LP6
- Allgemeine Pathologie - Hormonsystem - Zentralnervensystem & Sinnesorgane - Abwehrsystem - Blut
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65. Die im Körper gebildete Lymphe wird via Lymphgefäße wohin abgegeben?
- über den linken und den rechten Venenwinkel ins Blut abgegeben
MKK S. 249
66. Was ist mit den fünf Antikörperklassen gemeint und welche Eigenschaften haben sie?
IgG--> - können Komplementsystem aktivieren - Antigenpräsentation - sind plazentagängig und geben erste Abwehr mit
IgM--> - erste Antikörper nach Infektion - nicht plazentagängig
IgA--> - kommt in Körpersekreten vor und sind für die lokale Abwehr zuständig
IgE--> - Abwehr von Parasiten und bei Allergien
IgD--> - Erkennungsmolekül an der Oberfläche der B-Lymphozyten
68. Nenne sie die Aufgaben des Thymus.
- Der Thymus sezerniert verschiedene Hormone, die wahrscheinlich als Wachstumsfaktoren des Immunsystems wirken
- Im Thymus findet im Kindesalter die Prägung der T-Lymphozyten statt
- T-Zellen lernen dort „selbst“ von „fremd“ zu unterscheiden und nur die Fremdstoffe im Rahmen einer Immunantwort anzugreifen
69. Nennen sie die Strukturen, welche zum lymphatischen Rachenring gehören.
- Rachenring--> Ansammlung von lymphatischen Geweben im Mund-, Nasenhöhle und Pharynx
- Rachenmandel
- Tubenmandel
- Gaumenmandel
- Zungenmandel
- Seitenstrang
70. Definieren sie den Begriff Immuntoleranz.
- Bedeutet das nichtvorhergehen gegen die eigenen Antigene
- --> damit nur solche Abwehrzellen in die Blutbahn gelangen, die nicht gegen die Antigene des eigenen Körpers reagieren
MKK S. 264
71. Nennen sie die im Blutplasma physiologischer Weise enthaltenden Substanzen.
Es besteht ungefähr aus:
- 90 % Wasser
- 8% Proteinen
- 2% weiteren Substanzen z.B. Glukose, Vitaminen, Hormonen, Harnstoff,...
MKK S. 237
72. Stimmt folgende Aussage:
Blutplasma und Blutserum sind dasselbe?
FALSCH,
- Blutplasma „Blutwasser“
- Entfernt man aus dem Blutplasma das Fibrinogen und andere Gerinnungsfaktoren erhält man das Blutserum
- Merkhilfe!!!! Plasma= Serum plus Gerinnungsfaktoren
MKK S. 236
73. Welche Reaktionsabläufe greifen bei der Blutstillung ineinander?
Undichte Gefäße werden von innen heraus abgedichtet.
Dabei greifen drei Reaktionsabläufe:
- 1. Gefäßreaktion
- 2. Thrombozytenadhäsion und-aggregation
- 3. Blutgerinnung
- 1. Und 2. Werden als primäre Hämostase bezeichnet
- 3. Wird als sekundäre Hämostase bezeichnet
MKK S. 245-246
74. Jeder Mensch besetzt einer der vier Blutgruppen(AB0- System). Warum kann es zu einer Agglutination kommen, wenn Blut von Spendern mit verschiedenen Blutgruppen gemischt wird?
Machen sie ein Beispiel dazu.
Im Blutplasma mit den Blutgruppe A, B und 0 befinden sich Proteine(AK), die sich auf die Erythrozytenoberfläche der jeweils anderen Blutgruppen vorhandenen Antigene binden
- Plasma der Blutgruppe A enthält AK gegen Erythrozyten der Blutgruppe B (kurz Anti-B) und umgekehrt
- Plasma der Blutgruppe 0 enthält AK gegen Blutgruppen A, B und AB (kurz Anti-A und Anti-B)
- NUR das Plasma der Blutgruppe AB ist frei von solchen AK
- AB0 AK tragen die gleichen AG A und B wie die Erythrozyten
- Jedoch werden nur AK gegen die AG gebildet, die nicht auf den eigenen Erythrozyten vorhanden sind
