hochtonbereichs bei 4-6kHz, oft nicht bemerkt (Vorsorgeuntersuchungen notwendig bei Lärmbelastung)
Hochtonabfall: Haarzellen der Schneckenbasis => hohe Frequenzen, häufigste Form => Presbyakusis (Altersschwerhörigkeit) bei fortgeschrittener Lärmschädigung und häufig auch beim Hörsturz + nach ototoxischer Medikamente
Tieftonschwerhörigkeit: Apicochleär va bei M Meniere (Druckansteigerung im Endolymphsystem, Verlagerung der Basilarmembran, Druck auf die Sinneszellen, Membran zum Apex hin weicher gespannt => Größte Verlagerung, Hörverlust va bei den tiefen Frequenzen, erweiterbar auf hohe Frequenzen => frequenzunabhängiger (pancochleärer) Innenohrhörverlust)
Kombinierte Schwerhörigkeit: Schalleitungs und Schallempfindungsschwerhörigkeit gemeinsam, Innenohranteil wirkt sich als Verlagerung der Knochenleitungsschwelle aus, Schallleitungsanteil wird als Differenz von Luft- und Knochenleitung => Eindringen toxischer Substanzen aus dem Mittelohrerguss in das Innenohr, Haarzellenschädigung
Analyse Sprachaudiometrie:
=> Ergebnisse: Hörverlust für Zahlen und maixmale Einsilbenversändlichkeit
=> HVZ an der Hörverlustskala bei 50% Verständlichkeit im Schnittpunkt mit der im Zahlentest gefundenen Linie abgelesen, Genauigkeit von 5dB genügt
Maximale Verständlichkeit für Einsilber ist der höchste erreichte Wert im Kurvenverlauf des Einsilbertests
17. Das Prinzip der Messung der otoakustischen Emission und akustisch evozierten Potentiale (Screening) als objektive Hörtestungen erläutern
Otoakustische Emission:
Hirnstammaudiometrie: BERA (Brainstem Evoked Resopnse Audiometrie) => Welle V (Latenz mit hohem Reizpegel um 5-6ms), Hörschwelle gut ableitbar, Latenzveränderung => Störungen des Mittel- und Innenohres + Hörnerv, möglichst kurzes Signal
=> Akustikusneurinom (Latenz zwischen Welle V (Hirnstamm) und I (Beginn Hörnerv) => Leitungsgeschwindigkeit des Hörnervs
Schnell durchführbar, sicherstes Verfahren zur Diagnostik der retrocochleären Hörfunktion
=> Elektroden auf den Vertex und beide Mastoide => Einkanal EEG
Kurze Klickreize in schneller Folge mit 80dB (90dB bei hohem Hörverlust), anderes Ohr mit Breitbandrauschen vertäubt, Patient: Bequem, entspannt, Augen zu, Ruhig (Störeinflüsse)
=> 2000 EEG Abschnitte in 1 Minute => Mittelwertbildung
=> Welle I, III und V => Zeitabstand zwischen I und V, normal ca 4ms (m, 0,39 f), Verlängert um mehr als 0,2 ms => Verdacht auf Hörnervschädigung, va Seitendifferenz
=> Objektiver Hörtest: Mehrere Reizpegel, va bei Aggravation, Kinder, Demente
Beginn: 60dB, Schritte von 10dB bis zur Hörschwelle, Vertäubung Gegenohr, Dauer ca 1h
Subjektive Hörschwelle liegt etwa 10dB unter dem Pegel der objektiven Schwellenreaktion => Pegel Latenz Diagramm für am höchsten verwendeten Reizpegel
Otoakustische Emissionen: Schall, der im Innenohr entsteht und im äußeren Gehörgang nachgewiesen werden kann => Äußere Haarzellen, die durch kleinste Schwingungen der Basilarmmebran zu verstärkter Eigenschwingung angeregt werden
=> Evozierbar / Spontan
Äußerer Gehörgang: Luftdichte Messsonde + winziges Mikrofon, Klicks / kurze Töne über dünnen Plastikschlauch zugeführt
Mittelwertbildung
Physiologisch: Normalhörig: Von Geburt an nachweisbar,
Cochleäre Schädigung / Schalleitungshörverlust ab 30dB => Nicht mehr messbar
=> Screening vorallem bei Kleinkindern
Keine Emissionen => BERA, Tympanometrie
Trommelfell unauffällig, Gehörgang frei von Cerumen, Entspannter Patient, Messsonde + passende Gummidichtung in den Gehörgang, Vergewisserung, dass Sonde luftdicht im Gehörgang liegt, Dauer ca 30s, Vermeiden von Nebengeräuschen, bei Unruhe wiederholen
=> Objektiv, nicht invasiv, vigilanzunabhängig, rasch + einfach, jedoch keine Lokalisation des Schadens entlang der Hörban und keine Aussage über Grad einer Schwerhörigkeit
18. Das Prinzip der Methoden der subjektiven Audiometrie (Ton- und Sprachaudiogramme) erläutern
+ 19. Methoden der subjektiven Audiometrie (Ton- und Sprachaudiogramme) durchführen
(Tonaudiometrie)
Tonschwellenaudiogramm: Patient begrüßen, Störquellen entfernen (Brille, Hörgeräte, Ohrschmuck)
