M03 Unterricht Infusionstherapi
M03 Unterricht Infusionstherapi
M03 Unterricht Infusionstherapi
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Lernkarten
Definition:
- Infusion (lat. Infundere= hineingiessen)
- Langsames intravenöses subkutanes seltener intraarterielles intraossäres oder rektales
Einbringen von Flüssigkeiten mit oder ohne Medikamentenzusatz in den Körper
Patientenbedeutung
- Fremdkörper
Unsicherheit:
Neue Ungewohnte Situation
Angst:
Assoziation je mehr grösser Infusion um so kränker
- Eingeschränkte Mobilität
Abhängigkeit:
Je nach Kanülenlage: Waschen Kleiden Essen Bewegung
Schmerzen:
Legen Entfernen der Infusions Kanüle Infusions Kanüle Pflege Wirkung/Nebenwirkung der Medikamente
Wassergehalt des Körpers
Gesamtgehalt an Wasser in menschlichen Körper:
- 50-70% des Körpergewicht
Aufgaben:
- Lösung und Transport von Stoffen
- Temperaturregulation
Flüssigkeitsanteil:
- Feste Stoffe: 40%
- Flüssigkeiten: 60%
Flüssigkeitsräume
- Intrazellulärer Raum ca. 35%
- Extrazellulär Raum (Interstizieller Raum 20% Intravasalraum 5%)
Bild Skript
Verteilung der Körperflüssigkeit
Intrazellulärraum (60%) Kalium
Als Zytosol (Griechisch Zelle) werden die flüssigen Bestandteile des Zytoplasma bezeichnet
Extrazellulärraum (40%)Natrium
Der Extrazellulärraum selbst ist wiederum in zwei Kompatimente geteilt:
Den innerhalb von Herz Blut und Lymphgefässe liegenden Intravasalraum (IVR intravasales Kompartiment ca 30%) und den ausserhalb von Gefässen liegenden Extravasalraum (EVR extravasales Kompartiment ca 10%)
Isotone Infusionen
Gleich wie die Blutzusammen setzung ca300-3100 mosmol/l
z.B NaCl 0.9%
Hypotone Infusionen
unter 270 mosmol/l klein Molekular) z.B Aquadestialt
Hypertone Infusionen
über 310 mosmol/l gross Molekular
z.B Parentrale ernährung Glucose
Hypertone Insfusionnen ab 800 mosmol/l dürfen nicht über einen periphere Venenverweilkanüle verabreicht werden
Intravasalraum
Physiologische Austauschvorgänge von gelösten Substanzen und Wasser spielen sich zwischen allen 3 Flüssigkeits-bzw. Kompartimentsräume ab.
Mit ca. 7% des Gesamtvolumens an Flüssigkeit hat der Intravasale Raum zwar einen geringen Anteilen dafür aber eine umso grössere Bedeutung für die Regulation der Gesamtmenge
Die im intravasalen Raum befindliche Flüssigkeit stellt gleichzeitig das primäre Transportsystem für den Organismus dar.
Wasser-Flüssigkeitsbilanz
Für die Homöostase (Blutgerinnung Stoppung) sorgt eine permanent ausgeglichene Wasser und Elektrolytbilanz also ein immerwährendes Fliessgewicht
Bei der Aufnahme von ca. 2,5l Wasser pro Tag muss auf der Ausfuhrseite ebenfalls eine Menge von ca. 2,5l stehen
Siehe Skript Bild
Diffusion
Ausgleich einer Teilchenkonzentration ein einem Flüssigkeitsraum durch "wanderung" der gelösten Teilechen zum ort niedringere Konzentration.
Osmose
Diffusion von Lösungsmittelmolekülen durch halbdurchlässige Membrande Semipermeable; die Membrane ist dabei undruchlössig für die gelösten Stoffe- zum Konzentrationsausgleich kommt es daher durch Einstrom des Lösungsmttel auf der Seite der Semipermeable mit der höheren Stoffkonzentration.
Auf einer seite hatt es zwei Elefanten auf der anderen seite 4 Elefanten die Elefanten können die Semipermeable nicht durch dringen da sie zu gross sind.
Auf der seite der 4 Elefante hat es mehr Mäus da sie mehr brauchen als 2 Elefanten. Da die Mäuse Kleine sind können sie die Semipermeable passiernen die sind ja klein.
Verantwortungsbereich
Arzt:
- Verordnung (Eindeutig schriftlich)
- Name des Patient
- Art und Menge der Infusionslösung
- Art und Menge der Infusionszusätze und Infusionsgeschwindigkeit
- Bzw. Infusionsmenge in 24h oder entsprechende Zeitangabe
Verantwortungsbereich
Pflege:
- Korrekte Vorbereitung
- Korrekte Durchführung inkl. Überwachung
Ziel der Infusionsgabe
Ein gleichbleibendes inneres Millieu wird angestrebt
Wie?