76. Was passiert wenn ein Rhesus negativer Patient eine Bluttransfusion mit Rhesus positivem Blut erhält?
- beim 1. Kontakt des rhesuspositiven Blutes bildet der Körper Antikörper
- beim 2. Kontakt passiert auch eine Agglutination
77. Kann ein Rhesus Unverträglichkeit auch Auswirkung in einer Schwangerschaft haben?
- Diese Aussage stimmt
78. Wie stehen Fibrin, Prothrombin, Thrombin und Fibrinogen miteinander in Verbindung?
- Es sind Eiweißkörper im Blut
- durch das exogene und endogene System kann die Gerinnung stattfinden von Prothrombin zu Thrombin und durch das Thrombin kann Fibrinogen zu Fibrin umgewandelt werden
- Prothromin-->Thrombin, Prothrombin ist eine Vorstufe von Thrombin
- Fibrinogen-->Fibrin , Fibrinogen wird unter Einfluß von Thrombin gespaltet und in Fibrin umgewandelt
MKK S. 246
79. Was hat Kalzium (Ca++) mit der Blutgerinnung zu tun?
- Kalzium nimmt bei der Thrombinbildung teil
- Also ist ein Gerinnungsfaktor
80. Damit Gerinnungsfaktoren produziert werden können braucht der Mensch das Mineral Calcium und in wenigen Fällen Erythrozyten-stimmt diese Aussage?
- Diese Aussage ist richtig
82. Welche Funktionen haben die Plasmaproteine?
- Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks v.a. durch Albumin
- Transportvehikel- viel kleinmolekulare Stoffe z.B. Hormone oder Eisen
- Pufferfunktion-->Konstanthaltung des pH-Wertes
- Blutgerinnung, zu den Plasmaeiweißen gehören die Gerinnungsfaktoren
(Proteinreservoir, im Plasmaraum eines Erwachsenen sind ungefähr 200 g Eiweiße gelöst, die im Notfall schnell verfügbare Reserve für den Aufbau vom Körper dringend benötigter Eiweiße darstellen)
1. Diese Abbildung zeigt den physiologischen Zustand der schematisch dargestellten Muskelzelle des Menschen unter normalen Beanspruchungsbedingungen, der Zell- und Gewebestand des Menschens passt sich an veränderte Bedingungen an.
Es gibt 4 mögliche Reaktionen des Körpers auf veränderte Bedingungen:
2. Bei einem Rückfall oder Rezidiv bleibt ein Schaden zurück, zum Beispiel Narbenbildung.
Stimmt diese Aussage?
- NEIN, diese Aussage stimmt nicht!!
- Als Rezidiv bezeichnet man einen "Rückfall" nach vorhergehender scheinbarer oder tatsächlicher Heilung
Bsp.: Tumorrezidiv
MKK S.52
3. Beschreiben sie die Begriffe Nekrose, Fibrose und Furunkel.
Nekrose:
- Zelltod
- Übersteigt ein schädigender Einfluss endgültig die Anpassungsfähigkeit der Zelle, so entwickelt sich eine Nekrose
- Wegen Sauerstoffmangel(Hypoxie) infolge von Durchblutungsstörungen Bspl. Myokardinfarkt
Fibrose:
- Enthält ein Gewebsverband zu viel kollagenes Bindegewebe
- Fibrosen bewirken eine Verhärtung(Sklerosierung) und Elastizitätsabnahme des betroffenen Gewebes
- Wegen länger dauernden Entzündungen z.B. rheumatische Erkrankungen
Furunkel:
- Ist eine Sonderform des Abszess
- Ein Abszess ist eine Eiteransammlung in einem durch Gewebseinschmelzungen entstandenen abgekapselten Hohlraum
- Ein Furunkel der durch Staphylokokkeninfektion der Haar- und Talgdrüsenfollikel entsteht
MKK S. 50-52
4. Beschreiben sie den Unterschied zwischen einer serösen und einer eitrigen(pyogenen) Entzündung.
Seröse Entzündung:
- Ansammlung einer großen Menge eiweißreicher Flüssigkeit
- Z.B. Quaddelbildung der Haut nach einem Insektenstich
Eitrige(pyogene) Entzündungen:
- gehen mit einer ausgedehnten Einwanderung von Leukozyten ins Entzündungsgebiet einher
- diese bilden zusammen mit Gewebstrümmern Eiter, die dann häufig später aus dem Körper ausgeworfen werde
- z.B. Staphylokokken
MKK S. 52
5. Ergüsse sind Flüssigkeitsansammlungen in vorgebildeten Körperhöhlen z.B. Pleuraspalt oder einem Gelenkspalt. Nennen sie die 3 häufigsten Ursachen für einen Erguss.
Blutstauungen:
- die Ergussflüssigkeit ist in diesen Fällen klar und eiweißarm man nennt sie Transsudat
Entzündungen:
- die Erhöhung der Gefäßdurchlässigkeit lässt dabei vermehrt Serumeiweiße austreten und es wandern Entzündungszellen in die Ergussflüssigkeit die man als Exsudat bezeichnet
Tumorwachstum:
- man findet dann im Erguss mikroskopisch meist Tumorzellen oft auch Erythrozyten(hämorrhagischer Erguss)
MKK S. 50
6. Wenn eine Erkrankung inapperent verläuft, so meint dies, dass der Patient im Krank sein keinen Appetit äussert/ zeigt.
Trifft diese Aussage zu?