=> Patient hört Töne und soll die Hand heben, sobald er sie hört
Auf dem besseren Ohr anfangen, Kopfhörer aufsetzen (Rot rechts), Druck der Kopfhörer prüfen, mit mittleren Frequenzen beginnen, Ton erneut geben, etwas langsamer
Jede zweite Frequenz testen (0,125, 0,25, 0,5, 1, 2, 4, 8 kHz), auf anderem Ohr wiederholen
=> Schwankungen um 10 um die 0 herum physiologisch
Ermittlung der Hörschwelle für Töne verschiedener Frequenzen, Ausmaß eines Hörschadens als Hörverlust in dB HL im Vergleich zum normalen Ohr
Luftleitung: Mit allen Punkten nicht besser als 10dB => Knochenleitung
Luftleitungsschwelle: Kopfhörer fest und richtig aufsetzen, bequem sitzen, besseres Ohr zuerst bei 1kHz anfangen -> Tief -> Hoch, Messungen wiederholen, erst 10er, dann 5er dB Schritte,
zB: 1kHZ: 0 -> 10: Patient sagt Stopp => 0 -> 5 -> 10 => Markieren, wo Patient Stopp sagt
Geschwindigkeit ~ Patient, Wichtig: Pegel in den unhörbaren Bereich zurückschieben => Schallabwanderung
Knochenleitungsschwelle: Wenn erforderlich, Knochenleitungshörer hinter dem Ohr mit einem Federbügel angedrückt, Kopfhörer so einstellen, dass Ton möglichst gut gehört wird
Sprachaudiometrie durchführen
Sprachaudiometrie: Sprachverständnis bei Hörgeräten + Gutachten
CAVE: Sprachverständnis
Mit besseren Ohr beginnen: Wörter auf Kopfhörer laut und deutlich wiederholen => Freiburger Sprachverständnistest: 10 Gruppen mit 10 mehrsilbigen Zahlen, 20 Gruppen mit 20 Einsilbigen Wörtern => Mittlerer Frequenzinhalt der Sprache
Zahlen leichter verstanden, Frequenzbereich von 2kHz ausreichend => Höhere Frequenzen
Zahlenverstehen: Mittelwert von 50% erreichen
Untersuchung vertraut machen, Beginn mit 20dB über den im Tonschwellenaudiogramm bei 500Hz gefundenen Schwellenwert, Zahlen nachsprechen
Wert unter 50%: Pegel um 5dB erhöhen + erneut 5 Zahlen durchlaufen lassen
Einsilbertest: Erste Wortgruppe (falls Tonaudiometrischer Hörverlust nicht über 40dB) bei einem Sprachschallpegel von 65 dB => Normale Umgebungssprache
Normalhörende: 100% erreichen, Pegelsprünge von 15dB => Vergleichbare Sprachaudiogramme
=> Begrüßen, Entfernen von Störgegenständen, Patienten bitten, Wörter, die er hört, nachzusprechen, Kopfhörer aufstetzen (rot rechts), Kopfhörer prüfen, Freiburger Sprachtest, Einsilber ab Reihe 14 => mit 65dB testen, 20 einsilbige Wörter, jedes richtige Wort ist mit 5% zu werten, auf anderem Ohr wiederholen
=> Messungen ~ Aufmerksamkeit des Patienten, hohe Abweichungen bei Wiederholungen möglich, CAVE: Tinnitus
Kontrolle: Stilltaste, Ton knapp unter angegebener Hörschwelle plötzlich auftauchen lassen, höhere Aufmerksamkeit
(Überflieg die Skripte nochmal)
20. Mittels einer Simulation (Vertäubung) selbst erleben, wie stark menschliche Kommunikation durch eine Hörstörung eingeschränkt sein kann
=> Stark
21. Verbale und nonverbale Techniken (zB aktives Zuhören, Paraphrasieren) anwenden, um die subjektiven Vorstellungen des Patienten über Entstehung, Verlauf und Symptomatik der Erkrankung im Gespräch zu berücksichtigen
Aktives Zuhören
Paraphrasieren: Zusammenfassen und Wiederholen
22. Die subjektive Krankheitstheorie des Patienten bei der weiteren Diagnostik und Therapieplanung berücksichtigen (zB durch Zusammenfassung der Äußerungen des Patienten und durch Verbalisierung)
Paraphrasieren, Zusammenfassen, Verbalisierung, kein Plan
23. Die Ängste der Patienten hinsichtlich der Erkrankung erfassen (zB durch Erfragen und durch Verbalisierung der Ängste)
Erfragen, Verbalisierung der Ängste
24. Die Bedeutung von subjektiven Krankheitstheorien der Patienten und die Bedeutung der eigenen ärztlichen Krankheitstheorie reflektieren
Jupp
25. Bei einem gegebenen Patienten einen Normalbefund in der otologischen Anamnese und in der klinischen otologischen Untersuchung erheben, dokumentieren und von einem Nicht-Normalbefund abgrenzen
Normalbefund für die otologische Anamnese: Otalgie, Pruritus, Schwerhörigkeit, Otorrhö, Tinnitus + Drehschwindel, Physiologisch alles verneint,
Voroperationen am Ohr?