Durch Isoionie (Elektrolyte ausgeglichen):
Gleichbleibende Zusammensetzung der Ionen
Durch Isotonie
Gleichbleibender Osmotischer Druck
Durch Isohydrie:
Gleichbleibendes Wasserstoffkonzentration (PH Wert)
Durch isovolämie:
Gleichbleibendes Plasmavolumen
Aufrechterhaltung der Osmolarität
Indikation der Infusionstherapie
Grundsätzliche Indikationen:
- Bei Störungen im Wasser-und Elektrolythaushalt
- Lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung (Azidose bzw Alkalose) PH Wert
- Bei Blutverlust
- Bei Mangel von Blutbestandteile
- Bei mangelnder oraler oder enteraler Nährstoffaufnahme (Ernährung Kalorien bedarf abdecken)
- Zur medikamentösen Therapie
- Zur Diagnostik (Kontrastmittel MRI)
- Offenhalten eines Venösen Zugangs
Indikationen:
Erhaltungstherapie:
Wiederherstellung /Stabilisierung der Vitalfunktion Bereitstellung von Grundnährstoffen
Ersatztherapie:
Ausgleich von Flüssigkeitsverlust Aufrechthaltung des Flüssigkeitsvolumens
Korrekturbehandlung:
Wiederherstellung/Aufrechthaltung osmotischer Druck
Medikamentenbehandlung:
Infusion als Trägerlösung
Infusionsapplikationsarten
Orientierung nach
- Kanülen/Katheter
- Punktionsstelle
- Verabreichungsart
Infusionsarten
Einteilung nach Lösungsart
Isotone Lösungen= Blut Nacl 0,9%:
Haben gleichen osmotischen Druck wie Plasma (ca 300mosmol/l)
Hypotone Lösungen/ Aqua Destilat:
Haben geringere Osmolarität als Plasma (< 270 mosmol/l)
Hypertone Lösungen /Parenterale Ernährung:
Haben höheren osmotischen Druck als Plasma (>310 mosmol/l)
Hypertone Lösungen ab 800 mosmol/l dürfen nicht über eine periphere Venenverweilkanüle verabreicht werden
Infusionsarten Kristalloide:
Nacl Glucose oder Ringer Lösungen etc.
Infusonsarten
Blutersatz
Erythrozyten Thrombozyten Leukozyten FFP Gerinnungsfaktoren
Infusionsarten
Amionsäuren-Lösungen
Fresenium Kabi Nutriflex
Infusiosnarten
Glucose
Glukoselösung (5-20%)
Infusionsarten
Fettemulsionen
Lipedim 10-20%
Infusionsarten
Kombinationslösungen
Fertigprodukte zur parenteraler Ernährung die alle drei Energielieferanten Vitamine und Spurenelemente enthalten.
Parenterale Ernährung läuft wegen des hohen osmotischen Drucks der Lösungen immer über einen zentralvenösen Zugang
Infusionszusätze
- Elektrolyte
- Vitamine
- Spurenelemente
- Schmerzmittel
- Antibiotika
- Kontrastmittel
Siehe Thiemes
Elektrolyte im Blutplasma
Natrium
136 bis 146 mmol/l
Elektrolyte im Blutplasma
Kalium
3,8 bis 5,2 mmol/l
Zu viel Kalium kann zu Herzstillstand und verlangsamter Herzfrequenz führen
Zu wenig Kalium kann Herzrythmusstörungen auslösen bis hin zu Kammerflimmern und Herzstillstand
Elektrolyte im Blutplasma
Calcium
2,3 bis 2,7 mmol/l
Elektrolyte im Blutplasma
Magnesium
0,8 bis 1,2 mmol/l
Elektrolyte im Blutplasma
Chlorid
96 bis 106 mmol/l
Elektrolyte im Blutplasma
Bicarbonat
24 bis 28 mmol/l
Elektrolyte im Blutplasma
Phosphat
1,0 bis 1,4 mmol/l
Infusionsgruppen und Beispiele
Elektrolytlösungen:
- Natrium Chlorid 0,9% 0,45%
- Ringer Lactat / Ringer –Acetat
- Mischinfusionen: Glucose /Nacl 1:1, 2:1, 4:1
Infusionsgruppen und Beispiele
Kristalloidlösungen
- Glucose 5%-40%
Infusionsgruppen und Beispiele
Kolloidlösungen:
- PPL 5%, Humanalbumin 20%
- HAES steril 6%/10%
Infusionsgruppen und Beispiele
Ernährungslösungen:
- Nutrifelx
- Glucose 20%-50%
- Intralipid 10%-30%
Infusionsgruppen und Beispiele
Korrekturlösungen
- NaBic 8,4%
- Mannitol 20%
Vorsicht bei Infusionszusätzen
Folgende Schwerpunkte sind zu beachten:
Hygiene:
- Flächen und Händedesinfektion sauberer Arbeitsort sterile Einspritzung
Kontrolle:
- Verfallsdatum Inkompatibillität
Dokumentation:
- Medikament Datum Patientenname Name Pflegeperson
Vermischung
- Nicht Schütteln Durchmischung beachten
Veränderung
- Aussehen Ausflockung
Überdruck
- Keine Überdruck evtl. Vorgängig Volumen aus Infusionsbehälter entfernen
Infusionsbehältnisse
- Glasflaschen
- Kunststoffflaschen
- Kunststoffbeutel
- Menge von 50-1000ml
- Diverse Beutel zum Mischen
Hinweis: Auf den Flaschen /Beutel sind Inhalt Herstellungsdatum Chargennummer und Verfallsdatum aufgeführt
Berechnung Infusionszeit
Grundlange
1 ml Entspricht 20 Tropfen
Also wird die Infusions menge mal 20 gerechnet so erhält man die Topfenzahl der Infusion.
Die Zeit in der die Infusion Infundiert werden muss mal 60 da eine Std 60 Min hat.
Die beiden Restulate werden durch einander geteilt und so erhält man die Tropfen zahl pro minute.
Infusionsvorbereitung
- 5R-Regel
- Übereinstimmung Infusionsflasche mit ärztlicher Verordnung
- Saubere Arbeitsfläche schaffen
- Hygienische Händedesinfektion
- Steriles Infusionsbesteck (evtl. Infusionsverlängerung Dreiwegehan Tropfenzähler Spritze Nadel für medikamentöse Zusätze)
- Desinfektionsmittel
- Tupfer/Kompressen
- Abfallsack /Nadelhalter
- Händedesinfektionsmittel