- Nein, diese Aussage trifft nicht zu
- Inapperent bedeutet „Nicht in Erscheinung tretend“, „unauffällig“ oder „klinisch stumm“
- keine wahrnehmbaren klinischen Symptome werden verursachen
9. An welchen Symptomen leiden Patienten mit einem Cushing-Syndrom? Nennen Sie mindestens 8 Symptome.
10. Nennen sie die Hauptauswirkung bei erhöhten ADH-Werten.
11. Der Hypophysenvorderlappen und der iuxtaglomeruläre Apparat beeinflussen die Tätigkeit des Nebennierenmarks.
Stimmt diese Aussage?
- Nein diese Aussage stimmt nicht
- Hypophysenvorderlappen macht keine Hormone für das Nebennierenmark
MKK S. 224
13. Beschreiben sie den Regelkreis der Schilddrüsenhormone.
- TRH stimuliert im Hypophysenvorderlappen die Ausschüttung von TSH
- THS führt in der Schilddrüse zu vermehrten Bildung von Schilddrüsenhormonen und zur Freisetzung der Schilddrüsenhormone aus ihrem Zwischenspeicher-dem Kolloid
- Schilddrüsenhormone erreichen über das Blut alle Körperregionen, also auch Hypophyse und Hypothalamus, die mit Rezeptoren die erhöhten Spiegel im Blut wahrnehmen
- Dadurch werden TRH und TSH Bildung und somit die weitere T3 und T4 Sekretion gehemmt (negative Rückkopplung)
MKK S. 225
14. Die Schilddrüsenhormone T3/T4 steigern die Wärmeproduktion, die Kontraktilität, Erregungsbildung und Leitung der Herzmuskulatur, die Aktivität des ZNS und den Abbau von Glykogen und Fetten.
Stimmt diese Aussage?
- Ja, diese Aussage stimmt
MKK S. 225
15. Beschreiben sie die Wirkung des Parathormons, welche die Nebenschilddrüsen bilden.
- Dieses reguliert zusammen mit anderen Hormonen(Vitamin D-Hormon und Kalzitonin)den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel
- Absinken des Blutkalziumspiegel führt zur Freisetzung vom Parathormon, Ansteigen hemmt die Ausschüttung
- Parathormon erhöht den Kalzium- und senkt den Phosphatspiegel im Blut
MKK S. 226
16. Welche Hormone werden im Hypothalamus gebildet?
- TRH
- CRH
- Gn-RH
- GH-RH
- GH-IH
- PRL-IH
- ADH
- Oxitozin
MKK S. 223
17. Welche Hormone spielen dei der Entwicklung einer Osteoporose eine Rolle?
- Parathormon
- Vitamin D Hormon
- Kalitonin
- Sexualhormon, Glukokortikoide
MKK S. 227
18. Beschreiben sie die Wirkung des Hormons Vitamin D.
- Fördert die Kalziumaufnahme über den Darm
- Steigert Kalziumrückresorption in der Niere
- Und erhöht so das Parathormon, des Blutkalziumspiegel
- Am Knochen stimuliert Vitamin D Hormon einerseits die Osteoblastentätigkeit führt jedoch anderseits v.a. bei zu hoher Konzentration zu einem gesteigerten Knochenabbau durch Osteoklasten
- An den Nebenschilddrüsen hemmt Vitamin D Hormon die Sekretion vom Parathormon
MKK S. 227
19. Welche Organe sind am Kalzium Phosphat Stoffwechsel des Knochens beteiligt?
- Schilddrüse
- Nebenschilddrüse(Epithelkörperchen)
- Niere
- Leber
- Darm
- Haut
- Knochen
MKK S. 226
20. Welche Wirkung zeigt Oxytocin in physiologischer Konzentration im Körper?
- Unterhält die regelmäßige Wehentätigkeit an der geburtsbereiten Gebärmutter
- Führt während Stillperiode zur Entleerung der Milch aus den Milchgängen
- Beeinflusst Gefühle und Verhalten
- Schafft Vertrauen zwischen Menschen
- Reduziert Angstgefühle
- Fördert Mitgefühl
- Berührung, Streicheln und Massagen fördert die Produktion
- In großen Mengen wird es beim Orgasmus ausgeschüttet
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82. Welche Funktionen haben die Plasmaproteine?
- Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks v.a. durch Albumin
- Transportvehikel- viel kleinmolekulare Stoffe z.B. Hormone oder Eisen
- Pufferfunktion-->Konstanthaltung des pH-Wertes
- Blutgerinnung, zu den Plasmaeiweißen gehören die Gerinnungsfaktoren
(Proteinreservoir, im Plasmaraum eines Erwachsenen sind ungefähr 200 g Eiweiße gelöst, die im Notfall schnell verfügbare Reserve für den Aufbau vom Körper dringend benötigter Eiweiße darstellen)