Klinische otologische Untersuchung: Inspektion der Ohrmuschel, Entzündungen, Narben, Raumforderungen, Blick hinter die Ohrmuschel
Otoskopie: Mikroskop / Lichtquelle und Hohlspiegel in der Mitte perforiert + Ohrtrichter (verschiedene Größen)
Ohr durch gezielten, leichten Zug in die richtige Position bringen, knorpeliger und knöcherner Teil auf eine Linie gebracht => rechts mit linker Hand und umgekehrt das Ohr an der Ohrmuschel nach hinten oben ziehen, Ohrtrichter mit drehender Bewegung einführen, Ohrmikroskop
=> Trockener, reizloser, evtl mit Cerumen belegter Hörgang, Trommelfell ist differenziert, reizlos + intakt, Lichtreflex im vorderen unteren Quadranten
Valsavla: Patient atmet mit geschlossenem Mund und zugehaltener Nase aus
Physiologisch Luft durch die Tube in das Mittelohr gedrückt => Auskultation (Knacken) / Otoskopie (Trommelfell bewegt sich nach außen / oberer hinterer Quadrant)
Weber: Knochenleitung: Schwingende Stimmgabel auf die Mitte des Schädels aufsetzen
Physiologisch: Vibration auf beiden Ohren gleichlaut
Rinne: Vergleich Luft zu Knochenleitung, Schwingende Stimmgabel am Proc. Mastoideus aufsetzen
Patient hört Ton nicht mehr => Stimmgabel vors Ohr halten
Physiologisch: Kann Ton wieder hören => Luftleitung besser als Knochenleitung => Rinne positiv
26. Bei einem gegebenen Patienten mit einer Schallleitungsschwerhörigkeit eine spezifische otologische Anamnese und eine klinisch otologische Untersuchung durchführen und den pathologischen Befund benennen und zuordnen
Fokussierte Anamnese bei Schalleitungsschwerhörigkeit
Otalgie, Hyperakusis, Otorrhoe, Drehschwindel, Pruritus, Tinnitus
Operationen an den Ohren / Nasenrachenraum
Schwerhörigkeit in der Familie
Erkrankungen in der Allgemeinanamnese
Fokussierte klinische Untersuchung: Inspektion der Ohrmuschel + des Mastoids, Inspektion des Gehörgangs + Trommelfells mit dem Ohrtrichter und Lampe, Vasalva Versuch
Negatigves Ergebnis einhergehend mit einer Schallleitungsschwerhörigkeit:
Tube ist nicht durchgängig, Paukenerguss, Trommelfell unbeweglich (zB Vernarbung), Trommelfell perforiert (wenn gleichzeitig Sekret vorhanden ist, entstehen zusätzlich Blasen)
CAVE: KI: Akute Mittelohrentzündung / Entzündung des Nasopharynx
Weber: Schallleitungsschwerhörigkeit (Ursache im Gehörgang / Mittelohr) => Ton in das schlechtere Ohr lateralisiert
Rinne: Schallleitungsschwerhörigkeit => Luftleitung behindert, Rinne Test negativ
27. Bei einem gegebenen Patienten mit einer Schallempfindungsschwerhörigkeit eine spezifische otologische Anamnese und eine otologische Untersuchung durchführen und den pathologischen Befund dokumentieren und zuordnen
Fokussierte Anamnese: Otalgie, Hypakusis, Otorrhoe, Drehschwindel, Pruritus, Tinnitus, Stattgefundene Operatonen an den Ohren / Nasenrachenraum, Schwerhörigkeit in der Familie, weitere Erkrankungen in der Allgemeinanamnese
Fokussierte klinische Untersuchung: Inspektion der Ohrmuschel + Mastoid, Gehörgang + Trommelfell mit dem Ohrtrichter und Lampe, Valsava Versuch
=> Valsava bei Schallempfindungsstörung positiv
CAVE: KI: Akute Mittelohrentzündung / Entzündung des Nasopharynx
Weber: Schallempfindungsstörung (Cochleäre Ursache / Neuronal) => Ton in das besser hörende Ohr lateralisiert
Rinne: Schallempfindungsschwerhörigkeit: Rinne Positiv
Kombinierte Bewertung
Weber: Lateralisiert nach rechts -> Rinne: Positiv: Schallempfindungsschwerhörigkeit links
Negativ: Schallleitungsschwerhörigkeit rechts
Weber: Mittelständig => Rinne auf beiden Seiten: Positiv: Normakusis / Beidseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit
Negativ: Beidseitige Schallleitungsschwerhörigkeit
Facialisprüfung Akustikusneurinom
Gleichgewichtsprüfung: Frenzelbrille, Lage- und Lagerungsprüfung
Kalorische Prüfung
Facialisprüfung, Klassifikation nach House Brackmann
Topodiagnostik: ENG, Audiologie, Bildgebung, Schirmertest, Stapediusreflex, Geschmacksprüfung, Speichelsekretion, Gesichtsbewegung
Hitselberger Zeichen: Watteträger: Sensibilität der hinteren oberen Gehörgangswand / Hinterwand, Ohrmuschel im Seitenvergleich prüfen => Sensibilitätsminderung (R auricularis n facialis)
Trigeminusneuralgie: Schmerzen, Hypästhesie, Anästhesie
Glossopharyngeusparese: Kulissenphänomen
Phon, Impedanzmessung, Schallübertragung im Ohr
Lautstärke: Das Phon misst die Lautstärke, dh die frequenzabhängige gehörte Intensität, dB und Phon Skala sind außerhalb von 1kHz unterschiedlich
Dezibel kennzeichnet die Schallstärke, eine physikalische Größe, Phon die Wirkung des Schalls auf unser Gehör, also eine physiologische Größe
=> Wenn ein Schallereignis eine Lautstärke von 60 Phon hat => Es wird so laut empfunden wie ein kHz Ton mit dem absoluten Schallpegel 60dB
=> Maß Phon der Lautstärke misst die frequenzabhängige gehörte Intensität
Schallübertragung vom Außen zum Innenohr: Trommelfell -> Hammer -> Amboss -> Steigbügel -> Innenohr
Impedanzanpassung: Flächenverhältnis zwischen Trommelfell und Steigbügelplatte
p = F/A
F1 = F2 -> p1A1 = p2A2 -> P2 = p1A1/A2 = p155mm²/3,2mm² = 17pi
Hebelverhältnisse an den Gehörknöchelchen 1:1,3
17p1 x 3,1 = 22,2 p1
Hörbahn!
1. Neuron: Ganglion Spirale Cochleae, Bipolare Nervenzelle -> Nuclei Cochlearis in der Medulla Oblongata
2. Neuron:
Direkter Teil: Ncl Cochlearis post -> Oberer Olivenkomplex über den Lemniscus lat der Gegenseite zum Colliculus inferior
Indirekter Weg: Ncl Cochlearis ant -> Corpus Trapezoideum der Gegenseite, in denen die Ncl Oliveres sup und Ncl Corporis trapezoidei eingeschaltet sind
Nur wenige Fasern ziehen ipsilateral nach proximal
3. Neuron: Lemniscus lat -> Colliculus inf, Kreuzen einiger Fasern
4. Neuron: Colliculus inf -> Brachium Colliculi Inf -> Corpus Geniculatum mediale, Sublentikulär durch die Capsula interna, Topische Anordnung
5. Neuron: -> Primär Auditives Cortex
Primär Auditiver Cortex: Primäre Hörrinde: Gyri Temporales Transversi des Temporallappen = Heschlsche Querwindung
Sekundär Auditiver Cortex: Lateral der primären Hörrinde || Wernicke auf der dominanten Seite
1. Die sensible und sensorische Innervation der Zunge, der Mundhöhle und des Pharynx erläutern
Zunge:
Motorisch: Nervus Hypoglossus
Sensibel (Tast) + Sensorik (Geschmack): Hinteres Drittel: Nervus Glossopharyngeus + Vagus
Vordere zwei Drittel: Sensibel: N Lingualis des Trigeminus, Speziell Veszerosensibel (Sensorisch) von der Chorda Tympani des N Facialis
Sensibel + Sensorisch Mundhöhle: Trigeminus, Vagus und Hypoglossus
Pharynx: Vagus und Hypoglossus
2. Die topographische Lage der Zunge zu Mundboden, Pharynx, Larynx und Tonsillen beschreiben und am anatomischen Präparat, am Modell, auf Abbildungen sowie in der Bildgebung benennen
Zunge: Radix, Corpus, Apex Linguae
=> Dorsum, Facies Inferior, Margo Linguae
Radix: Zungengrund => Zungenmandel (Tonsilla Lingualis), am Os Hyoideum (Zungenbein) befestigt im oberen Halsteil und durch Muskeln und Bändern am Kehlkopf verbunden ist
Corpus: Sulcus Terminalis, aus innerer und äußerer Zungenmuskulatur in alle Richtungen => Beweglichkeit + Gestaltveränderung, Nerven + Gefäße verlaufen zwischen Muskelfaserbündeln, Medianebene: Septum Linguae (bindegewebige Scheidewand aus Sehnenfasern)
Apex + spezialisierte Mundschleimhaut
Dorsum: Spitze des Sulcus Terminalis: Foramen Caecum -> Ductus Thyreoglossus; Sulcus Medianus durch die Mitte
Facies inferior linguae: Mit dem Boden der Mundhöhle verwachsen, durch eine Falte der Mundschleimhaut (Frenulum Linguae) => Nur Spitze und Seitenrände frei, gezackte Schleimhautfalten (Plicae Fimbriatae)
Zungenmuskeln
Muskulatur: Innere Zungenmuskeln:
Musculus Longitudinalis Superior Dünne Schicht longitudinal und schräg verlaufenden Muskelfasern gleich unterhalb der Zungenschleimhaut des Zungenrückens
M Longitudinalis inf: Dünne Schicht meist longitudinal verlaufender Muskelfasern zwischen dem M Genioglossus und Hypoglossus von der Zungenwurzel zum Apex, setzt am posterioren Bereich mit einigen Fasern am Os Hyoideum an, vorne in den M Styloglossus
M Verticalis Linguae: Dünne Schicht im vorderen Bereich der Zunge von der Zungenaponeurose am Zungenrücken vertikal zur Unterseite der Zunge
M Transversus Linguae: Relativ dicke Schicht von Muskelfasern, die senkrecht zur Längsachse der Zunge verlaufen, vom Zungenseptum (Septum Linguae) beidseits zu den Margo Linguae, vom Pars Glossopharyngea des M Constrictor Pharyngis sup
Äußere Zungenmuskulatur:
M Chondroglossus, Abspaltung des M Hypoglossus vom Os Hyoideum -> Kranial -> M Longitudinalis inf -> M Genioglossus => Hinten Unten
M Genioglossus: Spinae Mentales des Unterkiefer -> Corpus Linguae + Aponeurosis Linguae, Os Hyolideum + Epiglottis) => Vorne Unten
M Hypoglossus: Cornu Majus des Os Hyoideum -> M Styloglossus + Longitudinalis inf -> Aponeurosis Linguae => Unten Hinten
M: Palatoglossus: Gaumenaponeurose des Palatum Molle -> Vor der Gaumenmandel nach lateral und kaudal -> Zungenmuskulatur -> Seitlicher Rand und Zungenrücken, Innerviert durch den Plexus Pharyngeus / Vagus => Schluckakt, Hebung Zungenrund, Verschluss / Verengung der Mundenge
M Styloglossus: ANt und Lat des Processus Styloideus + Lig Stylomandibulare -> Zwischen A Carotis int + Ext nach rostral und kaudal, Seitlich der Zunge in 2 Stränge, ein Teil in den Zungenkörper, vermischt sich mit den Fasern des M Longitudinalis Inf, anderer Teil quer nach unten und überlappt sich mit dem M Hypoglossus => Hinten Oben
3. Die Lokalisation der Riechschleimhaut (Regio Olfactoria) und deren topographische Lage zu dem Bulbus olfactorius, Lamina Cribrosa und den Nasennebenhöhlen beschreiben und am anatomischen Präparat, am Modell oder an geeigneten Abbildungen sowie in der Bildgebung zeigen
Regio Olfactoria: Dach der Nasenhöhle, 1cm² im Bereich der oberen Nasenmuschel und des ihm gegenüberliegenden Nasenseptums
-> Fila Olfactorisa durch die Lamina Cribrosa der Sinus Ethmoidale -> Bulbus Olfactorius direkt unterhalb des Frontalhirns auf der Lamina Cribrosa des Os Ethmoidale
Sinus Frontale: Stirnhöhle, Sinus Maxillare: Kieferhöhle, Sphenoidale: im Os Sphenoidale posterior des Sinus Ethmoidale
4. Die Gliederung der Mundhöhle erläutern und anhand von anatomischen Präparaten, Modellen oder Abbildungen beschreiben
Vestibulum Oris: Zwischen Zähnen und den Lippen / Wangen
Cavum Oris Proprium: Zähne / Alveolarfortsätze, Dach: Harte und weiche Gaumen, kaudal Mondboden
Isthmus Faucium: Mundhöhle -> Pharynx
Va Zunge am Mundboden => Glandula Sublingualis und Submandibularis
Gaumen: Dach der Mundhöhle
Harter Gaumen: Maxilla und Lamina Horizontalis des Os Palatinum bis zum 3. Molaren -> Weichen Gaumen
Weicher Gaumen: Beweglicher Teil, von der Uvula und Gaumensegel: M Tensor veli palatini, Levator veli palatini, Palatopharyngeus
Gaumenmandeln: Zwischen Arcus Palatoglossus und Palatopharyngeus
5. Den Aufbau einer Geschmacksknospe und die verschiedenen Typen der Zungenpapillen und ihre Lage auf der Zunge beschreiben
Kleine Erhebungen auf der Zungenschleimhaut des Zungenrückens
Mechanisch: Papillae Filiformes
Geschmackspapillen: Fingiformes, Foliatae, Vallatae
Fungiformes: Anteriores 2/3 des Zungenrückens vor dem Sulcus Terminalis, unregelmäßig zwischen den Fadenpapillen, va aber Zungenspitze und im Randbereich des Rückens, Apikal 1-5 Geschmackskospen
Foliatae: Posteriorer Dritter der Zunge hinter dem Sulcus Terminalis am Zungenrand am Übergang zum Arcus Palatoglossus, Lateral Geschmacksknospen
Vallatae: Entlang / Vor des Sulcus Terminalis im posterioren Dritterl des Zungenrückens, Lateral Geschmacksknospen
Geschmacksknospen: Beerenförmige Gewebestruktur der Mundschleimhaut, enthält die Sinneszellen für die Geschmackswahrnehmung -> Geschmacksorgan
Im Epithelverband der Mundschleimhaut, 20-40µm Durchmesser, 40-60µm lang, Becherförmig + 50-100 Stabförmige Sinneszellen, die zwischen Stützzellen eingebettet sind
Basis: Teilungsfähige Stammzellen, Erneuerung ca alle 10-14t
Apikales Ende: Kleine Öffnung der Epitheloberfläche => Geschmackspore: Zugang zum Speichel mit darin gelösten Stoffen zu den Sinneszellen + Mikrovilli + Molekulare Geschmacksrezeptoren
Basal: Nervenfaser -> Geschmacksbahn zum ZNS
=> Va auf der Zunge an Geschmackspapillen, aber auch am Gaumensegel, Nasopharynx, Larynx und Ösophagus
6. Die verschiedenen Ursachen einer chronischen Rhinosinusitis benennen
Nicht Akute Rhinosinusitis, Akut: Viral, Chronisch: Bakterien / Allergie
Entzündung / Allergie -> Schleimhautschwellung / Polyposis Nasi -> Verengung der Ostien, Sekretstau in den Nasennebenhöhlen, Sekundär bakterielle Entzündung des Nasensekrets
Verschlimmerung bei Erliegen des ziliären Transportes durch Schädigung der Epithelschicht
Assoziiert: Analgetikaintoleranz, Asthma/ Bronchiale Hyperreaktivität / COPD, Allergie
Modifzierend: Staphylokokkus Aureus Enterotoxine, Umwelt, Genetik
Link zwischen oberen / unteren AW, Cause and Effect Mechanismus
Entzündungszellen, Proinflammatorische Mediatoren, Zytokine / Chemokine
Epitheliale Mesenchymale trophische Einheit, Epitheliale mesenchymale muskuläre trophische Einheit
Nasale Obstruktion => Bronchokonstriktion, Proliferation, Expression und Sekretion, Proinflammatorische Mediatoren und Zytokine
7. Symptome und Diagnostik der chronischen Rhinosinusitis benennen
Akute Sinusitis: Rhinogen, Dentogen, Hämatogen
Streptokokken, Staphylokokken, Pneumokokken, Hämophilus inf, ~ Allgemeinzustand, Konstitution, Sekretabflusstörung
=> Cephalgien, typische Lokalisation, Sekretion, Nasenatmungsbehinderung, Riechstörung, AZ reduziert
Diagnostik: Anamnese, HNO Status / Endoskopie, Bildgebende Verfahren (Röntgen, US-A/B Scan, ggf CT)
Therapie: Konservativ: Abschwellende Maßnahmen, Nasentropfen, hohe Einlagen, Antibiotikum (Amoxicillin, Cephalosporin), Sekretolytika, Inhalationen
USA: Prävalenz: 15,5-16%, D: 8,5mio / J
Chronische Rhinosinusitis: 3,4 mio/J
Symptome >2 >12 Wochen: Nasale Obstruktion, Sekretfluss, anterior / post nasal drip, Kopf / Gesichtsschmerzen, Riechminderung
und entweder: Endoskopische Befunde: Polypen, Mukopurolente Sekretion + Ödem / Obstruktion primär im mittleren Nasengang
und oder CT-NNH Veränderungen: Schleimhautpathologie im ostiomeatalen Komplex und/oder den NNH
Polyposis Nasi als Subgruppe der CRS: Bilaterale Polypen im mittleren NG / NHH, post OP: Gestielte Polypen
Klinisch: Polypöser Infundibulumblock, Concha Bullosa
Verschattung der Kieferhöhle (Bildgebung)
Therapie der chronischen Rhinosinusitis BENENNEN
Therapie: Konservativ
Topische Kortikosteroide: CRS: Signifikante Verbesserung der Symptomatik und LQ, moderater Behandlungseffekt bei OP Kandidaten
NP: Verbesserung der Symptomatik, Rezidivrate / OP hinausgezögert, primäre Behandlung eienr NP als Therapieversuch, 3-6M, Therapieversagen: OP erwägen
Systemische Kortikosteroide: NP: Hinauszögern der OP 80%, Rezidive bei 50-70%, 72% der Patienten Regredienz
Antibiotika: CRS / NP: Keine Effektivität im Sinne einer Heilung
Speziell: ASS Desaktivierung: Samter Trias: Initialbehandlung / Rezidivprophylaxe Signifikante Reduktion der Infektionen, Hospitalisierung, Verbesserte Symptomatik Riechen, Reduktion syst Kortikosteroide, Probleme: Side Effects, Compliance
Leukotrienrezeptorantagonisten: Samter Trias: Initialbehandlung / Rezidivprophylaxe: Signifikante Verbesserung der Scores verschiedener Symptome, Problem: Kleine Pateintenkollektive, Studien (Plazebokontrollierte randomisierte Studien)
Antihistaminika: CRS: Nutzen bei Allergikern während akuter Exazerbation
Operation: Indikation: Therapieresistente CRS und Polyposis Nasi Komplikationen
Technik: Endonasal Endoskopisch / Mikroskopisch, Schleimhaut und Strukturerhaltende Mikrochirurgie, Modifiziert nach Ausdehnung und Befund, Navigation / Shaver
Voraussetzung: Reparationsfähigkeit der Schleimhaut
Rahmenbedingungen: ITN, stationär, Nachsorge
=> Wiederherstellen mukoziliärer Clearance und Ventilation der NNH
Nachbehandlung: Endoskopische Reinigung
Medikation: Antibiose (Amoxicillin, Cephalosporine 2.+3. Generation), Nasendusche Rhinocare + Emser Salz + Rhinomer Soft
Rezidivprophylaxe: Topische Kortikosteroide, Systemische Kortikosteroide, Adaptive Desaktivierung, Leukotrienrezeptorantagonisten, Allergiebehandlung
Engstellenchirurgie: Umschriebene Eingriffausheilung ca 75%, Patient mit Allergie: Profitieren bei kombinierter operativer und medikamentöser Therapie,
Asthma Bronchiale: Verbesserung der Beschwerden bei ca 70% der Pateinten, Alleinige Hyperreagibilität: deutlich bessere Resultate
Polyposis, Asthma, Analgetikaintoleranz: Sehr hohe Rezidivrate, 50%, Flankierende Maßnahmen
Mukoviszidose: Beschwerdefreie Intervalle von mehreren Jahren
8. Eine Isoform der transienten receptor potential Kanäle, die an Trigeminusfasern lokalisiert sind, der Empfindung scharf zuordnen
TRP Kanäle: Wichtig: M8: Menthol, Eukalyptos, Pfefferminz, 18-24°C
M5
V1: Protonen, Capsaicin, Äthanol, 43-52°C => Schärfe
TRP Kanäle am Trigeminus, freie Nervenendigungen || Sensible Hautinnervation
=> C Fasern
9. Die sechs verschiedenen Geschmacksqualitäten aufzählen und die auslösenden Agentien zuordnen
=> Benennen
Sauer: Protonen
Salz: NaCl
Süß: Glucose, Saccharose, Cyclamat, Saccharin, Neotam, Bleiacetat, Aspartam, Glyzin, Alanin, Threonin, D Histidin, D Tryptotan, Monellin, Thaumatin, Brazzein
Bitter: Hopfen, Tabak, Brechnuss, T2 Rezeptor Ligand als Warnmechanismus in giftigen Haushaltsmitteln
Umami: Natriumglutamat
Fett: Fette
Geschmacksqualitäten + Argenzien, Empfindlichkeit
Sauer: Präsynpatische Typ III Zelle => Organische Säuren diffundieren durch die Plasmamembran => Acidifizierung des Cytoplasmas => Intrazelluläre Protonen blockieren Protonensensitiven Kalium Kanal => Depolarisation der Membran
ua PKD2L1, ASICS, HCN, Kalium Kanäle, NPPB sensitive Chloridkanäle
=> Spezielle Kationenkanäle der TRP Familie, Öffnung durch Protonen, Blockade von Kaliumkanälen durch Protonen => Depolarisierend
Salz: ENaC bei Maus => Latenter Natrium Einstrom, Stabilisierung des Membranpotentials durch erhöhte Anzahl von Natrium und Kalium, Basolaterale ATPase => Depolarisierung
Zusätzliche Rezeptoren für Aldosteron und ADH => Unterschiedlicher Salzgeschmack: evtl auch Anionen zur Salzerkennung (Chlorid Kanäle in Stützzellen, Gap Junctions?)
=> Ionotrop
Süß: T1R2 + T1R3 -> GPCR -> PLC -> Calcium -> TRPM5: Warme Temperaturen verstärken TRPM5 => Temperatur beeinflusst Geschmackswahrnehmung
Zucker bindet an spezieller Kombination von T1 Rezeptoren (Isoform R2+3), Heterodimere, GPCR
Bitter: Bitterstoffe binden an mehr als 25 verschiedene T2 Rezeptoren (Dimere), große Vielfalt, zT sehr spezifisch (GPCR, Gustducin): T2Rx -> GPCR -> PLC -> Calcium -> TRPM5
Umami: Aminosäure bindet an Kombination von T1 Rezeptoren: T1R1 + T1R3 (Dimer), GPCR (Gustducin + andere), auch durch MGluR1, 4, TrpM5 unabhängig
T1R1/R3 -> PLC -> Calciumeinstrom -> TRPM5
=> Metabotrop
Vielfalt der Sinneseindrücke beim Schmecken: Gesamtleistung Geschmack, Geruch, Taktile + Thermische Afferenzen + unspezifische chemische Sensibilität
Fett: GPR120, 40, CD36, Kch? In Vivo nicht geklärt, Wahrnehmung cremiger Textur durch Somatosensorik, evtl Delayed Rectifying Potassium Channels, CD36, verschiedene GPCR, Diffusion von Fettsäuren in die Rezeptorzelle
Empfindlichkeit: Sehr hoch für Bitterstoffe (0,003g/l), Mittelhoch für Säuren + Salze (um 0,5g/l), niedrig für Glucose (19g/l), ausgeprägte Adaptation
Bis auf Süß: Zu hohe Konzentrationen führen schnell zu einem unangenehmen Reiz (Bitter, Salzig, Sauer)
=> Schutz vor biochemischer / osmotischer Überlastung des Verdauungstraktes
10. In Grundzügen die Transduktionsmechanismen von Geschmacksreizen erklären
Chemischer Sinn: Hard Wired, erlente Geschmacksantworten
Geschmackskonspen: ca 5000 => Wallpapille, Blattpapille, Pilzpapille, Speichel als Lösungsmedium für Geschmacksstoffe, Spülunh der Knospen
Geschmacksknospe: 10-50 Sinneszellen, Regeneration alle 10-15t
=> Spezialisierte Epithelzellen, Microvilli (Oberflächenvergrößerung), Sekundäre Rezeptoren, A Delta und C Fasern
=> Alle Geschmäcker überall auf der Zunge schmeckbar, jedoch unterschiedliche Rezeptordichte => Unterschiedliche Empfindlichkeit
Typ I, II und III Zellen => Nur Typ III Zellen bilden richtige Synapsen aus, IV: Basale Zellen, V: Randständige Zellen
I: Glia Artige Zelle, Neurotransmitter Abbau, Ionentransport (Kalium Homöostase), ROMK: Salzig?
II: Rezeptorzelle, Geschmackstransduktion, bei Anregung Generierung von APs (Nav1-17, 1.3), ATP Freisetzung durch Panx1: Süß, Bitter, Umami => Calciumeinstrom -> Panx1 -> P2Y, ATP -> P2X
III: Präsynpatische Zelle, Ionenkanal für Sauergeschmack, Anregung: Generierung von APs: Säure -> Calciumeinstrom -> Ausschüttung von Serotonin -> 5HT -> Depolarisation, AP
Transduktion: ATP aus Typ II (Rezeptorzelle) => Stimulation afferenter Fasern + Aktivation präsynaptischer Zellen => 5HT und NA Freisetzung + Autokrine Wirkung auf Rezeptorzelle (positive Rückkopplung, Abbau durch ecto ATPase)
5HT hemmt Rezeptorzelle (Typ II) => Laterale Hemmung / Adaptation, Kontakt zu afferenter Faser
Pannexine: Ionenkanäle, die von Connexinen umgeben sind (Gap Junctions), Intrazellulär nach Extrazellulär, Typ II: Keine Synpasen, keine spannungsabhängigen Kalziumrezeptoren
Typ I: Entfernen Kalium, um Erregbarkeit zu erhalten, neben 5HT auch Noradrenalinfreisetzung
Sweet, Bitter, Umami -> Taste GPCR -> beta gamma -> PLCbeta 2, PIP2 -> DAG + IP3 -> Calciumeinstrom aus internen Store -> Ativierung von TRPM5 (Natriumeinstrom) + Panx1 (ATP Freisetzung)
Säure -> Membran passieren, Protonen blocken intrazellulär Protonensensitive Kanäle => Depolarisation
Salz: Natrium Einstrom durch ENaC Kanal => Depolarisation
Kodierung: Geschmackssensoren können mehrere Nachbarzellen und / oder Afferenzen aktivieren, einige Afferenzen werden durch verschiedene Qualitäten erregt, andere Afferenzen reagieren nur auf eine Qualität
Geschmackstörungen
Geschmackstörung: Ageusie, Hypo / Hypergeusie, Dysgeusie
=> Nebenwirkungen Medikamente, Verminderter Speichelfluss, HN Schädigung, Stoffwechselerkrankung, Tumor / Hirninfarkt, Gustatorische Halluzination
11. In Grundzügen die Transduktion von Geruchreizen beschreiben
Riechepithel vs Vomeronasales Organ
Riechepithel am Dach der Nasenhöhle unter dem Riechkolben, Septum, Oberste Nasenmuschel
1cm²: Riechzellen, Stützzellen, Basalzellen => Riechepithel, 5-30 Zilien
5-15mio Riechzellen, Lebenszyklus 30t
Primäre Sinneszellen, 3-6Wochen Lebenszeit, Regenration
Duftstoff: Stoff, der Geruch vermittelt, Duft: Komplexe Mischung von Duftstoffen
=> Empfindungsschwelle viel niedriger als bei Geschmacksreizen
Mensch: 400 verschiedene olfaktorische Rezeptoren
Maus, Ratte, Hund um die 1000
=> jede Zelle trägt nur eine bestimmte Art
=> Duftstoffrezeptoren sind weniger spezifisch: Blumig, Ätherisch, Moschusartig, Campherartig, Schweißartig, Faulig, Stechend
Duftstoffe binden an den Zilien -> Rezeptorpotential -> AP Potentialfrequenz
CNG KanaL: Schließung durch Calciumeinstrom => Grundlage der Adaptation
Duftstoffrezeptor, kurze Verweilzeit -> GPCR -> Adenylatcylcase -> ATP -> cAMP -> cAMP gestuerter Kationenkanal (Natrium und Calciumeinstrom, gering) -> Calciumeinstrom -> Aktivierung Calciumgestuerter Chloridkanäle => großer Ausstrom, Depolarisation
Basal: NKCC1: Chloridkonzentration
=> Calciumaktivierte Chloridkanäle nur als Verstärker?
Beenden der Transduktion: PDE: cAMP Phosphodiesterase: cAMP -> AMP
=> Schnelle Adaptation: Calcium bindet an Calmodulin, Komplex bindet an CNG Kanäle => Verminderte Empfindlichkeit für cAMP => Kanalschluss
=> Calcium-Calmodulin abhängige PDE hydrolisiert cAMP
=> Direkte Hemmung der ACIII durch Phosphorylierung mittels einer Calcium Calmodulin abhängigen Kinase
=> Rezeptorkinasen phosphorylieren olfaktorische Rezeptoren
=> Internalisierung der Rezeptoren (Arrestine binden den Rezeptor und koppeln ihn sterisch vom G Protein ab)
=> Zigzag Flug von Tieren zur Duftquelle
Störungen der Geruchsempfindung: Hyposmie, Anosmie, Hyperosmie
=> Chronische Rhinitis, virale Infekte, Schädel Hirn Trauma, Tumore => 50% der >80J leiden an Anosmie
12. In Grundzügen die zentrale Verarbeitung von Geruchsinformationen beschreiben
Geruch: Bulbus Olfactorius, Piriformer Kortex, Orbitofrontaler Kortex
=> Nicht direkt über Thalamus, Ipsilaterale Projektionen, Weite räumliche Dispersion = Primärer olfaktorischer Kortex = Set von Strukturen
Thalamus: Afferenzen vom Kortex => Selektive Aufmerksamkeit auf Odorants + Identifizierung
Piriformer Kortex innerviert von NE, 5HAT, DA => Habituiert
Anteriorer PC: Dekodiert molekulare Struktur der Gerüche
Posteriorer PC: Dekodiert Qualität der Odoranten
Orbitofrontaler Kortex: Reward, Antworten auf Geruch geringer Sättigung
Axone der olfaktorischen Neurone => Olfaktorischer Bulbus in Glomeruli
=> Viele olfaktorische Neurone -> Einen Glomerulus, insgesamt ca 10000000 Neurone auf 2000 Glumeruli / Bulbus
Jeder Glumerulus ist von Dendriten von Mitralzellen innerviert
Mitralzellen sind Neurone, die vom olfaktorischen Bulbus zum Gehirn ziehen
Periglomeruläre Zellen und granuläre Zellen stellen laterale Verbindungen zwischen den Mitralzellen her
Olfaktorische Rezeptorneurone im Olfaktorischen Epithel -> Lamina Cribrosa -> Olfactorische Nervenschicht -> Glomerulare Schicht -> Externer Plexiformer Layer -> Mitralzell Layer -> Interne Plexiformer Layer -> Granular Layer -> Lateraler Olfaktorischer Trakt zum primären Olfaktorischen Kortex
Centrifugale Axone, Anteriorer Olfaktorischer Nucleus, Tractus Olfactorius
Laterale synaptische Verschaltung || Retina: Verstärkung des Kontrast des sensorischen Eingangs
Periglumeruläre Zellen (Dendrodendritisch, Axodendritisch), Granulazellen (Axodendritisch)
-> Mitralzellen
Aktivieren einer Rezeptorzelle -> Aktivierung einer Mitralzelle -> Laterale Hemmung der benachbarten Mitralzellen durch Periglomeruläre + Granuläre Zellen